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Strukturwandel des Sports

Titre: Strukturwandel des Sports

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 9 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Robin Lackas (Auteur)

Sport - Sociologie du sport
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgender Frage: Wie hat sich der Sportbegriff im Laufe der Zeit verändert?

Um den passenden Hintergrund zur Beschreibung eines strukturellen Wandels des Sports zu liefern, widmet sich der erste Teil der nun folgenden Arbeit zunächst einzelnen Phänomenen der Individualisierung.

Den Ausgangspunkt für die Beobachtung eines Strukturwandels des Sports bildet die Situation des Sports während der 50er und 60er Jahre. Von welchen Vorstellungen war der Sportbegriff zu jener Zeit geprägt? An welchen Werten war er orientiert? Wie war er hauptsächlich organisiert? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist Ziel des zweiten Abschnittes dieser Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wertewandel und postmaterialistische Gesellschaft

3. Von der Einheit des Sports

4. Quantitative Veränderungen des Sports

5. Qualitative Veränderungen des Sports

6. Kommerzialisierung (und Professionalisierung)

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den strukturellen Wandel des Sports im Kontext der gesellschaftlichen Individualisierung. Ziel ist es, die Entwicklung vom traditionellen Sportverständnis der 50er und 60er Jahre hin zu einem ausdifferenzierten, vielschichtigen Sportwesen zu analysieren, wobei insbesondere die veränderten Motive, Organisationsformen und gesellschaftlichen Funktionen beleuchtet werden.

  • Individualisierungsprozesse und Wertewandel in der Gesellschaft
  • Die Einheitlichkeit des Sports in den 50er und 60er Jahren
  • Quantitative und qualitative Wandlungsprozesse der Sportausübung
  • Kommerzialisierung und Professionalisierung als strukturprägende Faktoren
  • Gegensätzliche Handlungs- und Wertorientierungen im modernen Sport

Auszug aus dem Buch

3. Von der Einheit des Sports

Grundlegend für das damalige Verständnis vom Sport war der organisationspolitisch und normativ geprägte Ansatz des Deutschen Sportbundes (DSB), einen Sport für alle sichern zu wollen. Ziel war es, Sport vor dem Hintergrund der „Einheitlichkeit seiner Wertorientierungen, seiner Erlebensgehalte und der Motive und Einstellungen seiner Mitglieder“ (Hartmann-Tews, 1996:172) unter einem Dach zu organisieren.

„Der Sport, wie er durch die Vereine als nahezu ausschließlicher Organisationsform gestaltet wurde, hatte in den 50er und 60er Jahren ein deutliches Profil“ (Hartmann-Tews, 1996:172).

Da Sport zu diesem Zeitpunkt mehr oder minder auf zwei Säulen basierte, nämlich der Turnsportbewegung und dem Wettkampfsport, beruhte diese klare Struktur auf einer Monostruktur der überwiegend kleinen Sportvereine, die hauptsächlich eine Sportart organisierten, welche sich dann fast ausschließlich am Wettkampf- und Leistungssport orientierte und für deren Ausübung besonderes motorisches Können und die Fähigkeit zu überdurchschnittlichen physischen Leistungen Voraussetzung war. Zusammenfassend lassen sich folgende Merkmale der Situation des Sports in den 50er und 60er Jahren darstellen:

78,4% der Vereine waren Kleinvereine (bis zu 200 Mitglieder), demgegenüber hatten Grossvereine (über 1000 Mitglieder) ledigich einen Anteil von 1,6%.

Eine einheitliche Sportmoral des Vereinsmitgliedes, welche sich nicht nur in einer disziplinierten und leistungsorientierten Sportlerrolle erschöpfte, sondern darüber hinaus eine Identifikation des Sportlers mit spezifischen Regel- und Grundsatzgeflechten des Vereins, gemeinschaftliches Miteinander und häufig ehrenamtliches Engagement erforderte.

Die soziale Zusammensetzung der Mitglieder war relativ homogen: vor allem Männer und Jugendliche aus mittleren und oberen Sozialschichten trieben vereinsmässig Sport.

Der Verein stellte eine Traditionsgemeinschaft dar, welche für die Mitglieder identitätsstiftend war (affektive Werte der Vereinsgeschichte, Vereinslieder und der Vereinsfarben) und die durch die hohe Integrationskraft nach innen ein relativ geschlossenes System nach aussen bildete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den sozialen Wandel der Industrienationen hin zur Individualisierung und stellt die Forschungsfrage nach dem damit verbundenen Strukturwandel des Sports.

2. Wertewandel und postmaterialistische Gesellschaft: Dieses Kapitel erörtert den Übergang von materiellen zu immateriellen Werten und die daraus resultierende Pluralisierung der Lebensstile in der modernen Gesellschaft.

3. Von der Einheit des Sports: Hier wird das durch den DSB geprägte, einheitliche Sportverständnis der 50er und 60er Jahre analysiert, welches maßgeblich durch den Verein und den Wettkampf bestimmt war.

4. Quantitative Veränderungen des Sports: Dieses Kapitel zeigt anhand von Nutzerzahlen und dem Wachstum des Sportangebots die zunehmende Bedeutung des Sports in der Alltagskultur auf.

5. Qualitative Veränderungen des Sports: Der Fokus liegt auf der Ausdifferenzierung neuer Sinnmuster wie Gesundheit, Fitness und Erleben, die das traditionelle Leistungsideal ergänzen oder ablösen.

6. Kommerzialisierung (und Professionalisierung): Dieses Kapitel thematisiert die zunehmende ökonomische Verwertung des Sports und die daraus entstehenden Herausforderungen für traditionelle Vereinsstrukturen.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die vielschichtigen, teils widersprüchlichen Tendenzen zusammen und verdeutlicht die Auffächerung der Sportmotive in der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Sportsoziologie, Strukturwandel, Individualisierung, Wertewandel, Postmaterialismus, Sportverein, Leistungssport, Gesundheit, Fitness, Kommerzialisierung, Professionalisierung, Breitensport, Lebensstil, Sportverständnis, Freizeitkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse des Strukturwandels des Sports unter dem Einfluss gesellschaftlicher Modernisierungs- und Individualisierungsprozesse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Wertewandel in der Gesellschaft, die Transformation von Sportmotiven, der Wandel von Organisationsformen sowie der zunehmende Einfluss von Kommerzialisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Sport von einem einheitlichen System (orientiert an Wettkampf und Leistung) zu einem ausdifferenzierten Gebilde mit vielfältigen Sinnbezirken entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Fachliteratur (u.a. Inglehart, Beck, Heinemann) und der Auswertung von Statistiken zum Sportverhalten.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der historischen Einheit des Sports, die quantitative Ausbreitung, die qualitativen Verschiebungen der Sinnmuster sowie die ökonomische Professionalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Strukturwandel, Individualisierung, Sportmotive, Wertewandel sowie der Kontrast zwischen traditionellem Vereinssport und neuen, kommerziellen Sportformen.

Wie lässt sich der Wandel des Sportbegriffs kurz zusammenfassen?

Während Sport früher primär durch Disziplin, Leistung und Zugehörigkeit zu Traditionsvereinen definiert war, steht heute oft die individuelle Selbstverwirklichung und das unmittelbare Erleben im Vordergrund.

Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung in der heutigen Sportlandschaft?

Die Kommerzialisierung führt dazu, dass Sport nicht mehr nur um seiner selbst willen betrieben wird, sondern zunehmend als Dienstleistung zur Gewinnmaximierung fungiert, was traditionelle Vereinsstrukturen unter Druck setzt.

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Résumé des informations

Titre
Strukturwandel des Sports
Université
Sport Academy Cologne
Note
1,7
Auteur
Robin Lackas (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
9
N° de catalogue
V1144050
ISBN (ebook)
9783346529541
Langue
allemand
mots-clé
strukturwandel sports Individualisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Robin Lackas (Auteur), 2004, Strukturwandel des Sports, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1144050
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Extrait de  9  pages
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