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Hansisches Gesellschaftsrecht

Título: Hansisches Gesellschaftsrecht

Trabajo , 2005 , 32 Páginas , Calificación: 16 Punkte

Autor:in: Referendar jur. Alexander Krey (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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[...] Im Kern beschäftigt sich nachfolgende Arbeit mit der Fragestellung, ob es typische, hansische Strukturen des Gesellschaftshandels gegeben hat. In einem ersten Teil sollen zuerst die Grundzüge des hansischen Gesellschaftsrechts anhand der wichtigsten Quelle, des societates-Registers dargestellt werden. Hierbei wird zwangläufig auf die Arbeit von Albrecht Cordes zurückgegriffen werden, der die Geschichte der Rechtinstitute des hansischen Gesellschaftshandels erschöpfend untersucht hat. Im zweiten Teil sollen dann der Versuch unternommen werden, gesamthansische Strukturen aus den Quellen zu extrapolieren, wobei der Blick in den Süden Deutschlands geworfen wird, um anhand der Unterschiede das typisch hansische herauszuarbeiten. Der zeitliche Rahmen der Arbeit ist hierbei aufgrund der gewählten Zielvorstellung begrenzt. Schriftliche Quellen aus der Anfangszeit des hansischen Gesellschaftshandels liegen nicht vor, da der größte Teil der Gesellschaft, die meisten Kaufleute eingeschlossen, Analphabeten waren, sodass die Rechtsgewohnheiten der Kaufleute nur mündlich tradiert wurden. In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts war der Wanderhandel aufgeben worden, sodass der Kaufmann seine Waren nicht mehr zum selbst Absatztort begleitete. Phillipe Dollinger sieht ihn abgelöst durch einen auf die Leitung seiner Geschäfte konzentrierten Unternehmern. Nun stieg die Alphabetisierungsrate und ab 1311 wurde für 50 Jahre Handelsgesellschaften im Lübecker Niederstadtbuch festgehalten. Das 14. Jahrhundert wird daher auch den Kern der Arbeit bilden. [...]

Extracto


Gliederung

A. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit

B. Rechtliche Grundtypen des hansischen Gesellschaftsrechts

I. Einleitung

II. Die ‚Widerlegung’

1. Grundkonzept

a) Gründung der Gesellschaft

b) Gewinnteilung

2. Flexibilität des Grundkonzepts

3. Zusatzinvestitionen des Kapitalgebers

a) Gewährung eines Darlehens

b) Vorgeld

c) Sendegut

d) Schachtelgesellschaften

4. Auflösung der Gesellschaft

5. Zusammenfassung

III. Unbenanntes Kommissionsgeschäft auf Gewinn und Verlust

IV. ‚Partenreederei’

C. gesamthansische Strukturen des Gesellschaftsrechts

1. Quelle aus Regensburg

2. Quelle aus Lübeck

3. Vergleich der Quellen

a) Allgemeines

b) Gründung der Gesellschaften

c) Kapitalverhältnisse

d) Kapitalführung

e) Gewinnteilung

f) Dauer der Gesellschaften

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das hansische Gesellschaftsrecht des Spätmittelalters mit dem Ziel zu klären, ob es typische, hansische Strukturen des Gesellschaftshandels gab. Dabei wird insbesondere der Vergleich zwischen den Grundtypen des hansischen Raums und süddeutschen Handelsgesellschaften analysiert, um spezifische Merkmale herauszuarbeiten.

  • Analyse der Grundtypen des hansischen Gesellschaftsrechts anhand des societates-Registers.
  • Untersuchung der Struktur und Flexibilität der ‚Widerlegung‘.
  • Vergleich von hansischen Gesellschaftsstrukturen mit süddeutschen Gesellschaftsverträgen.
  • Bewertung von Forschungsansätzen zur Entwicklung des Handels im Spätmittelalter.

Auszug aus dem Buch

1. Grundkonzept

Zunächst erscheint die Frage bedeutsam, wie eine hansische societates in der Regel gegründet wurde. Hierzu sei die Gesellschaft zwischen Hinrik Houesche und Heimerich Pape aus dem ersten Jahr der Eintragungen ins Lübecker Niederstadtbuch 1311 herangezogen.

Hinricus Houesche habuit LXV marcas argenti ad quas ei posuit Hemericus Pape C marcas argenti et XXX marcas argenti in vera societate. Hinrik Housche hatte 65 Mark Silber, zu denen ihm Heimerich Pape 100 Mark Silber und 30 Mark Silber in wahrer Gesellschaft hinzulegte.

Zunächst ist auffällig, dass nur sehr wenige Informationen über die Gesellschaft preisgegeben werden. Den beiden Gesellschaftern scheint es nur darauf angekommen zu sein, die Höhe der Einlagen festzuhalten. Offenbar genügte dies, um bei einem eventuellen Streit über die Abrechnung, Rückzahlung des Kapitals oder den Gewinnanteil genügend gesichert zu sein. Aber dennoch verrät der Eintrag, wie diese Gesellschaft gegründet wurde: Hinrik Housche hatte (habuit) einen Geldbetrag, zu dem Heimerich Pape den doppelten Betrag hinzulegte (posuit). Bereits im Jahre 1906 charakterisierte Erich Daenell die Widerlegung in seinem Standardwerk über die Hanse daher als „eine oft vorkommende Form … [der Handelsgesellschaft] …, in der beide Teile Kapital zusammenlegten, mit dem der eine Teil arbeitete …“ Leicht kann man sich die Szenerie vorstellen: Beide sitzen an einem Tisch und haben jeweils einen Geldhaufen vor sich, die sie dann in Mitte schieben und so vereinigen. Der Gründungsakt ist demnach sehr einfach, weshalb vermutet wird, dass die Widerlegung aus der oralen Zeit stammt. Indem Geld gegeben wurde, existierte die Gesellschaft in der hansischen Vorstellung als Schuldverhältnis, sodass ein Rückforderungsanspruch in Geld entstand. So erklärt sich auch die Eintrag in einem Abschnitt des Schuldbuches. Zur Verdeutlichung sei hier noch ein weiterer Eintrag, nämlich die Gesellschaft zwischen Hildebrand van Peyne und Hinrik van Warendorpe, aus dem Jahre 1348 wiedergegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Das Kapitel führt in das Thema des hansischen Gesellschaftsrechts ein und definiert die Fragestellung nach typischen Strukturen des Gesellschaftshandels.

B. Rechtliche Grundtypen des hansischen Gesellschaftsrechts: Hier werden die wesentlichen Organisationsformen wie die ‚Widerlegung‘ und verschiedene Möglichkeiten der Zusatzinvestition durch den Kapitalgeber detailliert analysiert.

C. gesamthansische Strukturen des Gesellschaftsrechts: Dieses Kapitel stellt einen rechtsvergleichenden Ansatz zwischen norddeutschen und süddeutschen Gesellschaftsverträgen dar, um die Spezifika des hansischen Handels aufzuzeigen.

Schlüsselwörter

Hanse, Gesellschaftsrecht, Widerlegung, Handelsgesellschaft, Lübecker Niederstadtbuch, Kapitalgeber, Kapitalführer, Sendegut, Partenreederei, Spätmittelalter, Gesellschaftshandel, Handelskapital, Rechtsgewohnheiten, Gewinnteilung, Buchführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Strukturen des Gesellschaftshandels in der Hanse während des Spätmittelalters, basierend auf Quellen wie dem Lübecker Niederstadtbuch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die Grundtypen des hansischen Gesellschaftsrechts, insbesondere die sogenannte ‚Widerlegung‘, sowie deren Flexibilität und die verschiedenen Formen der Kapitalinvestition.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob es spezifisch hansische Strukturen im Gesellschaftshandel gab und wie sich diese von süddeutschen Modellen unterschieden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine rechtsgeschichtliche Analyse, wobei primär Quellen wie das societates-Register des Lübecker Niederstadtbuches mit anderen zeitgenössischen Verträgen verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gründung, Kapitalführung und Gewinnteilung hansischer Handelsgesellschaften sowie die Bedeutung von Zusatzinvestitionen wie Darlehen, Vorgeld und Sendegut.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hansisches Gesellschaftsrecht, Widerlegung, Spätmittelalter, Handelskapital und Rechtsgewohnheiten charakterisiert.

Warum war die ‚Widerlegung‘ so flexibel?

Trotz der formelhaften Einträge im Register war die Widerlegung flexibel, da sie es erlaubte, durch Anpassungen bei Einlagen und Gewinnverteilung auf unterschiedliche familiäre oder geschäftliche Bedürfnisse einzugehen.

Wie unterscheidet sich die Buchführung der Dürrenstetter von der hansischen Praxis?

Die Gebrüder Dürrenstetter führten bereits regelmäßige Abrechnungen zweimal jährlich durch, was auf eine systematischere Buchführung hindeutet, während die hansische Buchführung primär als Basis für Abrechnungen mit Handelspartnern diente.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Hansisches Gesellschaftsrecht
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Curso
Hanse und Hansestädtisches Recht
Calificación
16 Punkte
Autor
Referendar jur. Alexander Krey (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
32
No. de catálogo
V114325
ISBN (Ebook)
9783640149315
ISBN (Libro)
9783640149780
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hansisches Gesellschaftsrecht Hanse Hansestädtisches Recht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Referendar jur. Alexander Krey (Autor), 2005, Hansisches Gesellschaftsrecht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114325
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