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Persönlichkeitsentwicklung durch Inszenierung. Ambivalenzen der Wertevermittlung und ihre Methodik im Fach Werte und Normen (Sekundarstufe I)

Titel: Persönlichkeitsentwicklung durch Inszenierung. Ambivalenzen der Wertevermittlung und ihre Methodik im Fach Werte und Normen (Sekundarstufe I)

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maximilian Rugen (Autor:in)

Didaktik - Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im kantischen Sinne interpretiert, geht es in erfolgreicher Wertevermittlung darum, die Lernenden bei ihrer Bildung zu mündigen Individuen zu unterstützen. Sie sollen in der Lage sein, ihr erlerntes Wissen auch anzuwenden – sie sollen dem kantischen Ideal der Sittlichkeit und Freiheit entsprechend zum moralischen Handeln befähigt werden.

Vor diesem Hintergrund werden die Chancen und Herausforderungen inszenierender Methoden im Fach Werte und Normen in dieser Hausarbeit thematisiert. Dazu ist es zunächst sinnvoll, den vom Niedersächsischen Kultusministerium formulierten Bildungsbeitrag im Kerncurriculum des Faches Werte und Normen der Sekundarstufe I zu beleuchten. Erfolgreiche Wertevermittlung misst sich zwangsläufig an den dort formulierten Zielen. Im Anschluss wird diskutiert, dass inszenierende Methoden, in Form des Pädagogischen Rollenspiels, sich zum Erfüllen des Bildungsbeitrags in Werte und Normen besonders eignen können.

Abschließend steht die These, dass Wertevermittlung, im Sinne des Bildungsbeitrages des Faches Werte und Normen, von einer Dialogizität gekennzeichnet ist, die in der Methodik des Unterrichts berücksichtigt werden sollte. Dadurch wird der Umgang mit nicht auflösbaren, wertebedingten Spannungsfeldern erprobt und begünstigt letzten Endes die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen zu mündigen Individuen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Verstehen durch Inszenieren im Fach Werte und Normen

2. Der Bildungsbeitrag des Faches Werte und Normen – dialogische Wertevermittlung

3. Verstehen durch Empathie

4. Das Pädagogische Rollenspiel nach Pfeifer, Roew und Kriesel

5. Fazit: Ambivalenz der Wertevermittlung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Wertevermittlung im schulischen Fach "Werte und Normen". Im Fokus steht dabei die Frage, wie inszenierende Methoden – insbesondere das pädagogische Rollenspiel – dazu beitragen können, Schülerinnen und Schüler bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu mündigen Individuen zu unterstützen, ohne dabei die Grenzen der pädagogischen Verantwortung zu überschreiten.

  • Die Rolle der Wertevermittlung in der demokratischen Gesellschaft
  • Die Bedeutung von Empathie und Dialogizität im Unterricht
  • Chancen und Risiken inszenierender Methoden
  • Die Notwendigkeit einer klaren Trennung zwischen Rolle und Person
  • Methodische Anforderungen an die Planung und Reflexion von Rollenspielen

Auszug aus dem Buch

4. Das Pädagogische Rollenspiel nach Pfeifer, Roew und Kriesel

„Das Pädagogische Rollenspiel ist durch die Inszenierung und Reflexion lebensnaher Situationen gekennzeichnet und will die Schüler mit pädagogischen Mitteln für die Bewältigung ihres Alltagslebens stärken.“ Von zentraler Bedeutung in dieser Definition nach Roew und Kriesel ist der Bezug zwischen den im Unterricht inszenierten, also gewissermaßen pädagogisch artifiziell erzeugten, Situationen, und dem potentiell transformativen Erkenntnisgewinn dieser für alltagsrelevante Handlungen der Lernenden. Dabei sei es von essentieller Bedeutung, dass eine „klare Abgrenzung von pädagogischer und therapeutischer Arbeit“ seitens der Lehrkraft gewährleistet ist. Erstens sei Schule kein geeigneter Raum für Therapie, zweitens seien Lehrkräfte nicht mit der nötigen Ausbildung eines Therapeuten ausgestattet. Daraus folgt, dass die Biographie der Lernenden nicht Gegenstand der pädagogischen Arbeit sein, und beim Einsatz des Pädagogischen Rollenspiels lediglich mit der greifbaren Peripherie der Inszenierung gearbeitet werden, dürfe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Verstehen durch Inszenieren im Fach Werte und Normen: Die Einleitung thematisiert die moralische Orientierung in einer pluralistischen Gesellschaft und führt in die Notwendigkeit ein, Wertevermittlung über rein rationale Ansätze hinaus auch affektiv zu gestalten.

2. Der Bildungsbeitrag des Faches Werte und Normen – dialogische Wertevermittlung: Dieses Kapitel erläutert den Anspruch der Persönlichkeitsentwicklung im schulischen Kontext und die Bedeutung des dialogischen Miteinanders für die moralische Bildung.

3. Verstehen durch Empathie: Hier wird untersucht, wie Empathie als notwendige Voraussetzung für das Verständnis moralischer Perspektiven fungiert und warum sie eine zentrale Rolle in der Wertevermittlung einnimmt.

4. Das Pädagogische Rollenspiel nach Pfeifer, Roew und Kriesel: Das Kapitel analysiert das Rollenspiel als methodisches Instrument, unterstreicht die Trennung von pädagogischer und therapeutischer Arbeit und beleuchtet die methodische Planung.

5. Fazit: Ambivalenz der Wertevermittlung: Das Fazit fasst die Ambivalenz zusammen, die darin besteht, Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und gleichzeitig die Unversehrtheit der Schüler in einem geschützten Rahmen zu wahren.

Schlüsselwörter

Wertevermittlung, Werte und Normen, Persönlichkeitsentwicklung, Pädagogisches Rollenspiel, Empathie, Dialogizität, Mündigkeit, Schule, Ethikunterricht, Moralische Bildung, Inszenierung, Reflexion, Wertepluralismus, Anthropologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Umsetzung der Wertevermittlung im schulischen Fach "Werte und Normen" und dem Ziel, Schüler zur Mündigkeit zu erziehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Rolle der Schule bei der moralischen Orientierung, die Bedeutung von Empathie und die Möglichkeiten sowie Gefahren inszenierender Lehrmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie inszenierende Methoden das moralische Lernen fördern können, ohne die pädagogische Rollenklarheit und psychische Unversehrtheit der Lernenden zu gefährden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse fachdidaktischer Literatur, insbesondere zu den Ansätzen von Pfeifer, Roew und Kriesel sowie grundlegender pädagogischer Konzepte.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Wertevermittlung, die Rolle der Empathie und die detaillierte methodische Einordnung des pädagogischen Rollenspiels.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Wertevermittlung, Mündigkeit, pädagogisches Rollenspiel, Empathie und Persönlichkeitsentwicklung.

Wie unterscheidet sich pädagogische von therapeutischer Arbeit laut dem Text?

Der Text betont, dass pädagogische Arbeit auf die "greifbare Peripherie" gerichtet sein muss und Schule keinen Raum für therapeutische Aufarbeitung bieten kann, da Lehrkräfte hierfür nicht ausgebildet sind.

Welche Bedeutung kommt der Reflexionsphase nach einem Rollenspiel zu?

Die Reflexion ist essenziell, um das Erlebte zu verarbeiten, sich von der gespielten Rolle zu distanzieren und den Transfer in den Alltag sowie das Verständnis für verschiedene Standpunkte zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Persönlichkeitsentwicklung durch Inszenierung. Ambivalenzen der Wertevermittlung und ihre Methodik im Fach Werte und Normen (Sekundarstufe I)
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Philosophie)
Note
1,3
Autor
Maximilian Rugen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1150463
ISBN (eBook)
9783346535085
ISBN (Buch)
9783346535092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachdidaktik Persönlichkeitsentwicklung Lehramt Bildungsbeitrag Wertevermittlung Pädagogisches Rollenspiel Empathie Wertepluralismus Mündigkeit Kant Freiheit Moralische Orientierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Rugen (Autor:in), 2020, Persönlichkeitsentwicklung durch Inszenierung. Ambivalenzen der Wertevermittlung und ihre Methodik im Fach Werte und Normen (Sekundarstufe I), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150463
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Leseprobe aus  16  Seiten
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