Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Ethics

Das Unterrichtsfach Werte und Normen

Title: Das Unterrichtsfach Werte und Normen

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martina Langen (Author)

Ethics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Bildung und Erziehung in der Schule dienen einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung. Die jungen Menschen sollen dazu befähigt werden, ihre eigene Lebenswelt zu gestalten und ihre Rechte und Pflichten in der Gesellschaft und Staat in freier Verantwortung wahrzunehmen. Dieser Auftrag der Schule ist festgelegt im Grundgesetz. Um diesen Bildungsauftrag zu erfüllen, muss die Schule über die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten hinaus auch die Auseinandersetzung mit den Grundfragen der menschlichen Existenz und des sittlichen Verhaltens ermöglichen und so eine Gesamtorientierung vermitteln. Der Religionsunterricht hat nach Auffassung der Kirche eine umfassende Aufgabe für die Verwirklichung des erzieherischen Auftrages der Schule, die in dieser Weise von keinem anderen Schulfach wahrgenommen werden könne. Indem er die Fragen und Probleme der Menschen und der Welt in Offenheit für das Zeugnis der Schrift und den Glauben der Kirche zu klären sucht, leiste er einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Schüler ihr eigenes Leben und ihr Aufgabe in der Gemeinschaft der Menschen verstehen und anzunehmen lernen. 1 Für alle die aber, die den Kirchen nicht angehören oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, erscheint es richtig und notwenig, ihnen einen Unterricht zu geben der der Erziehung der Schüler zu verantwortungs- und wertbewussten Verhalten dient. „Angesichts eines möglichen Auseinander-fallens in gegenseitig sich abschottende Religionsgemeinschaften bedarf es eines allgemeinen und insoweit einheitlichen und verpflichtenden Nachdenkens über Werte, was die gleichberechtigte Vielfalt der Kulturen und Religionen überhaupt erst ermöglicht.“ 2 Deswegen ist die rationale Begründung von Werten notwendig. Von Schülern muslimischen Glaubens z.B. kann nicht erwartet werden, dass sie akzeptieren, dass die Grundlagen der Ethik innerhalb des christlichen Religionsunterrichts vermittelt werden. Ziel meiner Arbeit ist es aufzuzeigen, dass das Unterrichtsfach Werte und Normen mehr als nur ein „Ersatzfach“ ist, indem ich die aktuelle Situation an der Schule erkläre und auf die Konzeption des Faches genauer eingehe.

1 „Der Religionsunterricht in der Schule“. Ein Beschluss der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, 1974
2 http://www.uni-oldenburg.de/philosophie/5605.html, 22.09.2007

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was sind Werte und Normen?

3 Rahmenbedingungen für das Fach Werte und Normen

3.1 Gesetzliche Grundlagen

3.2 Zur Situation des Werte und Normenunterrichts

3.3 Zur Situation der Schülerinnen und Schüler

4 Konzeption des Unterrichtsfaches Werte und Normen

4.1 Bezugswissenschaften

4.1.1 Philosophie

4.1.2 Religionswissenschaft

4.1.3 Gesellschaftswissenschaften

4.2 Aufgaben

4.3 Ziele

4.4 Leitprobleme

4.5 Themenbereiche

4.6 Prinzipien der Unterrichtsgestaltung

5 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Unterrichtsfach "Werte und Normen" mit dem Ziel aufzuzeigen, dass es weit mehr als nur ein „Ersatzfach“ für den Religionsunterricht darstellt. Hierzu werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die aktuelle Schulsituation sowie das fachwissenschaftliche Konzept analysiert, um die Bedeutung einer religions- und weltanschauungsneutralen Wertevermittlung für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu begründen.

  • Rechtliche Grundlagen und gesetzlicher Auftrag des Faches
  • Analyse der aktuellen Unterrichtssituation und Herausforderungen
  • Bezugswissenschaften: Philosophie, Religions- und Gesellschaftswissenschaften
  • Ziele, Kompetenzbereiche und Leitprobleme der Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.3 Zur Situation der Schülerinnen und Schüler

Kinder und Jugendliche wachsen in der Gesellschaft auf, die durch immer schnelleren Wandel und Veränderung gekennzeichnet ist. Die familiären Sozialisationsbedingungen haben sich in den letzten Jahren verändert. Durch den zunehmenden Anteil von Haushalten mit zwei berufstätigen Elternteilen, mit alleinerziehende Elternteilen und Ein-Kind-Familien wachsen viele Schülerinnen und Schüler ohne Geschwister auf.

Ferner haben sich die Verhaltensformen, Interessen, Fähigkeiten, Wünsche und Wertevorstellungen sowie die Einstellung zu Schule, Arbeit und Beruf bei den Schülerinnen und Schüler erheblich gewandelt. Ursachen dafür sind neben veränderten Familienstrukturen, Individualisierungsprozesse in der Gesellschaft, gewandelte Rollenbilder von Mann und Frau, Wahrnehmungs- und Erfahrungsweisen, die in der Regel stark medial geprägt sind. Kinder und Jugendliche haben durch diese Medien einen fast uneingeschränkten Zugang zu Erwachsenenerfahrungen, ohne sie psychisch verarbeiten zu können. Der Konflikt zwischen dem Anspruch auf Übernahme von Erwachsenenrolle und der gleichzeitigen Abwehr von Ansprüchen der Erwachsenen führen dabei häufig zum Rückzug auf das eigene Ich und bewirken ein spürbares Desinteresse an Fremderfahrungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit des Faches Werte und Normen für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, um eine allgemeine ethische Orientierung zu ermöglichen.

2 Was sind Werte und Normen?: Dieses Kapitel definiert Werte als soziale Objekte und Normen als verhaltenssteuernde Regeln, die das Zusammenleben in einer Gesellschaft strukturieren.

3 Rahmenbedingungen für das Fach Werte und Normen: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen in Niedersachsen erläutert und die problematische Ist-Situation des Unterrichts sowie die veränderte Lebenswelt der Schüler beleuchtet.

4 Konzeption des Unterrichtsfaches Werte und Normen: Dieser Abschnitt beschreibt die theoretische Fundierung durch Bezugswissenschaften sowie die didaktischen Ziele, Leitprobleme und Gestaltungsprinzipien des Unterrichts.

5 Schlusswort: Das Schlusswort betont die Dringlichkeit der Wertevermittlung angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und unterstreicht die Notwendigkeit einer neutralen Alternative zum Religionsunterricht.

Schlüsselwörter

Werte, Normen, Ethik, Religionsunterricht, Persönlichkeitsentwicklung, Gesellschaft, Bildung, Philosophie, Religionswissenschaft, Sozialisation, Urteilsfähigkeit, Verantwortung, Pluralität, Leitprobleme, Wertevermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Unterrichtsfach "Werte und Normen" und untersucht dessen Rolle, Funktion und fachliche Konzeption als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die didaktische Einordnung durch Bezugswissenschaften sowie die Ziele und Herausforderungen bei der Vermittlung von Werten im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist der Nachweis, dass "Werte und Normen" ein eigenständiges und unverzichtbares Schulfach ist und keinesfalls lediglich als „Ersatzfach“ für religiöse Erziehung betrachtet werden sollte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse schulrechtlicher Bestimmungen, erziehungswissenschaftlicher Literatur sowie der Auswertung von Rahmenrichtlinien und didaktischen Konzepten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rahmenbedingungen, die Vorstellung der Bezugswissenschaften (Philosophie, Religions- und Gesellschaftswissenschaften) sowie die Darlegung der Lehrziele und Themenbereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ethik, soziale Integration, Verantwortung, Pluralität und Wertebildung definiert.

Warum wird im Dokument die "plurale Offenheit" als Prinzip genannt?

Sie gilt als Grundprinzip, da sie Absolutheitsansprüche ausschließt, ohne in Beliebigkeit zu verfallen, und die Würde jedes einzelnen Menschen als Grenze respektiert.

Welche Bedeutung haben die "Leitprobleme" für den Unterricht?

Leitprobleme helfen dabei, abstrakte ethische Fragen auf konkrete, lebensnahe Herausforderungen sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlich-globaler Ebene herunterzubrechen.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Das Unterrichtsfach Werte und Normen
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,0
Author
Martina Langen (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V115072
ISBN (eBook)
9783640165254
ISBN (Book)
9783640165377
Language
German
Tags
Unterrichtsfach Werte Normen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Langen (Author), 2006, Das Unterrichtsfach Werte und Normen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115072
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint