Die Verwendung von Dialekt in der Werbung ist eine Werbestrategie, die eine
bestimmte Wirkung bei den Zielgruppen hervorrufen soll. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie der Wiener Dialekt als Strategie in der Werbung eingesetzt wird. In diesem Zusammenhang ist besonders interessant, für welche Produkte mit dem Dialekt geworben wird, welche Dialektmerkmale eingesetzt und welche unterdrückt werden, welche Funktion der Dialekt in der jeweiligen Werbung hat und ob Kontraste zwischen den Printmedien und den audiovisuellen Medien festzustellen sind. Kapitel 1 befaßt sich mit der sprachwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Werbung und geht auf wichtige Aspekte der Werbung sowie den Zusammenhang zwischen Werbung und Kommunikation ein. Die Sprache der Werbung und im besonderen die Verwendung der Varietät Dialekt wird im folgenden Kapitel behandelt. In Kapitel 3 wird der Einsatz von Wiener Dialekt in zwölf Werbungen untersucht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel 1: Werbung in der Sprachwissenschaft
1.1 Aspekte der Werbung
1.2 Werbung und Kommunikation
Kapitel 2: Die Sprache der Werbung
2.1 Dialekt in der Werbung
2.1.1 Funktion
Kapitel 3: Die Untersuchung
3.1 Printmedien
3.2 Audiovisuelle Medien
3.3 Interpretation der Ergebnisse
3.3.1 Printmedien
3.3.2 Audiovisuelle Medien
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz des Wiener Dialekts als Werbestrategie, wobei der Fokus auf den verwendeten Dialektmerkmalen, der Produktart, der Kommunikationsfunktion sowie potenziellen Kontrasten zwischen Printmedien und audiovisuellen Medien liegt.
- Wissenschaftliche Analyse der Werbesprache und ihrer Kommunikationsbedingungen.
- Untersuchung der Funktionen von Dialekt (sender-, rezipienten- oder produktbezogen).
- Vergleichende Analyse zwischen Printmedien und audiovisuellen Medien.
- Kriterienbasierte Untersuchung von zwölf ausgewählten Werbebeispielen.
- Identifikation von Dialektmerkmalen auf Laut- und Wortschatzebene.
Auszug aus dem Buch
2.1 Dialekt in der Werbung
Varietäten in der Werbung sind immer inszeniert und die Kommunikationssituation ist imitiert. Wird ihre Verwendung untersucht, können sie nicht mehr ohne weiteres im Rahmen ihrer sonstigen Gebrauchsbedingungen gesehen werden, sondern müssen auf ihre in die Werbeintention eingebundene Funktion hinterfragt werden. Dialekt in der Werbung kommt somit selten in seiner authentischen Form vor, was in der sprachwissenschaftlichen Analyse berücksichtigt werden muß.
Da Dialekt eigentlich keine Schriftlichkeit aufweist, beschränkt sich die Untersuchung von Dialekt in der Werbung weitgehend auf die audiovisuellen Medien (Fernsehen und Hörfunk). In den Printmedien taucht der Dialekt immer nur satz- oder wortweise auf.
Eine grundlegende Bedingung für die Dialektwerbung ist eine gute Verständlichkeit auch für die Hörer, die nicht mit dem jeweiligen Dialekt aufgewachsen sind. Oft wird vom Dialekt nur in einer abgeschwächten Form Gebrauch gemacht oder er wird nur angedeutet (zB verstärkter Einsatz von Reibelauten im Schweizerdeutschen oder Dehnung der Vokale im Wienerischen). Der Dialekt in der Werbung kann somit auch als umgangssprachliche Misch- oder Kunstform zum Einsatz kommen. Die Dialektmerkmale können sich auf der Lautebene oder in der Wahl des Wortschatzes äußern. Oft wird die zentrale Werbeaussage noch von einem hochdeutsch sprechenden Off-Sprecher wiederholt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Werbestrategie „Dialekt“ und Vorstellung der untersuchten Fragestellungen.
Kapitel 1: Werbung in der Sprachwissenschaft: Übersicht über die fachsprachliche Auseinandersetzung mit Werbesprache, Kommunikationsprozessen und der Entwicklung der Werbeforschung.
Kapitel 2: Die Sprache der Werbung: Definition der Werbesprache als Varietät und spezifische Untersuchung des Einsatzes von Dialekten als Werbemittel.
Kapitel 3: Die Untersuchung: Praktische Analyse von zwölf Werbebeispielen aus Print- und audiovisuellen Medien anhand festgelegter Kriterien sowie Interpretation der Ergebnisse.
Zusammenfassung: Fazit über die Rolle und den Einsatz von Dialekten in der Werbung, deren wahrnehmbare Funktionen sowie die beobachteten Unterschiede in den Medien.
Schlüsselwörter
Werbesprache, Wiener Dialekt, Werbestrategie, Kommunikation, Printmedien, Audiovisuelle Medien, Werbewirkung, Soziolinguistik, Dialektmerkmale, Produktpositionierung, Zielgruppenansprache, Werbemittel, Werbeträger, Sprachspiel, Regionalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Verwendung des Wiener Dialekts als gezielte Werbestrategie in verschiedenen Medienformaten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die sprachwissenschaftliche Einordnung von Dialektwerbung, deren Funktionen und die Unterschiede zwischen Print- und Rundfunkmedien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzudecken, wie und mit welchen Dialektmerkmalen Produkte beworben werden und ob dabei Kontraste zwischen verschiedenen Medien feststellbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine qualitative Kriterienanalyse, bei der zwölf spezifische Werbungen (Anzeigen, Plakate, TV- und Hörfunkspots) analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Werbesprache und eine praktische Untersuchung von sechs Print- und sechs audiovisuellen Werbebeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Werbesprache, Wiener Dialekt, Medienkommunikation, Werbewirkung und Dialektmerkmale.
Welche Funktion hat der Dialekt laut der Autorin primär?
Die Funktion kann sender-, rezipienten- oder produktbezogen sein, wobei er oft der emotionalen Bindung oder der Identifikation dient.
Warum wird in der Werbung selten „reiner“ Dialekt verwendet?
Die Autorin stellt fest, dass Dialekt meist nur als abgeschwächte Kunstform genutzt wird, um die allgemeine Verständlichkeit für ein breites Publikum zu gewährleisten.
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- Mag. phil. Maria Schlager (Author), 2001, Wiener Dialekt in der Werbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114265