Es werden aktuelle Forschungsergebnisse zu der Bedeutung des Merkmals "Gender" in der deutschsprachigen, alltäglichen Kommunikation und Sprache erläutert. In Bezug auf diese Ergebnisse wird der Einfluss des Merkmals auf den Beratungsprozess dargestellt. Dazu werden zunächst die einzelnen Schritte des Prozesses untersucht. Nachfolgend wird dargestellt, wie Beratung gendersensibel gestaltet werden kann. Im Anschluss folgt eine Beschreibung der Merkmale feministischer Beratung. Untersucht wird in der Diskussion, ob sich die feministische Beratungsform dazu eignet, dem Gleichstellungsauftrag der Sozialen Arbeit als Profession zu entsprechen und ob sich die Orientierung am Konzept der feministischen Beratungsform dazu eignet, gendersensibel zu beraten. Dazu werden die Chancen und Risiken der feministischen Beratungsform im Kontext des Gleichstellungsauftrags und der Gendersensibilität gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definitionen
- Gender
- Doing Gender
- Gender-Stereotyp
- Einflüsse auf alltägliches Handeln und Sprache
- Einflüsse auf den Beratungsprozess/Psychotherapieprozess
- Gendersensibel Beraten
- Feministische Beratung
- Diskussion
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beleuchtet die Bedeutung des Geschlechts bzw. "Gender" in der deutschsprachigen, alltäglichen Kommunikation und Sprache. Sie untersucht den Einfluss dieses Merkmals auf den Beratungsprozess und zeigt auf, wie Beratung gendersensibel gestaltet werden kann. Darüber hinaus stellt sie die Merkmale feministischer Beratung vor und diskutiert, ob diese Form der Beratung dem Gleichstellungsauftrag der Sozialen Arbeit gerecht wird und ob sie gendersensibel zu beraten vermag.
- Einfluss von "Gender" auf alltägliche Kommunikation und Sprache
- Relevanz von "Gender" im Beratungsprozess
- Gendersensible Gestaltung von Beratungsprozessen
- Merkmale feministischer Beratung
- Bewertung von feministischer Beratung im Kontext des Gleichstellungsauftrags und der Gendersensibilität
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Stellenwert von Beratung in der Sozialen Arbeit und betont die Relevanz der Berücksichtigung von Diversität in der Beratung.
- Definitionen: Dieses Kapitel definiert die Fachbegriffe "Gender", "Doing Gender" und "Gender-Stereotyp" und erklärt ihre Bedeutung für die Arbeit.
- Einflüsse auf alltägliches Handeln und Sprache: Dieser Abschnitt zeigt die omnipräsente Prägung des Geschlechts in verschiedenen Lebensbereichen auf, wobei der Einfluss auf die Stimme und die verbale Kommunikation besonders hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen "Gender", "Doing Gender", "Gender-Stereotyp", "Gendersensible Beratung" und "Feministische Beratung". Sie beleuchtet den Einfluss dieser Konzepte auf die Kommunikation, den Beratungsprozess und die Sozialen Arbeit insgesamt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist feministische Beratung?
Es ist eine Beratungsform, die gesellschaftliche Machtverhältnisse und Geschlechterrollen (Gender) kritisch reflektiert und die Selbstbestimmung von Frauen stärkt.
Was bedeutet „Doing Gender“ in der Kommunikation?
Es beschreibt die ständige soziale Konstruktion von Geschlecht durch alltägliches Handeln, Sprache und Verhalten in Interaktionen.
Wie wird eine Beratung gendersensibel gestaltet?
Durch das Bewusstsein für Gender-Stereotype, die Reflexion der eigenen Haltung als Berater und die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Lebensrealitäten der Klienten.
Entspricht feministische Beratung dem Gleichstellungsauftrag der Sozialen Arbeit?
Die Arbeit diskutiert, inwiefern dieses Konzept dazu beitragen kann, Diskriminierung abzubauen und den professionellen Auftrag zur Gleichstellung zu erfüllen.
Welchen Einfluss haben Gender-Stereotype auf den Beratungsprozess?
Stereotype können die Wahrnehmung des Beraters verzerren und dazu führen, dass Probleme eher individuell statt strukturell gedeutet werden, was den Erfolg der Beratung hemmen kann.
- Citar trabajo
- Marie Laué (Autor), 2021, Feministische Beratung im Kontext der Sozialen Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151271