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Umgang mit Jugendlichen bei Verdacht auf Suizidalität im Kontext schulischer Beratung

Titre: Umgang mit Jugendlichen bei Verdacht auf Suizidalität im Kontext schulischer Beratung

Dossier / Travail , 2008 , 90 Pages , Note: 1+

Autor:in: Chantal Cordier (Auteur)

Psychologie - Consultation et Thérapie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Folgende Fragestellungen versucht die vorliegende Arbeit zu beantworten:

1. Welches sind die Konnotationen der unterschiedlichen Begriffe um den Suizid herum und was wird durch deren Gebrauch jeweils ausgelöst?

2. Gibt es einen qualitativen Unterschied zwischen einem Suizidversuch und einem Suizid bezüglich der Beweggründe und der Problemlage des/der Jugendlichen?
3. Wie oft kommt ein Suizid in Deutschland vor, insbesondere bei Jugendlichen?

4. Gibt es hinsichtlich der Suizidursachen und -methoden Unterschiede zwischen Frauen/Mädchen und Männern/Jungen und zwischen Erwachsenen und Jugendlichen?

5. Wie kommt es zur Entwicklung einer Suizidalität?

6. Woran lässt sich Suizidalität erkennen?

7. Was sind die Probleme der Jugendlichen, die hinter der Suizidalität stehen?

8. Welchen Einfluss haben Familie, Schule, Peergroups, Internet?

9. Wie ist mit suizidal gefährdeten Jugendlichen umzugehen, welche Fragen sind sinnvoll, welches Verhalten sollte absolut vermieden werden?

10. Wie sieht die rechtliche Situation aus?

11. Wie kann die Netzwerkarbeit optimiert werden?

12. Würden Selbsthilfegruppen an Schulen Sinn machen?

13. Wie kann Suizidprävention an Schulen aussehen?

In dieser Arbeit werden mehrere Bereiche berührt, die in der Fachwelt erst seit einigen Jahren verstärkte Aufmerksamkeit erfahren, ohne dass fachlich fundierte, in der Praxis erprobte und durch Studien überprüfte Konzepte vorliegen: eine kritische Sichtung der Medienlandschaft am Beispiel Suizidforen im Internet; geeignete Konzepte für die Suizidprävention an der Schule; die Frage einer möglichen Übertragung von Selbsthilfegruppen auf Suizidale in Deutschland, und noch mehr auf den schulischen Bereich.

Ziel der Arbeit soll es sein, einen Überblick über die in der Psychologie vorliegenden Erkenntnisse zur Suizidalität Jugendlicher zu verschaffen, Beratern/-innen eine Reflexionsfolie für den Umgang mit suizidalen Jugendlichen zu bieten und Bausteine für eine adäquate Suizidprävention an Schulen zu entwickeln. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Abgrenzungen

2.1 Der Suizid und begriffliche Alternativen

2.2 Begrifflichkeiten rund um den Suizid

2.3 Arten suizidaler Handlungen

3 Epidemiologie

3.1 Die Situation in Deutschland

3.2 Risikofaktoren – Risikogruppen

3.3 Suizidmethoden

3.4 Die Situation der Jugendlichen

3.5 Geschlechtsspezifische Unterschiede

4 Theoretische Ansätze zur Erklärung, Erkennung und Einschätzung der Suizidalität

4.1 Erklärungsansätze von Suizidalität

4.1.1 Praxisrelevante Elemente aus Entstehungstheorien zur Suizidalität

4.1.2 Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Suizidalität

4.2 Erkennen und Einschätzen der Suizidalität/des Suizidrisikos

4.2.1 Die suizidale Entwicklung

4.2.2 Das Präsuizidale Syndrom (Ringel)

4.2.3 Suizidmotive

4.2.4 Symptome/Warnhinweise

5 Psychosoziale Krisen im Jugendalter

5.1 Krisenbegriff: Die psychosoziale Krise und die suizidale Krise

5.2 Krisenarten: Veränderungskrisen, traumatische Krisen und chronifizierte Krisen

5.3 Entwicklungsbedingte Krisen bei Jugendlichen

5.4 Familiär bedingte Krisen

5.5 Peergroupbedingte Krisen

5.6 Schulisch bedingte Krisen

5.7 Medial bedingte Krisen am Beispiel Suizidforen im Internet

6 Bausteine für eine verantwortliche Beratungsarbeit an der Schule

6.1 Ziele und Aufgaben einer Krisenintervention im Rahmen einer schulischen Beratungssituation

6.2 Inhalte eines Beratungsgesprächs bei Verdacht auf Suizidalität

6.3 Grundhaltung des Beraters/der Beraterin

6.4 Interventionen

6.4.1 Mögliche Fragen

6.4.2 Was zu vermeiden ist

6.4.3 Suizidpakte - ja oder nein?

6.5 Rechtliche Hinweise und Konsequenzen für die Beratung

6.6 Netzwerkarbeit

6.7 Suizidprävention an Schulen

7 Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Abschlussarbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über den aktuellen Stand der psychologischen Erkenntnisse zur Suizidalität bei Jugendlichen zu verschaffen. Dabei sollen Beratungslehrer und Berater eine Reflexionsfolie erhalten, um suizidale Jugendliche im Schulalltag besser unterstützen zu können und fundierte Bausteine für eine präventive Suizidarbeit an Schulen zu entwickeln.

  • Grundlagen der Suiziddefinition und Abgrenzung verschiedener suizidaler Handlungsarten.
  • Analyse der psychosozialen Krisen und jugendspezifischer Entwicklungsaufgaben als Hintergrund für Suizidalität.
  • Erarbeitung praktischer Standards für Beratungsgespräche bei Verdacht auf suizidale Gefährdung.
  • Reflexion des Einflusses medialer Räume, wie Internet-Suizidforen, auf suizidale Jugendliche.
  • Entwicklung eines Konzepts zur Krisenintervention und Prävention im schulischen Kontext unter Einbezug von Netzwerkarbeit.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Die suizidale Entwicklung

Ammon betont, dass der Suizidhandlung ein Prozess vorangeht, der zu diesem Vorgang führt und aus der Lebensgeschichte des Individuums und seiner Interaktion mit der es umgebenden Gruppe verständlich ist. Dieser Prozess hat eine Dynamik, für deren Beschreibung es unterschiedliche Modelle gibt (s. Beispiele in der Tabelle auf der folgenden Seite). Wie bei den meisten Phasenmodellen gilt auch hier: Sie werden individuell unterschiedlich schnell durchlaufen, und es kann Rückschritte und Abbrüche im Phasenverlauf geben (eine Intervention wird dies zum Ziel haben). Insbesondere bei Kurzschlusssuiziden ist die Frage, inwieweit jemand solche bzw. alle Phasen durchläuft.

Alle Modelle machen deutlich, dass es i. d. R. einen längeren Prozess mit klaren Inhalten und entsprechend ableitbaren Warnhinweisen (s. Kapitel 4.2.4) gibt, bevor es zu einer suizidalen Handlung kommt.

Eine Zusammenfassung existierender Erklärungsmodelle der suizidalen Dynamik, in Anlehnung an Wolfersdorf u. a., findet sich im Anhang V.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der zentralen Fragestellungen der Arbeit, die sich auf die Definition von Suizidalität, ihre Ursachen im Jugendalter und die pädagogischen Handlungsmöglichkeiten an Schulen beziehen.

2 Begriffliche Abgrenzungen: Klärung der wertneutralen Begrifflichkeiten rund um Suizid, Suizidversuch und Parasuizid sowie Abgrenzung zu moralisch besetzten Begriffen.

3 Epidemiologie: Detaillierte Darstellung der Suizidhäufigkeit in Deutschland, spezifischer Risikofaktoren sowie methodischer Unterschiede bei Jugendlichen.

4 Theoretische Ansätze zur Erklärung, Erkennung und Einschätzung der Suizidalität: Vorstellung verschiedener psychologischer Erklärungsmodelle und Erarbeitung von Indikatoren zur Einschätzung der Suizidgefahr.

5 Psychosoziale Krisen im Jugendalter: Untersuchung verschiedener Krisenarten, insbesondere unter Berücksichtigung der spezifischen Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen und externen Einflüssen wie Internetforen.

6 Bausteine für eine verantwortliche Beratungsarbeit an der Schule: Entwicklung konkreter Standards für Krisenintervention, Gesprächsführung, Netzwerkarbeit und Prävention in der Schule.

7 Nachwort: Zusammenfassung der Anforderungen an Fachkräfte in der Schule und Aufzeigen von Desiderata in der psychologischen Forschung.

Schlüsselwörter

Suizidalität, Jugendliche, Krisenintervention, Suizidprävention, Schule, Beratungsgespräch, Selbstwertgefühl, psychische Gesundheit, Risikofaktoren, Suizidforen, psychosoziale Krise, Netzwerkarbeit, Prävention, Adoleszenz, Suizidrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Suizidalität von Jugendlichen und wie Lehrkräfte sowie Beratende im schulischen Kontext verantwortungsvoll mit dieser Thematik umgehen können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Epidemiologie von Suizidalität, die theoretischen Erklärungsansätze für suizidales Verhalten, die Entstehung psychosozialer Krisen im Jugendalter sowie die Gestaltung konkreter Beratungs- und Interventionskonzepte in der Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu bieten und eine Reflexionsfolie sowie handlungsorientierte Bausteine für die schulische Praxis der Suizidprävention zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die den aktuellen psychologischen Wissensstand und verschiedene Kriseninterventionskonzepte (wie das BELLA-System) aufbereitet und für den schulischen Bereich nutzbar macht.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitel 2-4), die Analyse jugendspezifischer Krisen (Kapitel 5) und die Ableitung praktischer Beratungsstandards sowie Präventionsstrategien (Kapitel 6).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Suizidalität, Jugendalter, Krisenintervention, Suizidprävention, Schule, Beratungsgespräch und Netzwerkarbeit sind die zentralen Begriffe.

Welche Rolle spielen Suizidforen im Internet laut der Autorin?

Die Autorin bewertet Suizidforen ambivalent: Sie bergen Gefahren wie Imitation und Druck, können aber für isolierte Jugendliche eine niedrigschwellige Kontaktmöglichkeit und emotionale Entlastung bieten.

Wie soll eine Lehrkraft bei Verdacht auf Suizidalität konkret vorgehen?

Die Autorin empfiehlt eine offene, direkte Ansprechhaltung, eine wertschätzende Grundhaltung und die Einbeziehung professioneller Netzwerke, um die suizidale Krise zu bewältigen und den Jugendlichen sicher weiterzuvermitteln.

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Résumé des informations

Titre
Umgang mit Jugendlichen bei Verdacht auf Suizidalität im Kontext schulischer Beratung
Note
1+
Auteur
Chantal Cordier (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
90
N° de catalogue
V115048
ISBN (ebook)
9783640163229
ISBN (Livre)
9783640177325
Langue
allemand
mots-clé
Umgang Jugendlichen Verdacht Suizidalität Kontext Beratung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Chantal Cordier (Auteur), 2008, Umgang mit Jugendlichen bei Verdacht auf Suizidalität im Kontext schulischer Beratung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115048
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