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Arbeitsmarktsegmentation - Der institutionalistische Ansatz

Die Anwendbarkeit des institutionalistischen Ansatzes in der Praxis am Beispiel von Zeitarbeit in Betrieben

Title: Arbeitsmarktsegmentation - Der institutionalistische Ansatz

Seminar Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hendrik Hillebrand (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Diese Arbeit will das Thema „Arbeitsmarktsegmentation – Der Institutionalistische Ansatz – die Anwendbarkeit des institutionalistischen Ansatzes in der Praxis am Beispiel von Zeitarbeit in Betrieben“ unter der Fragestellung „Lässt sich anhand einer Segmentationstheorie das Phänomen der Zeitarbeit in Betrieben erklären?“ bearbeiten.
Das Thema wurde gewählt, da sich dem Autor nach dem Vortrag eines Referats über die Segmentationsansätze die Frage stellte, ob diese Theorien, die erstmals Ende der 60er Jahre in der amerikanischen Arbeitsökonomik auftauchten , auch heute noch für die Erklärung von aktuellen Arbeitsmarktphänomenen eingesetzt werden können. Um diese Frage zu überprüfen wurde aus dem „Konglomerat von Theoremen“ , dass die Segmentationstheorien bilden, der institutionalistische Ansatz ausgewählt. Anhand diesem wird eine Verbindung zur Zeitarbeit untersucht. Als möglicher anwendbarer Praxisbezug wurde die Beschäftigung von Zeitarbeitern in Betrieben ausgewählt. Die Bearbeitung des Themas erfolgt soweit möglich aus Sicht der Betriebe. Die Vorgehensweise wird sein, dass als erstes der Segmentationsansatz und der Unterschied zur neoklassischen Arbeitsmarktheorie erläutert werden. Danach folgen die Erklärung des institutionalistischen Ansatzes sowie die Definition von Zeitarbeit. Folgend soll geklärt werden, ob es Verknüpfungen und Gemeinsamkeiten zwischen der Zeitarbeit und dem institutionalistischen Ansatz gibt. Abschließend folgt die Auswertung durch die Beantwortung der Fragestellung, ob sich anhand der Theorie der Arbeitsmarktsegmentation Zeitarbeit in Betrieben erklären lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Segmentationstheorien

Unterschiede zur neoklassischen Arbeitsmarkttheorie

3. Der institutionalistische Ansatz der Segmentationsforschung

4. Erläuterung von Zeitarbeit

5. Lässt sich anhand des institutionalistischen Ansatzes das Phänomen der Zeitarbeit in Betrieben erklären?

6. Abschließende Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des institutionalistischen Ansatzes der Segmentationsforschung auf das moderne Phänomen der betrieblichen Zeitarbeit, um zu prüfen, ob sich diese Beschäftigungsform als klassische Segmentierung innerhalb von Unternehmen abbilden lässt.

  • Grundlagen der Segmentationstheorien im Vergleich zur Neoklassik
  • Konzeptualisierung des institutionalistischen Ansatzes
  • Strukturelle Analyse der Zeitarbeit in betrieblichen Kontexten
  • Kritische Überprüfung der Übertragbarkeit theoretischer Segmentationsmodelle
  • Einfluss von Qualifikation und Position auf die Arbeitsmarktsegmentierung

Auszug aus dem Buch

3. Der institutionalistische Ansatz der Segmentationsforschung

Nach der Dualisierungstheorie tendieren fortgeschrittene Industriegesellschaften dazu, in einen primären, chancenreichen und einen sekundären oder peripheren, chancenarmen, Arbeitsmarkt zu zerfallen. Da die dualistische Spaltung des Arbeitsmarkts die Wirklichkeit vereinfacht aber sinnvoll darstellt und der institutionalistische Ansatz in weiten Teilen eine dualistische Spaltung verfolgt, wird er im Folgenden näher erläutert.

Entwickelt wurde der institutionalistische Ansatz von Doeringer / Piore (1971) und unter dem Titel „Internal Labor Markets and Manpower Analysis“ veröffentlicht. Dieser Ansatz der Segmentationsforschung bietet eine Grundlage zur Erklärung verschiedenster Beschäftigungsverhältnisse des betrieblichen Arbeitsmarkts.

Der institutionalistische Ansatz unterscheidet zwischen horizontaler und vertikaler Arbeitsmarktsegmentation. Die horizontale Segmentation geht von einer Spaltung des innerbetrieblichen Arbeitsmarkts in einen internen und externen Teil aus.

Durch die Veränderung des Arbeitsmarkts gegen Ende der sechziger Jahre, wodurch sich nach Sengenberger (1978) „die inferiore Arbeitsmarktlage der benachteiligten Gruppen schärfer konturierte“, wurde das Konzept des innerbetrieblichen Arbeitsmarkts um das duale Arbeitsmarktkonzept erweitert, dass den Arbeitsmarkt von der Makroebene betrachtet. Dieses Konzept spaltet den Arbeitsmarkt in einen primären und einen sekundären Teil. Der innerbetriebliche interne Teilmarkt wurde dem primären Arbeitsmarktsegment zugewiesen und der sekundäre Markt, gekennzeichnet als der Teil „in dem sich nur schwach ausgeprägte oder keine internen Märkte befinden“, bildet den innerbetrieblichen externen Teil ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob der institutionalistische Ansatz der Segmentationsforschung geeignet ist, das Phänomen der Zeitarbeit in heutigen Betrieben zu erklären.

2. Die Segmentationstheorien: Das Kapitel erläutert den theoretischen Ursprung der Segmentationstheorien als Gegenmodell zur neoklassischen Arbeitsmarkttheorie und erklärt das Konzept der Teilarbeitsmärkte.

3. Der institutionalistische Ansatz der Segmentationsforschung: Hier wird der von Doeringer und Piore entwickelte Ansatz detailliert beschrieben, insbesondere die Unterscheidung zwischen horizontaler und vertikaler Arbeitsmarktsegmentation.

4. Erläuterung von Zeitarbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Zeitarbeit sowie deren rechtliche Grundlagen und die Anwendung in verschiedenen Wirtschaftssektoren.

5. Lässt sich anhand des institutionalistischen Ansatzes das Phänomen der Zeitarbeit in Betrieben erklären?: Der Hauptteil analysiert die empirische Realität der Zeitarbeit im Vergleich zur Theorie und stellt fest, dass eine einfache Segmentierung in "regulär" und "Zeitarbeit" der heutigen Praxis kaum gerecht wird.

6. Abschließende Bewertung: Das Fazit kommt zu dem Ergebnis, dass der institutionalistische Ansatz nicht das geeignete Konstrukt ist, um die heutige Zeitarbeit zu erklären, da Qualifikation und Position wichtiger für die Segmentierung sind als das formale Beschäftigungsverhältnis.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarktsegmentation, Institutionalistischer Ansatz, Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Teilarbeitsmärkte, Beschäftigungsverhältnisse, Qualifikation, Neoklassik, Interner Arbeitsmarkt, Externer Arbeitsmarkt, Tarifverträge, Personalpolitik, Betriebliche Arbeitsmärkte, Arbeitsmarktflexibilität, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretische Anwendbarkeit des institutionalistischen Ansatzes auf die aktuelle betriebliche Praxis der Zeitarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Segmentationstheorien, das Konzept der internen und externen Arbeitsmärkte sowie die Struktur und der Wandel der Zeitarbeitsbranche.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich das Phänomen der Zeitarbeit in Betrieben durch die Brille der Arbeitsmarktsegmentationsforschung schlüssig erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die Konzepte der Arbeitsmarktsegmentation mit empirischen Beobachtungen zur Zeitarbeit abgleicht.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil setzt die theoretischen Definitionen des institutionalistischen Ansatzes in Bezug zu den realen Entwicklungen und der Qualifikationsstruktur in der Zeitarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsmarktsegmentation, Zeitarbeit, Qualifikationsstrukturen und betriebliche Arbeitsmärkte geprägt.

Warum ist der institutionalistische Ansatz laut Autor für die Zeitarbeit problematisch?

Der Autor argumentiert, dass der Ansatz primär auf einer dualistischen Spaltung basiert, die die heute zunehmende Bedeutung von Qualifikationsmerkmalen innerhalb der Zeitarbeit vernachlässigt.

Welche Rolle spielt die Qualifikation für das Fazit des Autors?

Die Qualifikation der Arbeitnehmer wird als entscheidender Faktor identifiziert, der eine einfache Einteilung in "reguläre" vs. "Zeitarbeitnehmer" überlagert und obsolet macht.

Was unterscheidet den Zeitarbeitsmarkt heute von früheren theoretischen Annahmen?

Frühere Annahmen gingen oft von einer homogenen Masse gering qualifizierter Zeitarbeiter aus, während der Markt heute durch eine starke Differenzierung und zunehmend qualifiziertes Personal gekennzeichnet ist.

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Details

Title
Arbeitsmarktsegmentation - Der institutionalistische Ansatz
Subtitle
Die Anwendbarkeit des institutionalistischen Ansatzes in der Praxis am Beispiel von Zeitarbeit in Betrieben
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Course
Entwicklung, Funktionsweise und Flexibilität von Arbeitsmärkten
Grade
2,0
Author
Hendrik Hillebrand (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V114680
ISBN (eBook)
9783640166909
Language
German
Tags
Arbeitsmarktsegmentation Ansatz Entwicklung Funktionsweise Flexibilität Arbeitsmärkten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Hillebrand (Author), 2008, Arbeitsmarktsegmentation - Der institutionalistische Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114680
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