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Charakteristika des Wissenschaftsenglischen in sportmedizinwissenschaftlichen Texten

Title: Charakteristika des Wissenschaftsenglischen in sportmedizinwissenschaftlichen Texten

Seminar Paper , 2007 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anke Speringer (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Dass beim Lesen selbst Nicht-Linguisten wissenschaftliche Texte von literarischen
unterscheiden können, wird wohl niemand abstreiten. Dass sich eine Abhandlung über
die chemische Zusammensetzung von Kohlenwasserstoff ganz anders lesen lässt und
auch völlig anders aufgebaut ist als zum Beispiel Shakespeares Lancaster-Tetralogie
wird wohl auch kaum jemanden überraschen. Doch was macht wissenschaftliche Texte
zu dem, was sie sind? Welche Anforderungen erfüllen sie, damit sie als
wissenschaftlich bezeichnet werden?
Diese Seminararbeit soll dieser Frage auf den Grund gehen und deskriptiv
zeigen, welche Charakteristika wissenschaftliche Texte aufweisen. Hierfür wurden
sechs wissenschaftliche Texte ausgewählt, die sich mit dem Thema ‚Tanzen als
Therapiemethode’ beschäftigen, sowie fünf Buchrezensionen über selbiges Thema. Als
Vergleichskorpus wurden zehn zufällige literarische Texte aus dem Zeitraum 1889 bis
1919 gewählt.
Zur Auswertung der Korpora wurde die Software AntConc 3.2.1w für Windows
verwendet, die von Laurence Anthony, während seiner Tätigkeit an der Faculty of
Science and Engineering Waseda University in Japan, entwickelt worden ist. Sämtliche
Tabellen und die sich daraus ergebenden Resultate beruhen, falls nicht anders erwähnt,
auf einer mit AntConc erstellten Wortliste aller sechs wissenschaftlichen Texte, die
nach Frequenz geordnet wurde. Außerdem wurden alle Wörter als kleingeschrieben
behandelt um doppelte Einträge zu vermeiden. Bei Ergebnissen der Key Word-Listen
wurden die literarischen Texte als Referenzkorpus angegeben.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorgehensweise

2 Wortschatz

2.1 Wortbildung

2.1.1 Fachwörter

2.1.2 Lehnwörter

2.1.3 Derivative Wortformationen

2.1.3.1 Präfigierung

2.1.3.2 Suffigierung

2.1.3.3 Nullableitung

2.1.4 Akronyme

2.2 Kollokationen

2.3 Discourse marker

3 Pragmatik - Zitierweise

4 Textlinguistik

4.1 CARS-Modell nach John Swales

4.2 Rezensionsanalyse

5 Wertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht deskriptiv die sprachlichen Charakteristika wissenschaftlicher Texte im Bereich der Sportmedizin. Ziel ist es, durch die Analyse eines Korpus aus Fachartikeln und Buchrezensionen herauszuarbeiten, welche stilistischen und syntaktischen Merkmale einen Text als wissenschaftlich qualifizieren und wie Sprache in diesem Kontext zur Wissensvermittlung, aber auch zur wertenden Kommunikation genutzt wird.

  • Analyse der Wortbildungsprozesse (Fachwörter, Lehnwörter, Derivationen, Akronyme)
  • Untersuchung von Kollokationen und Discourse Markern in wissenschaftlichen Texten
  • Anwendung pragmatischer Kriterien wie Zitierweisen
  • Strukturelle Analyse von Einleitungen mittels des CARS-Modells
  • Evaluation wertender Sprache in wissenschaftlichen Rezensionen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Fachwörter

Laut Beier (1980: 41) stammen Fachwörter weitgehend aus dem Griechischen oder Lateinischen, jedoch wurden auch aus dem französischen Wortschatz einige übernommen. Wie aus Tabelle 1 zu entnehmen ist, sind alle acht gefundenen Fachwörter ausschließlich griechischen und/oder lateinischen Ursprungs.

Das relativ häufig auftretende Wort hyperactivity besteht aus dem gebundenem Morphem {hyper-} und dem freien Morphem {activity}. {hyper-} entstammt eindeutig dem Griechischen und bedeutet soviel wie ‚über’ oder ‚übermäßig’. Dagegen stammt der Ursprung von {activity} bzw. seinem Adjektiv active aus dem Lateinischen. Von activus stammend, entwickelte sich daraus activity, was 1530 erstmals erwähnt wurde. Genauso verhält es sich mit dem Nomen dichotomy, welches sich aus dem griechischen dichotomia entwickelte und eine ‚Zweiteilung’ bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorgehensweise: Einleitung in die Forschungsfrage, Vorstellung des Korpus sowie der zur Auswertung genutzten Software AntConc.

2 Wortschatz: Untersuchung der Wortbildungsebene, unterteilt in Fachwörter, Lehnwörter, derivative Prozesse und Akronyme.

2.1 Wortbildung: Analyse der morphologischen Strukturen und der Herkunft der untersuchten Fachlexik.

2.1.1 Fachwörter: Identifikation und etymologische Einordnung der im Korpus gefundenen wissenschaftlichen Fachbegriffe.

2.1.2 Lehnwörter: Analyse von Wörtern, die aus anderen Sprachen, primär dem Französischen, in das wissenschaftliche Englisch integriert wurden.

2.1.3 Derivative Wortformationen: Betrachtung der Verwendung von Affixen zur Wortneubildung.

2.1.3.1 Präfigierung: Untersuchung der häufigsten Präfixe und ihrer negierenden bzw. abgrenzenden Funktion.

2.1.3.2 Suffigierung: Analyse der Suffixe, insbesondere der hohen Frequenz von {-ing} und {-er} sowie deren grammatikalischer Funktion.

2.1.3.3 Nullableitung: Untersuchung der funktionalen Konversion zwischen Substantiven und Verben im Englischen.

2.1.4 Akronyme: Betrachtung von Abkürzungsverfahren zur Steigerung der Lesbarkeit langer Fachtermini.

2.2 Kollokationen: Analyse häufig auftretender Wortkombinationen mit den Basen "dance" und "movement".

2.3 Discourse marker: Klassifizierung von Diskursmarkern nach Siepmann in vier Kategorien zur besseren Textstrukturierung.

3 Pragmatik - Zitierweise: Untersuchung der Zitierpraxis und des Einsatzes von "reporting verbs" in wissenschaftlichen Texten.

4 Textlinguistik: Anwendung linguistischer Modelle auf die Einleitungsstrukturen wissenschaftlicher Artikel.

4.1 CARS-Modell nach John Swales: Analyse der funktionalen Gliederung von Einleitungen am Beispiel eines spezifischen Textes.

4.2 Rezensionsanalyse: Untersuchung der evaluativen Sprache und von Hedges in fachwissenschaftlichen Buchrezensionen.

5 Wertung: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen der Bestimmung von Wissenschaftlichkeit.

Schlüsselwörter

Wissenschaftsenglisch, Sportmedizin, Wortbildung, Korpusanalyse, AntConc, Kollokationen, Discourse Marker, Zitierweise, CARS-Modell, Rezensionsanalyse, Fachwörter, Lehnwörter, Affixe, Nullableitung, Sprachstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachlichen Charakteristika des Wissenschaftsenglischen in sportmedizinischen Texten auf Basis eines kleinen, deskriptiv untersuchten Korpus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die morphologische Wortbildung, syntaktische Strukturen, pragmatische Zitierweisen sowie textlinguistische Merkmale von Einleitungen und Rezensionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, deskriptiv aufzuzeigen, welche Merkmale wissenschaftliche Texte ausmachen und inwiefern sich diese sprachlich von literarischen Texten abgrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine korpuslinguistische Methode unter Verwendung der Software AntConc 3.2.1w angewandt, ergänzt durch textlinguistische und pragmatische Analysemodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Wortschatzes, die Untersuchung von Diskursmitteln, pragmatische Zitierweisen und textlinguistische Analysen von Einleitungen und Rezensionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wissenschaftsenglisch, Sportmedizin, Korpusanalyse, Wortbildung, Diskursmarker, CARS-Modell und evaluative Sprache.

Welche Rolle spielen Akronyme in sportmedizinischen Texten?

Akronyme dienen dazu, den Lesefluss bei häufig auftretenden, langen Fachbegriffen nicht zu stören und die Übersichtlichkeit der wissenschaftlichen Argumentation zu wahren.

Warum werden Rezensionen in dieser Arbeit analysiert?

Rezensionen werden untersucht, um zu zeigen, dass wissenschaftliche Sprache nicht nur neutral-informativ ist, sondern auch wertende und teilweise manipulativ eingesetzte Sprachelemente enthält.

Was besagt das CARS-Modell?

Das CARS-Modell nach John Swales dient der funktionalen Analyse von Einleitungen wissenschaftlicher Artikel, um deren Aufbau in Bezug auf die Zielsetzung und die "Besetzung einer Nische" zu interpretieren.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Nominalphrasen im Englischen?

Die Arbeit diskutiert, dass ein häufiger Gebrauch von Nominalphrasen in englischen Fachtexten oft auf eine Übertragung deutscher Konventionen durch nicht-muttersprachliche Autoren zurückgeführt werden könnte, aber auch fachsprachlich begründet ist.

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Details

Title
Charakteristika des Wissenschaftsenglischen in sportmedizinwissenschaftlichen Texten
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Anglistik)
Course
Proseminar "Analyzing Academic English"
Grade
1,7
Author
Anke Speringer (Author)
Publication Year
2007
Pages
32
Catalog Number
V114805
ISBN (eBook)
9783640168989
ISBN (Book)
9783640171927
Language
German
Tags
Charakteristika Proseminar Analyzing Academic English Konkordanz Auswertung Analyse Wissenschaftsenglisch Analyse Wissenschaftsenglisch Charakter Textanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Speringer (Author), 2007, Charakteristika des Wissenschaftsenglischen in sportmedizinwissenschaftlichen Texten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114805
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