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Der Ausdruck von Liebe in spanischen Flamencoliedern

Titel: Der Ausdruck von Liebe in spanischen Flamencoliedern

Akademische Arbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jennifer Scharf (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll ein spanischer Liedtext – genauer gesagt ein Flamencotext des spanischen Sängers Chanto Lobato – analysiert werden. Zuvor wird die Herkunft des Flamenco beleuchtet. Außerdem werden Besonderheiten dieses Genres sowie biographische Eckdaten zum genannten Sänger angeführt.

Monika Schwarz-Friesel verdeutlicht in ihrem Buch Sprache und Emotion, dass uns viele Möglichkeiten zur Verfügung stehen, unsere Emotionen verbal auszudrücken. Die Autorin befasst sich neben der Analyse sprachlicher Manifestationen von Gefühlen, wie Trauer und Angst, auch mit der Sprache der Liebenden. Hierbei konzentriert sie sich auf die erotische
Liebe, womit sie jene Form der Liebe meint, „die an das Begehren der geliebten Person, den Wunsch nach Wieder-Geliebt-Werden sowie an Leidenschaft und Sexualität geknüpft ist“. Andere Ausprägungen wie Eltern- oder Nächstenliebe klammert sie aus. Nach Schwarz-Friesel besitzt die Liebe, deren Besonderheit schon im antiken Griechenland erkannt wurde, von allen Emotionen die größte Intensität. Der griechische Philosoph Platon widmete daher zahlreiche Schriften dem Liebesgott Eros.

Aktuell existieren grundsätzlich zwei Sichtweisen bezüglich des Phänomens der Liebe: „Liebe […] als universale Emotion oder als Kulturmuster, […] [also] als von kulturellen Kommunikationsmustern determinierte Symbolstruktur“. Letzterer Zufolge stellt Liebe keine natürliche Emotion dar, sondern einen symbolischen Code, der eine gelingende Kommunikation garantiert. Erst mithilfe dieses Codes bilden Menschen Gefühle, die demnach kulturell konstruiert sind. Das Thema der romantischen Liebe wurde jedoch bereits im Alten Testament und zahlreichen antiken Quellen thematisiert. Da es kulturübergreifend nachweisbar ist, stellt die Emotion Liebe für Schwarz-Friesel ein Universalphänomen dar, obgleich das entsprechende Gefühl als solches unterschiedlich verbal und nonverbal manifestiert werden kann. Auch wenn es in Ländern wie Indonesien keinen lexikalischen Ausdruck für romantische Liebe gibt, verspürt dennoch jedes Individuum den Drang, seine Gefühle gegenüber des bzw. der Geliebten in Worte zu fassen. Damit verbunden ist die Hoffnung, diese erwidert zu bekommen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die Emotion Liebe nach Monika Schwarz-Friesel

2 Flamenco

2.1 Theorien über die Herkunft des Flamenco

2.1.1 Ursprung des Wortes flamenco

2.1.2 Ursprung der Kunstform Flamenco

2.2 Der Flamencotext

2.2.1 Lexikalische Besonderheiten

2.2.2 Der Stellenwert der Flamencotexte

2.3 Die Rolle der Frau im Flamenco

2.3.1 Die Stellung der Frau in der Flamencoszene

2.3.2 Die Darstellung der Frau in Flamencoliedern

2.4 Chano Lobato

3 Analyse des Liebeslieds „Bulerías“ von Chano Lobato

3.1 Rhetorische Mittel

3.1.1 Alliteration

3.1.2 Metapher

3.1.3 Wiederholung und Anapher

3.1.4 Antithese

3.1.5 Hyperbel, Ellipse und Personifikation

3.2 Wortschatz

3.2.1 Wortfelder und Kosenamen

3.2.2 Diminutive und tuidad

3.2.3 Caló-Wortschatz

3.3 Morphosyntax

3.3.1 Steigerung

3.3.2 Hervorhebung

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den sprachlichen Ausdruck von Liebe in spanischen Flamencoliedern am Beispiel des Sängers Chano Lobato. Ziel ist es, durch eine linguistische Analyse rhetorischer, lexikalischer und morphosyntaktischer Mittel aufzuzeigen, wie Emotionen in diesem Genre textuell konstruiert und transportiert werden.

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Emotion Liebe nach Monika Schwarz-Friesel
  • Historische und soziokulturelle Herkunft des Flamenco und seiner Texte
  • Analyse rhetorischer Stilmittel (z. B. Alliteration, Metapher, Anapher) im Liedtext „Bulerías“
  • Untersuchung von Wortschatz-Besonderheiten inklusive Caló-Elementen
  • Morphosyntaktische Analyse zur Intensivierung emotionaler Aussagen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Alliteration

Der ausgewählte Flamencotext beinhaltet zahlreiche Alliterationen. Hierbei werden sowohl direkt aufeinanderfolgende Wörter berücksichtigt, die mit demselben Anfangslaut beginnen als auch jene, die durch wenige Worte innerhalb eines Verses getrennt sind – sofern sie von Bedeutung sind.

Die erste Alliteration befindet sich im zweiten Vers der ersten Strophe: „quien yo quiero“ (V. 2). In der dritten Strophe wird dieses Stilmittel gleich zweimal verwendet: „que te quería“ (V. 9, V.11). „Quisiera, cariño“ (V. 31) dient – wie die zuvor genannten Beispiele – dazu, die Zuneigung des Sängers zur Angebeteten zu bezeugen. Der Sänger weiß, dass er selbst am Scheitern einer möglichen Liebesbeziehung Schuld ist: „la culpa de que esto acabara / no la tuvo nadie nada más que yo“ (V. 13-14). Dies wird durch die Alliteration „nadie nada“ (V. 14) verstärkt. Seine Liebe ist so groß, dass er dies sogar auf die Gesundheit seiner Mutter, „madre mía“ (V. 19), schwört. Er nimmt selbst die Strafe Gottes in Kauf, sollte er sie belügen und leistet einen zusätzlichen Schwur mit der Hand „en el Evangelio“ (V. 29). Eine weitere Alliteration „hondas horas“ (V. 42) macht deutlich, wie schmerzhaft die Trennung von der besungenen Dame für das singende yo gewesen ist. Möglicherweise soll auf diese Weise auch zum Ausdruck gebracht werden, dass ihm die Zeit aufgrund des Leidens wie eine Ewigkeit vorkam. Daher kehrte er „tarde o temprano“ (V. 44) zu seiner Liebe zurück, auch wenn unter dem spöttischen und gleichgültigen Blick der Sterne. An dieser Stelle befinden sich zwei weitere Alliterationen: „bajo el burlón“ (V. 49) und „ven volver“ (V. 59). Sein Herz bzw. seine Seele will die Geliebte immer noch nicht loslassen, wie die Alliteration „alma aferrada“ (V. 61) verdeutlicht. Dies wird auch an folgender Stelle klar vermittelt: „que la quiero / [...] me muero“ (V. 72-73). Der Sänger möchte sie für sich alleine und ist eifersüchtig auf mögliche Konkurrenz: „¿con quién está?“ (V. 71).

Alliterationen können demzufolge eine emotionale Tiefe erzeugen. Gleichzeitig dienen Sie dazu, den Text poetischer klingen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Emotion Liebe nach Monika Schwarz-Friesel: Einführung in die theoretischen Grundlagen der sprachlichen Manifestation von Gefühlen mit Fokus auf erotischer Liebe.

2 Flamenco: Überblick über die Ursprungstheorien, die Besonderheiten der Flamencotexte sowie die soziokulturelle Rolle der Frau und das Porträt des Sängers Chano Lobato.

3 Analyse des Liebeslieds „Bulerías“ von Chano Lobato: Detaillierte sprachwissenschaftliche Untersuchung des Liedtextes hinsichtlich Rhetorik, Wortschatz und Morphosyntax.

4 Schlussbemerkung: Resümee der Analyseergebnisse, die das enorme Emotionspotenzial von Flamencotexten bestätigen.

Schlüsselwörter

Flamenco, Liebe, Chano Lobato, Bulerías, Linguistik, Rhetorik, Morphosyntax, Caló, Emotionen, Musikwissenschaft, Metapher, Alliteration, Anapher, Andalusien, Textanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sprachlichen Gestaltung der Emotion Liebe in Flamencoliedern, speziell in einem Text des Sängers Chano Lobato.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Theorie der Emotionssprache, die Geschichte und Kontexte des Flamenco sowie eine linguistische Werkanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Flamencotexte durch spezifische sprachliche Mittel ein hohes emotionales Potenzial entfalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine sprachwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die rhetorische Figuren, Wortfelder und morphosyntaktische Strukturen untersucht.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil analysiert das Lied „Bulerías“ von Chano Lobato hinsichtlich Rhetorik, Wortschatz und Grammatik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Flamenco, Liebe, Textanalyse, Chano Lobato, Rhetorik und Morphosyntax.

Welche besondere Rolle spielt die „tuidad“ in der Analyse?

Die „tuidad“ beschreibt die Fokussierung der meisten Flamencolieder auf das Verhältnis zwischen „tú“ (Du) und „yo“ (Ich), was die Einseitigkeit der emotionalen Kommunikation unterstreicht.

Warum ist der „Caló-Wortschatz“ für die Analyse wichtig?

Die Einbindung von Caló-Elementen, der Sprache der spanischen Zigeuner, ist charakteristisch für Flamencotexte und dient der Authentizität und Intensivierung der emotionalen Aussage.

Was besagt die Analyse zur Rolle der Frau in den Texten?

Die Frau wird in den Texten zwar idealisiert und mit überirdischen Motiven (z. B. Gestirnen) belegt, verbleibt jedoch im Status eines passiven Objekts der Zuneigung.

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Details

Titel
Der Ausdruck von Liebe in spanischen Flamencoliedern
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
Sprache und Emotion: Spanisch
Note
1,3
Autor
Jennifer Scharf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V1143104
ISBN (eBook)
9783346519184
ISBN (Buch)
9783346519191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flamenco Liederanalyse Anlayse Liebe spanisch Flamencolieder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Scharf (Autor:in), 2016, Der Ausdruck von Liebe in spanischen Flamencoliedern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1143104
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Leseprobe aus  21  Seiten
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