Dieses Portfolio umfasst folgende vier Thesen:
Die Produktion von Erklärvideos durch die Lernenden befördert ihre berufliche Medienkompetenz.
Lernschwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern können verringert werden, indem Erklärvideos im Unterricht angeschaut werden.
Portfolios befördern selbstregulierte Lernprozesse der Schüler/-innen.
Die Bearbeitung eines Lerntagebuches ermöglicht Schüler(inne)n die Selbstevaluation ihres eigenen Lernens.
Inhaltsverzeichnis
1 These: Die Produktion von Erklärvideos durch die Lernenden befördert ihre berufliche Medienkompetenz
2 These: Lernschwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern können verringert werden, indem Erklärvideos im Unterricht angeschaut werden
3 These: Portfolios befördern selbstregulierte Lernprozesse der Schüler/-innen
4 These: Die Bearbeitung eines Lerntagebuches ermöglicht Schüler(inne)n die Selbstevaluation ihres eigenen Lernens
Zielsetzung & Themen
Das Portfolio verfolgt das Ziel, verschiedene didaktische Instrumente wie Erklärvideos, Portfolios und Lerntagebücher auf ihre Wirksamkeit zur Förderung beruflicher Medienkompetenz, zur Reduzierung von Lernschwierigkeiten sowie zur Unterstützung selbstregulierten Lernens und der Selbstevaluation bei Schülern zu untersuchen.
- Förderung der beruflichen Medienkompetenz durch die Produktion von Erklärvideos
- Einsatz von Erklärvideos zur Komplexitätsreduktion und Minderung von Lernschwierigkeiten
- Stärkung selbstregulierter Lernprozesse durch Portfolioarbeit
- Ermöglichung der Selbstevaluation durch das Führen von Lerntagebüchern
Auszug aus dem Buch
1 These: Die Produktion von Erklärvideos durch die Lernenden befördert ihre berufliche Medienkompetenz
Die Digitalisierung ist ein weltweites Phänomen, dass zunehmend alle Arbeitsbereiche und Branchen erfasst. Damit wirkt sie sich auch auf die Kompetenzanforderungen der Beschäftigten aus (vgl. BMAS 2017, S. 36). Die Beschäftigten stehen dabei vor der Aufgabe, die mit der Digitalisierung verbundenen Transformationen anzunehmen und ihnen zugleich kritisch zu begegnen, kompetent mit den Anforderungen einer medial geprägten und zunehmend digitalisierten Arbeitswelt umzugehen und sich dabei ständig weiterzuentwickeln (vgl. Heinen et al. 2011, S. 1). All dies verlangt beim Anforderungsprofil der Beschäftigten eine stärkere Ausprägung der beruflichen Medienkompetenz als in der Vergangenheit (vgl. NiBiS 2020).
Bei der Frage, wie berufliche Medienkompetenz beschrieben werden kann, bildet die „allgemeine“ Medienkompetenz die zentrale Grundlage: Die allgemeine Medienkompetenz umfasst eine Reihe von Fertigkeiten und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien (vgl. im Folgenden Schorb 2009, S. 330). Hierzu zählt das notwendige „Wissen“, welches zum Medienhandeln anleitet und die bewusste Positionierung der eigenen Mediennutzung ermöglicht. Entscheidend für solche Positionierung ist die Fähigkeit der kritischen „Bewertung“ von Medien und Medieninhalten, vor allem im Hinblick auf ihre Wirkungen und Konsequenzen. Beides, Wissen wie Bewertung bilden schließlich die Grundlage für das kommunikative, kreative sowie partizipative „Handeln“. Die berufliche Medienkompetenz knüpft an diesen Fertigkeiten und Fähigkeiten an und beschreibt ein mehrdimensionales Konstrukt im Rahmen von Ausbildung und Berufstätigkeit, welches aus sechs miteinander vernetzten Kompetenzdimensionen besteht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 These: Die Produktion von Erklärvideos durch die Lernenden befördert ihre berufliche Medienkompetenz: Dieses Kapitel erläutert, wie das eigenständige Erstellen von Erklärvideos die mediale Gestaltungskompetenz sowie die reflektierte Nutzung digitaler Werkzeuge fördert.
2 These: Lernschwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern können verringert werden, indem Erklärvideos im Unterricht angeschaut werden: Es wird analysiert, wie audiovisuelle Erklärungen komplexe Sachverhalte reduzieren und dabei helfen, Fehlvorstellungen bei Schülern gezielt zu korrigieren.
3 These: Portfolios befördern selbstregulierte Lernprozesse der Schüler/-innen: Das Kapitel beleuchtet, wie Portfolios als Sammelmappen für Arbeitsprozesse die Eigenverantwortung und metakognitive Fähigkeiten der Lernenden stärken.
4 These: Die Bearbeitung eines Lerntagebuches ermöglicht Schüler(inne)n die Selbstevaluation ihres eigenen Lernens: Hier wird dargelegt, wie Lerntagebücher als Reflexionsinstrumente dazu dienen, den eigenen Lernfortschritt bewusst wahrzunehmen und zu evaluieren.
Schlüsselwörter
Berufliche Medienkompetenz, Erklärvideos, Digitalisierung, Selbstreguliertes Lernen, Portfolioarbeit, Selbstevaluation, Lerntagebuch, Lernschwierigkeiten, Metakognition, Mediennutzung, Lernprozesse, Bildungstechnologie, Kompetenzdimensionen, Fachdidaktik, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz verschiedener medienbasierter und schülerzentrierter Methoden zur Förderung zentraler Lernkompetenzen im beruflichen und schulischen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienkompetenz, der Bewältigung von Lernschwierigkeiten, der Unterstützung selbstregulierten Lernens und der Etablierung von Selbstevaluationsverfahren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Instrumente wie Erklärvideos, Portfolios und Lerntagebücher konkret dazu beitragen können, Lernende in ihrer Autonomie und fachlichen Entwicklung zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender didaktischer Ansätze und empirischer Studien zu den jeweils behandelten Themenfeldern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Thesen, die jeweils ein didaktisches Instrument und dessen förderliche Wirkung auf spezifische Aspekte des Lernens theoretisch herleiten und begründen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Medienkompetenz, selbstreguliertes Lernen, Erklärvideos, Selbstevaluation, Portfolioarbeit und Lerntagebuch.
Warum sind Erklärvideos besonders geeignet, um sachbedingte Lernschwierigkeiten zu reduzieren?
Erklärvideos können komplexe und abstrakte Inhalte durch bildhafte Analogien und visuelle Metaphern anschaulicher machen, was das Verständnis erleichtert, wenn die fachliche Komplexität allein zu Überforderungen führt.
Wie unterscheidet sich die Portfolioarbeit von einer bloßen Dokumentation?
Im Gegensatz zu einer reinen Materialsammlung fördert die Portfolioarbeit durch explizite Reflexionselemente und Zwischenreflexionen eine metakognitive Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernprozess und der erbrachten Leistung.
Welche Rolle spielen Leitfragen beim Einsatz eines Lerntagebuches?
Leitfragen helfen den Schülern, den Einstieg in die persönliche Reflexion zu finden und strukturieren den Prozess des Nachdenkens über Lernschwierigkeiten, Erfolge und zukünftige Vorsätze.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Produktion von Erklärvideos zur Förderung beruflicher Medienkompetenz, Verringerung von Lernschwierigkeiten durch Erklärvideos, Lerntagebuch zur Selbstevaluation eigenen Lernens. Portfolio mit vier Thesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1144700