Wer will eigentlich Vollbeschäftigung?


Seminararbeit, 2003

13 Seiten, Note: befriedigend


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Was ist eigentlich Vollbeschäftigung
2.1. Die Allgemeine
2.3. Die Grobe
2.4. Die Verfeinerte
2.5. Die Unvollkommende
2.5 Die Letzte

3. Vollbeschäftigung das Ziel
3.1. Kapitaleigner
3.2. Unternehmer
3.3. Unternehmerverbände
3.4. Gewerkschaften
3.5. Empfänger von Sozialleistungen
3.6. Politische Vertreter

4. Schluss

5. Literaturliste

1. Einleitung

E ines der wohl fundamentalsten Themen unserer und vergangener Gesellschaften ist das Problem der Erwerbsbeschäftigung.

Erwerbsbeschäftigung soll heißen, dass jeder, der arbeitet, mindestens so viel Geld dafür bekommt, dass es zum Überleben reicht. Doch diese Auffassung ist in der modernen Gesellschaft wohl kaum noch zu vertreten.

Nach dem 2. Weltkrieg stieg der Bedarf, nicht nur an Grundgütern, sondern auch an Luxusgütern. Solch ein Anstieg resultiert aus einer sich stark entwickelnden Wirtschaft. Jedoch zeigt die Geschichte, dass Wirtschaft nicht als Fundament und dauerhaft stabil gesehen werden darf.

Vielmehr ist zu erkennen, dass mit der Ölkrise in den 1970ern ein neues Problem auf die Gesellschaft und ihre Verantwortlichen zukam, die Massenarbeitslosigkeit.

In den vergangenen Jahrzehnten bis in die Gegenwart wurden Konzepte erarbeitet, diese Erscheinung in Grenzen zu halten.

Ein sich daraus ergebendes Ziel war die Vollbeschäftigung. Nun gibt es verschiedenste Auffassungen von Vollbeschäftigung. Im Verlauf des Textes wird auf folgende Fragen eingegangen: Was ist eigentlich Vollbeschäftigung? Daraus resultierend: wird Vollbeschäftigung eigentlich noch gewollt? Welche Effekte hat Vollbeschäftigung auf einzelne Institutionen? Und schließlich: Gibt es eine Möglichkeit Vollbeschäftigung zu erzeugen?

2. Was ist eigentlich Vollbeschäftigung?

Wenn man von Vollbeschäftigung spricht, denkt man in erster Linie sicher nicht an die Vielzahl von Definitionen, die sich hinter diesem Begriff verbergen.

2.1. Definition ( die Allgemeine)

D ie wohl einfachste lautet: „Wenn jeder Arbeit hat“(www.vollbeschaeftigung.de)[1][2]. Natürlich ist sie, betrachtet man den Arbeitsmarkt in den vergangen Jahren genauer, viel zu ungenau.

Diese Definition benötigt also eine extreme Verfeinerung. In ihr werden Menschen, die z.B. nur ehrenamtlich tätig sind, mit eingeschlossen, da sie im Sinn ja auch vollbeschäftigt sind.

Jedoch verdienen sie in Wirklichkeit kein Geld und sind somit abhängig von anderen Einnahmequellen[3]. Dieselbe Problematik ist auch bei einer Hausfrau zu erkennen. Subjektiv ist sie vollbeschäftigt, objektiv verdient sie jedoch keinen Lebensunterhalt und ist somit arbeitslos.

2.2. Definition ( die Grobe)

In einer anderen Form der Definition von Vollbeschäftigung wird dieses Problem erkannt. In ihr werden Rentner, erziehende Mütter und Arbeitsunfähige ausgeschlossen. Betrachtet man jedoch den Wortlaut „Vollbeschäftigung ist , wenn alle, die einer bezahlten Arbeit nachgehen möchten, einen Arbeitsplatz besitzen“ (www.vollbeschaeftigung.de) genauer, wird schnell klar, dass auch dieser Versuch nicht gut gelungen ist. In ihm wird vorausgesetzt, dass alle, die arbeiten wollen, auch arbeiten. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Einzelne in seinem gelernten Beruf arbeitet. Auch schließt die Definition aus, dass es überhaupt Wechsel zwischen den Arbeitsplätzen geben könnte. (www.vollbeschaeftigung.de)

Unter dieser kritischen Betrachtung ist es also notwendig, die letztere Definition noch genauer zu gestalten.

2.3. Definition (die Verfeinerte)

In einem weiteren Versuch wurde unter Betrachtung der obigen Kritik eine verfeinerte Definition vorgenommen. „Vollbeschäftigung ist, wenn alle, die einer bezahlten Arbeit nachgehen möchten, einen Arbeitsplatz besitzen und niemand den Wunsch verspürt, seinen Arbeitsplatz zu wechseln“. (www.vollbeschaeftigung.de)

[...]


[1] Alle folgenden in Klammern stehenden Bezeichnungen dienen nur zum Einleiten des folgenden Abschnittssie tauchen nicht in der Literatur auf

[2] Die Texte zum Thema verfasste Björn Benken. Der Link www.vollbeschaeftigung.de/definition.htm

[3] z.B. Arbeitslosengeld, Sozialleistungen aber (hier ausgenommen) auch normale Arbeit

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Wer will eigentlich Vollbeschäftigung?
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Seminar: Zukunft der Arbeitslosigkeit
Note
befriedigend
Autor
Jahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V11476
ISBN (eBook)
9783638176316
Dateigröße
368 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewerkschaften, Arbeitnehmerverbände, Vollbeschäftigung, Arbeitslosenzahl, Zukunft Arbeitslosigkeit
Arbeit zitieren
Alex Theile (Autor:in), 2003, Wer will eigentlich Vollbeschäftigung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11476

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