Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung und chronische Erkrankungen


Einsendeaufgabe, 2019

18 Seiten, Note: 1,2

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Selbstwirksamkeitserwartung
1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“
1.2 Befragung zur „sportlichen Aktivität“
1.3 Vergleich zweier Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

2 Literaturrecherche „chronische Erkrankungen“
2.1 Definition „chronische Erkrankungen“
2.2 Theoretische Grundlagen der chronischen Krankheiten
2.3 Entstehung chronischer Krankheiten
2.4 Daten und Zahlen zu chronischen Erkrankungen
2.5 Präventions- und Interventionsmaßnahmen

3 Beratungsgespräch anhand Fallbeispiel 2
3.1 Prozess der Verhaltensänderung
3.2 Rolle des Beraters
3.3 Gesprächsverlauf

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis

1Selbstwirksamkeitserwartung

1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“

Selbstwirksamkeitserwartung, auch Kompetenzerwartung genannt, bezieht sich auf die subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können. Dabei handelt es sich nicht um Routineaufgaben, sondern eher um jene, die eine große Selbstdisziplin zur Bewältigung voraussetzen.

Da die Selbstwirksamkeitserwartung individuell ausgeprägter Überzeugung entspricht, erhält man einen Selbstbezug und stellt sich somit die Frage, ob man der bevorstehenden Aufgabe gewachsen ist oder ob gewisse Barrieren durch Selbstinitiative überwunden werden müssen (Schwarzer, 2004).

„Selbstwirksamkeit ist dann schwach ausgeprägt, wenn man zwar weiß, welche

Kenntnisse man erwerben soll, sich aber etwa auf Grund mangelnder Begabung oder fehlender Konzentrationsfähigkeit nicht in der Lage sieht, effektiv zu lernen, sich diese Kenntnisse selbst anzueignen und sie schließlich zu beherrschen.“, Schwarzer 2004.

Nach Schwarzer (2004) stellt also die Selbstwirksamkeitserwartung neben der Handlungs-Ergebnis-Erwartung, auch Konsequenzerwartung genannt, einer der beiden Erwartungstypen der Selbstwirksamkeit dar. Diese wiederrum ist Bestandteil der sozial-kognitiven-Theorie nach Bandura (1989, 1992).

Des Weiteren wird die Selbstwirksamkeit zum einen in allgemeine- und spezifische- und zum anderen in individuelle und kollektive Selbstwirksamkeitserwartung unterschieden (Bandura 1993, 1997, 200).

Dazwischen liegen nach Schwarzer (2004) die sogenannten bereichsbezogenen Konzepte, wie zum Beispiel die schulbezogene Selbstwirksamkeitserwartung.

Nach Bandura gibt es vier wesentliche Theorien zum Erwerb der Handlungskompetenz beziehungsweise der Selbstwirksamkeitserwartung. Diese dienen ebenfalls zur Förderung der eigenen Handlungskompetenz, neben eigenen Erfolgserlebnissen.

1.2 Befragung zur „sportlichen Aktivität“

Im Folgenden Diagramm wird die „sportliche Aktivität“ in Bezug auf die Selbstwirksamkeitserwartung der befragten Personen dargestellt.

Hierbei mussten die fünf Befragten 12 „Fragen“ von Fuchs und Schwarzer (1994, S 146) zu ihrer sportlichen Aktivität beantworten. Es wurden drei Leistungssportler aus der Leichtathletik, ein Fußballer, sowie eine Mutter befragt.

Abb. 1: Diagramm „Selbstwirksamkeit“ in Bezug zur „sportlichen Aktivität“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im oben dargestellten Säulendiagramm ist deutlich zu sehen, dass die fünf Befragten eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung besitzen.

Dies ist daran deutlich zu machen, dass nur fünf Fragen im Bereich „nicht sicher“ beantwortet wurden und im Vergleich hierzu elf Fragen mit „ganz sicher“ beantwortet wurden. Vor allem die Fragen, welche an Emotionen gebunden sind wie zum Beispiel „ Ich bin mir sicher, eine geplante Sportaktivität auch dann noch ausüben zu können, wenn: …ich mich niedergeschlagen fühle/ …ich mich angespannt fühle/ …wenn ich Ärger habe“ wurden von meinen Testpersonen alle mit „ganz sicher“ beantwortet. Hierbei wird deutlich, dass die Emotionen keinerlei Einfluss auf das „nicht Bewältigen“ der sportlichen Aktivität haben.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Selbstwirksamkeitserwartung der Befragten sehr hoch ist, da diese in so gut wie allen Situationen, außer bei Besuch, ihre sportliche Aktivität zu 90-100% ausführen würden.

1.3 Vergleich zweier Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

In der folgenden Tabelle wird der Vergleich zweier Studien, von Dohnke et al. (2006) und Schneider & Rief (2007), zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“ dargestellt. Im weiteren Verlauf wird ein kritischer Vergleich dieser Studien folgen.

Tab. 1: Vergleich zweier Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beide Studien, sowohl nach Dohnke et al. (2006) als auch nach Schneider & Rief (2007) untersuchten zum einen den Zusammenhang von Therapieerfolgen und Selbstwirksamkeitserwartung und zum anderen versuchte man deutlich zu machen, ob bestimmte Bereiche besonders ausschlaggebend für eine Verbesserung der Selbstwirksamkeit sind. In der Anzahl der Probanden unterscheiden sich die beiden Studien jedoch stark. Somit kann man deutlich davon ausgehen, dass die Studie von Dohnke et al. (2006) aussagekräftiger mit 1065 Befragten ist, als die Studie von Schneider & Rief (2007) mit nur 316 Befragten. Bei beiden Studien wurde die Befragung anhand von Fragebögen durchgeführt. Im Untersuchungsdesign jedoch findet man wieder einen erheblichen Unterschied. Bei Dohnke et al. (2006) wurde eine multizentrische Längsschnittanalyse in Bezug auf die positive Ergebniserwartung und eine Querschnittanalyse in Bezug auf den Gesundheitszustand durchgeführt. Anders als bei Dohnke et al. (2006) führten Schneider & Rief (2007) eine Feldstudie durch. Dieser Unterschied weißt sich ebenfalls wie die Stichproben auf die Effektivität der Ergebnisse aus. Bei der multizentrischen Langzeitstudie von Dohnke et al. (2006) wurden insgesamt 13 Rehakliniken miteinander verglichen, wodurch die Patienten ebenfalls unterschiedlichen Therapien unterstellt waren. Bei Schneider & Rief (2007) wurde lediglich eine Rehaklinik während der Feldstudie betrachtet.

Abschließend jedoch kann man sehr gut erkennen, dass trotz der auffälligen Unterschiede, die Schlussergebnisse Gemeinsamkeiten aufweisen. So kamen beide zu dem Entschluss, dass ein positiver Therapieerfolg zu einer höheren Selbstwirksamkeit führt.

2 Literaturrecherche „chronische Erkrankungen“

Im Folgenden wird das Thema „chronische Erkrankungen“ näher betrachtet. Dabei liegt die Konzentration auf den Aspekten der Definition, der theoretischen Grundlagen, der Entstehung sowie den Zahlen und Daten. Des Weiteren werden die Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Reduktion von Gesundheitsrisiken betrachtet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung und chronische Erkrankungen
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,2
Jahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V1150877
ISBN (eBook)
9783346541000
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychologie, gesundheitsverhaltens, selbstwirksamkeitserwartung, erkrankungen
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung und chronische Erkrankungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150877

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