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Palästinensische Konfliktakteure im sog. "Nahostkonflikt"

Título: Palästinensische Konfliktakteure im sog. "Nahostkonflikt"

Trabajo Escrito , 2003 , 59 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Magister Jörg Zöbisch (Autor)

Política - Región: Oriente Medio
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Der sog. "Nahostkonflikt" ist im Grunde ein Konflikt um Land. Zwei Völker, nämlich das palästinensische und das israelische, streiten um die selbe Region, wobei man nicht eindeutig sagen kann, was genau diese "Region" ist. Auf beiden Seiten gibt es Unterschiede in der Definition der für sich beanspruchten Region, in der das jeweils "eigene" Volk leben soll. So ist es zu erklären, dass es innerhalb beider Konfliktparteien sowohl Kräfte gibt, die ein Nebeneinander beider Völker in zwei Staaten befürworten und anstreben, als auch Kräfte, die eine Dominanz des eigenen Volkes über das gesamte umstrittene Gebiet wollen, egal ob damit eine Vertreibung der jeweils anderen Volksgruppe oder die Herrschaft und Kontrolle über die jeweils andere Volksgruppe verbunden ist.
Das Wort "Nahostkonflikt" besteht aus zwei Teilworten, nämlich "Nahost" und "Konflikt". Der Begriff "Nahost" oder "Naher Osten" ist eigentlich nicht korrekt, denn er geht auf eine eurozentrische Wahrnehmung der Welt zurück. Wenn man Europa als das Zentrum der Welt begreift, so tut man dies nicht nur in geographischer Hinsicht, sondern - zumindest unbewusst - auch im Hinblick auf Werte, Kultur, Macht, Dominanz usw.. Der geographisch korrekte Begriff für die Region, in der sich der sog. "Nahostkonflikt" abspielt, ist somit "Westasien". Um aber keine unnötige begriffliche Verwirrung in dieser Arbeit zu stiften, wird an den eurozentrischen Begriffen festgehalten. Das zweite Teilwort, nämlich "Konflikt", sagt aus, dass es sich beim sog. "Nahostkonflikt" um ausgetragene Interessengegensätze - in diesem Falle zweier Völker - handelt...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kapitel: Auseinandersetzung mit dem Begriff "Terrorismus"

2. Kapitel: Nicht-palästinensische Konfliktakteure im sog. "Nahostkonflikt"

2.1 Die jüdische Besiedlung Palästinas und die Verdrängung der Palästinenser aus Palästina

2.2 Die Rolle der "westlichen" Mächte

2.3 Die Rolle der arabischen Staaten

3. Kapitel: Eigene Anstrengungen der Palästinenser im Kampf für einen eigenen Staat

3.1 Die politischen Islamisten als Akteure im sog. "Nahostkonflikt"

3.1.1 Die Muslimbrüder

3.1.2 Der Dschihad al-islami

3.1.3 Die Hamas

3.2 Die säkularen Nationalisten als Akteure im sog. "Nahostkonflikt"

4. Kapitel: Naheliegende Schlussfolgerungen der palästinensischen Konfliktakteure

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern bis 2003 zu seiner aktuellen kriegerischen Form entwickeln konnte, wobei der Fokus primär auf den palästinensischen Konfliktakteuren liegt. Ziel ist es, deren Handlungsweisen durch eine Analyse ihrer Interessen und Weltanschauungen sowie durch Vergleiche mit anderen Befreiungsbewegungen verständlich zu machen.

  • Kritische Analyse von Kampfbegriffen wie "Terrorismus"
  • Einfluss nicht-palästinensischer Akteure auf die palästinensische Ausgangslage
  • Differenzierung palästinensischer Akteure in säkulare Nationalisten und politische Islamisten
  • Rolle von Ideologien, Machtverhältnissen und gewählten Kampfmitteln
  • Vergleich der palästinensischen Situation mit historischen Befreiungskämpfen

Auszug aus dem Buch

Die jüdische Besiedlung Palästinas und die Verdrängung der Palästinenser aus Palästina

Wie bereits am Anfang betont wurde, ist der sog. "Nahostkonflikt" ein Konflikt um Territorium, welches zwei Völker, nämlich das israelische und das palästinensische, für sich beanspruchen. Somit muss man der Frage nachgehen, wie es dazu kam, dass diese beiden Volksgruppen um das selbe Land konkurrieren.

Während sich das jüdische Selbstverständnis in erster Linie auf die Bibel und die Thora bezieht, da den Juden dort das Land Israel zum ewigen Besitz erklärt wurde, gründet sich das palästinensische Selbstverständnis in erster Linie auf die Tatsache, dass Palästina vor 1880 fast ausschließlich von Arabern bewohnt wurde, und durch die jüdische Einwanderung die arabische Bevölkerung Schritt für Schritt aus ihrem eigenen Land verdrängt wurde. Man kann also sagen, dass der jüdische Anspruch auf das Land Palästina v.a. ideologischer Natur ist, während der palästinensische Anspruch in erster Linie praktische Hintergründe hat. Natürlich haben die Juden durch ihre schrittweise Besiedlung des Landes Palästina Fakten geschaffen, sodass sich heute im Grunde zwei Ansprüche auf ein und das selbe Land gegenüberstehen, die beide praktischer Natur sind. Wie weit diese Ansprüche gehen - also ob das gesamte Gebiet für das eigene Volk beansprucht wird, oder ob ein Nebeneinander beider Völker auf jeweils einem Teil des Gebietes angestrebt wird - ist von den jeweiligen ideologischen Orientierungen der einzelnen Konfliktakteure abhängig.

Vor 1880 gab es kaum eine jüdische Bevölkerung in Palästina. Erst als nach dem Attentat auf den russischen Zaren 1881 in Russland verstärkt diskriminierende Gesetze gegen Juden erlassen wurden und Pogrome zunahmen, kam es zu einer ersten großen Emigrationsbewegung russischer Juden. Da zu dieser Zeit jedoch das Interesse bei vielen Juden an einer Einwanderung nach Palästina relativ gering war, und zudem osmanische Einwanderungsgesetze die Einwanderung beschränkten - denn vor dem Ersten Weltkrieg gehörte Palästina zum Osmanischen Reich -, wanderte nur ein relativ kleiner Teil der osteuropäischen Juden in Palästina ein. So waren es zwischen 1882 und 1914 etwa 55 000 bis 70 000 Juden, die ihre neue Heimat in Palästina suchten - darunter viele Angehörige zionistischer Arbeitergruppen in Russland.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik des Begriffs "Nahostkonflikt", Darlegung der methodischen Vorgehensweise sowie Formulierung der zentralen Forschungsfrage.

1. Kapitel: Auseinandersetzung mit dem Begriff "Terrorismus": Kritische Untersuchung der bewussten Verwendung von Kampfbegriffen zur Einteilung in "gut" und "böse" und deren Wirkung auf die öffentliche Meinung.

2. Kapitel: Nicht-palästinensische Konfliktakteure im sog. "Nahostkonflikt": Analyse der Einflussnahme jüdischer Siedler, westlicher Mächte sowie arabischer Staaten auf die palästinensische Situation.

3. Kapitel: Eigene Anstrengungen der Palästinenser im Kampf für einen eigenen Staat: Untersuchung der Akteure, unterteilt in säkulare Nationalisten (PLO) und politische Islamisten (Muslimbrüder, Dschihad al-islami, Hamas).

4. Kapitel: Naheliegende Schlussfolgerungen der palästinensischen Konfliktakteure: Vergleich der Strategien und Kampfmittel mit anderen internationalen Befreiungsbewegungen, um das Handeln der palästinensischen Akteure zu erklären.

Schlüsselwörter

Nahostkonflikt, Palästina, Israel, Terrorismus, Befreiungsbewegung, PLO, Hamas, Islamismus, Nationalismus, Balfour-Deklaration, Intifada, Siedlungspolitik, Selbstmordkommandos, Kampfmittel, Machtverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern bis zum Jahr 2003 mit einem speziellen Fokus auf die Perspektive und die Akteure der palästinensischen Seite.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Wirkung von Kampfbegriffen, die Einflüsse externer Mächte, die interne Differenzierung palästinensischer Gruppen in säkulare und islamistische Kräfte sowie die theoretische Einordnung des Konflikts als Befreiungskampf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: "Wie ist es möglich, dass sich der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu seiner aktuellen Form (2003) entwickelt hat?" Ziel ist die verständliche Darstellung der aktuellen Handlungsweisen der palästinensischen Akteure.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die den Fokus auf die Interessen, die Wahrnehmung und die Machtmöglichkeiten der Akteure legt und diese durch Vergleiche mit historischen Beispielen von Befreiungskämpfen kontextualisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst nicht-palästinensische Akteure, untersucht dann detailliert die verschiedenen politischen und militanten palästinensischen Gruppen und leitet abschließend Schlussfolgerungen aus der Strategie des Konfliktaustrags ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Nahostkonflikt, PLO, Hamas, Befreiungskampf, politische Macht, Interessen und Konfliktaustrag.

Wie beeinflusste der "Kampf gegen den Terror" die palästinensische Wahrnehmung?

Der Autor argumentiert, dass Kampfbegriffe wie "Terrorismus" gezielt instrumentalisiert werden, um einer Seite Legitimität abzusprechen und unterbewusste Freund-Feind-Schemata zu etablieren, was die ernsthafte Auseinandersetzung mit Interessen behindert.

Warum betrachtet der Autor den Hamas-Konflikt als "Islamisierung von unten"?

Im Gegensatz zu anderen Strömungen integriert die Hamas soziale und religiöse Basiseinrichtungen wie Moscheen in ihre politische Arbeit und verbindet dies mit einer revolutionär-nationalen Komponente, um eine islamische Gesellschaft aufzubauen.

Final del extracto de 59 páginas  - subir

Detalles

Título
Palästinensische Konfliktakteure im sog. "Nahostkonflikt"
Universidad
Technical University of Chemnitz  (Politikwissenschaft)
Curso
Hauptseminar "Nahost-Konflikt"
Calificación
2,0
Autor
Magister Jörg Zöbisch (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
59
No. de catálogo
V115022
ISBN (Ebook)
9783640163083
ISBN (Libro)
9783640164509
Idioma
Alemán
Etiqueta
Palästinensische Konfliktakteure Nahostkonflikt Hauptseminar Nahost-Konflikt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Jörg Zöbisch (Autor), 2003, Palästinensische Konfliktakteure im sog. "Nahostkonflikt", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115022
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