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Hip-Hop-Szene als Wissenskultur. Abgrenzung einer Subkultur durch kollektives Wissen und Sprache

Title: Hip-Hop-Szene als Wissenskultur. Abgrenzung einer Subkultur durch kollektives Wissen und Sprache

Term Paper , 2020 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lars Hanke (Author)

Communications - Miscellaneous
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Im Rahmen der Hausarbeit wird untersucht, inwieweit die Hip-Hop-Kultur als Wissenskultur aufgefasst werden kann und wie sie sich vor allem durch kollektives Wissen und eine szenenspezifische Sprache von der Gesamtgesellschaft abzuheben vermag. Neben der Wissensproduktion und -weitergabe werden Denk- und Deutungsmuster untersucht, die in dem sozialen Gefüge und aus Interaktionen innerhalb der Szene heraus entstehen, weitergegeben werden und in enger Verbindung zu den szeneeigenen Werten stehen.

Auch soll gezeigt werden, dass die Hip-Hop-Kultur seit ihrer Entstehung soziokulturelle Eigenheiten und Strukturen herausgebildet hat, die sie in vielerlei Hinsicht für Außenstehende unverständlich machen und eine gewisse Abgrenzung von und Inkompatibilität mit der Gesamtgesellschaft bzw. anderen gesellschaftlichen Teilbereichen bewirken. Es muss zu Beginn bereits darauf hingewiesen werden, dass es nicht die eine Hip-Hop-Kultur gibt, sondern viele verschiedene Hip-Hop-Künstlerinnen und Künstler, die einen gemeinsamen Nenner haben und sich in lokalen Hip-Hop-Szenen zusammenfinden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verständnis von Wissenskulturen

3. Grundzüge der Hip-Hop-Szene

3.1 Ursprung und Entwicklung

3.2 Distinktionsmerkmale und szeneübergreifende Auswirkungen

4. Hip-Hop-Szene als Wissenskultur

4.1 Bedeutung des kollektiven Wissens

4.2 Habitus, Normen und Konventionen

4.3 Ideale und Wertekanon

4.4 Denk- und Deutungsmuster

4.5 Sprache und Symbole

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Hip-Hop-Kultur als Wissenskultur begriffen werden kann, die sich über kollektives Wissen, spezifische Sprache sowie szeneinterne Normen von der Gesamtgesellschaft abgrenzt.

  • Analyse der Hip-Hop-Szene als soziokulturelle Wissenskultur
  • Untersuchung der Entstehung kollektiven Wissens und szenenspezifischer Sprachcodes
  • Erforschung von Denk- und Deutungsmustern innerhalb des sozialen Gefüges der Szene
  • Bedeutung von Authentizität (Realness) und Respekt im Wertekanon der Hip-Hopper
  • Einfluss von sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen auf die Identitätsbildung der Szene

Auszug aus dem Buch

4.2 Habitus, Normen und Konventionen

Auch die Kenntnis und Verinnerlichung von Normen, Regeln, Konventionen gehört zur Wissensbasis der Hip-Hop-Gemeinschaft. Das Wissen dazu wird in erster Linie über kommunikative und interaktive Prozesse, zum Teil auch unbewusst, ausgehandelt und vermittelt, ist aber auch abhängig von den kulturellen Einflüssen und den sozialen Bedingungen außerhalb der Szene, die wiederum auf die jeweilige Gemeinschaft zurückwirken. Dieses handlungsleitende und „rituelle“ Wissen manifestiert sich in einem Normenkodex und äußert sich in einem bestimmten Habitus, wobei unter Habitus nach Bourdieu auch der Glaube an die Richtigkeit des Normen- und Wertgefüges verstanden wird (vgl. Bourdieu 1997).

An dieser Stelle soll der Fokus daher vor allem auf den Verhaltensweisen, Handlungen und Konventionen der Akteure der Hip-Hop-Szene liegen, die den Habitus bestimmen. Zu den Ausprägungen des szenespezifischen Habitus zählen neben dem bereits erwähnten „Dresscode“ vor allem Körperhaltungen, Bewegungsabläufe sowie das Beherrschen szenespezifischer Techniken und eines entsprechenden Sprachcodes. Das „Breakdancing“ unterliegt beispielsweise, obwohl es sich in erster Linie um einen Ausdruckstanz handelt, relativ strikten Regeln und muss erlernt werden. Auch beim Sprühen von Graffitis gibt es Konventionen, wie zum Beispiel, dass ein Graffiti desto besser ist, je sichtbarer es ist und je risikoreicher sein Auftragen war oder dass die „Kunstwerke“ anderer Künstler nur „übermalt“ werden dürfen, wenn sich der jeweilige Künstler sicher ist, dass er es selbst besser kann (vgl. Khazaleh 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung von Hip-Hop als urbane Jugendkultur und Formulierung der Forschungsfrage zur Untersuchung der Szene als Wissenskultur.

2. Verständnis von Wissenskulturen: Theoretische Herleitung des Begriffs der Wissenskultur und Anwendung auf kollektive Handlungsketten sowie soziale Konstruktionsleistungen.

3. Grundzüge der Hip-Hop-Szene: Darstellung der Ursprünge in der New Yorker Bronx und Analyse von Distinktionsmerkmalen sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Szene.

4. Hip-Hop-Szene als Wissenskultur: Detaillierte Untersuchung von Wissensformen, Habitus, ethischen Idealen, Denkstrukturen und sprachlichen Codes innerhalb der Gemeinschaft.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritischer Ausblick auf die Zukunft der Hip-Hop-Szene angesichts zunehmender Kommerzialisierung und Medialisierung.

Schlüsselwörter

Hip-Hop, Wissenskultur, Subkultur, Kollektives Wissen, Habitus, Authentizität, Realness, Rap, Jugendkultur, Identität, Wertekanon, Sprachcode, Soziale Distinktion, Performative Ausdrücke, Szenewissen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Hip-Hop-Kultur unter dem theoretischen Blickwinkel einer Wissenskultur, um zu verstehen, wie diese Bewegung durch eigenes Wissen und Sprache eine soziale Abgrenzung vollzieht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das kollektive Gedächtnis der Szene, die Herausbildung von Normen und Werten sowie die spezifische Bedeutung von Sprache und Symbolik als Ausdrucksmittel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll untersucht werden, ob und wie Hip-Hop-Kultur als Wissenskultur fungiert und welche Mechanismen (z. B. Sprachcodes, Habitus) die Zugehörigkeit zur Szene definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf kulturtheoretische Ansätze, insbesondere die Forschung von Gabriele Klein, ergänzt durch ethnologische Feldstudien und eine Analyse zeitgenössischer Rap-Texte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wissenstypen (phänomenal, propositional), des szenespezifischen Habitus, des Wertekanons (Realness, Respekt) sowie der Rolle von Sprache und Denk- und Deutungsmustern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hip-Hop, Wissenskultur, Authentizität, kollektives Wissen, Habitus und soziale Distinktion geprägt.

Welche Rolle spielt der Begriff „Realness“ im Kontext der Arbeit?

„Realness“ fungiert als das zentrale Qualitätskriterium innerhalb der Szene, das die Glaubwürdigkeit eines Künstlers misst und den Ausschluss derjenigen regelt, die als unauthentisch („Image-Rapper“) wahrgenommen werden.

Wie verändert sich die Sprache der Hip-Hop-Szene laut Autor?

Die Arbeit stellt fest, dass sich der Hip-Hop-Jargon zunehmend in der allgemeinen Jugendsprache verbreitet hat, was die ursprüngliche Funktion der Sprache als exklusives Distinktionsmerkmal gegenüber Außenstehenden abschwächt.

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Details

Title
Hip-Hop-Szene als Wissenskultur. Abgrenzung einer Subkultur durch kollektives Wissen und Sprache
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Technikzukünfte (ITZ))
Course
Sprachliche Repräsentationsformen von Wissenskulturen
Grade
1,0
Author
Lars Hanke (Author)
Publication Year
2020
Pages
31
Catalog Number
V1149655
ISBN (eBook)
9783346535757
ISBN (Book)
9783346535764
Language
German
Tags
Wissenskulturen Hiphop Sprache Wissen Subkultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Hanke (Author), 2020, Hip-Hop-Szene als Wissenskultur. Abgrenzung einer Subkultur durch kollektives Wissen und Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149655
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