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Movere et docere: Vom Nutzen der antiken und mittelalterlichen Rhethoriktheorien für die pädagogische Kommunikation

Título: Movere et docere: Vom Nutzen der antiken und mittelalterlichen Rhethoriktheorien für die pädagogische Kommunikation

Trabajo Escrito , 2007 , 21 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: MA Sylvia Meyer (Autor)

Pedagogía - General
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit will sich einem auf den ersten Blick wohl
eigentümlichen Thema widmen; sie will untersuchen, inwieweit die moderne Pädagogik und vor allem die pädagogische Kommunikation von der antikmittelalterlichen Rhetoriktheorie profitieren können. Dazu sollen in jeweils einem eigenen Kapitel die beiden Disziplinen beleuchtet und soweit nötig deren historische Entwicklung beleuchtet werden, um eine begriffliche Grundlage zu
gewinnen.
Von Interesse ist dieses Thema vor allem deswegen, weil die Bedeutung von Pädagogik und pädagogischer Kommunikation für die gesellschaftliche Entwicklung von immanenter Bedeutung ist, sei es innerhalb oder außerhalb des Unterrichts. Gesellschaftliche Veränderungen lassen sich nur über Bildung und Erziehung, und Bildung und Erziehung nur über eine bewusste Pädagogik bzw.
pädagogische Kommunikation erreichen.
Die folgenden Bemerkungen sollen jedoch nicht nur auf das enge Feld der schulischen Kommunikation bezogen werden; auch innerhalb der universitären Ausbildung oder außerhalb jeglichen institutionellen Lernens kann bewusste Kommunikation zum Vorteil gereichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Bemerkungen

2. Pädagogische Kommunikation

3. Rhetorik

4. Vereinigung und abschließende Bemerkungen

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Nutzen antiker und mittelalterlicher Rhetoriktheorien für die moderne pädagogische Kommunikation, um durch einen historischen Rückblick begriffliche Grundlagen für professionelles pädagogisches Handeln zu schaffen.

  • Grundlagen und Definitionen der pädagogischen Kommunikation
  • Die historische Entwicklung und Kernprinzipien der Rhetorik
  • Vergleichende Analyse der Disziplinen Pädagogik und Rhetorik
  • Die Rolle des idealen Redners bzw. Pädagogen
  • Anwendung rhetorischer Techniken auf moderne Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3. Rhetorik

Cicero sah, Aristoteles folgend, den Grund für das aufkommende Interesse an der Beredsamkeit darin, dass „nach Abschaffung der Tyrannen in Sizilien Privatangelegenheiten nach langer Unterbrechung wieder bei den Gerichten angebracht wurden“ und somit in eine angemessen sprachliche Form gebracht werden mussten. Wenn der athenische Bürger einen Fall vor Gericht vertreten sollte, war er mit folgenden Bedingungen konfrontiert:

1. Der Redner sprach vor einem Kollegium von mindestens 201 bis zu 1501 Personen. Diese anderthalb tausend Personen nahmen ihm gegenüber alle den gleichen Rang als Richter ein; sie waren nicht, wie im heutigen Geschworenengericht, Beisitzer von Berufsrichtern und Zuhörer eines Vorsitzenden. Vor einem solchen Gremium war es wenig wirksam, Befragungen anzustellen. Jede Partei konnte nur in geschlossener Rede ihren Fall vollständig vortragen.

2. Das Kollegium der Richter war weder juristisch besonders ausgebildet, noch in irgendeiner Weise über den Fall instruiert. Es war vielmehr durch das Los für diesen Termin zusammengetreten. Die Parteien hatten also selbst die Tatbestände darzulegen, die in Frage kommenden Gesetze heranzuziehen, sie zu zitieren und nötigenfalls auszulegen.

3. Die Prozeßparteien mußten, und das ist vielleicht der wichtigste Punkt, soweit sie Vollbürger waren, ihre Sache persönlich vortragen. Kein Berufsredner oder Rechtskundiger konnte sie vertreten. [...] Nur eine Hilfe gab es: man konnte sich die Rede von einem Kundigen anfertigen lassen, sie auswendig lernen und sie als eigene vortragen. [...]

4. Es gab keine Beratung des Gerichts zum Zweck der der Urteilsfindung. Das Gericht konnte auch kein Votum abgeben, das von den Anträgen beider Parteien abwich; es konnte lediglich, und das unter dem unmittelbaren Eindruck der vorangegangenen Rede, für den Antrag der einen oder der anderen Partei stimmen.

5. Schließlich war nicht nur die beklagte Partei von den Entscheidungen des Gerichts bedroht. Auch den Kläger traf, in dem Fall, daß sein Gegner nichtschuldig gesprochen wurde, die Geldbuße der sog. Epobelie.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Bemerkungen: Die Einleitung legt das Ziel fest, die Bedeutung der antiken Rhetoriktheorie für die zeitgenössische pädagogische Kommunikation zu explorieren und deren historische Wurzeln zu beleuchten.

2. Pädagogische Kommunikation: Dieses Kapitel definiert pädagogische Kommunikation als einen interaktiven, intentionalen Prozess und erläutert die Bedeutung der Sprache als zentrales Medium der Erziehung.

3. Rhetorik: Hier werden die historischen Ursprünge der Rhetorik in der Antike, ihre Entwicklung im Mittelalter und ihre zentralen technischen Phasen (inventio, dispositio, elocutio, memoria, actio) detailliert dargestellt.

4. Vereinigung und abschließende Bemerkungen: Das abschließende Kapitel führt beide Disziplinen zusammen und zeigt auf, wie pädagogisches Handeln durch rhetorische Prinzipien wie das aptum und die varietas effektiv gestaltet werden kann.

5. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Pädagogische Kommunikation, Rhetorik, Erziehung, Sprache, Didaktik, Interaktion, Dispositio, Elocutio, Varietas, Aptum, Redekunst, Lernprozesse, Idealer Redner, Sprachbildung, Bildungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwiefern Prinzipien der antiken und mittelalterlichen Rhetoriktheorie für die moderne pädagogische Kommunikation und die Gestaltung von Unterricht nutzbar gemacht werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte sind die Definition von Kommunikation im pädagogischen Kontext, die historische Herleitung rhetorischer Handlungsmodelle sowie die Schnittmengen zwischen Rhetorik und pädagogischem Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine begriffliche Grundlage zu schaffen, um durch die Anwendung rhetorischer technischer Grundlagen die Wirksamkeit pädagogischer Kommunikation und Unterrichtsplanung zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um historische rhetorische Konzepte (Cicero, Platon, Augustinus) mit modernen erziehungswissenschaftlichen Theorien zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition der Kommunikation, die rhetorischen Anforderungen an den antiken Redner sowie die Übertragbarkeit rhetorischer Phasen und Stilmittel auf das heutige pädagogische Berufsfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind neben der Rhetorik und der Pädagogik vor allem die kommunikative Kompetenz, das Prinzip des "Schicklichen" (decorum) und die Bedeutung der Sprache als Instrument der Erziehung.

Inwiefern beeinflusst die "Rhetorik ad Herennium" die Argumentation der Autorin?

Die Autorin hebt die "Rhetorik ad Herennium" als technisch-pragmatisches Grundlagenwerk hervor, das den idealen Redner durch die Verbindung von technischem Können und moralischer Integrität definiert.

Warum spielt das Konzept des "idealen Redners" auch für die moderne Pädagogik eine Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass – ähnlich wie beim antiken Redner – auch beim modernen Pädagogen die Kombination aus fachlicher Ausbildung, persönlicher Eignung und moralischer Integrität entscheidend für den Erfolg der Vermittlung ist.

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Detalles

Título
Movere et docere: Vom Nutzen der antiken und mittelalterlichen Rhethoriktheorien für die pädagogische Kommunikation
Universidad
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Allgemeine Pädagogik)
Curso
Einführung in die Erziehungswissenschaft
Calificación
1,5
Autor
MA Sylvia Meyer (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
21
No. de catálogo
V114928
ISBN (Ebook)
9783640160501
ISBN (Libro)
9783640570836
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nutzen Rhethoriktheorien Kommunikation Einführung Erziehungswissenschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
MA Sylvia Meyer (Autor), 2007, Movere et docere: Vom Nutzen der antiken und mittelalterlichen Rhethoriktheorien für die pädagogische Kommunikation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114928
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