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Die Figur Salome in Oscar Wildes Tragödie. Wie wurde aus der Bibelgestalt eine Femme fatale?

Titre: Die Figur Salome in Oscar Wildes Tragödie. Wie wurde aus der Bibelgestalt eine Femme fatale?

Dossier / Travail , 2020 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marina Großnick (Auteur)

Lettres - Littérature comparée
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Was hat dazu geführt, dass aus der Bibelgestalt Salome eine Femme fatale wurde? Zu Beginn dieser Arbeit wird die Figur Salome sowie deren Ursprung näher analysiert und es erfolgt eine kurze Begriffsklärung der Femme fatale. Die Darstellung der historischen Hintergründe soll Aufschluss über mögliche Gründe für die spezifische Ausprägung dieses Frauentypus im ausgehenden 19. Jahrhundert geben. Zudem werden die charakteristischen Züge der Femme fatale am Beispiel von Oscar Wildes Salome aufgezeigt.

Schon immer bestand in der Geschichte eine besondere Faszination für die verhängnisvolle Verbindung von weiblicher Schönheit und Verderben. War es in der Bibel einst Eva, die Adam verführte ebenfalls vom Baum der Erkenntnis zu essen, gab es seit jeher zahlreiche weitere biblische oder mythologische Frauengestalten wie z.B. Helena, Kleopatra oder die Sphinx, die aufgrund ihrer Verführungskünste den Männern zum Verhängnis wurden.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert etablierte sich für diesen Frauentypus die Bezeichnung der Femme fatale. Und so schuf auch Oscar Wilde zu dieser Zeit ein Drama, das die aus den Evangelien stammende Figur der Salome aufgriff. In seiner Tragödie stellte er sie, den Eigenschaften einer Femme fatale entsprechend, als verhängnisvolle Frau und dämonische Verführerin dar, die ihre erotische Macht gegenüber den Männern auskostet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 begriffliche Bestimmungen

2.1 Die Figur Salome

2.2 Die Femme fatale

3 Das 19. Jahrhundert

3.1 Alles im Wandel

3.2 Das Drama im Fin de siècle

3.3 Die Femme fatale im Fin de siècle

4 Oscar Wildes Salome

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die biblische Gestalt der Salome zu einer Femme fatale im ausgehenden 19. Jahrhundert transformierte und welche gesellschaftlichen sowie kulturhistorischen Faktoren diesen Prozess im Fin de siècle beeinflussten.

  • Historische Herleitung der Figur Salome aus biblischen Quellen
  • Definition und Charakteristika des Phänomens "Femme fatale"
  • Analyse der gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts
  • Einfluss der Dekadenz und des Fin de siècle auf die literarische Darstellung
  • Fallbeispiel: Die Inszenierung der Salome in Oscar Wildes gleichnamigem Drama

Auszug aus dem Buch

4 Oscar Wildes Salome

Mit den populären Abbildungen von Aubrey Beardsley versehen, erschien 1893 das von Oscar Wilde in Französisch geschriebene und in Englisch übersetzte Versdrama Salome, das als einer der bedeutsamsten anglo-französischen Dramen der Dekadenz galt. Es stellte eine höchst erotisierte Version der Bibelgestalt Salome dar. Damit bestätigte Oscar Wilde seinen Ruf als Skandalautor im prüden Großbritannien. (HÖFELE, 2006, S. 441) Spätestens seit der Vertonung des Dramas zur Oper von Richard Strauss 1905, galt Oscar Wildes Salome als einflussreichste Femme fatale und als Inbegriff dieses Frauentypus im ausgehenden 19. Jahrhunderts (HILMES, 1990, S. 111). Dies soll nachfolgend näher analysiert werden.

Aus der namenlosen Randfigur wird in Oscar Wildes Drama Salome eine Hauptperson, die zur bösen Verführerin avanciert (PETERSEN, 2008, S. 75). Sie wird unmittelbar zu Beginn des Einakters eingeführt, indem sich der junge Syrier Narraboth immer wieder über ihre Schönheit äußert. Zugleich kommt durch die Beschreibung des Mondes vom Pagen der Herodias sofort das Todesthema zur Sprache. Er ermahnt den jungen Syrier fortlaufend, Salome nicht anzuschauen, sonst würde ein Unglück passieren. So wird die Verbindung von Liebe und Tod, die bezeichnend für die Femme fatale ist, gleich zu Beginn des Dramas eingeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Faszination für die verhängnisvolle Verbindung von Schönheit und Verderben ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 begriffliche Bestimmungen: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der biblischen Figur Salome sowie eine theoretische Klärung des Begriffs Femme fatale als dämonische Verführerin.

3 Das 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel beleuchtet die sozio-ökonomischen und kulturellen Transformationsprozesse des 19. Jahrhunderts sowie deren Einfluss auf die literarische Gestaltung weiblicher Identitäten im Fin de siècle.

4 Oscar Wildes Salome: Anhand des Dramas von Oscar Wilde wird die praktische Umsetzung der Femme fatale analysiert, wobei besonders die erotische Aufladung und die Verbindung von Liebe und Tod hervorgehoben werden.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die spezifische Ausprägung der Femme fatale ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Ängste, der Emanzipationsbestrebungen und der psychologischen Neugier des ausgehenden 19. Jahrhunderts darstellt.

Schlüsselwörter

Salome, Femme fatale, Oscar Wilde, Fin de siècle, Dekadenz, 19. Jahrhundert, Weiblichkeit, Literaturgeschichte, Bibelgestalt, Dämonisierung, Emanzipation, Erotik, Moderne, Rollenbilder, Männlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Metamorphose der biblischen Figur Salome hin zu dem Archetypus der Femme fatale im Kontext des Fin de siècle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herkunft der Salome, der Definition des Femme-fatale-Begriffs sowie den soziokulturellen Hintergründen des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche gesellschaftlichen und historischen Faktoren im ausgehenden 19. Jahrhundert dazu führten, dass Salome als Inbegriff der Femme fatale neu inszeniert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit der textualen Untersuchung von Oscar Wildes Drama verbindet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse des zeitgeschichtlichen Hintergrunds (Industrielle Revolution, Dekadenz) und eine Werkanalyse von Oscar Wildes "Salome".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Femme fatale, Fin de siècle, Dekadenz, biblische Tradition, Erotik und gesellschaftliche Umbruchphase.

Wie trägt der Tanz der Salome zur Charakterisierung der Femme fatale bei?

Der Tanz wird als Ausdruck ungehemmter Sinnlichkeit und erotischer Macht interpretiert, die Salome als dämonische Verführerin in Wildes Drama etablieren.

Warum spielt die Figur der Herodias eine Rolle für Salomes Entwicklung?

Die Arbeit zeigt auf, dass Salome im Drama von Wilde zunehmend die rachsüchtigen Züge ihrer Mutter Herodias übernimmt, um ihre eigenen Begehren durchzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Die Figur Salome in Oscar Wildes Tragödie. Wie wurde aus der Bibelgestalt eine Femme fatale?
Université
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Cours
Seminar Mythos Salome
Note
1,0
Auteur
Marina Großnick (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
14
N° de catalogue
V1148155
ISBN (ebook)
9783346537997
ISBN (Livre)
9783346538000
Langue
allemand
mots-clé
figur salome oscar wildes tragödie bibelgestalt femme
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marina Großnick (Auteur), 2020, Die Figur Salome in Oscar Wildes Tragödie. Wie wurde aus der Bibelgestalt eine Femme fatale?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148155
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Extrait de  14  pages
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