Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

Wann ist ein Sportler "gut"? Motivation im Sport und die moralische Bewertung von Doping unter Berücksichtigung Platons

Title: Wann ist ein Sportler "gut"? Motivation im Sport und die moralische Bewertung von Doping unter Berücksichtigung Platons

Bachelor Thesis , 2020 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wann ist ein Sportler gut? Diese Bachelorarbeit betrachtet diese Frage kritisch unter Berücksichtigung moralische Werte und Normen und versucht eine Erklärung unter Berücksichtigung Platons zu finden.

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dieser Fragestellung auseinander, wobei der Ausarbeitung die These zugrunde liegt, dass ein Sportler dann "gut" ist, wenn er kein Doping verwendet, da dies moralisch falsch ist. Diese These wird im Verlauf der Arbeit auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Hierbei bilden Motivation im Sport, Doping als Mittel zur Leistungssteigerung sowie die moralische Bewertung dessen die Schwerpunkte der Auseinandersetzung. Im Zuge dieser Erarbeitung soll zunächst definiert werden, was ein guter Sportler ist und welche Faktoren auf eine Bewertung Einfluss nehmen.

Im ersten Teil dieser Arbeit wird aufgezeigt, dass bei einer solchen Bewertung vor allem die Leistung und der Erfolg eines Sportlers im Fokus stehen. Aus diesem Grund wird die Motivation, die der Grundstein für Erfolg bringende Leistung ist, näher betrachtet. Dazu wird sie in Bezug auf den Sport dargestellt und außerdem in Bezug zu Platon gesetzt, da dieser den Ursprung der Motivation genauer betrachtet hat.

Der Fokus des zweiten Teils der Arbeit liegt auf dem Doping als Mittel zur Leistungssteigerung. Zunächst wird Doping definiert, um einen Einstieg in dieses Thema zu ermöglichen. Es werden die Gründe aufgezeigt, aus denen Sportler diese Form der Leistungssteigerung nutzen. Ebenso werden Argumente angeführt, die gegen eine Nutzung sprechen. Zum Schluss soll Doping moralisch bewertet werden. Dies geschieht unter Berücksichtigung der Begriffe Fairness, Fairplay und Chancengleichheit, unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit und aus medizinethischer Sicht. Zusätzlich soll Doping auch unter Berücksichtigung des Geistes des Sports bewertet werden. Anschließend wird ein Bezug zu Platon hergestellt werden, wodurch die Motivation für Doping mit dessen Hilfe eingeordnet wird. Es soll außerdem überprüft werden, ob Doping nach Platon gerechtfertigt werden kann.

Den Abschluss der Arbeit bilden eine eigene Bewertung von Doping und die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse in Form eines Fazits. Dieses wird abschließend feststellen, wann ein Sportler "gut" ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was macht einen guten Sportler aus?

3 Motivation

3.1 Definition des Begriffs Motivation

3.2 Motivation unter sportlichem Gesichtspunkt

3.3 Motivation nach Platon

4 Doping als Mittel zum Erfolg

4.1 Definition des Begriffs Doping

4.2 Gründe für Doping

4.2.1 Interne Gründe

4.2.2 Externe Gründe

4.3 Gründe gegen Doping

4.3.1 Medizinische Gründe

4.3.2 Sportpädagogische und sportphysiologische Gründe

5 Sportethik

5.1 Definition des Begriffs Moral

5.2 Ethische Ansätze

5.3 Gegenstand der Sportethik

5.4 Bewertung von Doping in Bezug auf die Moral

5.4.1 Fairness und Fairplay

5.4.2 Chancengleichheit

5.4.3 Gesundheit und medizinethische Einordnung

5.4.4 Der Geist des Sports

5.5 Bewertung von Doping nach Platon

5.6 Eigene Bewertung von Doping

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Bewertung von Doping im Sport vor dem Hintergrund der Frage, was einen Sportler als "gut" definiert. Dabei wird insbesondere geprüft, ob der Einsatz von Dopingmitteln zur Leistungssteigerung mit einem ethisch integren Sportverständnis vereinbar ist.

  • Motivationstheoretische Grundlagen und deren sportlicher Kontext
  • Ethische Bewertung von Doping basierend auf Fairness und Chancengleichheit
  • Medizinethische Aspekte und die Bedeutung der Gesundheit im Sport
  • Vergleichende Analyse der Dopingproblematik unter Bezugnahme auf platonische Philosophie

Auszug aus dem Buch

3.3 Motivation nach Platon

In der Antike gab es kein Wort, das das Phänomen der Motivation beschreibt. In der altgriechischen Sprache wurden verschiedene Begriffe genutzt, um diesen bestimmten Zustand zu beschreiben. Dies bedeutet nicht, dass es den Zustand der Motivation nicht gab, sondern dass man zu dieser Zeit der Auffassung war, dass es so etwas wie einen einheitlichen Begriff nicht gibt. Demnach stellt sich die Frage, was Platon unter Motivation verstanden hat. Dieser spricht im Zusammenhang mit dem Begriff der Motivation über positive Gefühle wie Lust oder Freude. Lust beschreibt ein Gefühl, das dem Körperzustand entspricht, wohingegen Freude ein Gefühl ist, das einen Geisteszustand näher beschreibt. Diese Differenzierung ist allerdings nicht entscheidend, da Platon allgemein danach fragt, wie positive Gefühle jemanden zu einem bestimmten Handeln motivieren können (vgl. Bordt 2012: 17 f.).

Michael Bordt schreibt in seiner Abhandlung Der zweifache Ursprung der Motivation bei Platon, dass die zentrale Frage in Platons Politeia sei, „ob es für einen Menschen besser ist, ehrlich und gerecht zu sein, oder ob ein Mensch in seinem Leben besser damit fährt, auch immer mal wieder ungerecht zu handeln […]“ (Ebd.: 18). Ist es einem Menschen also nur möglich das größte Glück zu erreichen, indem er absichtlich Unrecht tut? Diese Frage beantwortet Platon klar. Das Ziel der Politeia ist es aufzuzeigen, dass es für einen Menschen besser ist, ehrlich und gerecht zu leben, weil es einem schlicht und einfach besser geht, wenn man auf diese Weise lebt. Dies zielt vor allem auf den positiven Gemütszustand des Einzelnen ab, der der Antrieb für diese Lebensweise ist. Jeder Mensch will naturgemäß lieber mehr Freude und Lust empfinden als weniger. Aus diesem Grund hat der Mensch eine natürliche Motivation dazu, gerecht und ehrlich zu leben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Leistungsdrucks im Sport ein und stellt die zentrale These auf, dass ein Sportler nur dann als "gut" zu bezeichnen ist, wenn er auf Doping verzichtet.

2 Was macht einen guten Sportler aus?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Perspektiven auf Sportlichkeit, die über reine Leistungsfähigkeit hinausgehen und Werte wie Fairness und Vorbildfunktion betonen.

3 Motivation: Hier werden der Begriff der Motivation definiert, dessen sportliche Bedeutung analysiert und die philosophische Einordnung durch Platon vorgenommen.

4 Doping als Mittel zum Erfolg: Das Kapitel definiert Doping, analysiert interne und externe Beweggründe für den Dopingkonsum und stellt diesen medizinische sowie sportpädagogische Gegenargumente gegenüber.

5 Sportethik: Dieses zentrale Kapitel behandelt die moralischen Grundlagen des Sports, bewertet Doping unter Aspekten wie Fairness, Chancengleichheit und Gesundheit und reflektiert das Thema durch platonische Gerechtigkeitstheorien.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass ein "guter" Sportler sich nicht allein durch Leistung, sondern durch die Einhaltung ethischer Werte definiert, womit Doping als moralisch falsch entlarvt wird.

Schlüsselwörter

Doping, Sportethik, Motivation, Fairness, Chancengleichheit, Leistungssport, Moral, Platon, Gesundheit, Ethos, Leistungsdruck, Sport, Integrität, Wettkampf, Gerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung von Doping und der Definition eines "guten" Sportlers unter Berücksichtigung von Leistung, Moral und Motivation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die psychologische Komponente der Motivation, die Analyse von Dopinggründen und die sportethische Auseinandersetzung mit Werten wie Fairness und Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Sportler moralisch als "gut" eingestuft werden kann und ob Doping diesen Anspruch widerlegt.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie einen philosophischen Diskurs, insbesondere unter Einbezug von Platons Werk "Politeia".

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine motivationale Analyse, eine Doping-Typologie (Gründe dafür/dagegen) und eine umfassende sportethische Bewertung verschiedener Handlungsmaximen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Doping, Sportethik, Fairness, Chancengleichheit und die philosophische Perspektive Platons.

Warum wird die platonische Philosophie zur Bewertung herangezogen?

Platon bietet mit seiner Theorie der Gerechtigkeit und der Motivation durch positive Gefühle einen tiefgreifenden Rahmen, um die moralische Falschheit von unrechtem Handeln (wie Doping) zu begründen.

Welche Rolle spielt die "Goldene Regel" in der Argumentation?

Die Goldene Regel dient als universelles Moralprinzip, um die Unzulässigkeit von Doping durch den Perspektivwechsel (Wunsch nach Fairness gegenüber anderen) nachvollziehbar zu machen.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
Wann ist ein Sportler "gut"? Motivation im Sport und die moralische Bewertung von Doping unter Berücksichtigung Platons
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
33
Catalog Number
V1147714
ISBN (eBook)
9783346528216
ISBN (Book)
9783346528223
Language
German
Tags
wann sportler motivation sport bewertung doping berücksichtigung platons
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Wann ist ein Sportler "gut"? Motivation im Sport und die moralische Bewertung von Doping unter Berücksichtigung Platons, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147714
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  33  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint