Im Rahmen dieser Hausarbeit werde ich zwei unterschiedliche Bildungskonzeptionen zum Aspekt des Bildungsbereichs Philosophieren mit Kindern in der elementardidaktischen Diskussion gegenüberstellen. Im Folgenden werde ich den rationalistischen Ansatz nach Ekkehard Martens und anschließend den gesprächsorientierten Ansatz nach Hans-Ludwig Freese erläutern. Beide Positionen dann daraufhin prüfen, ob diese Positionen der Orientierungsplan Baden-Württemberg stützt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Rationalistischer Ansatz
3. Gesprächsorientierter Ansatz
4. Unterschiede zwischen beiden Ansätze
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Philosophieren mit Kindern als Bildungsbereich in der Elementarpädagogik. Dabei liegt der Fokus auf der Gegenüberstellung zweier zentraler Konzeptionen – dem rationalistischen Ansatz nach Ekkehard Martens und dem gesprächsorientierten Ansatz nach Hans-Ludwig Freese – sowie deren Vereinbarkeit mit dem Orientierungsplan Baden-Württemberg.
- Vergleich der Lehrmethoden von Ekkehard Martens und Hans-Ludwig Freese
- Analyse des Bildes vom Kind in der Philosophie
- Didaktische Konzepte zur Förderung von Selbstdenken bei Kindern
- Bedeutung der Gesprächskultur in Bildungseinrichtungen
- Bezugnahme auf den Orientierungsplan Baden-Württemberg
Auszug aus dem Buch
Der rationalistische Ansatz von Ekkehard Martens
Prof. Dr. Ekkehard Martens ist Philosophie-Didaktiker und Professor an der Universität Hamburg für „Philosophische Bildung“ im Fachbereich Erziehungswissenschaft. Im Folgenden werde ich seinen Ansatz darstellen und dabei auf seine Vorstellungen vom Kind, dem Verlauf seines geplanten Lern- und Bildungsprozesses, dem Bildungsgegenstands und –ziel und die Rolle der Fachkräfte eingehen.
Das Philosophieverständnis von Ekkehard Martens lässt sich in natürliches, akademisches und elementaren Philosophieren unterteilen. Bei natürlichen Philosophieren ist jeder Mensch ab dem Kindesalter (ab Sprachgebrauch) dazu fähig sich Vorstellungen über unterschiedliche Themen (Gut und Böse, Liebe, Freundschaft, Tod etc.) zu bilden. Dies ist ein Entwicklungsprozess, indem der Mensch beobachtet, nachdenkt, reflektiert und sich im Dialog austauscht, aber auch widerspricht. Dabei ist der Ausdruck und Gebrauch vom Verstand, Gefühle, Fantasie und Begriffen von Bedeutung. Die akademische Philosophie, wie der Name auch schon hergibt, ist eine Wissenschaftliche Disziplin mit allgemeinen Theorien von bedeutenden Philosophen, die Fragestellungen aufwerfen und diese forschend weiterführen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die kognitive Fähigkeit des kindlichen Denkens ein und definiert das Philosophieren mit Kindern als relevanten Bestandteil der Elementarpädagogik.
Rationalistischer Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Theorie von Ekkehard Martens, die das Philosophieren in natürliches, akademisches und elementares Philosophieren gliedert und ein Fünf-Finger-Modell zur methodischen Umsetzung bereitstellt.
Gesprächsorientierter Ansatz: Das Kapitel stellt Hans-Ludwig Freese vor, der das philosophische Gespräch als zentrales Instrument für die geistige und seelische Entwicklung des Kindes hervorhebt.
Unterschiede zwischen beiden Ansätze: Hier werden die Differenzen zwischen dem fachlich-sachorientierten Dialog nach Martens und dem personenorientierten, ganzheitlichen Gespräch nach Freese herausgearbeitet.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kinder kompetente „Welterkunder“ sind und pädagogische Fachkräfte eine fragende, begleitende Haltung einnehmen sollten, um Bildungsprozesse zu unterstützen.
Schlüsselwörter
Philosophieren mit Kindern, Elementarpädagogik, Rationalistischer Ansatz, Gesprächsorientierter Ansatz, Ekkehard Martens, Hans-Ludwig Freese, Orientierungsplan Baden-Württemberg, Kindliches Denken, Sokratischer Dialog, Bildungsprozesse, Philosophische Methoden-Kompetenz, Elementare Philosophie, Gesprächskultur, Welterkunden, Pädagogische Fachkraft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Bereich „Philosophieren mit Kindern“ und beleuchtet diesen aus der Perspektive der Elementarpädagogik unter Einbeziehung zweier bekannter Ansätze.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Vermittlung philosophischer Kompetenzen, dem methodischen Vorgehen in Bildungseinrichtungen und der Rolle der pädagogischen Fachkraft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Bildungskonzepte von Martens und Freese einander gegenüberzustellen und zu prüfen, inwieweit diese durch den Orientierungsplan Baden-Württemberg gestützt werden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den systematischen Vergleich der Ansätze sowie deren Anwendung auf den aktuellen Bildungsplan.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des rationalistischen Ansatzes, des gesprächsorientierten Ansatzes sowie deren methodischer Unterschiede.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie „elementares Philosophieren“, „sokratischer Dialog“, „Kind-orientierte Pädagogik“ und „reflexives Lernen“ beschreiben.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von Martens von dem von Freese?
Während Martens den Fokus auf strukturierte, didaktische Methoden (z.B. das Fünf-Finger-Modell) legt, betont Freese das freie, personenorientierte Gespräch als lebensnahe Dialogform.
Welche Rolle spielt der Orientierungsplan Baden-Württemberg im Kontext der Untersuchung?
Der Plan dient als normative Grundlage; er ist offen formuliert und lässt sich sowohl mit dem rationalistischen als auch mit dem gesprächsorientierten Ansatz in Einklang bringen.
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- Meryem Akcay (Autor), 2015, Philosophieren mit Kindern. Der rationalistische und gesprächsorientierte Ansatz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141852