Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der zweiten Legislaturperiode des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer von 1953-1957. Begonnen wird mit der Regierungserklärung Adenauers, in welcher er seine Ziele festlegt, damit später aufgearbeitet werden kann, ob er diese erreicht hat, und ob somit diese Regierungsperiode als erfolgreich gewertet werden kann.
Fortgefahren wird mit der Wahl zum zweiten deutschen Bundestag am 6. September 1953 sowie den Ergebnissen der Wahl, bevor dann auf Adenauers Politik eingegangen wird.
Kurz einleitend zur Person Adenauers:
Geboren am 5. Januar 1876 als Sohn eines Kanzleirates, römisch-katholischen Glaubens. Von 1917-1933 besetzt er den Posten des Oberbürgermeisters von Köln sowie ab 1921 den Posten des Preußischen Staatsrats. „Er gehört zu den bekanntesten Zentrumspolitikern der Weimarer Republik.“ (1, L1, S.60). In einem seiner Aufsätze schreibt Professor Weidenfeld, dass er dem Reichsvorstand der Deutschen Zentrumspartei angehört hat. (2, L11). Dreimal kandidiert er als Reichskanzler, dreimal scheitert seine Bewerbung. Während des Nationalsozialismuses wird er von seiner Position als Oberbürgermeister von Köln enthoben. Im Oktober 1945 tritt er der CDU bei und startet eine Blitzkarriere, indem er innerhalb von zwei Jahren sämtliche Führungsämter der CDU im Rheinland besetzt. Im Jahr 1948 wird Adenauer zum Präsidenten des Parlamentarischen Rates gewählt. Er ist geprägt von Einfachheit, Nüchternheit und Bürgerlichkeit. Seine Reden sind ohne großen rhetorischen Aufwand gestaltet.
Am 14. August 1949 wird Konrad Adenauer zum ersten deutschen Bundeskanzler gewählt. Ein Amt, welches er 14 Jahre lang ausführen wird. Diese Jahre sind geprägt von Adenauers „Organisationstalent, Wählerwirksamkeit, Personenkenntnis“ (3, L1, S. 60) sowie seinem ausgeprägten Bewusstsein für Macht. Zudem besetzt Adenauer von März 1951 bis Juni 1955 zusätzlich das Amt des Außenministers.
Gliederung
A. Einleitung
B. Regierungserklärung Konrad Adenauers vom 20. Oktober 1953
C. Wahl und Wahlergebnis
D. Politik Konrad Adenauers 1953-1957
1. Westbindung/Westintegration Deutschlands
2. Erlangung der Souveränität
2.1 Alleinvertretungsanspruch
2.2 NATO-Beitritt
2.3 Saarfrage/ Saarstatut
3. Wiedervereinigung Deutschlands
4. Europäische Integration und Aussöhnung mit Frankreich
5. Innenpolitik
E. Schluss: Hat Adenauer seine Ziele erreicht?
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zweite Legislaturperiode von Bundeskanzler Konrad Adenauer (1953–1957), um anhand der in seiner Regierungserklärung formulierten Ziele zu analysieren, ob diese Regierungszeit als erfolgreich bewertet werden kann.
- Analyse der Regierungserklärung von 1953 als Referenzpunkt für politisches Handeln.
- Untersuchung der außenpolitischen Westbindung, Souveränitätsgewinnung und NATO-Integration.
- Bewertung der Bemühungen um die deutsche Wiedervereinigung und die europäische Aussöhnung.
- Betrachtung innenpolitischer Erfolge, insbesondere in der Wirtschaftspolitik und sozialen Sicherung.
Auszug aus dem Buch
A. Einleitung
Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der zweiten Legislaturperiode des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer von 1953-1957. Begonnen wird mit der Regierungserklärung Adenauers, in welcher er seine Ziele festlegt, damit später aufgearbeitet werden kann, ob er diese erreicht hat, und ob somit diese Regierungsperiode als erfolgreich gewertet werden kann.
Fortgefahren wird mit der Wahl zum zweiten deutschen Bundestag am 6. September 1953 sowie den Ergebnissen der Wahl, bevor dann auf Adenauers Politik eingegangen wird.
Kurz einleitend zur Person Adenauers: Geboren am 5. Januar 1876 als Sohn eines Kanzleirates, römisch-katholischen Glaubens. Von 1917-1933 besetzt er den Posten des Oberbürgermeisters von Köln sowie ab 1921 den Posten des Preußischen Staatsrats. „Er gehört zu den bekanntesten Zentrumspolitikern der Weimarer Republik.“ (1, L1, S.60). In einem seiner Aufsätze schreibt Professor Weidenfeld, dass er dem Reichsvorstand der Deutschen Zentrumspartei angehört hat. (2, L11). Dreimal kandidiert er als Reichskanzler, dreimal scheitert seine Bewerbung. Während des Nationalsozialismuses wird er von seiner Position als Oberbürgermeister von Köln enthoben.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Einführung in die Person Konrad Adenauers und Erläuterung der Zielsetzung, den Erfolg seiner zweiten Legislaturperiode zu prüfen.
B. Regierungserklärung Konrad Adenauers vom 20. Oktober 1953: Darstellung der zentralen innen- und außenpolitischen Ziele des Bundeskanzlers zu Beginn seiner zweiten Amtszeit.
C. Wahl und Wahlergebnis: Analyse der Bundestagswahl 1953, ihrer Ergebnisse und der daraus resultierenden Koalitionsbildung unter Adenauer.
D. Politik Konrad Adenauers 1953-1957: Detaillierte Untersuchung der politischer Ereignisse, von der Westintegration und Souveränität bis hin zur Wiedervereinigungspolitik und Innenpolitik.
E. Schluss: Hat Adenauer seine Ziele erreicht?: Fazit der Arbeit, das die Erfolge und Misserfolge Adenauers bei seinen gesetzten Leitzielen gegenüberstellt.
Schlüsselwörter
Konrad Adenauer, Zweite Legislaturperiode, Regierungserklärung, Westbindung, Souveränität, NATO-Beitritt, Wiedervereinigung, Europäische Integration, Aussöhnung mit Frankreich, Innenpolitik, Arbeitslosenquote, Soziale Marktwirtschaft, Besatzungsregime, Wirtschaftswunder, Bonner Politik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die politische Bilanz Konrad Adenauers während seiner zweiten Amtszeit von 1953 bis 1957 im Hinblick auf die in seiner Regierungserklärung gesetzten Ziele.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die Westintegration, die Erlangung staatlicher Souveränität, die Bemühungen um eine deutsche Wiedervereinigung, die Aussöhnung mit Frankreich sowie innenpolitische Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, durch einen Vergleich der ursprünglichen Regierungsversprechen mit den tatsächlichen politischen Ergebnissen zu bewerten, ob diese Legislaturperiode als Erfolg einzustufen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer quellenorientierten Analyse der Regierungserklärung und ergänzt diese durch die historische Betrachtung der politischen Entwicklungen der Jahre 1953 bis 1957 anhand von Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Außenpolitik (Integration, Souveränität, Wiedervereinigung) und Innenpolitik (Wirtschaftsreformen und soziale Aspekte) während Adenauers Kanzlerschaft.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Typische Begriffe sind Westbindung, Wiedervereinigung, Souveränität, Soziale Marktwirtschaft und Europäische Integration.
Warum spielt die Saarfrage in der Arbeit eine Rolle?
Die Saarfrage war ein zentrales außenpolitisches Spannungsfeld zwischen Deutschland und Frankreich; ihre Lösung durch das Saarstatut und die spätere Rückgliederung gilt als wichtiger Erfolg für Adenauers Außenpolitik.
Welche Bedeutung wird Adenauers Moskau-Reise 1955 beigemessen?
Die Reise wird als taktisch gewagter Schritt gewertet, der zwar die Wiedervereinigung nicht näher brachte, aber die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die Befreiung deutscher Kriegsgefangener ermöglichte.
- Citation du texte
- M.A. Stephanie Frimmer (Auteur), 2007, Hat Konrad Adenauer in seiner zweiten Legislaturperiode seine, sich in der Regierungserklärung gesteckten Ziele erreicht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114698