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Schwerstmehrfachbehinderte Kinder und ihre Eltern. Unterstützungsmöglichkeiten nach der Geburt

Titre: Schwerstmehrfachbehinderte Kinder und ihre Eltern. Unterstützungsmöglichkeiten nach der Geburt

Epreuve d'examen , 2019 , 81 Pages , Note: 12

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den frühen Unterstützungsangeboten für Eltern nach der Geburt ihre schwerstmehrfachbehinderten Kindes, um diesen Kraft zu geben, sie zu befähigen, selbst Kraft zu entwickel (Stichwort Empowerment) und für die Zukunft zu stärken. Dabei setzt sie sich mit den Bedarfen der Eltern, ihren Wünschen und Ängsten sowie den bereits implementierten und für die Zukunft benötigten Unterstützungsmöglichkeiten auseinander. Des Weiteren beleuchtet sie ebenso Eltern, die das Leben mit einem schwerstmehrfachbehinderten Kind meistern und fokussiert deren Resilienzkräfte. Dabei findet eine deskriptive Auseinandersetzung mit der Thematik statt.

Für Außenstehende ist es meist schwer nachzuvollziehen, warum Eltern in manchen Situationen unerwartet reagieren. Vor allem später in der Schule sind manche Reaktionen und Empfindlichkeiten der Eltern im Zusammenhang mit ihrem Kind für Pädagog*innen nicht erklärbar. Doch ist es gerade in Situationen, in denen Eltern traurig, bedrückt oder gar aggressiv auf externe Forderungen reagieren, wichtig, sich in sie und die Vergangenheit mit ihrem Kind hineinzusetzen. In vielen Fällen haben Eltern das Trauma der Geburt ihres behinderten Kindes nach Jahren noch nicht überwunden oder pendeln zwischen den Polen Annahme und Ablehnung hin und her. Dabei ist ihre Zugewandtheit gegenüber ihrem Kind für den Verlauf seiner gesamten Entwicklung besonders wichtig. Die Erfahrungen nach der Geburt haben starke Auswirkungen auf die psychosozialen Interaktionen der Familie. Um diese auch für die Zukunft zu stärken, beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit den frühen Unterstützungsangeboten für Eltern und fragt: "Welche Unterstützungsmöglichkeiten benötigen Eltern nach der Geburt ihres schwerstmehrfachbehinderten Kindes?" Dabei findet eine deskriptive Auseinandersetzung mit der Thematik statt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1.Begrifflichkeit und Ursache für eine Behinderung

2.1.1. Der Begriff der Behinderung

2.1.2. Ursachen einer Behinderung

2.1.3. „Schwerstmehrfachbehindert“

2.2. Der Traum vom Wunschkind

2.3. Wenn der Traum platzt - Zur faktischen und psychosozialen Situation der Eltern nach der Geburt ihres schwerstmehrfachbehinderten Kindes

2.3.1 Die Konfrontation mit der Behinderung als kritisches Lebensereignis

2.3.2. Die direkte Zeit nach der Geburt

2.3.3. Phasenmodelle zum Bewältigungsprozess

2.3.3.1.„Krisenverarbeitung als Lernprozess“ nach Schuchardt

2.3.3.2. „Trauerprozess und Autonomieentwicklung“ nach Monika Jonas

2.3.3.3. „Das Postulat der Annahme“

2.4. Welchen Unterstützungsbedarf haben Eltern nach der Geburt ihres schwerstmehrfachbehinderten Kindes?

2.4.1. Die Situation der Diagnose – der Moment der Weichenstellung

2.4.2. Die Begleitung der Eltern nach der Geburt

2.4.3. Familiäre Ressourcen im Bewältigungsprozess

2.4.3.1. Resilienz

2.4.4. Veränderung und Neuentwicklung von Bedürfnissen

2.4.5. Die Unterstützung des Beziehungsaufbaus zwischen Eltern und Kind

2.4.6. Das „Empowerment-Konzept“ und seine Grundlagen

2.4.6.1. Empowerment als familiäre Bewältigungsstrategie

2.4.7. Die Beziehungsgestaltung von Eltern und Fachkräften

2.4.7.1. Aufgaben und Ziele der Zusammenarbeit

2.4.7.2. Formen der Zusammenarbeit

2.4.7.3. Mögliche Spannungsfelder in der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachleuten

2.4.8. Weitere unterstützende Hilfen für Eltern

2.4.9. Unterschiede im Unterstützungsangebot von Vätern und Müttern

2.4.10. Kultursensible Pflege und Beratung

2.4.10.1. Allgemeine differenzsensible Kommunikation zur Vermeidung einer Ethnisierung und Kulturalisierung von Differenzen

2.5. Unterstützende Angebote – ein Blick in die Praxis

2.5.1. Babylots*innen

2.5.2. Frühe Hilfen

2.5.3. Frühförderung

2.5.4. Familienentlastende Angebote

2.5.5. Elternseminare

2.5.6. knw-Kindernetzwerk e.V.- Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

2.5.7. Sozialpädiatrische Zentren (SPZ)

2.5.8. Die Mobile Kinderkrankenpflege Frankfurt am Main

2.5.9. Kinderhospiz Bärenherz

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychosoziale Belastungssituation von Eltern nach der Geburt eines schwerstmehrfachbehinderten Kindes. Ziel ist es, die spezifischen Bedürfnisse dieser Eltern zu identifizieren und aufzuzeigen, wie unterstützende Angebote – von der Diagnoseeröffnung bis zur langfristigen Begleitung – effektiv zur Bewältigung der Lebenskrise beitragen können.

  • Psychosoziale Bewältigungsprozesse und Trauerphasenmodelle
  • Empowerment-Konzepte als Strategie zur Selbstbefähigung der Familie
  • Rolle von Resilienz und familiären Ressourcen bei der Krisenverarbeitung
  • Professionelle Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Fachkräften
  • Praktische Unterstützungsangebote (Frühe Hilfen, Sozialpädiatrische Zentren, Kindernetzwerke)

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Ich kann mir keine Krankenstation in unserer Wohnung vorstellen – ich will es auch nicht!“, so die Worte eines Vaters kurz nach der Geburt seiner Tochter, bei der diese einen Sauerstoffmangel erlitten hatte. „Nach Bens Geburt bekamen wir keine Glückwunschkarten, niemand rief uns an. Das deprimierte mich sehr.“ „Ich fragte mich die ganze Zeit: Warum wir?“ Dies sind Aussagen von Eltern, deren Kind mit einer Schwerstmehrfachbehinderung auf die Welt kam bzw. während oder kurz nach der Geburt schwerstmehrfachbehindert wurde. Ich lernte sie bei meiner Arbeit als Kinderkrankenschwester im Krankenhaus, in der Mobilen Kinderkrankenpflege sowie in einem an eine Schule angegliederten Wohnheim für schwerstmehrfachbehinderte Kinder kennen. Bei der Arbeit kam es hin und wieder zu Konflikten mit Eltern. So fiel es einigen schwer, ihr Kind in die Obhut fremder Hände zu geben oder sie verhielten sich in einigen Situationen für andere unangemessen. Hin und wieder gab es jedoch auch Gelegenheiten, um sich mit den Eltern zu unterhalten; über ihr Kind, über sie selbst und die Vergangenheit mit ihrem Kind. Dabei war es vor allem im Wohnheim erstaunlich, was die Familien alles mit ihrem Kind erlebt hatten und wie unterschiedlich sie mit der Situation umgingen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die emotionale Ausgangslage betroffener Eltern und formuliert die zentrale Fragestellung nach notwendigen Unterstützungsmöglichkeiten in der Zeit nach der Geburt eines schwerstmehrfachbehinderten Kindes.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen zur Behinderung, Phasenmodelle der Trauerbewältigung sowie konkrete Unterstützungsbedarfe und die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften.

3. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer wertschätzenden, koordinierten Unterstützung, die Eltern als Partner in den Mittelpunkt stellt.

Schlüsselwörter

Schwerstmehrfachbehinderung, Elternberatung, Bewältigungsprozess, Empowerment, Resilienz, Frühe Hilfen, Frühförderung, Diagnoseübermittlung, Trauerarbeit, Fachkräfte, Familienentlastende Angebote, Kooperation, Sozialpädiatrische Zentren, Elternarbeit, Inklusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit primär?

Die Arbeit widmet sich den Herausforderungen von Eltern, die ein schwerstmehrfachbehindertes Kind bekommen haben, und untersucht, welche Unterstützungsangebote ihnen bei der Bewältigung dieser Lebenssituation helfen können.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören der Umgang mit der Diagnose, die psychologischen Phasen der Krisenverarbeitung, die Rolle von familiären Ressourcen sowie die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Eltern und professionellen Helfern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis deskriptiver Analysen aufzuzeigen, wie Unterstützungsangebote so strukturiert sein müssen, dass sie Eltern effektiv bei der Rückgewinnung von Kontrolle und Lebensqualität unterstützen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und ergänzt diese durch Expertenwissen aus dem klinischen Alltag, unter anderem durch Anfragen an Fachabteilungen eines Frankfurter Krankenhauses.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert ausgeführt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Behinderungsbegriffen, die psychologische Situation nach der Geburt („Traum vom Wunschkind“), Modelle zum Bewältigungsprozess sowie eine umfassende Darstellung der verschiedenen unterstützenden Praxiseinrichtungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Schwerstmehrfachbehinderung, Empowerment, Resilienz, Trauerbewältigung, Frühe Hilfen, Elternarbeit und interdisziplinäre Kooperation.

Welche Rolle spielt die „Diagnoseübermittlung“ für den weiteren Verlauf?

Die Art und Weise, wie die Diagnose vermittelt wird, fungiert als zentraler „Moment der Weichenstellung“. Eine empathische und strukturierte Aufklärung ist essenziell, um Eltern nicht zu überfordern und eine vertrauensvolle Basis für die künftige Begleitung zu schaffen.

Warum wird das Empowerment-Konzept als besonders wertvoll erachtet?

Empowerment unterstützt Eltern dabei, nicht als passive Empfänger von Hilfe, sondern als Experten in eigener Sache zu agieren. Es fördert ihre Selbstgestaltungskräfte und hilft, die familiäre Situation aktiv und selbstbestimmt zu bewältigen.

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Résumé des informations

Titre
Schwerstmehrfachbehinderte Kinder und ihre Eltern. Unterstützungsmöglichkeiten nach der Geburt
Université
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Sonderpädagogik)
Note
12
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
81
N° de catalogue
V1150368
ISBN (PDF)
9783346611741
ISBN (Livre)
9783346611758
Langue
allemand
mots-clé
Sonderpädagogik Unterstützung für Eltern behinderte Kinder Geburt und Behinderung Empowerment von Betroffenen Phasenmodelle zum Bewältigungsprozess Resilienz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Schwerstmehrfachbehinderte Kinder und ihre Eltern. Unterstützungsmöglichkeiten nach der Geburt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150368
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Extrait de  81  pages
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