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Das St. Galler Managementmodell im Nonprofit-Sektor

Title: Das St. Galler Managementmodell im Nonprofit-Sektor

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Seeger Florian (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Nonprofit-Organisationen (im Folgenden als NPOs bezeichnet) haben im heutigen Wirtschaftsleben neben Staat und Markt eine bedeutende Stellung eingenommen. Gleichwohl haben lange Zeit - aufgrund ihrer Sonderrolle - sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als vor allem auch in der betriebswirtschaftlichen Forschung weitestgehend ein Schattendasein geführt, dass, insbesondere in Deutschland, erst in den letzten fünfzehn Jahren mit einer verstärkten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der speziellen NPO-Thematik endete.

Da auch Nonprofit-Organisationen über Managementwissen bedürfen, beschäftigt sich die hier vorliegende Seminararbeit mit einem der klassischen Managementmodelle aus dem Forprofit-Breich, namentlich dem St. Galler Management-Modell und die Möglichkeit seiner Anwendung im Nonprofit-Sektor. Hierzu wird zunächst der systemorientierte Ansatz als Abgrenzung zu den traditionellen Managementansätzen beschrieben und dann das St. Galler Management-Modell in seiner ursprünglichen Version vorgestellt und auf Ergänzungen der letzten Jahre hingewiesen. Nach kurzem eingehen auf die Definitionsproblematik des Begriffs „Nonprofit-Organisation“, soll auf die Möglichkeit der Verwendung des Modells im NPO-Sektor eingegangen werden; als Beispiel wird ein Gesundheitsdienstleistungsunternehmen herangezogen.

2 Grundlagen
Um ein komplizierten Managementansatz wie das St. Galler Management-Modell zu verstehen, erscheint es zunächst zweckmäßig, die traditionellen Managementansätze kurz zu betrachten und auf die Ursprünge der modernen Managementlehre zu verweisen.

2.1 Traditionelle Managementansätze
Die klassischen Managementansätze sind im Zuge der Industriellen Revolution des neunzehnten Jahrhunderts entstanden. Insbesondere die großen nordamerikanischen Eisenbahngesellschaften standen vor großen Organisationsproblemen, welche durch den traditionellen Mechanismus der mündlichen Instruktion durch den alles beherrschenden Unternehmer nicht beseitigt werden konnten. Auch für die industriellen Großbetriebe in Europa wurde es zunehmend schwierig, den Problemen einer zunehmend komplexer werdenden Umwelt mit den anachronistischen Mitteln beizukommen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Traditionelle Managementansätze

2.2 Systemtheoretischer Ansatz

2.3 Das St. Galler Managementmodell

2.3.1 St. Galler Unternehmungsmodell

2.3.2 St. Galler Führungsmodell

2.3.3 St. Galler Organisationsmodell

2.3.4 Ergänzungen und Zwischenfazit

2.4 Nonprofit-Organisationen

3 Nonprofit-Management

3.1 Managementmodelle für den Nonprofit-Sektor

3.2 Management von NPOs mit dem St. Galler Ansatz

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des klassischen St. Galler Management-Modells auf den Bereich der Nonprofit-Organisationen (NPOs). Ziel ist es zu erörtern, ob die theoretischen Konzepte, die ursprünglich für privatwirtschaftliche Unternehmen entwickelt wurden, eine geeignete Grundlage zur Bewältigung der spezifischen Managementherausforderungen im Non-Profit-Sektor bieten können.

  • Grundlagen traditioneller Managementansätze und deren Grenzen.
  • Einführung in die Systemtheorie als Basis des St. Galler Ansatzes.
  • Detaillierte Analyse des St. Galler Unternehmungs-, Führungs- und Organisationsmodells.
  • Diskussion der spezifischen Charakteristika von Nonprofit-Organisationen.
  • Anwendung des St. Galler Modells am Praxisbeispiel eines Gesundheitsdienstleisters.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 St. Galler Unternehmungsmodell

Ulrich definiert Unternehmen als „produktive, sozio-technische Systeme“, da sie künstlich vom Menschen geschaffen worden sind und der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. Die zunehmende Komplexität der auftretenden Probleme erfordert demnach eine mehrdimensionale Analyse der Sachaufgaben.

Diese mehrdimensionale Analyse umfasst fünf Ansätze: Umwelt, Märkte und Marktleistungen, Funktionsbereiche, Gestaltungsebenen sowie repetitive und innovative Aufgaben (vgl. Abb. 2). Die Umwelt der Unternehmung besteht aus den Anspruchsgruppen (Kunden, Kapitalgeber, Lieferanten etc.) mit denen das Unternehmen in ständiger Interaktion verbunden ist. Auf einer höheren Abstraktionsebene werden drei Umweltsphären unterscheiden: die technologische (materielle Basis des Wirtschaftens), die ökonomische (volkswirtschaftliche Zusammenhänge) sowie die soziale Umweltsphäre (kulturelle, rechtliche und politische Aspekte). Alle Sphären sind wiederum in die ökologische Umwelt eingebettet. Die Märkte und Marktleistungen sind die klassischen Beschaffungs- und Absatzmärkte, in denen Leistung und Geld den Besitzer wechseln. Auch die Märkte bewegen sich in den Umweltsphären und sind somit ebenfalls zur ständigen Anpassung an neue Gegebenheiten gezwungen. Funktionsbereiche sind die typischen Tätigkeitskomplexe Vollzugsbereich, Versorgungsbereich und Führungsbereich, die in jedem Unternehmen zu finden sind. Vollzugs- und Versorgungsbereich bilden den operativen Bereich der Unternehmung und werden vom Führungsbereich überlagert, in welchem Zwecke und Ziele der Unternehmung festgelegt werden. Der Versorgungsbereich bildet die Verbindung mit den Beschaffungsmärkten, der Vollzugbereich verbindet die Unternehmung mit den Absatzmärkten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Nonprofit-Organisationen ein und begründet die Notwendigkeit, klassische Managementmodelle für diesen Sektor zu evaluieren.

2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden die historischen Managementansätze, die Systemtheorie sowie die zentralen Bestandteile des St. Galler Management-Modells (Unternehmungs-, Führungs- und Organisationsmodell) theoretisch hergeleitet.

3 Nonprofit-Management: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Managementmodelle mit den spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen des Nonprofit-Sektors und illustriert die praktische Anwendung.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des St. Galler Ansatzes als Bezugsrahmen für NPOs unter Berücksichtigung notwendiger Anpassungen.

Schlüsselwörter

St. Galler Management-Modell, Nonprofit-Organisationen, NPO, Systemtheorie, Unternehmensführung, Managementlehre, Gemeinnützigkeit, Organisationsstruktur, Strategisches Management, Sozio-technische Systeme, Stakeholder, Gesundheitsdienstleister, Sachzieldominanz, Führungsinstrumente, Zielorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das klassische St. Galler Management-Modell auf Nonprofit-Organisationen übertragen werden kann, um deren spezifische Managementherausforderungen zu lösen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Managements, die systemtheoretische Betrachtungsweise, die Charakteristika von NPOs und die praktische Anwendung von Management-Modellen im Dritten Sektor.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, als Orientierungshilfe zu prüfen, inwieweit das St. Galler Modell als ganzheitlicher Bezugsrahmen für die Führung von Non-Profit-Organisationen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die systemtheoretische Managementmodelle auf die Besonderheiten des NPO-Sektors überträgt und diese anhand eines Praxisbeispiels reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Managementlehre, die detaillierte Darstellung des St. Galler Modells, die Abgrenzung von NPOs und die Übertragung der Modellkonzepte auf eine gesundheitswirtschaftliche NPO.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen St. Galler Management-Modell, NPO, Systemtheorie, Sachzieldominanz und Strategisches Management.

Warum wird speziell das St. Galler Modell herangezogen?

Das Modell wird aufgrund seines systemtheoretischen Ansatzes und seiner Eigenschaft, Komplexität zu reduzieren, als relevanter theoretischer Bezugsrahmen für verschiedene Organisationstypen gewählt.

Inwiefern unterscheidet sich das Management von NPOs von For-Profit-Unternehmen?

Ein wesentlicher Unterschied ist die fehlende Gewinnmaximierung als oberstes Ziel, was im NPO-Bereich zu einer sogenannten Sachzieldominanz führt.

Was ist das Fazit zur Übertragbarkeit des Modells?

Das Modell eignet sich als abstrakter Bezugsrahmen, stößt jedoch an Grenzen, da es für Anwender ohne ökonomischen Hintergrund oft zu abstrakt bleibt und daher spezifischer Anpassungen bedarf.

Wie kann das St. Galler Modell in einem Gesundheitsdienstleister angewendet werden?

Es dient dazu, die Stakeholderproblematik, die Zielsetzungen sowie die Aufbau- und Ablauforganisation im Kontext einer Non-Profit-Gesundheitseinrichtung strukturiert zu erfassen und steuerbar zu machen.

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Details

Title
Das St. Galler Managementmodell im Nonprofit-Sektor
College
University of Heidelberg  (Alfred-Weber-Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Seeger Florian (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V114468
ISBN (eBook)
9783640152902
ISBN (Book)
9783640154944
Language
German
Tags
Galler Managementmodell Nonprofit-Sektor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Seeger Florian (Author), 2007, Das St. Galler Managementmodell im Nonprofit-Sektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114468
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