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Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselkompetenz für die Frühförderung? Betreuung von Familien mit Migrationshintergrund

Titre: Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselkompetenz für die Frühförderung? Betreuung von Familien mit Migrationshintergrund

Thèse de Bachelor , 2021 , 47 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Finn-Hendrik Stegen (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich damit, inwieweit Familien mit Migrationshintergrund in der Frühförderung unterstützt und begleitet werden. Zudem wird sich in dieser Arbeit darauf konzentriert, weshalb Familien mit Migrationshintergrund noch
nicht ausreichend genug von der Frühförderung erreicht werden und wie interkulturelle Kompetenz dabei helfen kann, zukünftig mehr Familien als bisher mit dem Angebot der Frühförderung zu erreichen. In Deutschland leben viele Familien mit Migrationshintergrund. Allein die Tatsache, dass diese Menschen einen Migrationshintergrund haben, stellt in unserer Gesellschaft einen großen Faktor für Benachteiligungen dar. Daraus resultiert nicht selten ein Misstrauen dieser Familien
gegenüber staatlichen Institutionen. Wie dieses Misstrauen zu Vertrauen werden kann und wie es gelingt genau diese Familien dennoch mit dem Angebot: Frühförderung zu erreichen, wird in dieser Arbeit dargestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in den aktuellen Forschungsstand

3 Frühförderung: Definition

3.1 Frühförderung: Wer ist behindert oder von Behinderung bedroht?

3.2 Das biopsychosoziale Modell der WHO

3.3 Die Grundprinzipien der Frühförderung

3.4 Netzwerkarbeit in der Frühförderung

3.5 Frühförderung: Wirksamkeit

3.6 Frühförderung: Gesetzliche Regelung

4 Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland

4.1 Benachteiligungen für Familien mit Migrationshintergrund

4.2 Risikofaktoren für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund

4.3 Frühförderung mit Familien mit Migrationshintergrund

4.4 Betroffene Familien in Deutschland

5 Exkurs: Kultur

6 Interkulturelle Kompetenz

7 Methodisches Vorgehen

8 Diskussion

8.1 Interkulturelle Handlungsmaximen in der Frühförderung

8.2 Der ökosystemischer Ansatz nach Bronfenbrenner

8.3 Der Empowerment-Ansatz

8.4 Pädagogische Konzepte zum kompetenten Handeln

8.4.1 Anti-Bias-Approach

8.4.2 Kultursensitive Frühpädagogik

8.5 Familien mit Migration nicht angebunden

8.5.1 Öffentlichkeitsarbeit

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit analysiert, warum Familien mit Migrationshintergrund trotz bestehenden Anspruchs nur unzureichend von Frühförderangeboten in Deutschland erreicht werden und wie interkulturelle Kompetenz der Fachkräfte dazu beitragen kann, den Zugang für diese Zielgruppe signifikant zu verbessern.

  • Analyse der Barrieren beim Zugang zur Frühförderung für Familien mit Migrationshintergrund.
  • Bedeutung der interkulturellen Kompetenz im frühpädagogischen Arbeitsalltag.
  • Anwendung des ökosystemischen Ansatzes nach Bronfenbrenner zur Unterstützung betroffener Familien.
  • Konkrete Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und interkulturellen Öffnung von Frühförderstellen.

Auszug aus dem Buch

8.1 Interkulturelle Handlungsmaximen in der Frühförderung

In diesem Abschnitt geht es um die interkulturelle Kompetenz im pädagogischen Kontext. In einer Frühförderstelle kommen Familien mit verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammen. Dementsprechend kommt den Mitarbeitenden eine tragende Rolle im Kontakt und bei der Gestaltung der Frühförderung mit diesen Familien zu. Die Fachkraft dient nicht nur als pädagogische Unterstützung für das Kind, sondern muss den sozialarbeiterischen Tätigkeiten einen hohen Stellenwert zuschreiben (Titsch, 2016). Die Fachkraft ist der Mediator kultursensitives Handeln und kann durch interkulturelle Kompetenz Menschen aus anderen Kulturkreisen feinfühliger und empathischer gegenübertreten (Audebert et al., 2008).

In der Regel (aber nicht immer) repräsentiert die Fachkraft die kulturelle Mehrheit in unserer Gesellschaft und trägt somit eine große Verantwortung in der Interaktion mit Familien mit Migrationshintergrund. Wie bereits in Kapitel 4.3 erläutert, sind Angehörige anderer Kulturen aufgrund von erfahrenen Benachteiligungen staatlichen Institutionen und Hilfsangeboten gegenüber häufig misstrauisch. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, als Frühförderer das Misstrauen nicht weiter zu bestärken, sondern stattdessen ein Vertrauensverhältnis zu den Familien aufzubauen (Audebert et al., 2008; Hepke et al., 2017).

Das kann mit Hilfe des Erwerbs von interkultureller Kompetenz gelingen. Dabei ist es wichtig, dass der Mitarbeitende sein eigenes ethnozentrisches Weltbild zu reflektieren weiß und sich zu Herzen nimmt, ethnorelativistisch zu handeln und zu arbeiten. Für die Arbeit mit Kindern und Familien anderer Kulturen ist es dementsprechend sehr wichtig, sich im Vorfeld über den kulturellen Hintergrund des Kindes und der Familie zu informieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Unterrepräsentation von Familien mit Migrationshintergrund in der Frühförderung und identifiziert Misstrauen sowie mangelnde Aufklärung als zentrale Hürden.

2 Einführung in den aktuellen Forschungsstand: Hier werden die demografische Situation und die Lebensumstände von Migranten in Deutschland skizziert, wobei die Notwendigkeit besserer Integrationsmaßnahmen hervorgehoben wird.

3 Frühförderung: Definition: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben und rechtlichen Grundlagen der Frühförderung als präventives Hilfesystem und stellt das biopsychosoziale Modell der WHO vor.

4 Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland: Es werden die spezifischen Benachteiligungen, Risikofaktoren und die soziale Situation von Familien mit Migrationshintergrund untersucht.

5 Exkurs: Kultur: Dieser theoretische Exkurs definiert den Kulturbegriff als Bedeutungsgewebe und erläutert die expliziten und impliziten Anteile sowie kulturelle Modelle.

6 Interkulturelle Kompetenz: Hier werden die Ebenen und Teilkompetenzen interkultureller Kompetenz dargelegt, die für ein professionelles Handeln in einer vernetzten Welt notwendig sind.

7 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die qualitative Literaturrecherche, die zur Beantwortung der Forschungsfrage mittels wissenschaftlicher Datenbanken und Literaturquellen durchgeführt wurde.

8 Diskussion: Der Hauptteil diskutiert Handlungsansätze wie den ökosystemischen Ansatz, Empowerment und pädagogische Konzepte zur Förderung der Inklusion.

9 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass interkulturelle Kompetenz ein Schlüssel für den Zugang zu Familien mit Migrationshintergrund ist, weist jedoch auf notwendige strukturelle und finanzielle Herausforderungen hin.

Schlüsselwörter

Frühförderung, Migrationshintergrund, Interkulturelle Kompetenz, Teilhabe, Familienorientierung, Empowerment, Inklusion, Prävention, Kultursensibilität, Biopsychosoziales Modell, Frühpädagogik, Chancengleichheit, Sozialpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit, Integrationsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Barrieren, die Familien mit Migrationshintergrund daran hindern, Frühförderangebote in Anspruch zu nehmen, obwohl ein theoretischer Anspruch besteht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Kernpunkte umfassen Frühförderung als präventives Hilfesystem, die Lebensrealität von Migrantenfamilien, das Konzept der interkulturellen Kompetenz und pädagogische Lösungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Ziel ist es, Strategien und Kompetenzen für Fachkräfte zu identifizieren, um Familien mit Migrationshintergrund niedrigschwelliger und effektiver in das System der Frühförderung einzubinden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Forschungsfrage wurde im Rahmen einer systematischen und qualitativen Literaturrecherche bearbeitet, die aktuelle Studien und Statistiken auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Diskussion von Handlungsmaximen, dem ökosystemischen Modell nach Bronfenbrenner, dem Empowerment-Ansatz und spezifischen Konzepten wie dem Anti-Bias-Approach.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind interkulturelle Kompetenz, Frühförderung, Migrationshintergrund, Empowerment und Familienorientierung.

Wie kann das Misstrauen von Migrantenfamilien gegenüber Institutionen abgebaut werden?

Laut der Arbeit ist eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung auf Augenhöhe entscheidend, die durch kultursensibles Verhalten der Fachkräfte und regelmäßige Hausbesuche gefördert werden kann.

Welche Rolle spielt die Öffentlichkeitsarbeit bei der interkulturellen Öffnung?

Sie ist essenziell, um durch mehrsprachige Informationen, Kooperationen mit Kindertagesstätten und Präsenz bei Stadtteilfesten das Wissen über Frühförderung in die Zielgruppen zu tragen.

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Résumé des informations

Titre
Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselkompetenz für die Frühförderung? Betreuung von Familien mit Migrationshintergrund
Université
University of Applied Sciences and Medical University
Note
1.7
Auteur
Finn-Hendrik Stegen (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
47
N° de catalogue
V1147644
ISBN (ebook)
9783346530790
ISBN (Livre)
9783346530806
Langue
allemand
mots-clé
Frühförderung Interkulturelle Kompetenz Migration Migrationshintergrund
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Finn-Hendrik Stegen (Auteur), 2021, Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselkompetenz für die Frühförderung? Betreuung von Familien mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147644
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Extrait de  47  pages
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