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Potenzielle Einflussfaktoren auf prosoziales Verhalten

Ein Resümee ausgewählter sozialpsychologischer Theorien

Titel: Potenzielle Einflussfaktoren auf prosoziales Verhalten

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Frieda Brockmann (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der hier vorliegenden Ausarbeitung ist es, prosoziales Hilfeverhalten anhand drei fundierter sozialpsychologischer Theorien darzustellen und die eruierten Einflussfaktoren zu extrahieren. Bei den gewählten Theorien bzw. Hypothesen handelt es sich um die Bystander-Hypothese, die Empathie-Altruismus-Hypothese sowie eine sozialpsychologische Theorie des sozialen Austauschs.
Mittels Sachverhaltserweiterungen ist in Form einer Transferleistung zusätzlich die Anwendung der erarbeiteten Erkenntnisse auf das anfangs angeführte Fallbeispiel möglich. Dabei sollen die theoretisch erarbeiteten potentiellen Motive prosozialen Verhaltens fiktiv, aber realitätsnah, auf den Sachverhalt angewendet werden.

Im Rahmen dieser Ausarbeitung wird durch das Resümee drei relevanter sozialpsychologischer Theorien bzw. Hypothesen, inklusive der fokussierten Reflexion der konkreten Einflussfaktoren sowie der Anwendung dieser auf einen Beispielsachverhalt, eine Übersicht über prosoziale Verhaltensweisen in Notsituationen gegeben. Im Ergebnis wird so die Beantwortung der hier in Rede stehenden Forschungsfrage „Welche Faktoren können sich hemmend oder fördernd auf prosoziales Verhalten auswirken?“ ermöglicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Relevante Begriffe und Termini

3 Sozialpsychologische Theorien und Hypothesen prosozialen Verhaltens

3.1 Der Bystander-Effekt

3.2 Die Empathie-Altruismus-Hypothese

3.3 Die Theorie des sozialen Austauschs

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialpsychologischen Hintergründe prosozialen Verhaltens, um zu klären, welche Faktoren das Hilfeverhalten von Menschen in Notsituationen fördern oder hemmen. Ausgehend von einem konkreten Fallbeispiel wird erforscht, wie situative und persönliche Aspekte das Eingreifen von Individuen beeinflussen.

  • Analyse des Bystander-Effekts als situativer Einflussfaktor
  • Untersuchung empathischer Beweggründe für altruistisches Handeln
  • Anwendung ökonomisch-rationaler Kosten-Nutzen-Modelle auf Hilfesituationen
  • Transfer der theoretischen Erkenntnisse auf reale Fallbeispiele

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Bystander-Effekt

Zur Eruierung situativer oder personeller Einflussfaktoren prosozialen Verhaltens, kann die Betrachtung von Situationen hilfreich sein, in denen – ohne objektiv nachvollziehbare Gründe – keine Hilfeleistung stattgefunden hat. In diesem Zusammenhang nimmt der sog. Bystander-Effekt (auch: Non-Helping-Bystander-Effekt oder Zuschauereffekt) eine herausragende Rolle ein.

Der Bystander-Effekt beschreibt das beobachtete und experimentell erforschte Phänomen der sinkenden Hilfsbereitschaft eines Individuums, ausgelöst durch die Anwesenheit weiterer Personen, obwohl – oder gerade weil – diese Personen dem (potentiellen) Opfer nicht helfen (Darley & Latané, 1970, S. 31f.). Das Phänomen wurde erstmalig durch die amerikanischen Sozialpsychologen Darley und Latané (1968) beschrieben und theoretisch erfasst. Seinen Ursprung fand der Effekt in einem Mordfall aus dem Jahr 1964: Hier wurden insgesamt 38 Personen Zeuginnen und Zeugen der Vergewaltigung und Ermordung einer Frau namens Kitty Genovese, wobei keine der anwesenden Personen ihr zur Hilfe eilte (Cook, 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik prosozialen Verhaltens anhand eines tragischen Fallbeispiels ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, drei zentrale sozialpsychologische Theorien zu erörtern.

2 Relevante Begriffe und Termini: Hier werden grundlegende Definitionen wie prosoziales Verhalten, Hilfeverhalten, Egoismus, Altruismus und Empathie eingeführt, um ein gemeinsames Begriffsverständnis für die weitere Analyse zu schaffen.

3 Sozialpsychologische Theorien und Hypothesen prosozialen Verhaltens: Dieser Hauptteil widmet sich drei wissenschaftlichen Erklärungsmodellen: dem Bystander-Effekt, der Empathie-Altruismus-Hypothese sowie der Theorie des sozialen Austauschs.

3.1 Der Bystander-Effekt: Dieses Kapitel erläutert, wie die Anwesenheit anderer Personen die Hilfsbereitschaft senken kann, wobei insbesondere Phänomene wie pluralistische Ignoranz und Verantwortungsdiffusion im Vordergrund stehen.

3.2 Die Empathie-Altruismus-Hypothese: Das Kapitel analysiert, inwiefern empathische Gefühle für ein Opfer zu altruistischem Handeln motivieren oder ob prosoziales Agieren als Strategie zur Reduktion eigenen Unbehagens dient.

3.3 Die Theorie des sozialen Austauschs: Der Fokus liegt hier auf dem ökonomisch-rationalen Modell, bei dem Individuen Kosten und Nutzen einer Hilfeleistung abwägen, bevor sie sich für oder gegen ein Eingreifen entscheiden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der theoretischen Analyse zusammen und betont die Interaktion zwischen situativen und persönlichen Faktoren bei der Entscheidung für prosoziales Verhalten.

Schlüsselwörter

Prosoziales Verhalten, Hilfeverhalten, Bystander-Effekt, Empathie-Altruismus-Hypothese, Theorie des sozialen Austauschs, Sozialpsychologie, Notsituation, Altruismus, Egoismus, Verantwortungsdiffusion, pluralistische Ignoranz, Reziprozität, Kosten-Nutzen-Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit exploriert die Hintergründe menschlichen Hilfeverhaltens und analysiert, warum Menschen in Notlagen unterschiedlich reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Untersuchung prosozialer Verhaltensmotive, die Wirkung von Anwesenheit Dritter auf die Hilfeleistung sowie die psychologischen Entscheidungsprozesse in Notsituationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welche Faktoren können sich hemmend oder fördernd auf prosoziales Verhalten auswirken?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um drei ausgewählte sozialpsychologische Theorien zu erläutern und diese in einer Transferleistung auf ein Fallbeispiel anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Bystander-Effekt, die Empathie-Altruismus-Hypothese und die Theorie des sozialen Austauschs hinsichtlich ihrer Erklärungskraft für prosoziales Agieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind prosoziales Verhalten, Altruismus, Bystander-Effekt, Empathie, Kosten-Nutzen-Analyse und Verantwortungsdiffusion.

Was besagt das Konzept der pluralistischen Ignoranz?

Es beschreibt den Zustand, in dem sich Individuen in einer unklaren Situation am (Nicht-)Handeln der anderen orientieren, woraus irrtümlich abgeleitet wird, dass keine Notsituation vorliegt.

Wie unterscheidet sich die Empathie-Altruismus-Hypothese vom Austauschmodell?

Während die Empathie-Altruismus-Hypothese auf die emotionale Anteilnahme fokussiert, betrachtet das Austauschmodell Hilfeverhalten eher rational als eine Abwägung von Kosten und persönlichem Nutzen.

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Details

Titel
Potenzielle Einflussfaktoren auf prosoziales Verhalten
Untertitel
Ein Resümee ausgewählter sozialpsychologischer Theorien
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,3
Autor
Anna Frieda Brockmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1141827
ISBN (eBook)
9783346517210
ISBN (Buch)
9783346517227
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prosoziales Verhalten Hilfsbereitschaft Sozialpsychologie Bystander Bystander-Effekt Empathie Altruismus Empathie-Altruismus-Hypothese Sozial sozialer Austausch Theorie des sozialen Austauschs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Frieda Brockmann (Autor:in), 2021, Potenzielle Einflussfaktoren auf prosoziales Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141827
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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