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Bewegung des NS-Regimes zum italienischen Vorbild bis 1934

Titre: Bewegung des NS-Regimes zum italienischen Vorbild bis 1934

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2000 , 12 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Strobel (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

" Kennst Du das Land, wo die Faschisten blühn,
im dunklen Laub die Diebslaternen glühn,
ein Moderduft von hundert Leichen weht,
die Freiheit still und hoch der Duce steht?
Kennst Du es wohl?
Dahin! Dahin
möcht ich mit Dir, mein Adolf Hitler, ziehn!
(...) Dahin! Dahin
geht Deutschlands Weg! O Ferne, laß uns ziehn!" 1

Erich Mühsam, ein Dichter jüdischer Herkunft, hatte wohl die entschiedene Orientierung der 1925 neugegründeten NSDAP am Vorbild Mussolinis erkannt, als er in seiner Parodie des Goethe-Liedes "Mignon 1925", welcher der vorangestellte Abschnitt entnommen ist, vor der Nachahmung des Faschismus in Deutschland warnte.2
Gegenstand der nachfolgenden Betrachtungen soll genau diese Ausrichtung des NS-Staates auf das italienische Vorbild in einer ersten, frühen Phase sein, die vom "Marsch auf Rom" im Oktober 1922 bis zu einem ersten Treffen zwischen den beiden, zueinander sehr unterschiedlich eingestellten, Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini im Juni 1934 reicht bzw. bis zu der erneuten "Abkühlung" der deutsch-italienischen Beziehungen mit der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß im Juli 1934.
Neben der Darstellung der italienischen Vorbildfunktion soll auf persönliche Beziehungen zwischen Hitler und Mussolini sowie auf einen Vergleich zwischen faschistischem Italien und nationalsozialistischem Deutschland eingegangen werden. Einer historischen Hinführung auf die ausgewählte Quelle sowie knappen Inhaltsangabe derselbigen, soll eine genauere Analyse des Dokuments hinsichtlich der bedeutendsten erwähnten Sachverhalte und dessen Einordnung in den geschichtlichen Kontext folgen. Die Arbeit soll mit einigen Bemerkungen zur Gattung der Quelle schließen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkungen

1. Historische Einleitung

2. Inhaltsangabe der Quelle

3. Analyse und Interpretation der Quelle

4. Schlußbemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die frühe Ausrichtung des nationalsozialistischen Deutschlands am italienischen Faschismus als politisches Vorbild im Zeitraum von 1922 bis 1934. Zentral ist dabei die Frage, wie der Transfer politischer Symbole und Konzepte erfolgte und warum das italienische Modell trotz persönlicher Annäherungsversuche zwischen Hitler und Mussolini nur bedingt als direkte Blaupause für den NS-Staat dienen konnte.

  • Die Vorbildfunktion des italienischen Faschismus für die frühe NSDAP
  • Persönliche Beziehungen und diplomatische Kontakte zwischen Hitler und Mussolini
  • Analyse der historischen Quelle: Das Protokoll des Zusammentreffens in Venedig (1934)
  • Die österreichische Frage als zentraler Konfliktpunkt der bilateralen Beziehungen
  • Systemvergleich: Nationalsozialismus versus italienischer Faschismus

Auszug aus dem Buch

3. Analyse und Interpretation der Quelle

Der 1873 geborene und 1956 verstorbene Verfasser der Quelle Konstantin Freiherr von Neurath, deutscher Diplomat, Außenminister von 1932 bis 1938 im Kabinett Papen und unter Schleicher sowie Hitler und anschließend bis 1943 Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, begleitete Hitler nach Venedig und rekonstruierte - wie bereits erwähnt - nach den Unterredungen den Verlauf derselbigen, was zum vorliegenden Protokoll führte.

Wenn in der Quelle vom "österreichischen Problem" die Rede ist, fällt unweigerlich der Name des österreichischen Staatsmannes Engelbert Dollfuß. Dollfuß' Lebensdaten (1892-1934) erklären sich aus seiner Ermordung bei einem nationalsozialistischen Putschversuch am 25. Juli 1934. Er hatte von 1932 bis 1934 das Amt des österreichischen Bundeskanzlers inne, wobei der christlich-soziale Kanzler in dieser Zeit den Anschluß an Deutschland bekämpfte und auf autoritär-ständischer Grundlage die sogenannte "austrofaschistische Diktatur" errichtete.

Die österreichische Frage ging auf die dem Land im Jahre 1919 auferlegte Verpflichtung zur staatlichen Unabhängigkeit zurück (ungeachtet des Willens der Bevölkerung) und kreiste seither ständig um den Begriff des "Anschlusses". Neben Anschlußverbot respektive Anschlußfrage sah sich die österreichische "Rumpfrepublik" - wirtschaftlich kaum überlebensfähig und mit Anleihen des Völkerbundes über Wasser gehalten - fortdauernd mit Anschlägen militanter Links- und Rechtsorganisationen konfrontiert. Mit dem Aufstieg des österreichischen Nationalsozialismus und durch die Tatsache, zwischen dem faschistischen Italien und dem nationalsozialistischen Deutschland regelrecht eingeklemmt zu sein, spitzte sich die Lage zu.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorbemerkungen: Einleitung in die Thematik der Vorbildfunktion des Faschismus für den Nationalsozialismus unter Verwendung zeitgenössischer literarischer Quellen.

1. Historische Einleitung: Analyse der vergleichbaren Krisensituationen in Deutschland und Italien nach dem Ersten Weltkrieg als Voraussetzung für die Entstehung beider Bewegungen.

2. Inhaltsangabe der Quelle: Darstellung des Ablaufs und der atmosphärischen Rahmenbedingungen des Treffens zwischen Hitler und Mussolini in Venedig im Juni 1934.

3. Analyse und Interpretation der Quelle: Detaillierte Untersuchung der diplomatischen Diskurse, insbesondere der österreichischen Frage und der außenpolitischen Strategien beider Diktatoren.

4. Schlußbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung der ambivalenten deutsch-italienischen Beziehungen und der zunehmenden Eigenständigkeit des NS-Regimes ab 1934.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Faschismus, Adolf Hitler, Benito Mussolini, Venedig, Österreichische Frage, Engelbert Dollfuß, Konstantin Freiherr von Neurath, Diplomatie, Machtübernahme, Vorbildfunktion, Achse Berlin-Rom, Außenpolitik, Ideologievergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ausrichtung des NS-Regimes am italienischen Faschismus als Vorbild in den Jahren 1922 bis 1934.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, die ideologische Verwandtschaft und die Divergenzen der beiden faschistischen Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch die Analyse eines speziellen Protokolls die frühe Dynamik und die Probleme der deutsch-italienischen Annäherung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse, basierend auf dem von Neurath verfassten Protokoll der Unterredungen von Venedig, eingebettet in einen historischen Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den persönlichen Kontakten der Diktatoren, der Bedeutung der österreichischen Frage und den außenpolitischen Zielen beider Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Faschismus, Achse Berlin-Rom, österreichische Frage und diplomatischer Quellenvergleich.

Welche Rolle spielte die "österreichische Frage" bei dem Treffen in Venedig?

Sie war der zentrale Streitpunkt, da Hitler den Anschluss Österreichs forcierte, während Mussolini Österreich als Schutzschild und Einflussbereich für Italien betrachtete.

Warum war das Treffen in Venedig faktisch erfolglos?

Das Treffen war durch eine fehlende gemeinsame Sprache, sprachliche Monologe statt Dialoge und tiefgreifende politische Differenzen bezüglich Österreich und der Abrüstung geprägt.

Fin de l'extrait de 12 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Bewegung des NS-Regimes zum italienischen Vorbild bis 1934
Université
University of Passau  (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte)
Cours
Proseminar zur Neueren Geschichte
Note
1,7
Auteur
Thomas Strobel (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
12
N° de catalogue
V114590
ISBN (ebook)
9783640153374
ISBN (Livre)
9783640155125
Langue
allemand
mots-clé
Bewegung NS-Regimes Vorbild Proseminar Neueren Geschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Strobel (Auteur), 2000, Bewegung des NS-Regimes zum italienischen Vorbild bis 1934, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114590
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Extrait de  12  pages
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