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Das Legitimationsdefizit der EU. Souveränitäts- und Kontrollverlust der Mitgliedstaaten in den Europäischen Institutionen

Title: Das Legitimationsdefizit der EU. Souveränitäts- und  Kontrollverlust der Mitgliedstaaten in den  Europäischen Institutionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die Arbeit behandelt die Frage, inwiefern die Europäische Union ein Legitimationsdefizit im Sinne einer Untergrabung der Souveränität der einzelnen Mitgliedstaaten durch die EU-Institutionen aufweist.

Geklärt wird, ob und inwiefern die Konstitution, der Aufbau und das Verhalten der Europäischen Institutionen zur Legitimität der supranationalen EU beiträgt bzw. inwiefern die Souveränität der Nationalstaaten, die in der Arbeit definiert wird, durch die EU beeinträchtigt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Notwendigkeit der Legitimation der EU

1.1 Gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz

1.2 Fragestellung

1.3 Methodisches Vorgehen und Forschungsstand

2 Beeinträchtigungen der Legitimität der europäischen Institutionen

2.1 Konzepte zur Theoretisierung von Legitimität

2.1.2 Souveränität und Rechtstaatlichkeit

2.1.3 Multi-level-model

2.2 Europäisches Entscheidungssystem

2.2.1 Luxemburger Kompromiss

2.3 Der Rat der Europäischen Union

2.4 Das Europäische Parlament

2.5 Die Europäische Kommission

2.6 Der Europäische Gerichtshof

2.7 Der Europäische Rat und die EZB

3 Zusammenfassung und Bewertung der Erkenntnisse

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Legitimationsdefizit der Europäischen Union, insbesondere im Hinblick auf den Souveränitäts- und Kontrollverlust der Mitgliedstaaten durch das Handeln der europäischen Institutionen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob und inwiefern der Aufbau und das Verhalten der Institutionen die Souveränität der Nationalstaaten untergraben und damit die Legitimität der EU beeinträchtigen.

  • Analyse der theoretischen Konzepte von Legitimität, Souveränität und Rechtsstaatlichkeit.
  • Untersuchung des europäischen Entscheidungssystems und seiner Auswirkungen auf nationale Souveränität.
  • Kritische Beleuchtung der Rolle der europäischen Institutionen (Rat, Parlament, Kommission, EuGH, EZB).
  • Bewertung des Spannungsverhältnisses zwischen europäischer Integration und nationalstaatlicher Kontrolle.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Souveränität und Rechtstaatlichkeit

Nach Rousseau ist das wichtigste Prinzip der Souveränität, dass „allein der Gemeinwille die Kräfte des Staates dem Zweck seiner Gründung entsprechend lenken kann“. Dieser Wille kann im Gegensatz zur Macht nicht übertragen werden und wird durch die Kraft des Volkes im eigenen Territorium ausgeübt. Souveränität bestimmt er als den „Vollzug des Gemeinwillens“, der nur vom Souverän als „Kollektivwesen“, indem es sich selbst repräsentiert, ausgeübt werden kann. Zudem existiert das Souverän dann nicht mehr, wenn das Volk einem Herrscher folgt, und sich der Gemeinwille nicht mehr in dessen Politik abzeichnet. Wichtig ist außerdem, dass die Souveränität unteilbar ist, da es entweder einen allgemeinen Willen des Volkes gibt oder nicht. Wenn es keinen allgemeinen Willen gibt, kann es nach Rousseau keine Souveränität geben. Rousseau bezieht seine Definition von Souveränität zwar auf einen Staat, trotzdem dient seine Anschauung im Weiteren als Referenzpunkt, um die Souveränität der EU beurteilen zu können. Wichtig ist außerdem die Definition des Rechtsstaats: Diese impliziert, dass dieser nur existieren kann, wenn die Herrschenden in diesem Staat eine legitime Berechtigung zur Ausübung der politischen Macht haben. Die Herrschaft über ein Volk kann nur dann legitim sein, wenn sie denen dient, über die entschieden wird. Dies bedeutet auch, dass die Regierung eines Staates gegenüber dem Volk zur Rechenschaft gezogen werden kann und abgesetzt werden kann, wenn sie diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt. Rechtstaatlichkeit lässt sich somit über den Gegensatz zur uneingeschränkten „persönlichen Herrschaft“ erfassen. Die EU ist allerdings kein Staat, sondern eine supranationale Organisation. Dennoch muss der Bewertung der Legitimität der EU ein rechtstaatliches und souveränes Modell zu Grunde gelegt werden, um diese zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Notwendigkeit der Legitimation der EU: Einleitung in die Problematik der EU-Legitimität vor dem Hintergrund aktueller Krisen und Erläuterung der Relevanz des Themas.

2 Beeinträchtigungen der Legitimität der europäischen Institutionen: Detaillierte Analyse der theoretischen Grundlagen sowie der Funktionsweise der einzelnen europäischen Institutionen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf nationale Souveränität.

3 Zusammenfassung und Bewertung der Erkenntnisse: Synthese der Ergebnisse, die schwerwiegende Souveränitäts- und Rechtsstaatsdefizite konstatiert und einen zukünftigen Wandel der EU diskutiert.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Legitimität, Souveränität, Rechtstaatlichkeit, Institutionen, Europäischer Rat, Europäische Kommission, Europäischer Gerichtshof, Europäisches Parlament, Europäische Zentralbank, Mehrheitsbeschluss, Integrationsprozess, Demokratiedefizit, Politische Theorie, Nationalstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Legitimationsdefizit der Europäischen Union und der Frage, inwiefern europäische Institutionen die Souveränität und Kontrolle der Mitgliedstaaten untergraben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Fundierung von Legitimität, das europäische Entscheidungssystem, der Einfluss verschiedener EU-Institutionen und das Spannungsfeld zwischen Integration und nationaler Souveränität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Aufbau und das Verhalten der europäischen Institutionen auf ihre Souveränitäts- und Rechtsstaatsdefizite hin zu prüfen und zu bewerten, inwieweit dadurch die Legitimität der EU infrage gestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen literaturanalytischen Ansatz, bei dem verschiedene theoretische Konzepte und Sekundärliteratur in Beziehung gesetzt werden, um die Legitimität der EU anhand klassischer Souveränitätskriterien zu beurteilen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Legitimitätsdefizite der einzelnen Institutionen (Rat, Parlament, Kommission, EuGH, EZB) und diskutiert Konzepte wie das Multi-level-model und den Luxemburger Kompromiss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Europäische Union, Legitimität, Souveränität, Rechtsstaatlichkeit, Institutionen, supranationale Integration und demokratisches Defizit.

Welche Rolle spielt die Europäische Zentralbank bei der Beeinträchtigung nationaler Souveränität?

Die Arbeit argumentiert, dass die EZB insbesondere in der Finanzkrise autonom gehandelt und Kompetenzen beansprucht hat, die über ihr ursprüngliches Mandat hinausgehen, was ein erhebliches Legitimitäts- und Legalitätsdefizit darstellt.

Wie bewertet der Autor den Luxemburger Kompromiss?

Der Autor bezeichnet den Luxemburger Kompromiss heute als „abwesendes Werkzeug“, da er in der Praxis kaum noch genutzt wird und die Mitgliedstaaten zunehmend die Mehrheitsbeschlussfassung akzeptieren müssen.

Warum wird der EuGH als potenzieller Untergraber der Souveränität gesehen?

Der EuGH wird kritisiert, da er durch seine Urteile und Vertragsauslegungen Kompetenzen okkupiert, die in konstitutionellen Demokratien der Legislative zustehen, und dabei die nationale Souveränität sowie den demokratischen Diskurs einschränkt.

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Details

Title
Das Legitimationsdefizit der EU. Souveränitäts- und Kontrollverlust der Mitgliedstaaten in den Europäischen Institutionen
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V1147428
ISBN (eBook)
9783346531650
ISBN (Book)
9783346531667
Language
German
Tags
Europäische Integration Politische Theorie Legitimationsdefizit EU EU Europäische Union Kontrollverlust Mitgliedstaaten EU und Mitgliedstatten Souveränität Europäische Institutionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Das Legitimationsdefizit der EU. Souveränitäts- und Kontrollverlust der Mitgliedstaaten in den Europäischen Institutionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147428
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