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Die Transaktionskostentheorie. Grundlagen, Einflussgrößen und das Markt-Hierarchie-Paradigma

Titel: Die Transaktionskostentheorie. Grundlagen, Einflussgrößen und das Markt-Hierarchie-Paradigma

Studienarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcel Daferner (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufgabe dieser Seminararbeit ist es, einen übersichtlichen und umfangreichen Erklärungsversuch für den Transaktionsansatz zu geben. Vorrangiges Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, aus dem Angebot der Koordinationsformen für Organisation unter Zuhilfenahme der Transaktionskostentheorie die Minimierung der Kosten durch die Beurteilung der Effizienz zu rechtfertigen. Bestenfalls soll dieser Ansatz als Instrument für Führungskräfte genutzt werden, welcher als Entscheidungsfindung dient. Im Zeitalter rasanter ökonomischer Unternehmensentwicklungen agieren Wirtschaftsorganisationen in einer sich schnell veränderten Umwelt. Die oberste Maxime eines jeden Unternehmens ist die Gewinnmaximierung.

Durch zielgerichtetes Ausnutzen von Wettbewerbsvorteilen wird somit langfristig das vorgegebene Unternehmensziel erreicht. Ausnahmslos muss jedes Gut in einer Wertschöpfungskette, beginnend mit der Erstellung, mehrere Phasen durchlaufen, bevor es zum Ziel, dem Endverbraucher, gelangt. Die Wertschöpfungskette kann als Transaktionsprozess begriffen werden. Neben den Kosten der Wertschöpfungskette von Gütern und Dienstleistungen entstehen der Wirtschaftseinheit zudem Kosten für die Übertragung von sogenannten Verfügungsrechten an Gütern und Dienstleistungen. Diese anfallenden Kosten werden als sogenannte Transaktionskosten bezeichnet. Die neue Institutionökonomik rechtfertigt die Daseinsberechtigung der Unternehmen damit, dass alle wirtschaftlichen Handlungen innerhalb eines Marktes mit Kosten verbunden sind.

Diese neue Perspektive wird als Transaktionskostenansatz zusammengefasst, bei dem die effiziente Ausgestaltung von Tauschbeziehung im Mittelpunkt steht. Der Ursprung der Transaktionskostentheorie beruht auf denen im Jahre 1937 entscheidenden Arbeiten von Roland Coase, indem Coase in den „cost of using the price mechanism“, den Hauptgrund für das Erscheinen und die Größe von Unternehmen sah. Die Idee wurde mehr als drei Jahrzehnte später erneut aufgegriffen. In Bezug auf die von Coase entwickelte Idee, knüpfte Williamson mit seiner Überlegung an. Er untersucht welche Mechanismen die Treiber der Marktwirtschaft sind. Nach Williamson sind die Transaktionskosten in Verbindung mit einer Transaktion die Ursache.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausgangssituation

1.2. Problemstellung

1.3. Zielsetzung

2. Theoretische Grundlagen der Transaktionskostentheorie

2.1. Begriffsbeschreibung Transaktionen

2.2. Arten von Transaktionskosten

2.3. Verhaltensweisen

3. Einflussgrößen von Transaktionen

3.1. Spezifität

3.2. Unsicherheit

3.3. Häufigkeit

4. Typische Koordinationsformen

4.1. Das Markt-Hierarchie Paradigma

5. Fazit

5.1. Anwendbar für das Management

5.2. Kritische Beurteilung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Transaktionskostentheorie systematisch zu erläutern und ihre Anwendbarkeit als Entscheidungsinstrument für Führungskräfte zur Minimierung von Koordinationskosten zu untersuchen.

  • Grundlagen und Definitionen der Transaktionskostentheorie
  • Einflussgrößen wie Spezifität, Unsicherheit und Häufigkeit
  • Analyse des Markt-Hierarchie-Paradigmas
  • Nutzen der Theorie für das Management und die kundenorientierte Unternehmensführung

Auszug aus dem Buch

2.3. Verhaltensweisen

Geprägt sind Transaktionen im Wesentlichen von Informationsasymmetrien. Insbesondere die Unsicherheit über die gegenüberliegende Verhaltensweise und den Wert der erwarteten Leistung werden zu reduzieren versucht. Daher schreibt die Transaktionskostentheorie den beteiligten Akteuren drei typische Verhaltensweisen zu: Begrenzte Rationalität, Opportunismus und Risikoneutralität.10

Vor dem Hintergrund der klassischen Rationalitätsannahme, bei dem die Akteure bei beschränkten Alternativen den bestmöglichen Nutzen anstreben, weichen die Wirtschaftssubjekte bei der beschränkten Rationalität von der ökonomischen Rationalität ab. Wirtschaftssubjekte gelangen schnell an ihre Grenzen aufgrund von Beschränkungen hinsichtlich der Informationsaufnahme und -verarbeitung. Sobald das jeweilige Anspruchsniveau erreicht wird, hat das Einfluss auf die weitere Vertragsgestaltung.11 Dies lässt die Menschen beschränkt rational handeln. Beispielsweise können im Rahmen eines Arbeitsvertrags nicht alle möglichen zu erbringenden Arbeitsleistungen dokumentiert werden.

Im Sinne des Opportunismus handeln Menschen nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung, also was ihnen Vorteile bringt und den eigenen Nutzen höher stellt als den von anderen Akteuren. Dabei schrecken sie nicht vor List, Tücke und Täuschen zurück, indem sie ihre eigene Nutzenmaximierung auf Kosten anderen machen. Problematisch wird der Opportunismus, sobald dem Vertragspartner wesentliche Informationen fehlen und die Transaktionspartner durch Formen des Betrugs konkrete versprechen oder Vereinbarungen nicht einhalten. Die geschickte Anpassung an die jeweilige Lage/Situation. Also Lösung für das Problem ist der Wettbewerb in einem Markt ein passendes Mittel. 12

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der ökonomischen Entwicklung, definiert Transaktionskosten als notwendiges Konzept und legt die Zielsetzung der Arbeit fest.

2. Theoretische Grundlagen der Transaktionskostentheorie: Hier werden die zentralen Begriffe, die verschiedenen Arten von Transaktionskosten sowie die unterstellten menschlichen Verhaltensweisen in der Theorie definiert.

3. Einflussgrößen von Transaktionen: Das Kapitel analysiert die Faktoren Spezifität, Unsicherheit und Häufigkeit als wesentliche Treiber für die Entstehung von Transaktionskosten.

4. Typische Koordinationsformen: Hier wird das Markt-Hierarchie-Paradigma vorgestellt, welches aufzeigt, wie Organisationen ihre Transaktionen effizient zwischen Markt und Hierarchie koordinieren können.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet den Nutzen der Theorie für das Management und übt gleichzeitig kritische Distanz an den vereinfachten Annahmen der Theorie.

Schlüsselwörter

Transaktionskostentheorie, Institutionenökonomik, Markt, Hierarchie, Koordinationsformen, Transaktionskosten, Spezifität, Unsicherheit, Häufigkeit, Opportunismus, Begrenzte Rationalität, Unternehmensführung, Effizienz, Wertschöpfungskette, Property-Rights-Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Transaktionskostentheorie und beleuchtet, wie Unternehmen ihre Transaktionen effizient gestalten und Kosten durch die Wahl geeigneter Organisationsformen minimieren können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Transaktionskosten, die Analyse von Einflussfaktoren auf Transaktionen, das Markt-Hierarchie-Paradigma sowie die praktische Anwendbarkeit für Führungskräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen umfassenden Erklärungsversuch für den Transaktionsansatz zu liefern und aufzuzeigen, wie Führungskräfte die Theorie zur Entscheidungsfindung und Kosteneffizienz nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit wurde primär auf Basis einer umfangreichen Literaturrecherche erstellt, um die theoretischen Grundlagen und Zusammenhänge der Transaktionskostentheorie aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Definitionen und Verhaltensweisen), die Untersuchung der Einflussgrößen sowie die Analyse verschiedener Koordinationsformen zwischen Markt und Unternehmen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Transaktionskosten, Markt-Hierarchie-Paradigma, Opportunismus, begrenzte Rationalität sowie die Spezifität von Investitionen.

Warum spielt das Menschenbild in dieser Theorie eine zentrale Rolle?

Da die Theorie Verhaltensweisen wie den Opportunismus unterstellt, ist das Menschenbild entscheidend, um zu verstehen, warum Verträge unvollständig sind und Kontrollmechanismen notwendig werden.

Welche Kritik äußert der Autor an der Transaktionskostentheorie?

Der Autor kritisiert, dass das Konzept zu stark auf Kosten fokussiert, kurzfristige Aspekte vernachlässigt und durch das vereinfachte Menschenbild das menschliche Verhalten nur einseitig darstellt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Transaktionskostentheorie. Grundlagen, Einflussgrößen und das Markt-Hierarchie-Paradigma
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg  (Fakultät für Wirtschaft)
Note
1,7
Autor
Marcel Daferner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V1150084
ISBN (eBook)
9783346542991
ISBN (Buch)
9783346543004
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transformationskostentheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Daferner (Autor:in), 2017, Die Transaktionskostentheorie. Grundlagen, Einflussgrößen und das Markt-Hierarchie-Paradigma, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150084
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Leseprobe aus  17  Seiten
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