Die folgende Studienarbeit beschäftigt sich mit einem bestimmten Typ der Arbeitslosigkeit, der Jugendarbeitslosigkeit. Doch was versteht man unter Jugendarbeitslosigkeit, wie und warum entsteht diese, wer ist besonders davon betroffen und wie kann man diese verhindern? Diese Fragen werden in den folgenden Kapiteln geklärt sowie weiter aufgeworfen.
Im zweiten Kapitel werden zunächst die verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit dargestellt sowie Beispiele aufgeführt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Ursachen der Arbeitslosigkeit, insbesondere mit der Entstehung der Jugendarbeitslosigkeit. Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sowie in der Europäischen Union wird im vierten Kapitel dargestellt und mit Zahlen belegt. Hier werden die Betroffenen nach Alter, Herkunft und Geschlecht unterschieden. Im darauffolgenden Kapitel werden gesellschaftliche und individuelle Folgen der Jugendarbeitslosigkeit vorgestellt. Das sechste Kapitel erklärt die Rolle der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Abschließend wird das Fazit zu dieser facettenreichen Thematik gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen von Arbeitslosigkeit
2.1 Arbeitslosigkeit – ein feststehender Begriff?
2.2 Jugendarbeitslosigkeit
3. Ursachen für die Arbeitslosigkeit
4. Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit
4.1 Jugendarbeitslosigkeit in der BRD
4.1.2 Jugendarbeitslosigkeit in den neuen und alten Bundesländern
4.2 Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich
5. Folgen der Jugendarbeitslosigkeit
5.1. Gesellschaftliche Folgen von Jugendarbeitslosigkeit
5.2 Individuelle Folgen von Jugendarbeitslosigkeit
6. Bedeutung der aktiven Arbeitsmarktpolitik
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit analysiert das vielschichtige Phänomen der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Ursachen dieses Problems zu ergründen, die gesellschaftlichen sowie individuellen Folgen zu beleuchten und die Wirksamkeit der aktiven Arbeitsmarktpolitik kritisch zu hinterfragen.
- Definition und Abgrenzung der verschiedenen Arten von Arbeitslosigkeit
- Analyse der Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit im Bildungssystem und am Arbeitsmarkt
- Empirische Darstellung des Ausmaßes der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland und im internationalen Vergleich
- Untersuchung der finanziellen und psychosozialen Folgen für Betroffene
- Bewertung von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten zur Integration Jugendlicher
Auszug aus dem Buch
2.2 Jugendarbeitslosigkeit
Jugendarbeitslosigkeit bezeichnet keine bestimmte Form der Arbeitslosigkeit wie im Kapitel 2.1., sondern den Anteil der registrierten arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren an den zivilen Erwerbspersonen (vgl. Plünnecke/Werner, S. 11). Hier unterscheidet man in Gruppen „Heranwachsende“, Jugendliche zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr, sowie „junge Erwachsene“ zwischen 19. und 24. Lebensjahr (vgl. Das Lexikon der Wirtschaft; IAB, S. 7). Dadurch kann man besser zwischen den Problemen an der ersten Arbeitsmarktschwelle bzw. der zweiten unterscheiden.
Das „Zwei-Schwellen-Modell“ wurde in 70er Jahren formuliert und findet noch heute Beachtung. Die erste Schwelle bezeichnet den Übergang von der schulischen in die berufliche Ausbildung. Diese ist häufig mit einer Orientierungsphase verbunden, denn nicht alle Jugendlichen mit einem Schulabschluss können mit Sicherheit sagen, wie ihre berufliche Zukunft aussieht. Dazu kommen das mangelnde Lehrstellenangebot sowie zu hohe Anforderungen seitens der Arbeitgeber und die dabei auftretende Zukunftsängste. So bereitet bereits die erste Arbeitsmarktschwelle vielen Jugendlichen erhebliche Schwierigkeiten. Die zweite Schwelle, der Übergang von der beruflichen Ausbildung in das reguläre Arbeitsleben, gestaltet sich ebenfalls schwierig. Häufig finden viele Jugendliche in Anschluss an die Ausbildung kein Arbeitsplatz und müssen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen (vgl. IAB Forschungsbericht, S. 5).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz der Jugendarbeitslosigkeit für die gesellschaftliche Stabilität und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Definitionen von Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Arbeitslosigkeit, differenziert zwischen verschiedenen Erscheinungsformen und grenzt den spezifischen Begriff der Jugendarbeitslosigkeit ab.
3. Ursachen für die Arbeitslosigkeit: Es werden strukturelle, ökonomische und bildungspolitische Faktoren analysiert, die zur Entstehung von Arbeitslosigkeit und insbesondere Jugendarbeitslosigkeit beitragen.
4. Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit: Hier wird anhand statistischer Daten das Ausmaß der Problematik in Deutschland (unterteilt in Ost und West) sowie im internationalen Kontext dargestellt.
5. Folgen der Jugendarbeitslosigkeit: Das Kapitel untersucht sowohl die volkswirtschaftlichen finanziellen Belastungen als auch die individuellen psychosozialen Folgen für die betroffenen jungen Menschen.
6. Bedeutung der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Es wird die Rolle staatlicher Fördermaßnahmen bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit definiert und deren Wirksamkeit anhand von Evaluationsstudien bewertet.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, institutionelle Übergänge für Jugendliche zu erleichtern.
Schlüsselwörter
Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenquote, Bildungssystem, Zwei-Schwellen-Modell, Fachkräftemangel, soziale Isolation, Arbeitslosengeld, berufliche Ausbildung, Wirtschaftsstruktur, Integration, prekäre Beschäftigung, Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsaufschwung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland, ihren Ursachen, Folgen und den politischen Gegenmaßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Arbeitslosigkeit, der Untersuchung struktureller Ursachen, der statistischen Auswertung der Arbeitsmarktsituation sowie der Bewertung der aktiven Arbeitsmarktpolitik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Entstehung von Jugendarbeitslosigkeit zu entwickeln und Wege aufzuzeigen, wie Jugendliche besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung sowie einer sekundärstatistischen Analyse bestehender Daten der Bundesagentur für Arbeit und relevanter Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begriffen, die Ursachenforschung, eine empirische Bestandsaufnahme nach Regionen und Alter, eine Analyse der sozialen und finanziellen Folgen sowie eine kritische Betrachtung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Bildungsabschluss, Zwei-Schwellen-Modell und soziale Ausgrenzung.
Inwiefern beeinflusst das Bildungssystem die Jugendarbeitslosigkeit laut der Arbeit?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Mängel im Bildungssystem und frühe Selektion die Chancen sozial benachteiligter Jugendlicher mindern und die Hürden für den Übergang in eine Berufsausbildung erhöhen.
Wie unterscheidet sich die Situation in den neuen und alten Bundesländern?
Die Arbeit stellt fest, dass Jugendliche in den neuen Bundesländern ein deutlich höheres Arbeitslosigkeitsrisiko tragen, was unter anderem auf die dortige wirtschaftliche Lage und geringere Lehrstellenangebote zurückzuführen ist.
Welche Rolle spielen die sogenannten „Entrants“ in der Insider-Outsider-Theorie?
„Entrants“ sind neue junge Arbeitnehmer, deren Fluktuationskosten geringer sind, weshalb sie von Unternehmen in Krisenzeiten häufiger entlassen werden, was die Schwankungen der Jugendarbeitslosenquote erklärt.
Wie bewertet die Autorin die aktive Arbeitsmarktpolitik?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zwar sinnvoll sind, um die soziale Isolation zu mildern, aber im Durchschnitt nur geringe direkte Beschäftigungseffekte für junge Arbeitslose zeigen.
- Citation du texte
- Valerie Wittenbeck (Auteur), 2007, Jugendarbeitslosigkeit. Ursachen und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114557