Zielsetzung dieser Arbeit ist, Qualitätszirkel als Instrumente der Qualitätssicherung und
Weiterentwicklung in der Pflege vorzustellen. Dabei werden zunächst Definitionen von
Qualität und Qualitätszirkel vorgestellt und die formellen Anforderungen an die Gestaltung
von Qualitätszirkeln sichtbar gemacht. Die Darstellung der rechtlichen Situation um Qualität
und Qualitätssicherung verdeutlicht die Intention von qualitätssichernden Maßnahmen und
Qualitätszirkeln als Bestandteil dieser. Wie Qualitätszirkel zur Sicherung der Qualität in der
Pflege beitragen können, wird anhand eines Praxisbeispiels deutlich.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kontext Qualität/ Qualitätssicherung
2.1 Qualität und Qualitätssicherung aus rechtlicher Sicht
2.2 Inhalt der Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen (LQV)
2.3 Begriffsbestimmung Qualität
2.3.1 Definitionen
2.3.2 Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
2.4 Definition Qualitätszirkel
2.5 Formelle Anforderungen an die Gestaltung von Qualitätszirkeln
3 Praxisbeispiel: Wie können Qualitätszirkel zur Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Praxis beitragen
4 Ergebnis/ Aussicht
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Qualitätszirkeln als Instrument der Qualitätssicherung in der Pflege, um den fachlichen Anforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen und die Mitarbeiterpartizipation zu fördern.
- Rechtliche Grundlagen der Qualitätssicherung in der Pflege
- Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität nach dem Modell von Donabedian
- Merkmale und formelle Anforderungen an erfolgreiche Qualitätszirkel
- Analyse des Arbeitsprozesses von Qualitätszirkeln
- Praxisnahe Anwendung zur Optimierung pflegerischer Konzepte
Auszug aus dem Buch
2.4 Definition Qualitätszirkel
Die vorgenommene Darstellung der Definitionen von Qualität und deren Einordnung in den rechtlichen Kontext und in den Qualitätsmanagementprozess verdeutlichen die Intention der Qualitätszirkel. Sie werden als ein Instrument der internen Qualitätssicherung, mit dem Zweck der Qualitätsverbesserung, verstanden.
Im Qualitätszirkel sollen Informationen über Problemstellungen gesammelt, Ursachenforschung betrieben und Vorschläge zur Beseitigung des Problems erarbeitet werden. Zentral bei der Durchführung sind die folgenden Punkte: Gesprächsrunden mit 5 bis max. 10 Teilnehmern i.d.R. aus der unteren Hierarchieebene (vgl. Bungard 1992, S.7). Freiwillige Teilnahme der Mitglieder (vgl. Loffing 2005, S.26) – nur darüber ist eine konstruktive und kreative Zusammenarbeit zu erwarten (vgl. Görres et al. 1997, S.37). Unterstützung und Vertrauen durch die Unternehmensleitung (vgl. Loffing 2005, S.26). Teilnehmer sind motiviert, offen und haben Vertrauen zu einander (vgl. Schnoor et al. 2006, S.14). Kontinuität der Zusammenarbeit – Treff meist alle 1 – 2 Wochen (ebd.). Gleichberechtigung aller Mitglieder – formale Hierarchieebenen sollen bewusst abgebaut werden, um partnerschaftliche Arbeitsformen zu gewährleisten (ebd.). Leitung durch einen Moderator – meist Qualitätsbeauftragte/ direkte Vorgesetzte (vgl. Loffing 2005, S.26). Protokollierung der Ergebnisse (ebd.). Gezielte Einbindung der Ergebnisse in die Unternehmensstrategie (ebd.). Ausschließlich Bearbeitung arbeitsbezogener Probleme – Mitarbeiter bearbeiten Projekte, für die sie die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen haben und die sie selbst beeinflussen können (vgl. Görres et al. 1997, S.37). Gruppe ist für die gesamte Problembearbeitung verantwortlich (ebd.). Sitzungen finden während der Arbeitszeit statt (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veränderten strukturellen Rahmenbedingungen in der Pflege und führt Qualitätszirkel als Lösungsansatz zur Professionalisierung und Motivationssteigerung ein.
2 Kontext Qualität/ Qualitätssicherung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Pflege und definiert zentrale Begriffe sowie Modelle der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.
3 Praxisbeispiel: Wie können Qualitätszirkel zur Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Praxis beitragen: Anhand der eigenen beruflichen Tätigkeit der Autorin wird die Implementierung eines Qualitätszirkels im Bereich Wachkoma und Schwerstpflege exemplarisch dargestellt.
4 Ergebnis/ Aussicht: Das abschließende Kapitel fasst den Nutzen von Qualitätszirkeln zusammen und betont ihre Rolle als dynamischer Prozess für den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Qualitätssicherung, Qualitätszirkel, Pflegequalität, Gesundheitsmanagement, Pflegedienstleitung, Prozessqualität, Mitarbeiterpartizipation, Strukturqualität, Ergebnisqualität, Arbeitszufriedenheit, Qualitätsmanagement, Problembearbeitung, Pflegerecht, Personalentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Nutzung von Qualitätszirkeln als systematisches Instrument der Qualitätssicherung in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Anforderungen, theoretischen Qualitätsmodellen nach Donabedian und der praktischen Ausgestaltung von Arbeitsgruppen im Pflegealltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Qualitätszirkel dazu beitragen können, die Qualität in der Pflege nachhaltig zu sichern und die Mitarbeiter aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die durch ein konkretes Praxisbeispiel aus dem Bereich der Pflegedienstleitung illustriert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Definition der Qualitätsbegriffe und die detaillierte Beschreibung der Arbeitsschritte sowie Anforderungen an einen Qualitätszirkel.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?
Zentrale Begriffe sind Pflegequalität, Qualitätsmanagement, Mitarbeiterpartizipation, Praxisbeispiel, Prozessqualität und Qualitätsverbesserung.
Wie unterscheidet sich die im Praxisbeispiel genutzte Struktur von der Theorie?
Die Praxisdarstellung verdeutlicht, wie spezifische Rahmenbedingungen wie die DIN EN ISO 9000 und die Besonderheiten der Schwerstpflege die Zusammensetzung und den Rhythmus der Qualitätszirkel beeinflussen.
Welche Rolle spielt die Führungsebene in einem Qualitätszirkel?
Die Führungsebene muss laut der Arbeit Unterstützung und Vertrauen entgegenbringen, während die direkte Leitung des Zirkels meist durch Moderatoren oder Vorgesetzte erfolgt, um die Ziele mit der Unternehmensstrategie zu verknüpfen.
- Quote paper
- Franziska Misch (Author), 2008, Qualitätszirkel in der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114547