Welche Faktoren auf der Individualebene stehen in Verbindung mit der subjektiven Jobsicherheit? Welche Kontextfaktoren üben einen Einfluss auf die subjektive Jobsicherheit aus?
Nachdem der Forschungsstand dargestellt und die zu überprüfenden Hypothesen vorgestellt wurden, wird im dritten Kapitel die Beschreibung der Daten, Methoden und Variablen erfolgen. Im vorletzten Kapitel wird es darum gehen, die Ergebnisse vorzustellen und Antworten auf die am Anfang gestellten Hypothesen zu geben. Anschließend wird ein kurzes Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsstand und Hypothesen
3. Daten, Variablen und Methoden
3.1 abhängige Variable
3.2 unabhängige Variablen auf der Individualebene
3.3 unabhängige Variablen auf der Kontextebene
4. Auswertung
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die subjektive Arbeitsplatzunsicherheit, wobei sowohl individuelle Merkmale als auch kontextuelle Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu identifizieren, welche Variablen auf der Individual- und Kontextebene signifikant mit der wahrgenommenen Sicherheit des Arbeitsplatzes korrelieren.
- Analyse individueller Einflussfaktoren wie Beschäftigungsform und Arbeitslosigkeitserfahrung
- Untersuchung der Rolle sozio-demografischer Merkmale wie Geschlecht, Alter und Bildung
- Evaluation von Kontextvariablen wie Globalisierungsgrad und Arbeitslosenquote
- Beurteilung der Wirkung von Arbeitsmarktinstitutionen wie Beschäftigungsschutz
- Anwendung einer Mehrebenenanalyse zur Erfassung länderübergreifender Varianz
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Das Phänomen der Jobunsicherheit erweist sich als aktuell und gegenwartsnah. Vor allem in der gegenwärtigen Gesellschaft wird Jobunsicherheit nicht mehr als ein marginalisiertes Phänomen aufgefasst, sondern wird zunehmend als eine allgegenwärtige Tatsache erfahren.
Viele Studien konzentrieren sich vorwiegend auf die objektiven Bedingungen wie „nonstandard employment“ wenn es darum geht, das Phänomen der Jobunsicherheit zu erklären.
Über die Auswirkungen, die die objektiven Bedingungen auf die individuellen Gefühle und Ängste haben, wurde noch nicht viel berichtet. Die subjektive Jobsicherheit erweist sich allerdings in vielerlei Hinsicht als bedeutsam. In der gegenwärtigen Literatur wird vor allem argumentiert, dass sich die subjektive Jobunsicherheit sich negativ auf das Wohlbefinden der Individuen auswirken und negative Folgen mit sich bringen würde. So geht beispielsweise folgendes aus manchen Studien hervor:
„job insecurity, and the feeling of insecurity itself, have both a direct and an indirect negative impact on well-being“ (Munoz de Bustillo; De Pedraza 2010: 5)
In dem Folgenden wird daher der Fokus auf die subjektive Jobsicherheit gelegt und es wird versucht Antworten auf die folgenden Fragen zu geben: Welche Faktoren auf der Individualebene stehen in Verbindung mit der subjektiven Jobsicherheit? Welche Kontextfaktoren üben einen Einfluss auf die subjektive Jobsicherheit aus?
Nachdem der Forschungsstand dargestellt und die zu überprüfenden Hypothesen vorgestellt wurden, wird im dritten Kapitel die Beschreibung der Daten, Methoden und Variablen erfolgen. Im vorletzten Kapitel wird es darum gehen, die Ergebnisse vorzustellen und Antworten auf die am Anfang gestellten Hypothesen zu geben. Anschließend wird ein kurzes Fazit gezogen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Aktualität des Phänomens der subjektiven Arbeitsplatzunsicherheit ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2. Forschungsstand und Hypothesen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Stand der Forschung und leitet daraus verschiedene Hypothesen über den Einfluss individueller und kontextueller Faktoren auf die Jobsicherheit ab.
3. Daten, Variablen und Methoden: Hier werden der Datensatz aus dem European Social Survey sowie die methodische Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen auf Individual- und Kontextebene erläutert.
4. Auswertung: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten logistischen Mehrebenenregression, um die Auswirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren auf die Jobsicherheit zu prüfen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, bewertet die aufgestellten Hypothesen und reflektiert über die Relevanz der untersuchten Einflussfaktoren.
Schlüsselwörter
Arbeitsplatzunsicherheit, Jobsicherheit, Mehrebenenanalyse, European Social Survey, Individualebene, Kontextebene, Arbeitslosigkeit, Globalisierung, Beschäftigungsschutz, Arbeitslosenunterstützung, Sozialausgaben, Arbeitsmarkt, Arbeitsvertrag, Bildungsniveau, Demografie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der subjektiven Wahrnehmung von Arbeitsplatzunsicherheit und den Faktoren, die diese maßgeblich beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf individuellen Merkmalen von Arbeitnehmern sowie auf kontextuellen, institutionellen und makroökonomischen Bedingungen innerhalb verschiedener Länder.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, welche Faktoren auf der Individualebene in Verbindung mit der subjektiven Jobsicherheit stehen und welche Kontextfaktoren einen Einfluss darauf ausüben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Untersuchung nutzt eine quantitative Mehrebenenanalyse, um Daten auf Individualebene und aggregierte Daten auf Länderebene statistisch auszuwerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Hypothesen, die methodische Beschreibung der Datengrundlage und die anschließende statistische Auswertung der Regressionsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Zu den prägenden Begriffen gehören Jobsicherheit, Mehrebenenanalyse, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsschutz, Arbeitslosigkeit sowie individuelle und kontextuelle Faktoren.
Wie wirkt sich laut der Analyse ein unbefristeter Arbeitsvertrag auf das Sicherheitsgefühl aus?
Die Analyse zeigt einen hochsignifikanten positiven Zusammenhang: Personen mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag empfinden eine deutlich höhere Jobsicherheit im Vergleich zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen.
Hat der Globalisierungsgrad gemäß den Ergebnissen einen signifikanten Einfluss auf die Jobsicherheit?
Nein, der KOF Globalisierungsindex zeigte in den betrachteten Modellen keinen signifikanten Einfluss auf die subjektive Jobsicherheit.
Wie verändert sich die wahrgenommene Sicherheit bei zunehmender Arbeitslosenquote?
Es wurde ein negativer signifikanter Effekt nachgewiesen: Eine höhere Arbeitslosenquote korreliert mit einer reduzierten subjektiven Jobsicherheit der Bürger.
- Quote paper
- Ksenia Turkina (Author), 2015, Welche Individual- und Kontextfaktoren üben einen Einfluss auf die subjektive Arbeitsplatzunsicherheit aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150014