In dieser Hausarbeit möchte ich die Zusammenarbeit zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Eltern mit Migrationshintergrund darstellen. Zunächst wird allgemein erläutert, was eine Zusammenarbeit mit Eltern im Kindergarten ist und welche Elemente sie beinhaltet. Anschließend folgt die Zusammenarbeit der Eltern mit einem Migrationshintergrund. Dazu wird es ein kurzes Kapitel über Migration geben. Im weiteren Verlauf werden von den Schwierigkeiten und möglichen Problemen gesprochen. Danach werden die Aufgaben, die einer pädagogischen Fachkraft zustehen, näher erläutert. Genauer genommen wird hier der Fokus auf die interkulturelle Handlungskompetenz gesetzt, da sie für eine Sensibilisierung der Fachkräfte bedeutsam ist. Im letzten Kapitel werde ich kurz die Arbeit des Elternseminars vorstellen, die spezielle Angebote für Migrantenfamilien haben. Abschließend werden im Fazit die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zusammenarbeit mit Eltern im Kindergarten
3. Exkurs: Migration
3.1. Demographische Strukturen bei Migrantenfamilien
4. Zusammenarbeit mit Migranteneltern
4.1. Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Migranten
4.2. Interkulturelle Handlungskompetenz
5. Spezielle Angebote für Migrantenfamilien
6. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern mit Migrationshintergrund im Kindergarten. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Fachkräfte durch interkulturelle Handlungskompetenz für diese Zusammenarbeit sensibilisiert werden können, um eine gelingende Erziehungspartnerschaft zu ermöglichen.
- Grundlagen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
- Herausforderungen durch Sprachbarrieren und kulturelle Differenzen
- Kernkomponenten der interkulturellen Handlungskompetenz
- Rolle und Angebote von Elternseminaren zur Unterstützung
Auszug aus dem Buch
4.2. Interkulturelle Handlungskompetenz
Die pädagogischen Fachkräfte benötigen, um offen und wertschätzend mit Eltern handeln zu können, eine interkulturelle Kompetenz. Denn, sie müssen sich auf den Umgang der vielfältig ethnisch-kulturellen Differenz einlassen. Worin kennzeichnet sich interkulturelle Kompetenz? Damit ist gemeint „ […] die Fähigkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrnehmen und einordnen zu können. Der Umgang mit Unterschieden (kulturelle, traditionelle und religiöse Prägung, Sprache, Hautfarbe etc.) soll auf Wertschätzung, Respekt und der Bereitschaft zu gleichwertigen und interessierten Begegnungen basieren“ (Schlösser 2013, S.23). Der interkulturelle pädagogische Ansatz gehört in Kindergärten, die eine hohe Anzahl an Migrantenfamilien hat, dazu.
Die interkulturelle Handlungskompetenz ist eine Fähigkeit der Pädagogen, sich auf Menschen oder Gruppen anderer Kulturen einzulassen und mit diesen angemessen und erfolgreich zu interagieren. Wie setzt sich diese Kompetenz zusammen? Hierzu habe ich einige Punkte, die zur interkulturellen Handlungskompetenz gehören, aus der Literatur zusammengestellt:
Interkulturelle Sensibilisierung
Es braucht auf jeden Fall eine interkulturelle Sensibilisierung der Fachkräfte. Mit Sensibilisierung wird die Bereitschaft und Einsicht gemeint, den anderen wahrzunehmen und zu verstehen. Man könnte es auch erweitern und sagen, dass man an dem anderen interessiert ist, seine Eindrücke wahrnimmt und diese auf sich wirken lässt. Das Einfühlungsvermögen der Fachkraft ist hier eine zentrale Basis für interkulturellen Handelns. Akzeptanz und Toleranz den Anderen gengenüber ist ebenfalls von zentraler Bedeutung (vgl. Schlosser 2013, S. 23f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer gelingenden Zusammenarbeit mit Migrantenfamilien im Kindergarten und definiert die Forschungsfrage sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Zusammenarbeit mit Eltern im Kindergarten: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft und stellt verschiedene Modi der Zusammenarbeit dar.
3. Exkurs: Migration: Es erfolgt eine Definition des Migrationsbegriffs sowie eine Einordnung verschiedener Migrantengruppen, wie Arbeitsmigranten, Aussiedler und Flüchtlinge, in den deutschen Kontext.
3.1. Demographische Strukturen bei Migrantenfamilien: Hier werden aktuelle Daten zur Lebenslage von Familien mit Migrationshintergrund präsentiert, um die Relevanz der Thematik für Kindertageseinrichtungen zu verdeutlichen.
4. Zusammenarbeit mit Migranteneltern: Dieses Kapitel thematisiert die doppelte Herausforderung der Fachkräfte und die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz als Basis für eine gelingende Kooperation.
4.1. Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Migranten: Hier werden zentrale Barrieren wie Sprachdefizite und unterschiedliche kulturelle Erziehungsvorstellungen analysiert sowie erste Lösungsansätze diskutiert.
4.2. Interkulturelle Handlungskompetenz: Es werden spezifische Kompetenzbereiche wie Sensibilisierung, Selbstreflexion und Kommunikationsfähigkeit für pädagogische Fachkräfte detailliert beschrieben.
5. Spezielle Angebote für Migrantenfamilien: Anhand des Beispiels eines Stuttgarter Elternseminars wird aufgezeigt, wie Institutionen durch gezielte Angebote die Zusammenarbeit und Partizipation fördern können.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Notwendigkeit einer bewussten Gestaltung der Zusammenarbeit und einer kontinuierlichen Weiterbildung der Fachkräfte betont wird.
Schlüsselwörter
Zusammenarbeit, Migrationshintergrund, Kindergarten, Erziehungspartnerschaft, Interkulturelle Handlungskompetenz, Sensibilisierung, Elternarbeit, Sprachbarrieren, Kulturelle Differenzen, Selbstreflexion, Migrationspädagogik, Partizipation, Elternseminar, Bildungsauftrag, Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität der Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften in Kindergärten und Eltern mit Migrationshintergrund.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Bildungs- und Erziehungspartnerschaften, der Analyse von Barrieren in der interkulturellen Kommunikation und der Entwicklung interkultureller Kompetenz.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel ist es zu untersuchen, wie pädagogische Fachkräfte für die Bedürfnisse von Migrantenfamilien sensibilisiert werden können, um eine erfolgreiche und wertschätzende Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der Konzepte zur Erziehungspartnerschaft und zur interkulturellen Pädagogik zusammengeführt und reflektiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Elternarbeit, eine Analyse der Schwierigkeiten (Sprache, Kultur) und die Ausarbeitung spezifischer Kompetenzen, die Fachkräfte benötigen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Handlungskompetenz, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Migrationshintergrund und Elternberatung.
Welche Bedeutung hat die Selbstreflexion für die pädagogische Arbeit?
Die Selbstreflexion ist laut Autorin essenziell, damit Fachkräfte ihre eigenen Haltungen überprüfen, Vorurteile abbauen und ein realistisches Bild der Familien entwickeln können.
Welchen Beitrag leisten Angebote wie das Elternseminar?
Sie unterstützen Familien durch niederschwellige Angebote, fördern den kulturellen Austausch und tragen so zur besseren Partizipation von Migrantenfamilien im gesellschaftlichen Leben bei.
- Arbeit zitieren
- Meryem Akcay (Autor:in), 2015, Wie können Fachkräfte für die Zusammenarbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund sensibilisiert werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141856