In dieser Arbeit wurde ein Projekt in einem Seminar zum Thema Ökodesign versus Greenwashing durchgeführt. Das Seminar befasste sich mit Auswirkungen des modernen gesellschaftlichen Lebens auf Klima, Umwelt, Mensch und Tier und zeigte auf, welche Rolle Designwissenschaft im Geflecht von Natur-, Kultur-/Sozialwissenschaft oder Politik einnimmt. Das selbst gewählte Projekt stellt die Entwicklung eines Sichtschutzes aus einem Biokunststoff dar.
Es ist kein marktreifes Produkt entstanden, dafür eine gelungene Übung, die zeigt, dass Designwissenschaft mithilfe von "Forschung über Design" und "Forschung durch Design" komplexe interdisziplinäre Zusammenhänge bündeln und zu innovativen Ideen führen kann. Zunächst werden die Begriffe Ökodesign, Greenwashing/Bluewashing, Designwissenschaft und Designtheorie sowie Designforschung definiert. Zudem wird das methodisches Vorgehen am konkreten Beispiel des Forschungsprozesses bezüglich der Produktentwicklung und Vermarktung nach Nachhaltigkeitskriterien erläutert. Zuletzt findet eine Selbstreflexion statt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Datengrundlage / Untersuchungsgegenstand
2.1.1 Begriffsdefinition ÖKODESIGN
2.1.2 Begriffsdefinitionen Greenwashing/Bluewashing
2.1.3 Begriffsdefinitionen Designwissenschaft und Designtheorie
2.1.4 Begriffsdefinition Designforschung
2.1.5 Forschungsmethode Bildhermeneutik
3 Methodisches Vorgehen am konkreten Beispiel meines Forschungsprozesses: Produktentwicklung und Vermarktung nach Nachhaltigkeitskriterien
3.1.1 Einleitung
3.1.2 Fragestellung
3.1.3 Erkenntnisinteresse
3.1.4 Datengrundlage/Forschungsmethode
4 Selbstreflexion
4.1.1 Einleitung
4.1.2 Entwicklung der Fragestellungen
4.1.3 Wo stehe ich? Was hat gut funktioniert, was schlecht?
4.1.4 Was habe ich gelernt?
4.1.5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die Erforschung eines nachhaltigen Produktentwicklungsprozesses im Bereich Fenstersichtschutz unter Anwendung von Designforschungsmethoden, um eine ökologisch verantwortbare Alternative zu konventionellen Produkten zu finden und dabei das Phänomen Greenwashing kritisch zu analysieren.
- Anwendung von Designforschung und Designtheorie
- Entwicklung eines ökologischen Produktdesigns
- Untersuchung von Nachhaltigkeitskriterien im Produktlebenszyklus
- Kritische Analyse von Greenwashing-Praktiken
- Evaluation von Biokunststoffen (z.B. Kasein) als Materialalternative
Auszug aus dem Buch
3.1.4.1 INFORMATIONSPHASE UND RECHERCHE
In der ersten Informationsphase sammelte ich weitere Informationen zu Ökodesign und Greenwashing sowie nach Produkten und Materialien im Bereich Fenstersichtschutz in einer Mindmap, (alle Phasen siehe Mappingtool, https://uni-vechta.padlet.org/mgarthoff/11pg2qstv7mdyxjv Kennwort: Kaffee!).
Da sich mir die Möglichkeit bot den Décor Director der Firma Tarkett, Thorsten Beinke zu interviewen, erfuhr ich, dass Hotels, um mit 4*-Sternen ausgezeichnet zu werden, Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen https://www.hotelstars.eu/de/deutschland/kriterien/kriterienkatalog/. Dies zog weitere Recherchen zum Absatzmarkt für diesen Wirtschaftssektor als auch den Privatmarkt und zur Vermarktungsstrategie nach sich.
Der Bund veröffentlichte mit „Ökodesign als Kaufkriterium bei Verbraucherinnen und Verbrauchern stärken“ eine Studie zur Käuferschicht von nachhaltigen Produkten und deren Erwartungen an nachhaltiges Produktdesign (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit). Die Studie umfasste die Produktgruppen Elektronik, Kleidung, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Möbel. Daraus ergab sich, dass für einen nachhaltigen Fenstersichtschutz ehr ältere, gut situierte Gruppen in bzw. nach der Familienphase als Käufer infrage kommen. Und, was dessen Produktdesign kennzeichnen sollte: Hochwertigkeit, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Entsorgung,
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Seminarthematik „Ökodesign vs. Greenwashing“ ein und erläutert die Zielsetzung der eigenen Projektarbeit, die den gesamten Entwicklungsprozess eines ökologischen Produkts simuliert.
2 Datengrundlage / Untersuchungsgegenstand: Hier werden die theoretischen Begriffsdefinitionen und methodischen Grundlagen der Designforschung erarbeitet, die als Fundament für die weitere Analyse dienen.
3 Methodisches Vorgehen am konkreten Beispiel meines Forschungsprozesses: Produktentwicklung und Vermarktung nach Nachhaltigkeitskriterien: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit, in dem das theoretische Wissen auf die Entwicklung eines konkreten, nachhaltigen Fenstersichtschutzes angewandt und reflektiert wird.
4 Selbstreflexion: Der Autor reflektiert den eigenen Forschungsprozess, bewertet das Vorgehen und zieht persönliche Schlüsse aus den gewonnenen Erkenntnissen über Designwissenschaft und Nachhaltigkeit.
Schlüsselwörter
Ökodesign, Greenwashing, Designforschung, Nachhaltigkeit, Biokunststoff, Kasein, Produktentwicklung, Lebenszyklus, Designtheorie, Bildhermeneutik, Umweltfreundlichkeit, Kreislaufwirtschaft, Statussymbol, Materialforschung, Nutzerbedürfnisse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen nachhaltigem Design (Ökodesign) und irreführenden Marketingstrategien (Greenwashing) anhand der praktischen Entwicklung eines nachhaltigen Fenstersichtschutzes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf Designwissenschaft, nachhaltiger Materialforschung, der Analyse von Konsumentenverhalten und der Anwendung von Methoden der Forschung durch Design.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Entwicklungsprozess eines ökologischen Produkts von der Marktanalyse über die Materialrecherche bis zum Designentwurf methodisch fundiert durchzuspielen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die qualitative Designforschung, insbesondere die Forschung durch Design (Research through Design), ergänzt durch visuelle Methoden wie die Bildhermeneutik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil dokumentiert das methodische Vorgehen: von der Findung der Fragestellung und Informationsrecherche über die Analyse von Materialien (wie Kasein) bis hin zur Entwurfs- und Entscheidungsphase für das Produkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Ökodesign, Greenwashing, Kasein als nachhaltiges Material, Designforschung und Lebenszyklusanalyse.
Warum spielt das Material „Kasein“ eine so zentrale Rolle?
Kasein wurde als biologisch abbaubare Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen identifiziert, die zudem emissionsfrei produziert werden kann und keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion darstellt.
Was ist das Hauptergebnis der Selbstreflexion?
Die Autorin erkennt die Interdisziplinarität der Designwissenschaft und stellt fest, dass eine reale Umsetzung mehr Zeit und Kapital erfordern würde, betont jedoch die Bedeutung der Weitergabe dieses nachhaltigen Gedankens.
- Quote paper
- Mandy Garthoff (Author), 2021, Entwicklung eines Sichtschutzes aus einem Biokunststoff. Projekt zum Thema Ökodesign versus Greenwashing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150723