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Selbstgesteuertese Lernen unter Beachtung der Lehrerrolle

Title: Selbstgesteuertese Lernen unter Beachtung der Lehrerrolle

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Doris Gehrhardt (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Im Zuge der Diskussion über die notwendige Veränderung von Schule und Unterricht in unserer heutigen Zeit, ist das Thema des selbstständigen Lernens wieder aktuell geworden. „Dass Lernende ihre eigenen Lehrer sein sollten, ist eine alte pädagogische Forderung und ein aktueller Trend in der pädagogischen-psychologischen Diskussion“ (Konrad/Traub 1999, S.8). Die Bildungsinstitution Schule hat die Aufgabe jungen Menschen zu einem mündigen und selbstständigen Leben zu verhelfen. Daher ist in der Literatur auch oft die Rede von der Notwendigkeit, die Fähigkeit des lebenslangen Lernens zu entwickeln.
Wir leben in einer schnelllebigen Gesellschaft. Wissen veraltet durch die ständigen neuen Erkenntnisse der Wissenschaft sehr schnell, ständige Neuerungen fordern eine gewisse Flexibilität. Daher ist es für einen mündigen Menschen von Bedeutung die Befähigung zu besitzen, sich Wissen und Informationen möglichst selbstständig anzueignen. Dieses Können gibt dem Individuum die Möglichkeit mit den Anforderungen und schnellen Veränderungen in Beruf, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Schritt zuhalten.
Diese äußeren Umstände veranlassen die allgemeine Didaktik zu einem Paradigmenwechsel von der konventionellen Vermittlungsdidaktik über eine handlungsorientierte Didaktik zu einer Autodidaktik (vgl. Bönsch, 2002, S. 143ff). Dem allgemeinen humanen und demokratischen Ziel der gesellschaftlichen Erziehung, sich in möglichst hohem Grad selbst zu bestimmen, folgt unweigerlich das pädagogische Prinzip der Selbststeuerung (Klafki 2003, S.19). Somit verändern sich auch die Anforderungen an Lernende und Lehrende. Die bisherige Rollenverteilung des Schülers und des Lehrers muss aufgebrochen werden. In dieser Arbeit soll vor allem auf die Rolle des Lehrers eingegangen werden. Was muss ein Lehrer beim schülerzentrierten Unterricht beachten? Wie kann er selbstgesteuerte Lernprozesse unterstützen und wie verändert sich die Rolle des Lehrers im Vergleich zum lehrerzentrierten Unterricht?
Um einen genaueren Rahmen für selbstgesteuertes Lernen abzustecken, wird in der Arbeit zunächst auf die Begriffsbestimmung eingegangen. Danach werden kurz die wichtigsten strategischen Kompetenzen eines selbstgesteuerten Lerners erläutert und ein Modell zur Unterscheidung von Lernphasen nach Schiefel/Pekrun (1997) vorgestellt. Anhand des Trainingsprogramms des „reziproken Lehrens“ sollen die Funktionen des Lehrers konkret dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist selbstgesteuertes Lernen?

2.1. Begriffsbestimmung

2.2. Selbst- vs. Fremdsteuerung

2.3. Definitionen selbstgesteuerten Lernens

2.4. Strategische Kompetenzen

2.5. Rahmenmodell nach Schiefele & Pekrun

3. Die Rolle des Lehrers

3.1. Das Trainingsprogramm „reziprokes Lehren“

3.2. Funktionen des Lehrers beim reziproken Training

3.2.1. Vorbereitungsfunktion

3.2.2. Modellfunktion

3.2.3. Beobachtungs- und Beratungsfunktion

3.3. Die veränderte Rolle des Lehrers

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Lehrkräfte im schülerzentrierten Unterricht, mit dem primären Ziel aufzuzeigen, wie Lehrer selbstgesteuerte Lernprozesse unterstützen können und wie sich ihre Rolle durch diesen Paradigmenwechsel vom Vermittler zum Lernbegleiter verändert.

  • Begriffsbestimmung und Abgrenzung von Selbststeuerung gegenüber Fremdsteuerung
  • Analyse strategischer Kompetenzen für erfolgreiches selbstgesteuertes Lernen
  • Vorstellung des Rahmenmodells nach Schiefele & Pekrun
  • Anwendung des Trainingsprogramms „reziprokes Lehren“ als Fallbeispiel
  • Reflexion der veränderten Lehrerrolle und der pädagogischen Kompetenz des Beraters

Auszug aus dem Buch

3.2. Funktionen des Lehrers beim reziproken Training

Vor dem Einsatz des Lernprogramms hat der Lehrer zunächst die Aufgabe eine ausreichende Diagnose der Lernausgangslage der Schüler durchzuführen. Voraussetzung auf Schülerseite für das reziproke Training, ist über eine hinreichende Dekodierfähigkeit zu verfügen. Die Schüler müssen Wörter richtig lesen können, ihren Sinn verstehen und über einen, ihrem Alter angemessenen, Wortschatz verfügen. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Lehrer dafür sorgen, dass der Schüler Übung in grundlegenden Lesefertigkeiten erhält. Die Diagnostik kann mit Hilfe von verschiedenen Lesetests erfolgen. Auch die intellektuellen Fähigkeiten sollten durch sprachfreie Intelligenztests ermittelt werden. Eine durchschnittliche Intelligenz (IQ > 85) ist Vorraussetzung für das reziproke Lehren.

Der Lehrer muss eine angemessene Lernumgebung schaffen. Dazu gehören die Gestaltung von Lernräumen, und die Vereinbarung von Verhaltensregeln zum gemeinsamen Arbeiten. Durch einen anregenden und passenden Lernraum soll es den Schülern ermöglicht werden selbstgesteuert zu lernen. Der Lehrer muss den Lernenden Zugang zu verschiedene Informationsquellen und Materialien ermöglichen, damit die Schüler sich bei Fragen oder Problemen selbst weiterhelfen können (z.B. Lesebücher o. Lexika, um Wortbedeutungen nachschlagen zu können). Vorraussetzung ist natürlich, dass die Schüler den Umgang mit unterschiedlichen Medien kennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit selbstständigen Lernens in einer schnelllebigen Gesellschaft und skizziert den notwendigen Paradigmenwechsel in der Didaktik.

2. Was ist selbstgesteuertes Lernen?: Dieses Kapitel definiert den Begriff, setzt ihn in Bezug zur Fremdsteuerung und erläutert wichtige strategische Kompetenzen sowie ein Modell der Lernphasen.

3. Die Rolle des Lehrers: Das Kapitel untersucht anhand des reziproken Lehrens die spezifischen Funktionen der Lehrkraft und diskutiert die generelle Transformation der Rolle hin zum Lernbegleiter.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Kernpunkte zur Rolle des Pädagogen als Organisator von Lernumgebungen anstelle eines reinen Wissensvermittlers.

Schlüsselwörter

Selbstgesteuertes Lernen, Lehrerrolle, Selbststeuerung, Reziprokes Lehren, Lernstrategien, Metakognition, Schülerzentrierter Unterricht, Lernbegleiter, Lernberatung, Autodidaktik, Selbstkonzept, Lernumgebung, Lesestrategien, Lernmotivation, Volition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Wandel des Unterrichts vom lehrerzentrierten zum schülerzentrierten Modell und fokussiert dabei spezifisch auf die neue Rolle der Lehrkraft bei der Unterstützung selbstgesteuerter Lernprozesse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Selbststeuerung, die Identifikation notwendiger Lernstrategien (kognitiv, metakognitiv, motivational) sowie praktische Funktionen der Lehrkraft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Beitrag der Lehrkraft zum Gelingen selbstgesteuerten Lernens zu definieren und den Übergang zum „Lerncoach“ theoretisch wie praktisch zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär zur Veranschaulichung genutzt?

Zur methodischen Veranschaulichung der Lehrerfunktionen wird das Trainingsprogramm des „reziproken Lehrens“ herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Lernbegriffs und der Strategien sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Lehrerfunktionen (Vorbereitung, Modellierung, Beobachtung, Beratung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Selbstgesteuertes Lernen, Lehrerrolle, Reziprokes Lehren, Metakognition und Lernbegleitung.

Was beinhaltet die „Vorbereitungsfunktion“ konkret?

Sie umfasst die Diagnose der Lernausgangslage, die Sicherstellung von Mindestvoraussetzungen sowie die bewusste Gestaltung einer anregenden Lernumgebung.

Warum ist die „Modellfunktion“ des Lehrers wichtig?

Der Lehrer muss „laut denkend“ vorgehen, um interne, normalerweise unsichtbare Lern- und Denkprozesse für die Schüler explizit zu machen und als Vorbild zu dienen.

Wie unterscheidet sich die neue Rolle von der traditionellen Lehrerrolle?

Der Lehrer ist nicht mehr primär der alleinige Darbieter von Faktenwissen, sondern agiert als Lernhelfer, Berater und Organisator, der Lernprozesse unterstützt statt sie zu diktieren.

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Details

Title
Selbstgesteuertese Lernen unter Beachtung der Lehrerrolle
College
University of Potsdam
Course
Selbstgesteuertes Lernen entwickeln
Grade
1,7
Author
Doris Gehrhardt (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V114159
ISBN (eBook)
9783640155804
Language
German
Tags
Selbstgesteuertese Lernen Beachtung Lehrerrolle Selbstgesteuertes Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doris Gehrhardt (Author), 2008, Selbstgesteuertese Lernen unter Beachtung der Lehrerrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114159
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