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Anti-Aggressivität-Training im Jugendstrafvollzug. Kontrolle und Modifikation von aggressivem Verhalten auf Grundlage des sozial-lerntheoretischen Konzepts

Titel: Anti-Aggressivität-Training im Jugendstrafvollzug. Kontrolle und Modifikation von aggressivem Verhalten auf Grundlage des sozial-lerntheoretischen Konzepts

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna-Lena Reisch (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, inwiefern beim Anti-Aggressivität-Training (AAT), auf Grundlage des sozio-kognitiven Ansatzes, aggressives Verhalten modifiziert und kontrolliert werden kann? Sie thematisiert auf Grundlage des sozio-kognitiven Ansatzes von Albert Bandura (1976) Aggression und Gewalt und zeigt am Beispiel des AATs eine mögliche Maßnahme zur Kontrolle und Modifikation von aggressivem Verhalten auf. Die zugrundeliegende Thematik fällt in den Gegenstandsbereich der Sozialpsychologie, die sich damit auseinandersetzt, inwiefern die tatsächliche, vorgestellte oder implizierte Anwesenheit anderer das Denken, Fühlen und Verhalten eines Individuums beeinflusst.

Da bei Jugendlichen die psychosoziale Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und es daher noch Möglichkeiten gibt, bei Fehlentwicklungen geeignete Maßnahmen einzuleiten, glaubt die Gesellschaft noch an eine Interventionsmöglichkeit. Deshalb werden Jugendliche nach dem Jugendstrafrecht verurteilt und erhalten in diesem Zuge Weisungen, die ihre Erziehung fördern und sichern sollen. Dazu gehört neben anderen Auflagen auch die Weisung, an einem sozialen Trainingskurs wie zum Beispiel einem Anti-Aggressivität-Training teilzunehmen. Dieser Kurs soll den Jugendlichen also bei der Kontrolle ihres aggressiven Verhaltens helfen. Das soll dazu führen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Gewaltstraftat sinkt und somit auch das Risiko für eine Wiederverurteilung der straffällig gewordenen Jugendlichen. Diese Maßnahmen sind notwendig, da bei Straftaten, die nach dem Jugendstrafrecht sanktioniert werden, die gesamte Rückfallrate bei 41 Prozent liegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in die theoretischen Grundlagen

2.1 Definition von Aggression, Gewalt, Aggressivität und antisozialem Verhalten

2.2 Sozio-kognitiver Ansatz

2.2.1 Aufmerksamkeitsprozesse

2.2.2 Bekräftigungs- und Motivationsprozesse

3 Aggression und Gewalt aus Sicht des sozio-kognitive Ansatzes

3.1 Hauptquellen und Auslösebedingungen für Aggressives Verhalten

3.2 Bedingungen für die Beibehaltung aggressiven Verhaltens

3.2.1 Externe Bekräftigung

3.2.2 Stellvertretende Bekräftigung

3.2.3 Selbstbekräftigung

4 Modifikation und Kontrolle von Aggressionsverhalten im Jugendstrafvollzug

4.1 Anti-Aggressivitätstraining im Jugendstrafvollzug

4.2 Sozial-kognitive Maßnahmen im Anti-Aggressivitätstraining

4.2.1 Darbietung eines positiven Modells

4.2.2 Entwicklung von Handlungsalternativen

4.2.3 Aufzeigen aversiver Konsequenzen

4.2.4 Bestrafung durch Belohnungsentzug

4.2.5 Abbau von Neutralisierungstechniken

4.2.6 Konfrontation zur Übung der alternativen Handlungsweißen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht, wie aggressives Verhalten bei straffällig gewordenen Jugendlichen auf Grundlage des sozio-kognitiven Ansatzes von Albert Bandura durch ein Anti-Aggressivitätstraining (AAT) modifiziert und kontrolliert werden kann, um Rückfallquoten zu senken.

  • Grundlagen der Aggression, Gewalt und Aggressivität
  • Sozial-kognitive Lerntheorie und Modelllernen
  • Entstehung und Aufrechterhaltung aggressiven Verhaltens
  • Struktur und Module des Anti-Aggressivitätstrainings (AAT)
  • Evaluation von Interventionsmaßnahmen im Jugendstrafvollzug

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Externe Bekräftigung

Eine Form der externen Bekräftigung, die dazu führt, dass aggressives Verhalten häufig wiederholt wird, ist die Sicherung einer erwünschten greifbaren Belohnung, beispielsweise durch die Aneignung fremden Eigentums (Bandura, 1979, S. 207).

Bandura (1979, S. 210 f.) zufolge sind Statusbelohnungen und solche sozialer Natur ebenfalls Formen der externen Bekräftigung. Bei einer Statusbelohnung erhält der Mensch für seine hochangesehene Verhaltensweise sowohl Anerkennung als auch einen Aufstieg in der Statushierarchie. Bei der sozialen Belohnung hingegen, erntet die Person ausschließlich Anerkennung für ihr Verhalten, ohne dass dieses eine Auswirkungen auf ihren Status hat.

Je nachdem in welchen Kreisen sich eine Person bewegt sind bestimmte Verhaltensweisen mehr oder minder gut angesehen und haben Einfluss auf die Position in der Statushierarchie, mit welcher Belohnungen wie Macht und Privilegien einhergehen (Bandura, 1979, S. 210 f.; Farrell et. al., 2012, S. 798).

Insofern ist die Drohung einer Degradierung in der Rangfolge und der zugehörigen Belohnung, aufgrund einer fehlerhaften Verhaltensweise, ein weiterer Grund für die Aufrechterhaltung von Aggressionsverhalten (Bandura, 1979, S. 210 f.).

Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass das Leiden des Opfers dann als positive externe Bekräftigung angesehen werden kann, wenn die Verletzung der Person einen Nutzen für den Aggressor hat (Bandura, 1979, S. 222). Eine weitere externe Bekräftigung stellt der funktionale Wert von Aggression dar, der darin besteht, den Aggressor aus einer unangenehmen Situation zu befreien (Bandura, 1979, S. 224).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Wahrnehmung zunehmender Aggression und die Relevanz der Jugendkriminalität, um die Notwendigkeit von Interventionsmaßnahmen wie dem AAT zu begründen.

2 Einführung in die theoretischen Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe Aggression, Gewalt und Aggressivität definiert und der sozio-kognitive Ansatz als theoretisches Fundament erläutert.

3 Aggression und Gewalt aus Sicht des sozio-kognitive Ansatzes: Das Kapitel analysiert die Ursprünge und Bedingungen für die Entstehung sowie die dauerhafte Beibehaltung von aggressivem Verhalten.

4 Modifikation und Kontrolle von Aggressionsverhalten im Jugendstrafvollzug: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Anwendung des AAT und die spezifischen sozial-kognitiven Methoden zur Verhaltensänderung bei gewalttätigen Jugendlichen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert den aktuellen Forschungsbedarf zur Wirksamkeit des AAT und plädiert für eine stärkere präventive Ausrichtung.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Aggressivität, Sozial-kognitiver Ansatz, Albert Bandura, Anti-Aggressivitätstraining, AAT, Jugendstrafvollzug, Modelllernen, Verhaltensmodifikation, Rückfallprävention, Soziale Lerntheorie, Selbstregulation, Neutralisierungstechniken, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Anwendung des sozio-kognitiven Konzepts von Albert Bandura, um aggressives Verhalten bei straffällig gewordenen Jugendlichen im Rahmen eines Anti-Aggressivitätstrainings (AAT) zu kontrollieren und zu verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft die sozialpsychologische Lerntheorie mit der kriminologischen Praxis und beleuchtet dabei Begriffe wie Aggressivität als Persönlichkeitsmerkmal, die Bedingungen der Verhaltensaufrechterhaltung und die curricularen Eckpfeiler des AAT.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern wird beim AAT, auf Grundlage des sozio-kognitiven Ansatz, aggressives Verhalten modifiziert und kontrolliert?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und literaturbasierten Aufarbeitung sozialpsychologischer Konzepte, ergänzt durch die Verknüpfung mit existierenden Evaluationsergebnissen zu sozialen Trainingskursen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Entstehung und Beibehaltung von Aggression sowie die detaillierte Darstellung der einzelnen Phasen und Maßnahmen des AAT, von der Modellvorgabe bis zur Konfrontation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Aggression, Gewalt, AAT (Anti-Aggressivitätstraining), sozio-kognitiver Ansatz, Modelllernen, Jugendstrafvollzug und Rückfallprävention.

Welche Rolle spielen „Neutralisierungstechniken“ im AAT?

Sie dienen den Tätern dazu, Schuld- und Schamgefühle abzubauen. Das AAT zielt darauf ab, diese Rechtfertigungsstrategien zu analysieren und abzubauen, damit die Täter eine echte Opferempathie entwickeln können.

Warum ist das „Modelllernen“ für das AAT entscheidend?

Da das AAT auf Banduras Theorie aufbaut, ist die Präsenz eines friedfertigen Trainers als „positives Modell“ essenziell, da die Teilnehmer durch Beobachtung und stellvertretende Bekräftigung gewaltfreie Handlungsweisen imitieren sollen.

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Details

Titel
Anti-Aggressivität-Training im Jugendstrafvollzug. Kontrolle und Modifikation von aggressivem Verhalten auf Grundlage des sozial-lerntheoretischen Konzepts
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,0
Autor
Anna-Lena Reisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1146056
ISBN (eBook)
9783346530585
ISBN (Buch)
9783346530592
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bandura Lerntheorie Aggression Anti-Aggresivitäts-Training AAT Anti-Aggressions-Training Lernen am Modell Kontrolle Modifikation aggressives Verhalten sozial-lerntheoretisches Konzept sozial-kognitives Modell JVA Jugendstrafvollzug Rechtspsychologie Sozialpsychologie HFH SPY
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Reisch (Autor:in), 2021, Anti-Aggressivität-Training im Jugendstrafvollzug. Kontrolle und Modifikation von aggressivem Verhalten auf Grundlage des sozial-lerntheoretischen Konzepts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146056
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Leseprobe aus  15  Seiten
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