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Jeder Christ trägt ethische Verantwortung. Die Auseinandersetzung mit der Problematik der Organspende und der Sterbehilfe

Title: Jeder Christ trägt ethische Verantwortung. Die Auseinandersetzung mit der Problematik der Organspende und der Sterbehilfe

Scientific Essay , 2009 , 164 Pages , Grade: Keine

Autor:in: Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

Viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Gesprächspartnern hatten immer wieder die Frage nach dem Verfall der christlich-ethischen Werte zum Inhalt.
Einerseits wurde der Verfall oder die immer größer werdende Bedeutungslosigkeit ethischer Wertvorstellungen beklagt, andererseits wurde den Kirchen das Recht auf eine Mitsprache abgesprochen. Gerade junge Menschen machten dabei immer wieder deutlich, dass sie bei den aktuellen, eben diskutierten Problemen über ihr Leben, ihren Körper und ihr Tun selbst und autonom entscheiden wollten und kein Anderer das Recht hätte, sich bei diesen Entscheidungsprozessen „einzumischen“.
Besonders deutlich wurde mir das bei Schülern und Konfirmanden, die doch ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortung einklagten, aber auf Grund von Wissenslücken dann in Bedrängnis kamen, echte Entscheidungen in Verantwortung überhaupt treffen zu können. Darum sich beschäftigt dieses Buch mit der aktuellen Problematik der Organspende und dem Organspendeausweis, sowie mit der Palliativmedizin und der Sterbehilfe.
Dabei rückt für mich die Fragestellung, wie ich als Christ denn mit einer solchen Problematik umgehe deutlich in den Fokus meiner Überlegungen und thematischen Auseinandersetzungen. Nach meiner persönlichen Einschätzung ist es notwendig, sich gezielt mit diesen Fragen intensiv zu beschäftigen um sich ganz klar positionierenzu können.
Dieses Buch erhebt dabei nicht den Anspruch auf medizinische Vollkommenheit im Blick auf alle Aspekten und Perspektiven, denn ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, dass ich nicht alle psychologischen Facetten beleuchtet und nicht alle sozialen und soziologischen Aspekt behandelt habe oder sie nur ganz kurz und stichwortartig angerissen wurden.
Ich habe hierbei versucht, Gedanken und Überlegungen zu einer brisanten Thematik zu konkretisieren, persönliche Erfahrungen und Begebenheiten, sowie vielschichtige Informationen verständlich miteinander zu verknüpfen, um so neuen Raum für weiterführende Gespräche und Entscheidungen zu schaffen. Angeregte Gespräche, ausgesprochene oder auch im Raum stehende Ängste wurden dabei aufgenommen, um Gespräche neu in Gang zu bringen. Der lebendige Gott ist bei Ihrer Positionierung auf Ihrer Seite. Vertrauen Sie ihm! Gottes Segen für Sie, liebe Leserin, lieber Leser!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführende Worte zur überarbeiteten und ergänzten 2. Auflage

I. Was versteht man unter Ethik in unterschiedlichen Kulturen?

Ethik – Moral und Sitte, eingebunden in die Fragestellung der Sterbehilfe

II. Mit Hilfe unterschiedlicher Texte und Erfahrungen unterschiedlichste Situationen die christliche Ethik erfassen und verstehen

01. Der Umgang mit der Palliativmedizin in Verbindung mit der Fragestellung nach dem apallischen Syndrom, über die Problematik der Sterbehilfe zur Hospizbebewegung

02. Wann ist ein Mensch eigentlich tot?

03. Koma - Beispiel Helga

04. Frau Jutta B.

05. Jan Kerkhoffs

06. Persönliche Erfahrungen aus dem Erleben im Krankenhaus als Patient Marco

07. Aus dem Koma erwacht

08. Nach 19 langen Jahren wieder aus dem Wachkoma zurück in das tägliche Leben.

09. Stefan T. und sein Weg von einem Unfall, über das Koma zurück in das tägliche Leben

10. Selbstheilungschancen des Gehirns sind häufiger als vermutet – kämpfen und nicht aufgeben

III. Die Auseinandersetzung auf theologischem Boden

01. Was sagen die Bibel und die Theologie dazu?

02. Wo beginnt und wo hört aus philosophischer und juristisch-rechtlicher Sicht ethische Verantwortung auf?

03. Hat der Tod einen Sinn und welche Bedeutung hat er im menschlichen Leben? Darstellung der Problematik aus theologisch – christlicher und philosophischer Sicht.

IV. In welchen Bereichen haben wir im Besonderen auf ethische Werte zu achten?

01. Den Verfall von ethischer Verantwortung verhindern helfen

02. Die Problematik der Sterbehilfe, verdeutlicht am Fall Julius Hackethal Aktive

03. Sensibilisierung und erneutes Überdenken der Problematik

V. Feigheit bietet keinen Schutz, denn wir haben als Christen einen klaren Auftrag!

01. Gedanken und Überlegungen, die hinter dem Wunsch nach Sterbehilfe stehen

02. Die Phasen des Sterbens unter den vorausgegangen Überlegungen neu betrachten

VI. Persönlicher Standpunkt und Fazit:

01. Die persönliche Auseinandersetzung mit diesen Problemfeldern und die daraus resultierende Gedankenanstöße

02. Wo stehe ich und wie sieht ein von christlichen Richtlinien bestimmtes Leben aus?

03. Mein ganz persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer christlich-ethischen Verantwortung und unter Einbeziehung medizinischer, philosophischer und theologischer Erkenntnisse den Diskurs um Organspende und Sterbehilfe zu erhellen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie der Einzelne, insbesondere aus christlicher Perspektive, verantwortungsvolle Entscheidungen in Grenzsituationen von Leben und Tod treffen und als Gesprächspartner für Mitmenschen in schwierigen Lebensphasen fungieren kann.

  • Ethische Begründungen und das christliche Menschenbild
  • Die Problematik der Sterbehilfe und Sterbebegleitung
  • Organspende, Hirntoddiagnostik und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen
  • Die Bedeutung der Palliativmedizin und Hospizbewegung
  • Persönliche Entscheidungsfindung und ethische Verantwortung des Einzelnen

Auszug aus dem Buch

01. Der Umgang mit der Palliativmedizin in Verbindung mit der Fragestellung nach dem apallischen Syndrom, über die Problematik der Sterbehilfe zur Hospizbebewegung

Die Palliativmedizin (unter dem Begriff Palliativmedizin versteht man die schmerzlindernde Medizin) hat sich in den 60er und 70er Jahren des 2. Jahrhunderts aus der Hospiz Idee heraus entwickelt. In ihr arbeiten Ärzte, Pflegende, Psychologen Seelsorger und ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen, um für den unheilbar Kranken eine letzte, möglichst selbstständig gelebte, schmerzfreie und selbst bestimmte Lebensphase zu ermöglichen.

Unter der Palliativmedizin insgesamt gesehen versteht man die Pflege und Betreuung von Menschen, die unheilbar krank sind. Sie bezieht die Angehörigen der Kranken ein und betreut häufig auch sie, oft sogar über den Tod des Kranken, des dann Verstorbenen, hinaus. Niedergelassene Ärzte erkennen zunehmend, dass die Palliativmedizin auch im häuslichen Bereich des Patienten angewendet werden kann und eigentlich auch angewendet werden muss.

Ziel der Palliativ-Medizin ist es, dem unheilbar kranken Menschen soweit als möglich die Schmerzen zu nehmen, und ihm dadurch neuen Lebensmut für den „restlichen“, letzten Lebensabschnitt zu geben. Diese Art der Therapie führt in vielen Fällen dazu, dass die Menschen, die eigentlich keinen Weg mehr zurück in die Familie haben, noch einmal in die Familie zurück können, doch noch einmal am familiären Leben teilhaben können. Um diesem Ziel so nahe wie irgend möglich zu kommen, wird in der Palliativmedizin eine moderne, individuell angepasste Schmerztherapie als primäres Hilfeleistung angewendet. Gleichwertig findet daneben die Auseinandersetzung mit den Ängsten, Zweifeln oder der psychischen und spirituellen Bedürfnissen statt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführende Worte zur überarbeiteten und ergänzten 2. Auflage: Eine Reflexion über die zunehmende Bedeutung ethischer Debatten in der Gesellschaft und die Notwendigkeit, junge Menschen bei schwierigen Entscheidungsprozessen zu unterstützen.

I. Was versteht man unter Ethik in unterschiedlichen Kulturen?: Einführung in die Begrifflichkeiten von Ethik und Moral sowie deren Verankerung in menschlichen Kulturen und im christlichen Glauben.

II. Mit Hilfe unterschiedlicher Texte und Erfahrungen unterschiedlichste Situationen die christliche Ethik erfassen und verstehen: Fallbeispiele und medizinische Kontexte zur Verdeutlichung ethischer Dilemmata bei Koma, Hirntod und Palliativversorgung.

III. Die Auseinandersetzung auf theologischem Boden: Theologische und biblische Reflexionen über den Sinn des Todes und die Verantwortung des Menschen vor Gott.

IV. In welchen Bereichen haben wir im Besonderen auf ethische Werte zu achten?: Diskussion über die Notwendigkeit, den Verfall ethischer Verantwortung durch ein Leben vor Gott und eine verantwortungsbewusste ärztliche Praxis zu verhindern.

V. Feigheit bietet keinen Schutz, denn wir haben als Christen einen klaren Auftrag!: Kritische Betrachtung der Sterbehilfe-Debatte und der moralischen Verpflichtungen von Christen.

VI. Persönlicher Standpunkt und Fazit:: Abschließende persönliche Reflexion des Autors über eine verantwortungsvolle christliche Positionierung in den behandelten ethischen Themenfeldern.

Schlüsselwörter

Ethik, christliche Verantwortung, Sterbehilfe, Palliativmedizin, Organspende, Hirntod, Wachkoma, Sterbebegleitung, Hospizbewegung, Menschenwürde, Schöpfung, Glaube, medizinische Entscheidungsfindung, Selbstbestimmung, Gewissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung über ethische Verantwortung aus einer praktizierenden christlichen Perspektive in Bezug auf Sterbehilfe, Organspende und den Umgang mit Schwerstkranken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen ethische Reflexionen, das christliche Menschenbild, die Bedeutung der Palliativmedizin, die Problematik der Hirntoddiagnostik und die Abwägung zwischen technischer Machbarkeit und menschlicher Würde.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lesern fundierte Gedankenanstöße zu geben, damit sie nach einem Meinungsbildungsprozess zu einer eigenen, verantwortungsvollen Position in Fragen des Lebensendes gelangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem Buch angewandt?

Der Autor nutzt einen diskursiven Ansatz, der persönliche Erfahrungen, aktuelle Fallbeispiele, medizinische Informationen, gesellschaftliche Umfragen und theologische Grundlagen miteinander verknüpft, um eine christlich-ethische Einordnung zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Formen der Sterbehilfe, die Hintergründe der Hospizbewegung, die ethischen und rechtlichen Schwierigkeiten bei der Organspende sowie die wissenschaftlichen Aspekte des Sterbeprozesses.

Welche Schlagworte charakterisieren das Buch?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie christliche Ethik, Menschenwürde, Sterbebegleitung, Organspende-Debatte, ärztliche Verantwortung und Selbstbestimmung charakterisiert.

Wie unterscheidet der Autor zwischen aktiver, indirekter und passiver Sterbehilfe?

Der Autor orientiert sich an der gängigen medizinisch-rechtlichen Einordnung: Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Tötung, passive Sterbehilfe der Behandlungsabbruch durch Unterlassen und indirekte Sterbehilfe eine schmerzlindernde Behandlung mit möglicher, aber unbeabsichtigter Lebensverkürzung.

Welche Rolle spielen persönliche Erfahrungen in diesem Werk?

Persönliche Begegnungen des Autors mit Betroffenen, Patienten und Ärzten dienen als konkrete Grundlage, um die oft abstrakte ethische Theorie mit dem menschlichen Schicksal in der klinischen Realität zu verbinden.

Excerpt out of 164 pages  - scroll top

Details

Title
Jeder Christ trägt ethische Verantwortung. Die Auseinandersetzung mit der Problematik der Organspende und der Sterbehilfe
Grade
Keine
Author
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Author)
Publication Year
2009
Pages
164
Catalog Number
V114849
ISBN (eBook)
9783640156641
ISBN (Book)
9783640156665
Language
German
Tags
Sterbehilfe und die rechtlichen Grundlagen die Gradwanderung zwischen Recht und Bedürfnis Grenzen die Verantwortbarkeit durch die Ärzteschaft ich war tot... Probleme bei der Organspende persönliche Verantwortung bei dieser Entscheidung was uns der Glaube und die Heilige Schrift? die Verantwortung m wissenschaftlichen Fortschritt und der Forschung Hirntod - wirklich Tod Christ sein und Sterbehilfe mittragen? Verantwortung ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Author), 2009, Jeder Christ trägt ethische Verantwortung. Die Auseinandersetzung mit der Problematik der Organspende und der Sterbehilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114849
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