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Nationale Identitätsbildung des Front National durch Exklusion religiöser Minderheiten im Namen des Laizismus

Title: Nationale Identitätsbildung des Front National durch Exklusion religiöser Minderheiten im Namen des Laizismus

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Region: Other States
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit folgender Frage: Wie gestaltet der Front National in Frankreich die Schaffung einer nationalen Identität über die Religion vor dem Hintergrund einer laizistischen Republik? Im ersten Abschnitt wird das Konzept des Populismus genauer untersucht. Nach einer Definition soll vor allem die Beziehung zwischen dem Volk und den fremden Gruppen, die sich vor allem durch Exklusion und eine dichotome Weltsicht kennzeichnet, im Vordergrund stehen. Somit fokussiert sich diese Arbeit auf die horizontale Dimension des Populismus, wobei der Aspekt der Religion ausschlaggebend ist.

Schließlich muss außerdem auf die scheinbar paradoxe Beziehung zwischen Säkularität und Rückbesinnung auf die Religion mit in Betracht genommen werden. Dieser Abschnitt endet mit einer Hypothesenbildung, die anschließend überprüft wird. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Wahlprogramme Marine Le Pens, der Parteivorsitzenden des FN, zu den Präsidentschaftswahlen in Frankreich aus den Jahren 2012 und 2017 analysiert. Hier geht es um die Demonstration der vorangegangenen theoretischen Arbeit an einem empirischen Beispiel, sowie um die Überprüfung der aufgestellten Hypothesen und Hervorhebung möglicher Abweichungen. Als Methode steht dabei eine Textanalyse im Mittelpunkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Eine Definition von Populismus

2.2 Das Volk und die Nation

2.3 Religion als identitätsstiftendes Element

2.3.1 Die Religion als Merkmal der Nation

2.3.2 Säkularität und Nationalpopulismus

2.3.3 Von der Nation zur Zivilisation

2.4 Thesenbildung

3. Empirische Analyse

3.1 Wahlprogramm des FN im Jahr 2012

3.2 Wahlprogramm des FN im Jahr 2017

4. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie der Front National in Frankreich nationale Identität über das Thema Religion konstruiert, insbesondere vor dem Hintergrund des laizistischen Staatsverständnisses. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die exkludierende Wirkung populistischer Rhetorik gegenüber religiösen Minderheiten und die strategische Nutzung von Säkularität.

  • Populismustheorien und das Verständnis von Volk und Nation
  • Religion als identitätsstiftendes und exkludierendes Element
  • Die Rolle der Laizität im europäischen Nationalpopulismus
  • Empirische Textanalyse der Wahlprogramme des FN von 2012 und 2017
  • Zivilisatorische versus nationalistische Grenzziehungen im politischen Diskurs

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Säkularität und Nationalpopulismus

Historisch gesehen war die Idee der Säkularität gegen den politischen und kulturellen Einfluss der Kirche gerichtet und wurde generell dem linken politischen Spektrum zugeordnet. Dabei spielt die französische Laizität keine Ausnahme, sondern stellt nur eine bestimmte Konzeption und Praxis der Trennung von Kirche und Staat dar, die sich auf die Entkonfessionalisierung politischer Institutionen und eine Privatisierung des Religiösen konzentriert (Almeida 2017: 14). Heutzutage wird eine säkulare Rhetorik jedoch hauptsächlich in Diskursen gegen muslimische Einwanderer und ihre Nachkommen wiedergefunden, obwohl der Islam in Europa wenig bis keine politische und kulturelle Einflussnahme genießt (Brubaker 2017: 1200f.). Diese neue Säkularität, welche meist von nationalpopulistischen Parteien angeführt wird, ist als eine Verteidigung westlicher liberaler Werte gegenüber dem Islam konzipiert (Brubaker 2016b: 2).

Die Werte, die verteidigt werden sollen, sind zum Beispiel Meinungsfreiheit, individuelle Selbstbestimmung oder auch die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter.

Somit scheint der Westen durch säkulare und liberale Werte geprägt zu sein. Durch eine solche Charakterisierung erscheint die Religiosität eingewanderter Gesellschaftsgruppen (überwiegend muslimisch geprägt) als problematisch und der westlichen Säkularität diametral gegenübergestellt. Während nun der Islam die Entstehungsmatrix für die Religiosität der Muslime darstellt, wird die Säkularität auf eine christliche Tradition und Kultur zurückgeführt. Das Christentum der Nationalpopulisten präsentiert sich somit als eng verbunden mit der westlichen Säkularität und liberalen Grundwerten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der nationalen Identitätsbildung durch den Front National und Herleitung der Forschungsfrage zur Exklusion religiöser Minderheiten.

2. Theoretischer Rahmen: Erläuterung der Konzepte Populismus, Nationalismus und der Rolle von Religion und Säkularität als Instrumente der Identitätsstiftung.

3. Empirische Analyse: Anwendung des theoretischen Rahmens auf die offiziellen Wahlprogramme des Front National aus den Jahren 2012 und 2017 zur Untersuchung der parteiinternen Rhetorik.

4. Abschlussbetrachtung: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage hinsichtlich der Konstruktion nationaler Identität durch den FN.

Schlüsselwörter

Front National, Populismus, Nationalismus, Laizität, Religion, nationale Identität, Integration, Islam, Säkularität, Rechtspopulismus, Wahlprogramm, Exklusion, Christentum, Zivilisation, Assimilation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie der Front National in Frankreich nationale Identität definiert und dabei religiöse Minderheiten, insbesondere Muslime, durch eine spezifische Auslegung des Laizitätsbegriffs exkludiert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Populismusforschung, die Wechselwirkung von Religion und Nationalismus, das französische Prinzip der Laizität sowie die rechtspopulistische Programmatik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie gestaltet der Front National in Frankreich die Schaffung einer nationalen Identität über die Religion vor dem Hintergrund einer laizistischen Republik?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich methodisch auf eine politikwissenschaftliche Textanalyse der offiziellen Wahlprogramme von Marine Le Pen aus den Jahren 2012 und 2017.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Populismus und Nationalismus sowie in eine empirische Untersuchung, wie diese Konzepte in der Parteirhetorik konkret angewendet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die wichtigsten Begriffe sind Populismus, Laizität, Exklusion, nationale Identität und die Kulturalisierung des Christentums.

Welche Rolle spielt die „Laizität“ für den Front National laut der Arbeit?

Der FN nutzt die Laizität nicht nur als neutrales Trennungsprinzip von Kirche und Staat, sondern zunehmend als defensives Instrument gegen den Islam, um westliche Werte als christlich geprägte Kultur zu verteidigen.

Zu welchem Ergebnis kommt die Analyse der zweiten These (zivilisatorische Grenzziehung)?

Die These, dass der FN eine alternative zivilisatorische Identität außerhalb des klassischen Nationalismus konstruiert, konnte nicht bestätigt werden, da die Grenzziehung weiterhin stark an den nationalen Grenzen Frankreichs festhält.

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Details

Title
Nationale Identitätsbildung des Front National durch Exklusion religiöser Minderheiten im Namen des Laizismus
College
University of Münster
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V1142002
ISBN (eBook)
9783346519139
ISBN (Book)
9783346519146
Language
German
Tags
nationale identitätsbildung front national exklusion minderheiten namen laizismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Nationale Identitätsbildung des Front National durch Exklusion religiöser Minderheiten im Namen des Laizismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1142002
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