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Stilistik religiöser Lyrik. Nietzsche und Bonhoeffer im Vergleich

Title: Stilistik religiöser Lyrik. Nietzsche und Bonhoeffer im Vergleich

Term Paper , 2015 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabrina Hoffmann (Author)

German Studies - Linguistics
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In diesem Text werden zwei religiöse Gedichte sprachlich und inhaltlich untersucht und verglichen. Das erste stammt von Friedrich Nietzsche und ist eines seiner Jugendgedichte: „Dem unbekannten Gott“. Beim zweiten handelt es sich um Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“, das inzwischen in vielen Gesangbüchern als Kirchenlied zu finden ist. Diese beiden Werke wurden ausgewählt, da Gott jedes Mal mit Zweifeln begegnet wird, man sich letzten Endes aber doch auf seinen Glauben zurückbesinnt. Wie die Dichter ihre Verzweiflung und ihre Entscheidung mit der Sprache zum Ausdruck gebracht haben, wird in einer überwiegend stilistischen Analyse deutlich gemacht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Religiöse Lyrik

II. Analyse der Gedichte „Dem unbekannten Gott“ von Friedrich Nietzsche und „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer

1. Friedrich Nietzsche und sein Gedicht „Dem unbekannten Gott“

1.1 Nietzsches Einstellung zur Religion in Jugendtagen

1.2 Analyse von „Dem unbekannten Gott“

1.2.1 Formanalyse

1.2.2 Stilanalyse

2. Dietrich Bonhoeffer und sein Gedicht „Von guten Mächten“

2.1 Bonhoeffers Kritik an der Religion während der Haft

2.2 Analyse von „Von guten Mächten“

2.2.1 Formanalyse

2.2.2 Stilanalyse

3. Vergleich der beiden Gedichte

3.1 Inhalt

3.2 Form und Stil

Exkurs: Die (religiöse) Metapher

III. Stil religiöser Lyrik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die stilistischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der religiösen Lyrik von Friedrich Nietzsche und Dietrich Bonhoeffer anhand ihrer Gedichte „Dem unbekannten Gott“ und „Von guten Mächten“. Im Zentrum der Forschungsfrage steht dabei, wie die Dichter trotz individueller Zweifel und unterschiedlicher biographischer Hintergründe ihr Gottvertrauen sprachlich zum Ausdruck bringen und durch welche rhetorischen Mittel sie religiöse Emotionen vermitteln.

  • Stilistische Analyse religiöser Lyrik
  • Vergleich der Gottesbilder bei Nietzsche und Bonhoeffer
  • Die Funktion der Metapher in geistlicher Dichtung
  • Umgang mit religiösen Zweifeln in der Poesie
  • Zusammenhang von formaler Struktur und religiösem Inhalt

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Formanalyse

Nietzsches Gedicht besteht aus drei Strophen, die ersten beiden sind beinahe synchron aufgebaut. Sie bestehen aus acht Versen, die durchgehend jambisch sind. Bis auf Vers 6 und 7 sind alle hyperkatalektisch, besitzen also eine überzählige Senkung am Ende. Bis auf Vers 1,7 und 2,7 haben alle außerdem acht Silben mit vier Hebungen. In Strophe 2 gibt es eine Ausnahme: In 2,3 liegt die Hebungszahl bei fünf, die Silbenzahl bei elf. Ob man dort und in 2,5 das „Sein bin ich“ auch als Daktylus interpretieren kann, ist fraglich, da dadurch der eingängige Rhythmus gestört werden würde. Allein von der gesprochenen Betonung her wäre ein Daktylus hier allerdings als sinnvoller anzusehen, da sich das „Sein“ darauf bezieht, dass das lyrische Ich Gott untertan ist und das betonen will.

Die dritte Strophe hebt sich von den beiden Eingangsstrophen ab. Sie besteht lediglich aus fünf Versen, die allerdings auch jambisch sind. Die Verse 3,2 und 3,3 besitzen zehn Silben und demnach fünf Hebungen, während die restlichen drei Verse erneut vierhebig und hyperkatalektisch sind.

Nietzsche wählte zudem meistens weibliche Kadenzen als Versschlüsse, männliche sind Ausnahmen (Bsp. 2,7: „fliehn“).

Betrachtet man das Reimschema, erkennt man einen umarmenden Reim, in den ersten beiden Strophen taucht er doppelt auf. In Strophe 3 folgt auf den umarmenden Reim noch eine Reim Waise. Dadurch wird der Abschluss des Gedichts deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Religiöse Lyrik: Einführung in die theoretischen Grundlagen der Lyrikanalyse und die enge Verflechtung von Lyrik und Religion durch metaphorische Ausdrucksweisen.

II. Analyse der Gedichte „Dem unbekannten Gott“ von Friedrich Nietzsche und „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer: Detaillierte Untersuchung der beiden Gedichte hinsichtlich ihrer Form, ihres Stils und der jeweiligen religionsphilosophischen Einordnung der Autoren.

III. Stil religiöser Lyrik: Synthese der Ergebnisse, die aufzeigt, wie religiöse Lyrik durch Bildsprache, Rhythmus und rhetorische Mittel individuelle Gottesbeziehungen und innere Konflikte für den Leser erfahrbar macht.

Schlüsselwörter

Religiöse Lyrik, Friedrich Nietzsche, Dietrich Bonhoeffer, Gedichtanalyse, Gottesglaube, Metapher, Andächtige Lyrik, Stilistik, Rhythmus, Jambus, Gottvertrauen, Zweifeln, Gebetscharakter, Poesie, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die stilistischen Charakteristika und die sprachliche Gestaltung von religiöser Lyrik anhand der Werke von Friedrich Nietzsche und Dietrich Bonhoeffer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Verbindung von Poesie und Theologie, die Analyse rhetorischer Stilmittel sowie die Darstellung von Gottvertrauen trotz existentieller Zweifel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Dichter ihre persönliche Beziehung zu Gott und ihren Umgang mit Glaubenszweifeln durch spezifische literarische Techniken und Metaphorik zum Ausdruck bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine überwiegend stilistische und formale Gedichtanalyse angewandt, die durch theologische Kontextualisierungen der beiden Autoren ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einzelanalyse von Nietzsches „Dem unbekannten Gott“ und Bonhoeffers „Von guten Mächten“, gefolgt von einem direkten Vergleich dieser Gedichte hinsichtlich Inhalt, Form und Metaphorik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie religiöse Lyrik, Metaphorik, Gottesbild, Stilmittel, andächtige Lyrik und Gottvertrauen definiert.

Wie unterscheidet sich Nietzsches Ansatz von dem Bonhoeffers in den analysierten Gedichten?

Nietzsche thematisiert in seinen Jugendgedichten eher die Fremdheit und Unabdingbarkeit der Gottesbeziehung, während Bonhoeffer in seinem im Gefängnis geschriebenen Gedicht das Vertrauen in „gute Mächte“ als bewusste Antwort auf persönliches Leid und Isolation formuliert.

Warum spielt die Metapher eine so entscheidende Rolle in der religiösen Lyrik laut der Arbeit?

Da religiöse Inhalte oft nicht materiell greifbar oder logisch beweisbar sind, dient die Metapher als essentielles Werkzeug, um das Transzendente oder das Gefühl der Gottesnähe für den Rezipienten bildhaft darzustellen.

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Details

Title
Stilistik religiöser Lyrik. Nietzsche und Bonhoeffer im Vergleich
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
2,0
Author
Sabrina Hoffmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V1148834
ISBN (eBook)
9783346529954
ISBN (Book)
9783346529961
Language
German
Tags
Religion Religiöse Lyrik Lyrik Nietzsche Friedrich Nietzsche Dietrich Bonhoeffer Bonhoeffer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Hoffmann (Author), 2015, Stilistik religiöser Lyrik. Nietzsche und Bonhoeffer im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148834
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