Es existieren mittlerweile zahlreiche Zusammensetzungen, beziehungsweise Bereiche der Kultur, wie beispielsweise die Alltagskultur, Populärkultur, Esskultur, Firmenkultur oder politische Kultur. (Nünning, 2009) Zwei zentrale Begriffe stellen die Hochkultur und die Breitenkultur dar, welche auf den ersten Blick sehr gegensätzlich erscheinen. Ob dies wirklich der Fall ist oder sie vielleicht sogar einige Berührungspunkte aufweisen soll im Folgenden zusammen mit den wesentlichen Inhalten, Orten, Zielen und Zielgruppen beider Begrifflichkeiten geklärt und kritisch hinterfragt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hochkultur
2.1 Inhalte und Orte
2.2 Ziele und Zielgruppen
3 Breitenkultur
3.1 Inhalte und Orte
3.2 Ziele und Zielgruppe
4 Abgrenzung von Hoch- und Breitenkultur
5 Kritische Würdigung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Hoch- und Breitenkultur, analysiert deren jeweilige inhaltliche Ausprägungen, Zielgruppen und Orte, um abschließend die zunehmende Annäherung beider Bereiche in einer sich wandelnden Gesellschaft kritisch zu beleuchten.
- Definition und Abgrenzung von Hoch- und Breitenkultur
- Analyse der Orte und inhaltlichen Schwerpunkte beider Kulturbereiche
- Untersuchung der Zielsetzungen und adressierten Zielgruppen
- Diskussion über den Wandel kultureller Strukturen durch Digitalisierung
- Bedeutung von Partizipation und sozialer Integration in der Kulturarbeit
Auszug aus dem Buch
2.1 Inhalte und Orte
Hochkultur beschreibt wie bereits angedeutet besonders hochwertige Werke im Bereich der klassischen Künste. Sie umfasst im Wesentlichen musikalische Darbietungen, Bildende und Darstellende Künste sowie literarische Werke. (Schneider & Götzky, 2008) Zu den bildenden Künsten gehören alle unbewegten, plastischen und bildlichen Werke der Kunst, wie Gemälde, grafische Darstellungen, Bildhauereien oder fotografische Schaffungen. (Schneider & Götzky, 2008) Zu den musikalischen Darbietungen zählen Opern, Konzerte und Musicals. Darstellende Kunst umschließt szenische, schauspielerische und tänzerische Darstellungen (Schneider & Götzky, 2008). Orte an denen diese hochkulturellen Künste anzutreffen sind, sind insbesondere Theater-, Konzert- und Ausstellungshäuser, Bibliotheken sowie Museen (Lüddemann, 2019; Opaschowski et al., 2006). Letztere sammeln und bewahren Kulturgüter, um diese einem Besucherpublikum zu präsentieren sowie deren künstlerische, naturwissenschaftliche oder geschichtlicher Inhalte zu vermitteln (Schneider & Götzky, 2008).
Ein Beispiel an dieser Stelle, insbesondere für die Vermittlung historischer Hintergründe, stellt das Musikinstrumenten-Museum in der Kleinstadt Markneukirchen im oberen Vogtland dar. Seit 1942 ist das Museum im „Paulus-Schlössel“ ein Magnet für kulturell Interessierte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den breiten Kulturbegriff ein, erläutert dessen etymologische Herkunft und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Differenzierung von Hoch- und Breitenkultur.
2 Hochkultur: Hier werden die Merkmale der Hochkultur als Kanon von Spitzenleistungen definiert, wobei die Schwerpunkte auf klassischen Künsten, den entsprechenden Institutionen sowie den Bildungszielen liegen.
3 Breitenkultur: Dieses Kapitel charakterisiert die Breitenkultur als eine in der Lebenswelt eingebettete Kultur, die durch ehrenamtliches Engagement, lokale Verwurzelung und soziale Teilhabe geprägt ist.
4 Abgrenzung von Hoch- und Breitenkultur: Die Analyse verdeutlicht die historisch gewachsene Distanz zwischen den beiden Begriffen, weist jedoch auf eine zunehmende Verschmelzung durch Inklusionsbestrebungen hin.
5 Kritische Würdigung und Fazit: Das abschließende Kapitel diskutiert die Notwendigkeit, kulturelle Angebote durch Digitalisierung und eine stärkere Nutzerorientierung für alle Gesellschaftsschichten zugänglich zu machen.
Schlüsselwörter
Hochkultur, Breitenkultur, Kulturbegriff, Kulturelle Bildung, Laienkultur, Gesellschaftlicher Wandel, Partizipation, Digitalisierung, Inklusion, Kulturpolitik, Tradition, Darstellende Kunst, Museen, Vereinskultur, Lebenswelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit den Begriffen Hochkultur und Breitenkultur sowie deren aktueller Bedeutung im gesellschaftlichen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die inhaltliche Definition beider Kulturbegriffe, die Identifikation typischer Veranstaltungsorte und das Ziel der jeweiligen kulturellen Vermittlung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die vermeintlichen Gegensätze zwischen Hoch- und Breitenkultur aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit moderne Entwicklungen zu einer Annäherung dieser Bereiche führen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller kulturwissenschaftlicher Diskurse unter Einbeziehung konkreter Fallbeispiele aus dem Vogtland.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Hochkultur, die Analyse der Breitenkultur sowie eine vergleichende Abgrenzung beider Phänomene.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kulturwandel, Inklusion, kulturelle Teilhabe, Hochkultur, Breitenkultur und soziale Kohäsion beschreiben.
Welche Rolle spielt das Vogtland in der Arbeit?
Das Vogtland dient als regionales Praxisbeispiel, um die theoretischen Konzepte, wie die Kreisbibliothek oder lokale Karnevalsvereine, anhand realer kultureller Institutionen zu illustrieren.
Warum ist die Digitalisierung laut der Autorin so wichtig für die Zukunft der Kultur?
Die Digitalisierung wird als Werkzeug gesehen, um kulturelle Angebote barrierefrei zu gestalten und somit Gleichberechtigung sowie eine breitere gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
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- Cesca Berg (Author), 2021, Unterscheidung von Kulturbereichen. Hoch- und Breitenkultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151367