Auswirkungen von Mobbing während der Schulzeit auf das spätere soziale Verhalten


Hausarbeit, 2020

12 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition und Zusammenhang
2.1 Mobbing
2.2 Mobbing, Gewalt & Aggression

3 Mobbing in der Schule

4 Sozialstruktur in Mobbingfällen
4.1 Die Opfer
4.2 Die Täter

5 Psychosoziale Folgen
5.1 Selbstwert als psychische Stabilität
5.2 Einfluss auf das soziale Verhalten

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Wer schon einmal im Leben gemobbt wurde, weiß: Das ist kein Spaß, kein blöder Streich, kein Kavaliersdelikt. Im Gegenteil Mobbing ist eine Form der seelischen Misshandlung, sie verursacht psychische Schmerzen, kann dem Selbstwertgefühl nachhaltig schaden. Wer durch Mitschüler/innen oder später Kollegen/innen und Vorgesetzten gemobbt wurde, trägt mitunter noch Jahre später Narben davon auf der Seele.“ (Eckert, 2018)

Eckert (2018) verdeutlicht mit seinem Zitat die Wirksamkeit von Mobbing auf das gesamte Leben. Mobbing ist ein Phänomen, das jederzeit und grundlos auftreten kann. Dabei ist es egal, ob bereits im Kindergarten, in der Schule oder später am Arbeitsplatz. Weitreichende Folgen hat das Mobbing in der Schulzeit eines Kindes, welches sich in der Kindheit und Jugend zu einem eigenständigen Individuum entwickelt und somit seine Persönlichkeit erst bildet und entfaltet (Burger, 2020). Nach Gumpert (2020) ist die Entwicklungsphase anfällig für immer wiederkehrende belastende Ereignisse, sodass die menschliche Psyche dies nicht auf Dauer kompensieren kann.

Im Anschluss der Einleitung beschäftigt sich die vorliegende Hausarbeit im zweiten Kapitel mit der Definition der Begriffe „Mobbing“, „Gewalt“ und „Aggression“. Das dritte Kapitel handelt über das Mobbing in der Schule und dessen Auswirkung auf Kinder. Anschließend wird im vierten Kapitel die Sozialstruktur in Mobbingfällen erläutert. Dabei wird auf die Eigenschaften der Opfer und Täter eingegangen und die gesamte Konstellation sowie dessen Auswirkungen nähergebracht. Im letzten Teil der Hausarbeit geht es um die psychosozialen Folgen des Mobbings. Das fünfte Kapitel gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil wird der Selbstwert als eine psychische Stabilität betrachtet. Anschließend geht es um Einflüsse auf das soziale Verhalten. Die Hausarbeit befasst sich mit der folgenden Fragestellung: „Hat Mobbing während der Schulzeit Auswirkungen auf das spätere soziale Verhalten?.“

2 Begriffsdefinition und Zusammenhang

Zum Einstieg werden in diesem Kapitel die Begriffe „Mobbing“, „Gewalt“ und „Aggression“ erklärt.

2.1 Mobbing

Der Ausdruck „Mobbing“ entspringt aus dem englischen Wort „mob“ und bedeutet Pöbel, Gesindel oder Bande. Dementsprechend leitet sich das englische Verb „to mob“ in anpöbeln oder über jemanden herfallen ab, so Teuschel (2010). Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903-1989) führte den Begriff 1963 ein und bezeichnete damit ein bestimmtes Verhalten in Tiergruppen, deren einzelne Tiere sich verbündeten um stärkere Feinde abzuwehren. Leymann (1993) definiert den Begriff wie folgt: „Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnet.“ Zu diesen negativen Handlungen zählen unter anderem Ausgrenzungen, Belästigungen sowie Beleidigungen. Der Begriff Mobbing wird nicht in allen Ländern verwendet, sodass eine einheitliche Definition erschwert wird. Oftmals spricht man dann von „Bullying“.

2.2 Mobbing, Gewalt & Aggression

Die Begriffe „Gewalt“ und „Aggression“ weisen Überschneidungen mit der Definition des Mobbings auf. Oftmals werden diese drei Begriffe in der Alltagssprache als Synonym verwendet, wenngleich der Begriff „Aggression“ als ein übergeordneter Begriff dieser drei gilt und ein zielgerichtetes Verhalten aufzeigt, mit der Absicht, einer anderen Person oder Gegenständen, die dieser Person gehören zu schaden (Scheithauer, Hayer & Petermann, 2003). Nach Scheithauer et al. (2003) betrachtet man die interpersonale Gewalt als eine spezifische, zielgerichtete, physische und/oder psychische absichtliche Verletzung einer bzw. mehreren Personen, durch eine oder mehrere Personen, welche über eine ausgeprägte körperliche und soziale Stärke verfügen. Diese Macht der körperlichen und sozialen Ausprägung ist ein Merkmal von Gewalt in der Durchsetzung zur Aggression. So kann Mobbing als eine Form des aggressiven Verhaltens bezeichnet werden, bezieht sich aber nicht auf jede aggressive oder verletzende Handlung. Auf diese Weise, so Politi (2019), lässt sich ein vereinzelter Angriff eines Schülers nicht als Mobbing bezeichnen, genauso wenig wie ein Kampf zwischen zwei gleich starken Gegnern. Laut Schreithauer et al. (2003) kennzeichnet sich Mobbing durch ein systematisch, aggressives Verhalten gegenüber einer Person und basiert größtenteils als ein Gruppengeschehen, welches wiederholt und über einen längeren Zeitraum zustande kommt. Da Mobbing auf die unterschiedlichsten Arten erfolgen kann, unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Mobbinghandlungen.

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Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen von Mobbing während der Schulzeit auf das spätere soziale Verhalten
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1146031
ISBN (eBook)
9783346530769
ISBN (Buch)
9783346530776
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulzeit, mobbing, Soziales Verhalten, aggression, gewalt, Mobbingopfer, selbstwert, schulmobbing
Arbeit zitieren
Ludmila Kravets (Autor:in), 2020, Auswirkungen von Mobbing während der Schulzeit auf das spätere soziale Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146031

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