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Wie marktfähig sind soziale Dienstleistungen? Am Beispiel der Kinder- und Jugendhilfe

Die Position der Monopolkommission und die kritische Auseinandersetzung damit

Título: Wie marktfähig sind soziale Dienstleistungen? Am Beispiel der Kinder- und Jugendhilfe

Trabajo Escrito , 2017 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sozialpädagoge (B.A.) Maximilian Klopf (Autor)

Trabajo social
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In dieser Hausarbeit wird nach grundlegenden Definitionen die Position der Monopolkommission zu der Frage abgebildet, wie marktfähig soziale Dienstleistungen sind. Daran anschließend werden die kritischen Stellungnahmen zu dem Gutachten dargestellt, sowie die Frage anhand der wissenschaftlichen Fachdiskussion näher beleuchtet. Abschließend wird durch den Autor ein Fazit gezogen.

Sobald in unserer Gesellschaft etwa vom Handel mit Waren oder der Dienstleistungserbringung gesprochen wird, ist meist von dem Vorgang die Rede, dass von untereinander in Konkurrenz stehenden Anbietern Waren und Dienstleistungen für einen durch den Markt gesteuerten Preis angeboten werden. Erworben werden diese durch Kunden, die diese in aller Regel mit ihren eigenen finanziellen Ressourcen finanzieren. Betrachtet man nun jedoch die Sozialen Dienstleistungen, oder hier speziell die Dienstleistungen der Kinder- und Jugendhilfe fällt auf, dass ein anderes System zum Einsatz kommt. So hat der Hilfeberechtigte gegenüber dem zuständigen öffentlichen Leistungs- und Kostenträger einen Anspruch auf eine Leistung. Diese Leistung wird jedoch durch den öffentlichen Träger nicht selbst erbracht, sondern zur Ausführung an einen Leistungserbringer vergeben. Dieses System wird auch als sozialrechtliches Dreiecksverhältnis beschrieben. Hierbei hat der Hilfeempfänger im Vergleich zur freien Wirtschaft jedoch nur ein begrenztes Wahlrecht. In diesem Zusammenhang wird von der Monopolkommission sowie verschiedenen fachlichen Institutionen seit längerem gefordert, dass soziale Dienstleistungen unter Marktbedingungen angeboten werden sollen. Auch eine Abkehr vom sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis soll hieraus resultieren. Unter anderem schlägt die Monopolkommission im XX. Hauptgutachten vor, ein Gutscheinsystem in der Kinderbetreuung einzuführen. Durch die damit einhergehende subjektbezogene Unterstützung der Eltern, würden diese quasi nach dem Prinzip der freien Wirtschaft, wie Kunden agieren können. Die Leistungserbringer würden damit zu Anbietern, die zu den anderen Einrichtungen in einer gewissen Konkurrenz stehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Monopolkommission

3. Definition Kinder- und Jugendhilfe

3.1 Sozialrechtliches Dreiecksverhältnis:

3.2 Die Kinder- und Jugendhilfe als Wachstumsmarkt.

4. Zusammenfassung des XX Hauptgutachten sowie die Position und Bewertung der Monopolkommission zur Frage wie marktfähig soziale Dienstleistungen sind

5. Kritische Würdigung der Positionen

5.1 Position der Arbeitsgemeinschaft der Jugendhilfe zum XX Hauptgutachten

5.2 Position der Bundesregierung zum XX Hauptgutachten

6. Kritische Würdigung der Positionen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Marktfähigkeit sozialer Dienstleistungen am Beispiel der Kinder- und Jugendhilfe, wobei der Fokus auf den Forderungen der Monopolkommission im XX. Hauptgutachten sowie der kritischen Auseinandersetzung damit durch fachliche Institutionen und Fachliteratur liegt.

  • Analyse des sozialrechtlichen Dreiecksverhältnisses in der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Untersuchung der Position der Monopolkommission zur Wettbewerbssteuerung.
  • Gegenüberstellung der Stellungnahmen von Fachverbänden und der Bundesregierung.
  • Diskussion von Konzepten wie Gutscheinsystemen und Subjektförderung.
  • Kritische Bewertung der Anwendbarkeit des Vergaberechts in sozialen Dienstleistungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Sozialrechtliches Dreiecksverhältnis:

Zur Erbringung der Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe bedient sich der öffentliche Träger entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip möglichst der Leistungen der freien Träger. In diesem Prozess kommen als Akteure der Leistungsberechtigte als Hilfeempfänger, der freie Träger als Leistungserbringer sowie der Sozialleistungsträger als Kostenträger zusammen. Der öffentliche Träger schließt hier mit dem freien Träger vertragliche Regelungen über die Leistungserbringung. Das daraus entstehende Verhältnis zwischen den drei Akteuren wird als sozialrechtliches Dreiecksverhältnis bezeichnet. Dabei hat der Leistungsberechtigte gegenüber dem Sozialleistungsträger einen Anspruch auf eine Leistung. Zur Erfüllung dieses Anspruchs bedient sich der öffentliche Träger in der Kinder- und Jugendhilfe eines freien Trägers bzw. privaten Anbieters. Er tritt hierbei zu diesem Zweck mit dem Leistungserbringer in ein öffentlich rechtliches Vertragsverhältnis ein. Dieses sieht vor, dass der Hilfeberechtigte nach der Feststellung seines Leistungsanspruchs durch den Sozialleistungsträger den Leistungserbringer in Anspruch nimmt. Dies geschieht dann auf der Grundlage eines privatrechtlichen Vertrages. Die hierbei auftretenden unterschiedlichen Rechtsbeziehungen können als Dreieck dargestellt werden. (Vgl. Cremer, Georg u. a. 2013: S. 115)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Marktfähigkeit sozialer Dienstleistungen und Erläuterung des sozialrechtlichen Dreiecksverhältnisses.

2. Definition Monopolkommission: Vorstellung des unabhängigen Beratungsgremiums und dessen Aufgaben im Bereich der Wettbewerbspolitik.

3. Definition Kinder- und Jugendhilfe: Überblick über die gesetzlichen Grundlagen und Strukturen des Feldes der Kinder- und Jugendhilfe.

3.1 Sozialrechtliches Dreiecksverhältnis:: Detaillierte Erläuterung der Akteurskonstellation und Vertragsbeziehungen zwischen Hilfeempfänger, Träger und Leistungserbringer.

3.2 Die Kinder- und Jugendhilfe als Wachstumsmarkt.: Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung der Kinder- und Jugendhilfe als Markt.

4. Zusammenfassung des XX Hauptgutachten sowie die Position und Bewertung der Monopolkommission zur Frage wie marktfähig soziale Dienstleistungen sind: Darstellung der Kernforderungen der Monopolkommission und deren Bewertung der Marktsituation.

5. Kritische Würdigung der Positionen: Zusammenfassende Darstellung der unterschiedlichen Perspektiven auf die Reformvorschläge der Kommission.

5.1 Position der Arbeitsgemeinschaft der Jugendhilfe zum XX Hauptgutachten: Kritische Auseinandersetzung der AGJ mit den wettbewerblichen Forderungen unter Verweis auf das Wunsch- und Wahlrecht.

5.2 Position der Bundesregierung zum XX Hauptgutachten: Darstellung der Regierungsauffassung, die Reformbedarf sieht, aber die Monopolkommission nicht in allen Punkten unterstützt.

6. Kritische Würdigung der Positionen: Vertiefende fachliterarische Betrachtung von Themen wie Konsumentensouveränität und Vergaberecht.

7. Fazit: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur langfristigen Marktfähigkeit.

Schlüsselwörter

Kinder- und Jugendhilfe, Monopolkommission, Sozialrechtliches Dreiecksverhältnis, Wettbewerb, Soziale Dienstleistungen, Gutscheinsystem, Subjektförderung, Vergaberecht, Wunsch- und Wahlrecht, Wohlfahrtspflege, Konsumentensouveränität, Marktsteuerung, Subsidiaritätsprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Marktfähigkeit sozialer Dienstleistungen, insbesondere innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe, basierend auf den Empfehlungen der Monopolkommission.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind das sozialrechtliche Dreiecksverhältnis, die Auswirkungen von Wettbewerb auf soziale Dienste sowie die Kritik an ökonomischen Steuerungsmodellen wie Gutscheinsystemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu eruieren, wie marktfähig soziale Dienstleistungen sind und ob die Forderungen der Monopolkommission für eine verstärkte Wettbewerbssteuerung in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sinnvoll und umsetzbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine Literatur- und Diskursanalyse, die relevante Gutachten der Monopolkommission, Stellungnahmen der Bundesregierung und Fachverbände sowie aktuelle wissenschaftliche Fachliteratur zusammenführt und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der beteiligten Institutionen und Rechtsverhältnisse, die Zusammenfassung der Position der Monopolkommission und eine kritische Würdigung dieser durch Fachverbände und die wissenschaftliche Literatur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Kinder- und Jugendhilfe, Wettbewerbsfähigkeit, sozialrechtliches Dreiecksverhältnis, Gutscheinsysteme und Konsumentensouveränität.

Warum wird in der Arbeit das sozialrechtliche Dreiecksverhältnis so hervorgehoben?

Es bildet die fundamentale Organisationsform der Leistungserbringung in der Kinder- und Jugendhilfe und steht im Zentrum der Diskussion, da es das traditionelle Wettbewerbsmodell der freien Wirtschaft abseits des Marktes koordiniert.

Wie steht die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) zu den Forderungen der Monopolkommission?

Die AGJ warnt davor, den sozialstaatlichen Auftrag zu vernachlässigen und betont, dass der Wettbewerb bereits durch das im SGB VIII verankerte Wunsch- und Wahlrecht ausreichend existiert.

Welche Rolle spielt das Vergaberecht in der Diskussion?

Die Monopolkommission schlägt die Anwendung des Vergaberechts vor, um Wettbewerb zu fördern; Kritiker argumentieren jedoch, dass dies aufgrund der rechtlichen Ausgestaltung des Wunsch- und Wahlrechts in vielen Fällen nicht anwendbar ist.

Was ist das Fazit des Autors zur Marktfähigkeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass soziale Dienstleistungen zwar marktfähiger geworden sind, aufgrund des speziellen gesetzlichen Auftrags und der Notwendigkeit des Kinderschutzes jedoch nie vollständig unter rein marktwirtschaftlichen Bedingungen funktionieren werden.

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Detalles

Título
Wie marktfähig sind soziale Dienstleistungen? Am Beispiel der Kinder- und Jugendhilfe
Subtítulo
Die Position der Monopolkommission und die kritische Auseinandersetzung damit
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Nuremberg  (Masterstudiengang Sozialmanagement)
Curso
Organisation und Management in der Sozialwirtschaft
Calificación
1,3
Autor
Sozialpädagoge (B.A.) Maximilian Klopf (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
21
No. de catálogo
V1144619
ISBN (Ebook)
9783346524140
ISBN (Libro)
9783346524157
Idioma
Alemán
Etiqueta
Organisation Management Sozialwirtschaft Kinder- und Jugendhilfe Jugendamt amb. Hilfen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sozialpädagoge (B.A.) Maximilian Klopf (Autor), 2017, Wie marktfähig sind soziale Dienstleistungen? Am Beispiel der Kinder- und Jugendhilfe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1144619
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