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Die Freilassungen römischer Sklaven - Vorteil für den Freilasser?

Titre: Die Freilassungen römischer Sklaven - Vorteil für den Freilasser?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1995 , 19 Pages , Note: befriedigend

Autor:in: Simone Ernst (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Fest mit der Sklaverei der Prinzipatszeit verbunden ist die Freilassung (manumissio) der Sklaven. Doch warum entließen die Herren überhaupt ihre Sklaven in die Freiheit und welche Vor- oder auch Nachteile ergaben sich für diese durch die Freilassung?

Die Seminararbeit spiegelt die römische Provinzverwaltung in der frühen Prinzipatszeit anhand des Briefwechsels zwischen Plinius und Trajan und weiterer rechtlicher Quellen wider.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Freilassung und juristische Stellung der Freigelassenen

2.1. Die verschiedenen Formen der Freilassung

2.2. Die juristische Stellung der Freigelassenen

3. Gegenseitige Rechte und Pflichten des Freigelassenen und des Patrons

4. Resümee: Die Freilassungen römischer Sklaven - Vorteil für den Freilasser?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der ökonomischen und sozialen Motivationen, die römische Herren zur Freilassung ihrer Sklaven in der frühen Prinzipatszeit bewogen haben, sowie die Analyse des daraus resultierenden Nutzen-Kosten-Verhältnisses für den ehemaligen Besitzer.

  • Analyse der verschiedenen Rechtsformen der manumissio und deren Einfluss auf die Rechtsstellung der liberti.
  • Untersuchung der komplexen wechselseitigen Rechte und Pflichten zwischen Patron und Freigelassenem.
  • Bewertung des finanziellen und sozialen Nutzens der Freilassung unter besonderer Berücksichtigung der operae (Dienstpflichten).
  • Diskussion der Frage, ob Freilassungen primär eigennützige Motive zur Sicherung wirtschaftlicher Interessen verfolgten.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die verschiedenen Formen der Freilassung

Die Manumissio war das Rechtsgeschäft zur Freilassung von Sklaven. Seit dem Ende der Republik und in der frühen Kaiserzeit war die Wahrscheinlichkeit für städtische Sklaven zumindest nach dem 30. oder spätestens nach dem 40. Lebensjahr freigelassen zu werden enorm groß, was unter anderem anhand von Grabinschriften nachgewiesen wurde. Man unterscheidet im wesentlichen vier Formen der Manumissio.

Bei der ältesten Form, der manumissio vindicta, handelt es sich um die Freilassung mit dem Stab. Hierbei erschienen der Gewalthaber und der Freizulassende vor einem Magistrat. Ein Dritter berührte den Freizulassenden mit dem Stab und erklärte ihn für bereits frei. Der Magistrat bestätigte nun diese behauptete Freiheit durch addictio und der Sklave war von nun an libertus. Zuerst fanden diese Freilassungen vor dem Magistrat immer nur an bestimmten Tagen und unter strenger Wahrung der Formalität statt. Später wurde es dann üblich, Sklaven, die älter waren als 30 Jahre, zu beliebiger Zeit freizulassen, was sogar soweit ging, daß Freilassungen in transitu, also im Vorübergehen vollzogen wurden, etwa wenn ein Prokonsul oder Prätor auf dem Weg ins Bad oder ins Theater war.

Eine andere Form der Freilassung bildet die manumissio censu, bei welcher sich der Freizulassende mit der Erlaubnis seines Gewalthabers zum census meldete. Die Manumissio galt als vollzogen, sobald er in den Zensuslisten als freier Bürger eingetragen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Thema der manumissio in der Prinzipatszeit und definiert die Fragestellung bezüglich des Nutzens, den ein Herr aus der Freilassung seiner Sklaven ziehen konnte.

2. Freilassung und juristische Stellung der Freigelassenen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen rechtlichen Wege der Freilassung sowie den resultierenden juristischen Status des Freigelassenen in der römischen Gesellschaft.

3. Gegenseitige Rechte und Pflichten des Freigelassenen und des Patrons: Hier werden die fortbestehenden Bindungen zwischen ehemaligem Sklaven und Patron, insbesondere die Dienstpflichten (operae) und die Treuepflichten, detailliert dargestellt.

4. Resümee: Die Freilassungen römischer Sklaven - Vorteil für den Freilasser?: Das Resümee zieht eine Bilanz und kommt zu dem Schluss, dass die Freilassung für den Patron einen signifikanten sozialen und ökonomischen Mehrwert darstellte.

Schlüsselwörter

Manumissio, Freigelassene, Patronat, Prinzipatszeit, römische Sklaverei, libertus, operae, Rechtsstatus, Corpus Iuris Civilis, Dienstpflicht, Sozialgeschichte, Privatrecht, ökonomischer Nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Praxis der Sklavenfreilassung im römischen Prinzipat und untersucht, inwiefern dies ein vorteilhaftes ökonomisches Instrument für die ehemaligen Eigentümer war.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Rechtsgeschichte der Freilassung, die sozio-juristische Stellung der Freigelassenen und die Ausgestaltung des Patronatsverhältnisses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Forschungsfrage, ob der Herr von der Freilassung seiner Sklaven profitierte und wie er Nutzen aus seinen liberti ziehen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse des Corpus Iuris Civilis sowie auf der Auswertung relevanter moderner Fachliteratur zur antiken Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verschiedenen Formen der manumissio, der juristischen Statusänderung sowie den daraus resultierenden gegenseitigen Rechten und Pflichten zwischen Patron und Freigelassenem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Manumissio, Patronat, libertus, operae und römische Sklaverei stehen im Zentrum der terminologischen Auseinandersetzung.

Welche Rolle spielt die Lex Fufia Caninia für die Argumentation?

Die Lex Fufia Caninia wird als Beispiel für staatliche Eingriffe in das testamentarische Freilassungsrecht angeführt, um die Komplexität der Steuerung von Freilassungsraten zu verdeutlichen.

Warum war das Patronatsverhältnis auch nach der Freilassung wichtig?

Es sicherte dem Patron weiterhin die Arbeitskraft (operae) des Freigelassenen und bot ihm zudem eine soziale Altersvorsorge durch die Unterstützungspflicht des Freigelassenen gegenüber seinem Patron.

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Résumé des informations

Titre
Die Freilassungen römischer Sklaven - Vorteil für den Freilasser?
Université
University of Paderborn  (Geschichte)
Note
befriedigend
Auteur
Simone Ernst (Auteur)
Année de publication
1995
Pages
19
N° de catalogue
V11468
ISBN (ebook)
9783638176255
ISBN (Livre)
9783638757492
Langue
allemand
mots-clé
Freilassungen Sklaven Vorteil Freilasser Alte Geschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simone Ernst (Auteur), 1995, Die Freilassungen römischer Sklaven - Vorteil für den Freilasser?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11468
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Extrait de  19  pages
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