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Wirksamkeit des metakognitiven Trainings (MKT) bei Schizophrenie

Title: Wirksamkeit des metakognitiven Trainings (MKT) bei Schizophrenie

Term Paper , 2021 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna-Lena Reisch (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Diese Arbeit befasst sich mit der Frage: Inwiefern eignet sich das metakognitive Training als Interventionsmethode bei der Therapie von Schizophrenie? Die klinische Psychologie erforscht die Gesamtheit psychischer Störungen und umfasst sowohl deren Diagnose als auch Therapie, weshalb sich die Fragestellung thematisch in diesem Fachgebiet verorten lässt. Außerdem untersucht diese Teildisziplin der Psychologie auch die psychischen Aspekte somatischer Störungen bei Menschen aller Altersklassen.

Im Jahr 2017 waren weltweit 20 Millionen Menschen an Schizophrenie erkrankt, dabei waren ebenso viele Frauen wie Männer betroffen. Die Prävalenz für diese Erkrankung liegt länderübergreifend meist zwischen 0,2 und 0,4 Prozent. Bei der Schizophrenie handelt es sich um das bekannteste und häufigste psychotische Störungsbild. Denk- und Wahrnehmungsstörungen sind, ebenso wie unangebrachte oder verflachte Affekte, charakteristische Kennzeichen für schizophrene Störungen. Neben den psychischen Beeinträchtigungen leiden Menschen mit einer Schizophrenie auch unter sozialen Einschränkungen und Stigmatisierung. Dies spricht, ebenso wie die massive Minderung der Lebensqualität sowie die erhöhte Morbiditäts- und Mortalitätsrate, für einen multiprofessionellen Behandlungsbedarf.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schizophrenie

2.1 Entstehung

2.2 Symptomatik

2.2.1 Positiv- und Negativsymptomatik

2.2.2 Wahn und Halluzinationen

2.2.3 Kognitive Verzerrung

2.2.4 Auffällige Denkmuster und Desorganisiertes Verhalten

2.2.5 Ich-Störungen und Fremdbeeinflussungserleben

2.3 Diagnostik

3 Behandlung der Schizophrenie

3.1 Leitlinien

3.2 Psychoedukation

3.3 Kognitive Verhaltenstherapie

3.4 Psychotherapie und Pharmakotherapie

4 Metakognitives Training für Menschen mit Schizophrenie

4.1 Grundlagen

4.2 Zielgruppe und Voraussetzungen

4.3 Trainingsmodule

4.3.1 Zuschreibungsstil

4.3.2 Voreiliges Schlussfolgern I

4.3.3 Korrigierbarkeit

4.3.4 Einfühlung I

4.3.5 Gedächtnis

4.3.6 Einfühlung II

4.3.7 Voreiliges Schlussfolgern II

4.3.8 Stimmung

4.3.9 Zusatzmodule

4.4 Wirksamkeit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des metakognitiven Trainings (MKT) als Interventionsmethode bei Menschen mit Schizophrenie. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern dieses psychoedukative Programm dazu beitragen kann, beeinträchtigte Denkprozesse zu modifizieren und die Krankheitsbewältigung der Betroffenen zu verbessern.

  • Grundlagen und Entstehungsfaktoren der Schizophrenie
  • Symptomatik, Diagnostik und konventionelle Behandlungsmethoden
  • Konzeption und Aufbau der verschiedenen MKT-Trainingsmodule
  • Analyse der Wirksamkeit des MKT auf Symptome und Kognition
  • Bedeutung der Metakognition für die Krankheitseinsicht

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Zuschreibungsstil

Das erste Trainingsmodul befasst sich nach Moritz et al. (2010, S. 10) mit der Verzerrung des Zuschreibungsstils und monokausaler Ursachenfindung. Den Teilnehmenden werden dazu unterschiedliche Situationen dargeboten und sie werden aufgefordert sowohl die eigene Person, andere als auch situative Faktoren als Ursachenquellen in Betracht zu ziehen. Mit dieser Übung soll die Diversität von möglichen Entscheidungen verdeutlicht und automatisierte Denkmuster durchbrochen werden. Im weiteren Verlauf werden den Erkrankten Argumente nahegelegt, die dafür sprechen das (innere) Stimmen oder Halluzinationen selbstgeneriert und nicht von außen eingegeben werden. Außerdem ist es, gemäß Moritz et al. (2010, S. 11), Ziel des Moduls, die Vor- und Nachteile von depressiven und selbstdienlichen Attributionsstilen zu behandeln. Die Teilnehmenden sollen verstehen, dass ein depressiver Zuschreibungsstil das Selbstwertgefühl senkt, weil Erfolg dem Glück oder Zufall zugeschrieben wird und Misserfolg sich selbst. Ein selbstdienlicher Attributionsstil steigert das Selbstwertgefühl hingegen, da Erfolg sich selbst und Misserfolg anderen zugeschrieben wird. In diesem Zusammenhang soll den Teilnehmenden auch aufgezeigt werden, dass dies zu sozialen Konflikten führen kann, wenn Menschen es nicht akzeptieren, dass sie für den Misserfolg eines anderen verantwortlich gemacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Krankheitsbild der Schizophrenie ein, beleuchtet die psychosoziale Belastung und stellt die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit des metakognitiven Trainings.

2 Schizophrenie: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsfaktoren, die Symptomatik sowie die diagnostischen Kriterien der Schizophrenie unter Berücksichtigung verschiedener Klassifikationssysteme.

3 Behandlung der Schizophrenie: Hier werden gängige therapeutische Ansätze wie Psychoedukation, Kognitive Verhaltenstherapie sowie pharmakologische Behandlungen skizziert, die den Rahmen für das MKT bilden.

4 Metakognitives Training für Menschen mit Schizophrenie: Dieses umfangreiche Kapitel detailliert die theoretischen Grundlagen, die Zielgruppen, den spezifischen Aufbau der einzelnen Trainingsmodule sowie den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zur Wirksamkeit.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet das MKT als vielversprechenden Ansatz zur Reduktion kognitiver Verzerrungen und zur Steigerung der Lebensqualität bei Schizophrenie.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Metakognitives Training, MKT, Psychoedukation, Kognitive Verzerrung, Symptomatik, Wahn, Halluzinationen, Theory of Mind, Zuschreibungsstil, Voreiliges Schlussfolgern, Krankheitseinsicht, Selbstwertgefühl, Interventionsmethode, Psychotische Störungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit des metakognitiven Trainings (MKT) als therapeutische Interventionsmethode für Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Schizophrenie, die Identifikation kognitiver Verzerrungen sowie die methodische Umsetzung des MKT zur Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit und Krankheitsbewältigung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach: „Inwiefern eignet sich das metakognitive Training als Interventionsmethode bei der Therapie von Schizophrenie?“

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller Studien und Meta-Analysen zur Wirksamkeit des MKT basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des Störungsbildes, einen Überblick über gängige Behandlungsansätze sowie eine ausführliche Vorstellung der acht Kern- und zwei Zusatzmodule des MKT inklusive der Evidenzlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schizophrenie, Metakognitives Training, kognitive Verzerrungen, Symptomreduktion und Krankheitseinsicht.

Wie unterscheidet sich das MKT von der klassischen Psychoedukation?

Während klassische Psychoedukation primär auf Informationsvermittlung und Erfahrungsaustausch abzielt, fokussiert das MKT gezielt auf die Korrektur spezifischer kognitiver Denkstile und Verzerrungen, die zur Aufrechterhaltung von Psychosen beitragen.

Warum ist die „Theory of Mind“ für das MKT so wichtig?

Die „Theory of Mind“ beschreibt die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen. Da diese bei Schizophrenie häufig eingeschränkt ist, bildet sie einen zentralen Trainingsinhalt, um soziale Interaktionen und die Einschätzung von Mitmenschen zu verbessern.

Kann das MKT bei allen Patienten mit Schizophrenie angewendet werden?

Das Training ist für Betroffene des schizophrenen Formkreises geeignet, setzt jedoch eine gewisse Konzentrationsfähigkeit voraus; bei sehr starkem akutem Wahnverhalten wird empfohlen, mit der Teilnahme bis zum Abklingen der Symptome zu warten.

Was ist das Ziel der „Zusatzmodule“ im MKT?

Die Zusatzmodule dienen primär der Steigerung des Selbstwertgefühls und der Arbeit an der Selbststigmatisierung, um Betroffenen zu vermitteln, trotz Erkrankung ein wertvolles Leben zu führen.

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Details

Title
Wirksamkeit des metakognitiven Trainings (MKT) bei Schizophrenie
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Anna-Lena Reisch (Author)
Publication Year
2021
Pages
22
Catalog Number
V1146057
ISBN (eBook)
9783346526656
ISBN (Book)
9783346526663
Language
German
Tags
MKT Wirksamkeit Metakognitives Training Schizophrenie kognitive Verzerrung Zuschreibungsstil voreiliges Schlussfolgern Korrigierbarkeit Theory of Mind Einfühlen Gedächtnis Empathie Stimmung Gruppentherapie Psychoedukation Kognitive Verhaltensterapie HFH KL2
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Lena Reisch (Author), 2021, Wirksamkeit des metakognitiven Trainings (MKT) bei Schizophrenie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146057
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