Die Hausarbeit verschriftlicht ein Projekt zum Philosophieren mit Kindern im Alter von acht bis 13 Jahren. Anhand dieses Projektes soll untersucht werden, inwieweit Kinder sich bereits mit philosophischen Fragestellungen und der Definition von Begriffen auseinandersetzen können. Es soll versucht werden, den Kindern ein erstes Verständnis von Philosophie zu vermitteln. Sie sollen sich selbst philosophische Fragen stellen und Lösungsansätze entwickeln. Thema des Projektes sind die Begriffe "Gerechtigkeit", "Ungerechtigkeit"und "Recht". Dies sind abstrakte Begriffe, welche bereits in der antiken Philosophie für rege Streitgespräche sorgten. Die Antwort auf die Frage, welchen Gerechtigkeitssinn Kinder haben und wie sie sich diesen herleiten, ist ein zentrales Anliegen dieses Projektes.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Theoretische Überlegungen für das Projekt
1.1 Aufbau und Funktion der Aufgabenstellungen
1.2 Erwartungen und Ziele
2. Praktische Umsetzung der Aufgaben und Fragestellungen
3. Probleme bei der Umsetzung
4. Auswertung und Analyse der Ergebnisse
5. Fazit
I. Anhang
II. ForschungsLiteratur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Wahrnehmung von Kindern im Alter von acht bis 13 Jahren hinsichtlich der abstrakten Begriffe Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit und Recht. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Kinder in der Lage sind, diese komplexen Themen in einem freien Diskurs zu reflektieren, eigene Lösungsansätze zu entwickeln und philosophische Fragestellungen aus ihrem Alltag abzuleiten.
- Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für die Rolle von Recht und Justitia.
- Analyse der kindlichen Assoziationen zu den Begriffen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit.
- Untersuchung der ethischen Reflexionsfähigkeit von Kindern im Kontext von Strafe und Kinderrechten.
- Evaluation der methodischen Eignung des "Philosophierens mit Kindern" zur Förderung kritischen Denkens.
- Identifikation von Hürden bei der Abstraktion von Alltagserfahrungen auf gesellschaftliche Regelwerke.
Auszug aus dem Buch
1. Theoretische Überlegungen für das Projekt
Das Projekt wurde nach der Methode Via Alderotti geplant. Die Materialien wurden zum Teil der Aktion Schulstunde von der ARD-Themenwoche entnommen und dienten als kindgerechter Einstieg in das Philosophieren.
Die didaktische Methode ist auf die Förderung des Dialoges im Philosophieunterricht ausgelegt. Hierbei wird den Schüler*innen ein Materialstück vorgelegt, welches von verschiedenster Art sein kann. Sie dürfen sich zu diesem Gedanken machen, frei äußern und in Gruppen darüber austauschen. Damit soll das Ziel erreicht werden, dass die Kinder sich frei und kreativ mit ihren persönlichen Assoziationen über einen bestimmten Gegenstand oder ein bestimmtes Thema äußern. Die Aufgabe der Lehrkraft besteht darin, die Aussagen der Schüler*innen zu filtern und philosophische Probleme zu finden. Durch gezieltes Nachfragen der Lehrkraft können sie sich diesen Problemen dann selbst nähern. Durch diese Methode bestimmen die Schüler*innen die Gesprächsrichtung und -geschwindigkeit selbst und sie werden von der Lehrkraft nicht direkt mit philosophischen Problemstellungen überfrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung begründet das Vorhaben, mit Kindern über philosophische Themen wie Gerechtigkeit und Recht zu sprechen, und skizziert den theoretischen sowie methodischen Rahmen der Hausarbeit.
1. Theoretische Überlegungen für das Projekt: Dieses Kapitel erläutert die gewählte didaktische Methode "Via Alderotti" und legt die theoretischen Erwartungen an die kindliche Diskursfähigkeit fest.
1.1 Aufbau und Funktion der Aufgabenstellungen: Hier wird der geplante Einsatz des Bildes der Justitia und weiterer Arbeitsmittel zur Anregung philosophischer Reflexion beschrieben.
1.2 Erwartungen und Ziele: Es werden die Lernziele formuliert, insbesondere die Förderung von kritischem Denken und die Fähigkeit der Kinder, eigene philosophische Fragen zu stellen.
2. Praktische Umsetzung der Aufgaben und Fragestellungen: Das Kapitel beschreibt den tatsächlichen Ablauf der Gesprächsrunden mit den Kindern und die Herausforderungen bei der Organisation.
3. Probleme bei der Umsetzung: Hier reflektiert die Autorin Schwierigkeiten wie Konzentrationsmangel, die Problematik von Fernschaltungen per Skype und die Komplexität der behandelten Begriffe.
4. Auswertung und Analyse der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden hinsichtlich der kindlichen Assoziationsfähigkeit und der Übereinstimmung mit den theoretischen Erwartungen kritisch bewertet.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Projekt trotz Hindernissen erfolgreich erste Einblicke in das kindliche Verständnis von Recht und Gerechtigkeit ermöglichte.
I. Anhang: Enthält Planungsgrundlagen, methodische Hinweise sowie das zusammengefügte Protokoll der Gespräche.
II. ForschungsLiteratur: Eine Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Lehrmaterialien.
Schlüsselwörter
Philosophieren mit Kindern, Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, Recht, Justitia, Kindliche Wahrnehmung, Ethische Erziehung, Diskursfähigkeit, Pädagogik, Philosophische Didaktik, Kinderrechte, Strafe, Gesellschaftliche Strukturen, Via Alderotti, Reflexionsvermögen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Projekt zum "Philosophieren mit Kindern", in dem untersucht wird, wie Kinder zwischen acht und 13 Jahren komplexe Begriffe wie Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit und Recht wahrnehmen und diskutieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Rolle der Justitia, die Bedeutung von Gesetzen und Regeln im Alltag, Kinderrechte sowie ethische Fragen zu Strafe und Verteilungsgerechtigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Kindern ein erstes Verständnis für philosophische Fragestellungen zu vermitteln und zu beobachten, ob sie in der Lage sind, abstrakt über moralische und rechtliche Zusammenhänge zu philosophieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Projekt orientiert sich an der didaktischen Methode "Via Alderotti", die darauf ausgelegt ist, durch Materialvorgaben (wie Bilder oder Videos) einen freien, kindgerechten philosophischen Dialog anzuregen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die konkrete Durchführung der Gesprächsrunden, aufgetretene organisatorische und inhaltliche Probleme sowie eine detaillierte Analyse der Ergebnisse dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Philosophieren mit Kindern, Gerechtigkeit, Recht, ethische Erziehung, Kindliche Wahrnehmung und Philosophische Didaktik.
Wie reagierten die Kinder auf die abstrakten Fragen?
Es zeigte sich, dass den Kindern der Übergang vom Konkreten zum Abstrakten schwerfiel. Während sie Beispiele aus ihrem Alltag gut benennen konnten, wirkten rein philosophische Fragestellungen oft überfordernd.
Welchen Einfluss hatte das Alter auf die Ergebnisse?
Die Autorin konnte keine signifikanten altersbedingten Unterschiede in der Qualität der Aussagen feststellen, was darauf hindeutet, dass das abstrakte Denkvermögen für diese komplexen Themen bei allen beteiligten Kindern noch nicht vollständig ausgeprägt war.
Warum wurde das Projekt vorzeitig abgebrochen?
Das Projekt wurde gegen Ende abgebrochen, da die Konzentration der Kinder nachließ, keine konstruktiven Antworten auf die komplexen Fragen mehr zu erwarten waren und die Motivation bei den Kindern deutlich sank.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Philosophieren mit Kindern. Ein Projekt zu der begrifflichen Wahrnehmung von Kindern zu Ungerechtigkeit, Gerechtigkeit und Recht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147852