Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Extraversion, soziale Aktivitäten und Lebenszufriedenheit im Alter. Eine Untersuchung des Zusammenhanges auf Basis der Panel-Studie SHARE

Titel: Extraversion, soziale Aktivitäten und Lebenszufriedenheit im Alter. Eine Untersuchung des Zusammenhanges auf Basis der Panel-Studie SHARE

Bachelorarbeit , 2021 , 47 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Fisch (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Studie soll untersucht werden, inwieweit soziale Aktivitäten den Zusammenhang zwischen Extraversion und subjektivem Wohlbefinden (SWB) moderieren. Darüber hinaus werden die Haupteffekte von Extraversion und sozialen Aktivitäten auf SWB geprüft. Als Datengrundlage wird die Erhebung der multidisziplinären und länderübergreifenden Panel-Studie SHARE (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe) genutzt.

Dieses Forschungsprojekt untersucht die Herausforderungen und Chancen einer alternden Gesellschaft. Die vorhandenen Daten ermöglichen im Rahmen einer großen Stichprobe die Auseinandersetzung mit der Thematik, inwieweit das Zusammenspiel von Persönlichkeitseigenschaft und sozialer Aktivität das Wohlbefinden im Alter positiv beeinflussen kann. Zunächst werden die für diese Arbeit relevanten Konstrukte unter der Berücksichtigung der empirischen Erkenntnislage erläutert. Dabei sollen zuerst das SWB und dessen kognitive Komponente, die Lebenszufriedenheit, dargestellt werden.

Im Anschluss wird auf Prädiktor (Extraversion), Moderator (soziale Aktivität) und Interaktion dieser beiden Variablen eingegangen. Im folgenden Kapitel werden die Erhebungsmethoden dieser Studie dargestellt. Dabei soll erst auf Studiendesign und Ablauf der Erhebung eingegangen werden. Zudem werden die für die vorliegende Arbeit relevanten Maße, die Stichprobe und das statistische Analyseverfahren dargestellt. Abschließend sollen die Ergebnisse vorgetragen und diskutiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit

2.2. Einfluss von Extraversion auf Lebenszufriedenheit

2.3. Einfluss sozialen Aktivitäten auf Lebenszufriedenheit

2.4. Interaktion Extraversion und soziale Aktivitäten

2.5. Fragestellung & Hypothesen

3. Methoden

3.1. Studiendesign

3.2. Ablauf der Erhebung

3.3. Maße

3.3.1. Extraversion

3.3.2. Soziale Aktivitäten

3.3.3. Lebenszufriedenheit

3.4. Stichprobe

3.5. Statistisches Analyseverfahren

4. Ergebnisse

4.1. Hypothese 1: Haupteffekt Extraversion

4.2. Hypothese 2: Haupteffekt soziale Aktivitäten

4.3. Hypothese 3: Interaktionseffekt Extraversion und soziale Aktivitäten

5. Diskussion

5.1. Stärken und Limitationen

5.2. Implikationen für die Forschung

5.3. Praktische Implikationen

5.4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft Extraversion, dem Ausmaß an sozialen Aktivitäten und der Lebenszufriedenheit bei Menschen in der Altersgruppe 50+. Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Extraversion und soziale Aktivitäten das Wohlbefinden beeinflussen und ob soziale Aktivitäten den Zusammenhang zwischen Extraversion und Lebenszufriedenheit moderieren.

  • Analyse des Einflusses von Extraversion auf das Wohlbefinden im Alter
  • Untersuchung der Bedeutung sozialer Aktivitäten für die Lebenszufriedenheit
  • Prüfung des Moderationseffekts von Extraversion und sozialen Aktivitäten
  • Datengrundlage: Länerübergreifende Panel-Studie SHARE
  • Erkenntnisse für individuelle Präventions- und Interventionsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.4. Interaktion Extraversion und soziale Aktivitäten

Die bisherigen Ausführungen konnten verdeutlichen, dass die Studienlage auf positive Effekte von Extraversion und sozialen Aktivitäten auf Lebenszufriedenheit hindeutet. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eher introvertierte Personen in der Tendenz eine niedrigere Lebenszufriedenheit haben. Ähnliches gilt für Personen, die weniger soziale Aktivitäten ausführen.

Durch die teils gemischte Befundlage stellt sich jedoch auch die Frage, ob extravertierte und introvertierte Personen im unterschiedlichen Maße von sozialen Aktivitäten profitieren. So könnte man annehmen, dass Extraversion mit einem höheren Bedürfnis nach Aktivierung und Aktivitäten einhergeht. Introvertierte Personen könnten hingegen von Natur aus ein niedrigeres Aktivierungslevel für ihre Lebenszufriedenheit bevorzugen. Ein solcher Zusammenhang kann aus Eysencks biologisch orientierter Theorie zur Erklärung von Persönlichkeit abgeleitet werden (Eysenck, 1967; Eysenck & Eysenck, 1985). Demnach unterscheiden sich introvertierte und extravertierte Personen in ihrer Erregungsschwelle des Aufsteigenden Retikulären Aktivierungssystems (ARAS). Extravertierte haben eine höhere Erregungsschwelle des ARAS. Durch diese spätere Ansprechbarkeit des ARAS nehmen sie habituell eine geringere Erregung wahr. Introvertierte haben hingegen eine niedrigere Erregungsschwelle. Entsprechend befinden sie sich schon bei geringer Stimulation in höherer Erregung als Extravertierte. Sowohl ein zu hohes als auch ein zu niedriges Arousal führen zu einer negativen hedonischen Tönung und werden folglich als unangenehm wahrgenommen (siehe Abbildung 5). So könnte bei einem zu niedrigen Arousal Langweile auftreten, während bei einem zu hohen Arousal die Gefahr einer Übererregung besteht. Entsprechend ihrer Erregungsschwelle bevorzugen extravertierte und introvertierte Personen folglich unterschiedliche Level an Stimulationen. Extravertierte versuchen eine hohe Stimulation zu erreichen, um ein ausreichend hohes Erregungslevel für eine positive hedonische Tönung zu erreichen. Dies beinhaltet bspw. das aktive Aufsuchen sozialer Situationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Lebensqualität und des Wohlbefindens im Alter sowie die theoretische Relevanz von Persönlichkeit und sozialen Aktivitäten.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Konstrukte Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Extraversion sowie deren theoretische Verknüpfung unter Berücksichtigung von Top-Down- und Bottom-Up-Modellen.

3. Methoden: Hier werden das Design der SHARE-Studie, die Messinstrumente für Extraversion, soziale Aktivitäten und Lebenszufriedenheit sowie das statistische Analyseverfahren beschrieben.

4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Prüfung der drei Hypothesen, wobei die Haupteffekte bestätigt, der Interaktionseffekt jedoch nicht im erwarteten Sinne belegt werden konnte.

5. Diskussion: Das letzte Kapitel reflektiert die Ergebnisse, integriert sie in die bestehende Forschung, erörtert methodische Limitationen und diskutiert forschungspraktische sowie allgemeine Implikationen.

Schlüsselwörter

Extraversion, soziale Aktivitäten, Lebenszufriedenheit, Subjektives Wohlbefinden, SHARE-Studie, Alter 50+, Eysenck, Persönlichkeitstheorie, positive Emotionalität, Altersforschung, moderierende Effekte, statistische Analyse, psychologische Diagnostik, Lebensqualität, Interventionsmaßnahmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Persönlichkeitseigenschaft Extraversion und die Häufigkeit sozialer Aktivitäten zusammenwirken, um die Lebenszufriedenheit bei Menschen ab 50 Jahren zu beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Positiven Psychologie, der Persönlichkeitspsychologie (insbesondere Extraversion), dem erfolgreichen Altern und der Erforschung des subjektiven Wohlbefindens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob extravertierte Personen stärker von sozialen Aktivitäten profitieren als introvertierte Personen, um individuelle Empfehlungen für ein höheres Wohlbefinden im Alter ableiten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quantitative Analyse basierend auf Daten der länderübergreifenden SHARE-Studie, wobei eine multiple lineare Regression mit Moderationsanalyse angewendet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Zusammenhänge, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der deskriptiven Ergebnisse und Inferenzstatistik sowie eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Extraversion, soziale Aktivitäten, Lebenszufriedenheit, subjektives Wohlbefinden und die SHARE-Panelstudie.

Warum konnte die Hypothese zum Interaktionseffekt nicht bestätigt werden?

Die statistische Analyse ergab zwar einen signifikanten Effekt, dieser war jedoch sehr gering und zeigte eine andere Richtung als theoretisch nach Eysenck erwartet, was auf methodische Limitationen oder die Komplexität des Konstrukts hindeutet.

Welche Bedeutung haben soziale Aktivitäten laut der Activity Theory of Ageing?

Soziale Aktivitäten unterstützen die Bestätigung von Rollenidentitäten, was das Selbstkonzept stärkt und somit positiv zur Lebenszufriedenheit beiträgt, besonders bei Rollenverlusten wie dem Renteneintritt.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Extraversion, soziale Aktivitäten und Lebenszufriedenheit im Alter. Eine Untersuchung des Zusammenhanges auf Basis der Panel-Studie SHARE
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Psychologisches Institut)
Note
1,0
Autor
Michael Fisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
47
Katalognummer
V1141160
ISBN (eBook)
9783346517999
ISBN (Buch)
9783346518002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Glück Wohlbefinden Persönlichkeitspsychologie Alter Big Five Extraversion soziale Aktivitäten Positive Psychologie Glücksforschung Wissenschaft Lebenszufriedenheit Zufriedenheit Subjektives Wohlbefinden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Fisch (Autor:in), 2021, Extraversion, soziale Aktivitäten und Lebenszufriedenheit im Alter. Eine Untersuchung des Zusammenhanges auf Basis der Panel-Studie SHARE, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141160
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  47  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum