Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Historia

Jeanne d‘Arc als Antitypus des spätmittelalterlichen Frauenbilds. Die Didaktisierung im Geschichtsunterricht

Título: Jeanne d‘Arc als Antitypus des spätmittelalterlichen Frauenbilds. Die Didaktisierung im Geschichtsunterricht

Tesis (Bachelor) , 2021 , 36 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Didáctica - Historia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Ziel dieser Arbeit ist es zu ergründen, inwiefern und warum Jeanne d’Arc sich in das
vorherrschende zeitgenössische Gesellschafts- und Frauenbild des Mittelalters integriert beziehungsweise sich davon abhebt.

Keine andere Person des Mittelalters, ob männlich oder weiblich, war bisher Gegenstand so zahlreicher Studien, wie Jeanne d’Arc. Sie wurde als Heilige, Heldin, religiöse Idealistin, Weissagerin, wahnsinniger Teenager, Feministin, Retterin Frankreichs, Dreh-und-Angelpunkt des Hundertjährigen Krieges und sogar als marxistische Befreierin porträtiert.

Zweifelsohne hat jede dieser Zuschreibungen seinen Teil zu dem Bild beigetragen, das den Mythos der Jeanne d’Arc heute ausmacht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Teil A

2. Das Leben der Jeanne d’Arc

2.1 Kindheit

2.2 Militärische Laufbahn

2.3 Der Inquisitionsprozess von Rouen

3. Das Frauenbild des Spätmittelalters

4. Jeanne d’Arc im Vergleich mit dem Frauenbild des Spätmittelalters

5. Fazit

Teil B

6. Einordnung der Thematik in den Kernlehrplan

7. Entwicklung des Themas und einer relevanten Fragestellung im Geschichtsunterricht

8. Der Entwurf des Lernarrangements

8.1 Geschichtsdidaktischer Zugriff durch die Verwendung von Textquellen im Unterricht

8.2 Das Lernarrangement

8.2.1 Voraussetzungen

8.2.2 Material

8.2.3 Lernpotenziale

9. Fazit

10. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Jeanne d’Arc als konträres Gegenbeispiel zum spätmittelalterlichen Frauenbild und entwickelt auf dieser Basis ein geschichtsdidaktisches Lernarrangement für den Schulunterricht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Jeanne d’Arc die gesellschaftliche Wahrnehmung und Rolle der Frau im Spätmittelalter durch ihr Wirken und ihren Bruch mit gängigen Konventionen infrage stellte.

  • Biographische Analyse von Jeanne d’Arc und ihren Visionen
  • Darstellung der sozialen und rechtlichen Stellung der Frau im Spätmittelalter
  • Konfrontation der historischen Jeanne d’Arc mit zeitgenössischen Geschlechterrollen
  • Entwicklung eines Lernarrangements auf Basis von Inquisitionsakten
  • Reflexion über historisches Bewusstsein und kritische Quellenarbeit im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3. Das Frauenbild des Spätmittelalters

Das Frauenbild des späten Mittelalters, insbesondere des 14. und 15. Jahrhunderts war geprägt von verschiedensten Mentalitäten. Die Menschen entwickelte sich aufgrund der sozialen Unruhen im ausgehenden 14. Jahrhundert eine zunehmende Sehnsucht nach Frieden. In diesem Zusammenhang gewann auch die Stellung der Kirche für die Menschen immer größere Bedeutung in ihrem Leben. Einerseits lässt sich eine gewisse Verweltlichung erkennen; der Hang zum Luxus wuchs und es entwickelte sich eine Genusssucht. Die Pestepidemie (1348-1350) hatte zusätzlichen Einfluss auf Lebenseinstellungen und Religiosität, so dass sich andererseits eine breite und tiefgreifende (Volks-) Frömmigkeit entwickelte, die zwar zur Massenhaftigkeit tendierte, aber ebenso eine Tendenz zur Innerlichkeit und Einfachheit aufwies. Im fortschreitenden Verlauf des Mittelalters änderten sich einige Aspekte im Alltagsleben der Frau.

So wandelte sich beispielsweise die allgemeine und rechtliche Stellung und es fand eine Wende im Heiratssystem statt. Im Falle einer Heirat empfahl es sich zwar immer noch, die elterliche Einwilligung einzuholen, jedoch war dies keine Voraussetzung mehr für die Kirchenrechtliche Gültigkeit. Im weltlichen Recht blieb es allerdings eine Vorschrift. Die Bauernrechte kannten keinen Heiratszwang. Das Mindestalter um heiraten zu dürfen, lag für Mädchen bei zwölf Jahren. Sie wurden in der Regel verhältnismäßig früh verheiratet: In der Stadt und beim Adel lag das durchschnittliche Alter bei 13, auf dem Land bei 17 Jahren. Sie heirateten meist einen weitaus älteren Mann, so dass nicht nur das Geschlechter-, sondern auch das Altersverhältnis das „Herrschaftsverhältnis“ bestimmte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den Mythos Jeanne d’Arc und formuliert die Absicht, ihr Handeln im Kontext des spätmittelalterlichen Frauenbildes und der didaktischen Aufarbeitung für den Geschichtsunterricht zu untersuchen.

2. Das Leben der Jeanne d’Arc: Dieses Kapitel liefert einen biographischen Abriss von der Kindheit über die militärische Laufbahn bis hin zum Inquisitionsprozess in Rouen.

3. Das Frauenbild des Spätmittelalters: Hier werden die sozialen und mentalitätsgeschichtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet, welche die Rolle der Frau und die Erwartungen der Kirche und Gesellschaft prägten.

4. Jeanne d’Arc im Vergleich mit dem Frauenbild des Spätmittelalters: In diesem Teil wird Jeanne anhand der Inquisitionsakten mit den gesellschaftlichen Idealvorstellungen der damaligen Zeit konfrontiert und ihr bewusster Bruch mit den Normen analysiert.

5. Fazit: Das erste Fazit schließt die fachwissenschaftliche Analyse ab und ordnet Jeanne d’Arc als atypische Frau ein, die sich trotz der Risiken für ihre Ideale entschied.

6. Einordnung der Thematik in den Kernlehrplan: Hier wird die Relevanz der Thematik für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I anhand des Kernlehrplans für Nordrhein-Westfalen begründet.

7. Entwicklung des Themas und einer relevanten Fragestellung im Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel widmet sich der didaktischen Herleitung einer problemorientierten Fragestellung für den Unterricht.

8. Der Entwurf des Lernarrangements: Dieser Abschnitt beschreibt den geschichtsdidaktischen Zugriff via Textquellen, die Voraussetzungen der Lerngruppe sowie die methodische Gestaltung des Materials.

9. Fazit: Das abschließende Fazit resümiert die Eignung des Materials für den Unterricht und reflektiert die Potenziale sowie die Grenzen der quellenbasierten Auseinandersetzung.

10. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogene Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Jeanne d’Arc, Spätmittelalter, Frauenbild, Geschichtsunterricht, Inquisitionsprozess, Quellenarbeit, Rollenverhalten, Didaktik, Mittelalter, Geschichtsbewusstsein, Rollenmuster, Emanzipation, Hexerei, Häresie, Lernarrangement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Figur der Jeanne d’Arc im Kontext des spätmittelalterlichen Frauenbildes und verknüpft diese fachwissenschaftliche Analyse mit einer didaktischen Konzeption für den Geschichtsunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Frau im Spätmittelalter, die geschichtliche Biografie Jeanne d’Arcs sowie die methodische Vermittlung historischer Themen mittels Quellenarbeit in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, das konträre Verhalten Jeanne d’Arcs zum zeitgenössischen Frauenbild herauszuarbeiten und darauf basierend ein Lernarrangement für eine sechste Klasse zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fachwissenschaftliche Analyse historischer Quellen (Inquisitionsakten, Briefe) und kombiniert diese mit fachdidaktischen Ansätzen zur problemorientierten Unterrichtsgestaltung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Biografie Jeannes und die allgemeinen gesellschaftlichen Normen des Mittelalters dargestellt, um anschließend die Diskrepanz zwischen ihrem Handeln und den zeitgenössischen Erwartungen an Frauen aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Jeanne d’Arc und dem Frauenbild des Mittelalters sind Quellenarbeit, Didaktik, Geschichtsunterricht und Rollenkonformität zentrale Begriffe.

Warum spielt der Prozess von Rouen für die Arbeit eine so zentrale Rolle?

Die Inquisitionsakten aus Rouen sind essenziell, da sie die offiziellen Anklagepunkte dokumentieren, die verdeutlichen, in welchen Bereichen Jeanne am stärksten gegen die gesellschaftlichen und religiösen Normen der damaligen Zeit verstieß.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Quellen?

Die Autorin betont, dass Quellen sehr subjektiv und zweckorientiert sind, weshalb Schülerinnen und Schüler im Unterricht lernen müssen, diese kritisch zu hinterfragen und nicht als objektive Wahrheit zu betrachten.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Jeanne d‘Arc als Antitypus des spätmittelalterlichen Frauenbilds. Die Didaktisierung im Geschichtsunterricht
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
36
No. de catálogo
V1150262
ISBN (Ebook)
9783346537157
ISBN (Libro)
9783346537164
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jeanne d‘Arc Antitypus spätmittelalter Frauenbild geschichte geschichtsunterricht didaktik geschichtsdidaktik Johanna von Orléans Johanna mittelalter hausarbeit bachelorarbeit bachelor master masterarbeit examen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Jeanne d‘Arc als Antitypus des spätmittelalterlichen Frauenbilds. Die Didaktisierung im Geschichtsunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150262
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  36  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint