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Nachhaltigkeit in der Mode. Warum kommt Second-Hand-Kleidung für die Konsumgesellschaft nicht in Frage?

Title: Nachhaltigkeit in der Mode. Warum kommt Second-Hand-Kleidung für die Konsumgesellschaft nicht in Frage?

Essay , 2020 , 11 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Ky Lan Anh Nguyen (Author)

Sociology - Consumption and Advertising
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In diesem Essay werden Aspekte herangezogen, warum Gebrauchtkleidung keine Norm in der Gesellschaft darstellt und inwieweit man gebrauchte Kleidung attraktiver für die Konsumenten gestalten kann.

Angefangen hat der Nachhaltigkeitsgedanke in der Forstwirtschaft. Die nachhaltige Perspektive wurde bereits Ende des zwanzigsten Jahrhunderts bei einer UN-Kommission zum ersten Mal zu einer Debatte. Doch heute nimmt die nachhaltige Entwicklung verschiedene Dimensionen an. Es werden viele Lebensbereiche mit dem Thema in Verbindung gebracht. Die Förderung von regionalen Produkten wird immer präsenter. Selbst im alltäglichen Leben, wie zum Beispiel beim Einkaufen entdeckt man nachhaltige Eigenschaften auf den Verpackungen der Produkte. Außerdem könnte man annehmen, dass die Anzahl an Unternehmen, die ihre Produkte mit einem Nachhaltigkeitslabel bewerben, stetig ansteigt. Man könnte meinen, dass Nachhaltigkeit mittlerweile zu einem Trend oder einem besonderen Lebensstil geworden sei. Auch in der Modebranche wird immer mehr auf Nachhaltigkeit Bezug genommen. Denn in den letzten Jahren kamen mehr Informationen bezüglich der Herstellung von Kleidung in Umlauf. Es hat sich dabei herausgestellt, dass die Textilindustrie keineswegs auf herkömmliche Art und Weise nachhaltig produziert. Dabei bedeutet dies große Folgen für die Umwelt sowie für die Billiglohn-Arbeitskräfte durch eben dieses Konsumverhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Konsumgesellschaft in Bezug auf Kleidung

Schluss

Zielsetzung & Themen

Ziel dieses Essays ist es, die soziologischen Barrieren zu analysieren, die Second-Hand-Kleidung daran hindern, sich als nachhaltige Konsumnorm in der heutigen Gesellschaft zu etablieren, und Wege aufzuzeigen, wie Gebrauchtkleidung attraktiver gestaltet werden kann.

  • Die Entwicklung der Konsumgesellschaft und ihr Einfluss auf das Kaufverhalten bei Kleidung.
  • Die soziologische Rolle von Mode als Ausdruck von Gruppenzugehörigkeit und Identitätsstiftung.
  • Ökologische und soziale Folgen des Fast-Fashion-Konsums im Vergleich zum Second-Hand-Konzept.
  • Psychologische Hürden und Vorbehalte gegenüber gebrauchter Kleidung.
  • Potenziale von Upcycling und digitalen Plattformen zur Förderung eines nachhaltigen Kleidungsstils.

Auszug aus dem Buch

Konsumgesellschaft in Bezug auf Kleidung

Mit Nachhaltigkeit will man das Ziel erreichen, dass Ressourcen so eingesetzt werden, dass die spätere Generation einen gleichwertigen Lebensstandard erreichen wird, wie wir es heutzutage kennen (Pufe, 2014). Meist wird Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dem Klimawandel in Betracht gezogen und dabei werden andere Faktoren vernachlässigt, wie zum Beispiel die Perspektive in der Kleidungsindustrie. In der früheren Zeit war Handarbeit, die einzige Möglichkeit, um Kleidung herzustellen (König 2019, S.66.), das bedeutet, dass es ein längerer Prozess war diese zu produzieren und vor allem wurden sie überwiegend regional angeboten. Doch mit der Industrialisierung konnte man Textilien in Massen produzieren (ebd.), welches letztendlich zu einem sehr hohen Angebot führte. Je höher das Angebot ist, desto niedriger werden auch die Preise des jeweiligen Gutes. Daher nahmen die Kosten für die Produktion der Textilprodukte in den 1970er auch ab (König 2019, S.71), sodass sie günstiger angeboten werden konnten. Somit wurde der Kauf von Kleidung bequemer, billiger und einfacher. Die Gesellschaft tendierte langsam mehr dazu die verschweißte Kleidung zu entsorgen und eine Neuanschaffung zu bevorzugen, statt die alten Sachen neuzuflicken (ebd.). Somit wurde eine neue Gesellschaft geformt, die nach König als Wohlstandsgesellschaft bezeichnet wurde (2019, S. 71).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Nachhaltigkeitsgedankens und führt in die Problematik ein, warum trotz ökologischer Vorteile der Second-Hand-Markt bisher nur eine Nische im Konsumverhalten darstellt.

Konsumgesellschaft in Bezug auf Kleidung: Hier wird der Wandel zur Wohlstandsgesellschaft analysiert, der zu einem Massenkonsum von Textilien geführt hat, sowie die soziokulturellen und psychologischen Faktoren, die den Kauf von gebrauchter Kleidung erschweren.

Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass ein gesellschaftliches Umdenken sowie innovative Produktionsweisen und die Erhöhung der Tragedauer essenziell sind, um den Massenkonsum langfristig zu verlangsamen.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Konsumgesellschaft, Second-Hand, Fast Fashion, Kleidungskonsum, Wohlstandsgesellschaft, Upcycling, Textilindustrie, Wegwerfgesellschaft, Slow Fashion, Umweltbelastung, Nutzungsdauer, soziale Identität, Konsumverhalten, Kreislaufwirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Der Essay befasst sich mit der soziologischen Analyse, warum Second-Hand-Kleidung trotz ihrer ökologischen Vorteile bisher nicht zum Standard des Konsums in unserer heutigen Gesellschaft geworden ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet den historischen Wandel zur Wohlstandsgesellschaft, die psychologischen Vorbehalte gegenüber gebrauchter Kleidung und die strukturellen Probleme der Fast-Fashion-Industrie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Aspekte zu identifizieren, die Gebrauchtkleidung bisher zu keiner gesellschaftlichen Norm machen, und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Form des Konsums attraktiver gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in diesem Essay verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur und wertet statistische Erhebungen sowie Umfrageergebnisse (u.a. von Greenpeace und Statista) aus, um das Konsumverhalten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Massenproduktion, die veränderte Rolle von Mode als Instrument der Persönlichkeitsgestaltung und die Barrieren, die Konsumenten vom Kauf gebrauchter Ware abhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Konsumgesellschaft, Fast Fashion, Second-Hand und die Veränderung der Tragedauer von Kleidung geprägt.

Wie bewerten die befragten Jugendlichen laut der Arbeit den Kauf von Second-Hand-Kleidung?

Ein Großteil der Jugendlichen ist eher abgeschreckt, gebrauchte Kleidung von fremden Personen zu beziehen, obwohl sie innerhalb des Freundes- oder Familienkreises durchaus Kleidertausch praktizieren.

Welche Rolle spielt die Qualität der Kleidung für den Second-Hand-Markt?

Die Arbeit argumentiert, dass hochwertigere Produkte eine längere Lebensdauer garantieren und somit eher für den Second-Hand-Verkauf geeignet sind, was wiederum den Nutzen für den Konsumenten steigert.

Warum wird das "Upcycling" als relevante Zukunftsoption erwähnt?

Upcycling wird als nachhaltige Alternative hervorgehoben, da es das Gedankenbild von Second-Hand-Kleidung positiv verändern kann, indem alte Materialien neugestaltet statt einfach nur entsorgt werden.

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Details

Title
Nachhaltigkeit in der Mode. Warum kommt Second-Hand-Kleidung für die Konsumgesellschaft nicht in Frage?
College
University of Passau
Grade
1.3
Author
Ky Lan Anh Nguyen (Author)
Publication Year
2020
Pages
11
Catalog Number
V1148261
ISBN (eBook)
9783346533166
Language
German
Tags
Nachhaltigkeit Secondhand Konsumgesellschaft Soziologie Gesellschaft Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ky Lan Anh Nguyen (Author), 2020, Nachhaltigkeit in der Mode. Warum kommt Second-Hand-Kleidung für die Konsumgesellschaft nicht in Frage?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148261
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