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Die existentielle Hermeneutik Paul Ricoeurs

Título: Die existentielle Hermeneutik Paul Ricoeurs

Trabajo de Seminario , 2006 , 20 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Mag Maximilian Lakitsch (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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In dieser Arbeit soll es um Ricoeurs existentielle Konzeptionen von Hermeneutik gehen, die
in der Interpretation eine Möglichkeit der Aneignung des Selbst verortet. Ich werde im ersten
Kapitel einige frühere Gedanken des französischen Philosophen erläutern, die bereits die
Grundrichtung seines Denkens angeben und als Leitgedanke seiner weiteren Arbeit im
Hintergrund stehen. Jedoch geht es dabei noch nicht um Hermeneutik, sondern um die
Problematik der Positionsbestimmung des Subjekts, die ungerechtfertigte Hypostasierung eines Bewusstseins und dessen Distanzierung aus seiner Seinseingebundenheit. Diese
Schwierigkeit ist es, welche dem Subjekt keinen direkten Weg zu seinem Selbst ermöglicht
und den Ricoeur in seiner phänomenologischen Konzeption der Hermeneutik zu gehen sucht.
Diese ist Gegenstand des zweiten Kapitels, in der das Symbol als Gegenstand der
Hermeneutik ausgewiesen wird. Das dritte Kapitel schließlich behandelt Ricoeurs
modifizierte Theorie der Hermeneutik, die nun den Text als ihren ausgezeichneten Ort
zugewiesen bekommt.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG

0.1 PAUL RICOEUR

0.2 VORGEHENSWEISE

1. DER ORT DES SELBST

2. PHÄNOMENOLOGISCHE HERMENEUTIK DER SYMBOLE

2.1 DAS SYMBOL ALS GEGENSTAND DER PHÄNOMENOLOGIE

2.2 INTERPRETATION ALS VOLLZUG DER EXISTENZ

3. TEXTHERMENEUTIK

3.1 HINFÜHRUNG

3.2 DER STRUKTURALISMUS ALS ERSTE STUFE EINER HERMENEUTIK

3.3 INTERPRETATION ALS ZWEITE STUFE EINER TEXTHERMENEUTIK

4. SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die existentiell orientierte Hermeneutik von Paul Ricoeur, wobei der Fokus auf der Interpretation als einem Prozess der Selbstaneignung liegt. Die Forschungsfrage widmet sich der Überwindung der Kluft zwischen dem Subjekt und seinem Sein durch die Vermittlung mittels Symbolen und Texten.

  • Die phänomenologische Fundierung von Ricoeurs Hermeneutik
  • Die Rolle des Symbols als Brücke zur existentiellen Reflexion
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem Strukturalismus
  • Die Transformation der Hermeneutik hin zur Texthermeneutik
  • Interpretation als Weg zur Aneignung des Selbst

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Strukturalismus als erste Stufe einer Hermeneutik

Ein Text in der Schwebe hält alle Verweise auf ein Außerhalb seiner selbst zurück. Die Beziehungen, die er generiert, beschränken sich auf sein Inneres. Wird der Text nun nicht in die Unmittelbarkeit geholt und weiterhin seine Zeigefunktionen aufgehalten, ist es möglich, den Text als sein Gegenüber zu betrachten. Ricoeur holt die Methode des Erklärens von den Naturwissenschaften zurück, mit der Begründung, dass sie kein genuin naturalistisches Modell wäre. Da der Text eine Ganzheit bildet, der durch zahlreiche Verweise in ihm selbst strukturiert wird, kann sich die Sprachwissenschaft diesem Gegenstand widmen, da sie sich mit der Regelhaftigkeit von Zeichensystemen beschäftigt, deren Untereinheiten keine eigene Bedeutung und somit keine Referenz haben, ebenso wenig wie der Text in der Schwebe.

Die Regelhaftigkeit einer Struktur von Oppositionen und Differenzen ist Gegenstand des Strukturalismus, dem die Rolle des Erklärens eines Textes zukommt, um dessen Sinn offen zu legen. Weiter oben wurde bereits die analoge Position der Schrift im Verhältnis zur parole erwähnt. In dieser Position wäre aber eine strukturale Analyse eines Textes nicht möglich. Jedoch zeichnet sich die Schrift gegenüber der parole gerade durch ihre strukturalen Merkmale aus, die deshalb vorhanden sind, weil es ihr möglich ist, auch größere Einheiten als Sätze zu bilden, die miteinander in Beziehung stehen.

In seiner strukturalen Anthropologie analysiert Claude Levi-Strauss den Mythos in Analogie zur Sprache mithilfe der strukturalistischen Methode. Er setzt die Sätze im Mythos in Analogie zu den Zeichen im Sprachsystem, die beide jeweils deren kleinste Einheit darstellen. Levi-Strauss bildet nun verschiedene Kategorien von Beziehungen, die innerhalb der Erzählung existieren, jede für sich aber keine Bedeutung haben. Erst im Vergleich und in Differenz zueinander ergibt sich der Sinn der mythischen Erzählung. Derartige Aussagen über die strukturelle Beschaffenheit dieser Texte fallen nach Ricoeur in den Bereich der Erklärung und nicht in jenen der Interpretation, da es nicht um die Bedeutungen der Handlungen geht, sondern um die Logik der Handlung, den Sinn, welcher der Zeit enthoben ist und deshalb ohne Weltbezug erklärbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

0. EINLEITUNG: Einführung in die Philosophie von Paul Ricoeur, seine komplexe Theoriebildung und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der existentiellen Hermeneutik.

1. DER ORT DES SELBST: Analyse der philosophischen Versuche Ricoeurs, die Distanzierung des Subjekts aus der Welt durch eine Synthese phänomenologischer Ansätze zu überwinden.

2. PHÄNOMENOLOGISCHE HERMENEUTIK DER SYMBOLE: Darstellung des Symbols als primäres Objekt, das den Weg für eine indirekte Selbstaneignung über die Interpretation ebnet.

3. TEXTHERMENEUTIK: Untersuchung der Erweiterung der hermeneutischen Methode auf Texte und die Integration strukturalistischer Ansätze zur Sinnerfassung.

4. SCHLUSSWORT: Reflexion über die Bedeutung Ricoeurs als vermittelnder Denker und die Relevanz seiner existentiellen Interpretation für das Selbstverständnis.

Schlüsselwörter

Paul Ricoeur, Hermeneutik, Phänomenologie, Strukturalismus, Symbol, Text, Interpretation, Subjekt, Selbstaneignung, Reflexion, Sprache, Erklären, Verstehen, Existenz, Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der existentiellen Konzeption der Hermeneutik bei Paul Ricoeur und der Frage, wie durch Interpretation ein Weg zur Selbstaneignung gefunden werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Subjekt und Sein, die Rolle der Sprache, die Funktion des Symbols sowie die analytische Herangehensweise an Texte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Ricoeurs Stufenmodell der Hermeneutik – von der Phänomenologie über das Symbol bis zur Texthermeneutik – aufzuzeigen und dessen Bedeutung für die menschliche Selbstverortung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer hermeneutischen und phänomenologischen Analyse der Schriften Ricoeurs und setzt diese in Bezug zu anderen Denkern wie Husserl, Heidegger und Dilthey.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Subjekts als Ort des Selbst, die Symbolhermeneutik und schließlich die Texthermeneutik unter Einbeziehung des Strukturalismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hermeneutik, Subjekt, Symbol, Texthermeneutik, Aneignung des Selbst und der Dualismus von Erklären und Verstehen.

Warum spielt der Strukturalismus für Ricoeur eine Rolle?

Ricoeur integriert strukturalistische Methoden als notwendige erste Stufe, um den Sinn von Texten objektiv zu erschließen, bevor die existentiell-hermeneutische Interpretation ansetzt.

Inwiefern ist der Weg der Selbstaneignung bei Ricoeur indirekt?

Da eine direkte Selbstreflexion aufgrund der Distanz des Subjekts zum Gegenstand oft blockiert ist, führt der Weg bei Ricoeur über den Umweg der Interpretation von Zeichen, Symbolen und Texten.

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Detalles

Título
Die existentielle Hermeneutik Paul Ricoeurs
Universidad
University of Graz
Calificación
1
Autor
Mag Maximilian Lakitsch (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
20
No. de catálogo
V114878
ISBN (Ebook)
9783640162482
ISBN (Libro)
9783640164080
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hermeneutik Paul Ricoeurs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag Maximilian Lakitsch (Autor), 2006, Die existentielle Hermeneutik Paul Ricoeurs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114878
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