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Welche Ethik vermittelt die Betriebswirtschaftslehre?

Title: Welche Ethik vermittelt die Betriebswirtschaftslehre?

Term Paper , 2020 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Jezierski (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Seit der Entstehung der Betriebswirtschaftslehre (BWL) wird dieser ein umstrittenes Verhältnis zur Ethik nachgesagt. Ihr wird vorgeworfen, eine reine "Profitlehre" zu sein. Diese Arbeit soll einen etwas anderen Blick auf die BWL werfen. Zum einen wird mit historischen Begründungen für eine geringe Normativität in der BWL in das Thema eingeleitet. Durch bestimmte gesellschaftliche Entwicklungstendenzen ergeben sich Ethisch-Ökonomische-Dilemmata. Um diese Dilemmata zu überwinden, ist eine ausgewogene Integration von Ethik und Betriebswirtschaftslehre notwendig. Dies kann gelingen, indem die Betriebswirtschaftslehre in ihre Grundbedeutung heruntergebrochen und integrativ gedacht wird. Mit dem Ziel der Erreichung einer "Orthogonalen Positionierung", um solche Dilemmata zu überwinden, wird eine normative Unternehmenssteuerung konzipiert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verhältnis Ethik und BWL

2.1 Individualisierung und funktionale Institutionalisierung

2.2 Ökonomisches Dilemma

2.3 Ökonomische Ethik

3 Ebenen der Ethik in der BWL

3.1 Unternehmenszweck und Unternehmensziel

3.2 Ethik als Produktions- und Wettbewerbsfaktor

3.3 Normative Unternehmenssteuerung

4 Die betriebswirtschaftliche Ethik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das historisch und konzeptionell kontroverse Verhältnis zwischen der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und der Ethik. Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie ethische Überlegungen mithilfe ökonomischer Methoden in betriebliche Entscheidungsprozesse integriert werden können, um eine nachhaltige Legitimation unternehmerischen Handelns zu erreichen.

  • Historische Entwicklung des Spannungsfeldes zwischen BWL und Ethik
  • Analyse der Individualisierung und der funktionalen Institutionalisierung als gesellschaftliche Rahmenbedingungen
  • Konzeptualisierung von Ethik als Produktions- und Wettbewerbsfaktor zur Lösung ökonomischer Dilemmata
  • Rolle des Controllings als Instrument zur normativen Unternehmenssteuerung
  • Diskussion des Stakeholder-Value-Ansatzes zur ethischen Fundierung des Unternehmenszwecks

Auszug aus dem Buch

3.2 Ethik als Produktions- und Wettbewerbsfaktor

Eine naheliegende betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise der Ethik ist, diese als Produktionsfaktor in wirtschaftliche Überlegungen zu integrieren und so im Wertschöpfungsprozess zu berücksichtigen. Zur Lösung der in Abschnitt 2.3 erläuterten Dilemma-Struktur trägt die Ethik als Produktions- bzw. Wettbewerbsfaktor bei, indem eine Anreizkompatibilität zwischen Ethik und Gewinn geschaffen wird.

Im Kern liegt der Dilemma-Struktur das Trade-Off-Denken zwischen Gewinn und Ethik zugrunde, welches davon ausgeht, dass Ethik und Gewinn nicht vereinbar seien. Wird die Ethik nun als Produktionsfaktor eingesetzt so kann diese Dilemma-Struktur durchbrochen und eine „orthogonale Positionierung“ erreicht werden, welche eine wechselseitige gesellschaftliche Besserstellung darstellt, eine sogenannte „Win-Win-Situation“. Auf diese Art und Weise kann durch eine konfliktethische Betrachtung das Gewinnstreben situativ durch die Ethik begrenzt werden. Entscheidend ist jedoch, dass die Ethik mit ökonomischer Methode eingesetzt wird. Insofern dient die Ethik als langfristige Erfolgsausrichtung, die eine strategische Implementierung erfordert, was die Erfolgspotenziale in gewissem Maße langfristig erhöhen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das ambivalente Verhältnis der BWL zur Ethik ein und skizziert die wissenschaftliche Notwendigkeit einer ethischen Legitimation des wirtschaftlichen Handelns.

2 Verhältnis Ethik und BWL: Hier werden die gesellschaftlichen Ursachen für ethische Konflikte analysiert, insbesondere die Spannung zwischen individuellem Gewinnstreben und institutioneller Rahmenordnung.

3 Ebenen der Ethik in der BWL: Dieses Kapitel untersucht die praktischen Ansätze, wie ethische Aspekte durch Unternehmenssteuerung und die Berücksichtigung von Stakeholder-Interessen in den betrieblichen Alltag implementiert werden können.

4 Die betriebswirtschaftliche Ethik: Das Schlusskapitel fasst zusammen, dass eine integrative Betrachtungsweise, welche die BWL nicht durch Ethik korrigiert, sondern ethisches Handeln als ökonomischen Wettbewerbsvorteil begreift, der zielführende Weg ist.

Schlüsselwörter

Betriebswirtschaftslehre, Ethik, Unternehmensethik, Gewinnmaximierung, Wertschöpfung, Ökonomisches Dilemma, Anreizkompatibilität, Controlling, Stakeholder-Value, Orthogonale Positionierung, Unternehmenssteuerung, Corporate Citizenship, Integrative Wirtschaftsethik, Wettbewerbsfaktor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Ethik in der Betriebswirtschaftslehre verankert werden kann, ohne dabei den Kern wirtschaftlichen Handelns – die Wertschöpfung und Gewinnmaximierung – aufzugeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das ökonomische Dilemma, die Individualisierung der Gesellschaft, die Rolle von Anreizsystemen sowie die Funktion des Controllings bei der Umsetzung ethischer Normen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein theoretisches Rüstzeug zu liefern, das es Unternehmen ermöglicht, ethisches Verhalten als strategischen Wettbewerbsvorteil zu begreifen und damit eine „Win-Win-Situation“ zu erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse betriebswirtschaftlicher und ethischer Ansätze, insbesondere unter Anwendung ökonomischer Methoden zur Harmonisierung von Eigeninteresse und gesellschaftlicher Verantwortung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gesellschaftlichen Ausgangslage, die Herleitung der Ethik als Produktionsfaktor und die praktische Umsetzung durch eine ethisch-normative Unternehmenssteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmensethik, Anreizkompatibilität, orthogonale Positionierung und Stakeholder-Value geprägt.

Was ist unter der „orthogonalen Positionierung“ zu verstehen?

Dabei handelt es sich um eine Situation, in der Gewinn und Ethik nicht länger als unvereinbare Gegensätze (Trade-off) gesehen werden, sondern durch geschickte Integration eine wechselseitige Verbesserung erzielt wird.

Welche Rolle spielt das Controlling in diesem Kontext?

Das Controlling dient als Instrument, um ethische Zielsetzungen messbar zu machen, in Kalkulationen zu integrieren und durch Anreizsysteme die Einhaltung eines Unternehmensethos zu fördern.

Warum wird der „Spendenethik“ eine Absage erteilt?

Die Arbeit lehnt die Spendenethik ab, da sie Ethik nur als nachträgliche Alibi-Funktion begreift, anstatt sie als Kernbestandteil einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung im Kerngeschäft zu verankern.

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Details

Title
Welche Ethik vermittelt die Betriebswirtschaftslehre?
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,7
Author
Markus Jezierski (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V1148474
ISBN (eBook)
9783346531452
ISBN (Book)
9783346531469
Language
German
Tags
Business Ethics Corporate Social Responsibility Controlling Corporate Citizenship
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Jezierski (Author), 2020, Welche Ethik vermittelt die Betriebswirtschaftslehre?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148474
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