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Innerstaatliches Recht. Abkommensautonome Auslegung oder Auslegung der DBA?

Titel: Innerstaatliches Recht. Abkommensautonome Auslegung oder Auslegung der DBA?

Studienarbeit , 2016 , 34 Seiten , Note: 7,5 (befriedigend)

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Öffentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Studienarbeit befasst sich mit den Themen abkommensautonome Auslegung oder Auslegung der DBA in Anlehnung an das innerstaatliche Recht und beantwortet die Frage "Was ist zutreffend?".

Die Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen ist hochumstritten. Einer der Gründe ist ihre hybride Stellung, die sie im Spannungsfeld zwischen Völkerrecht und nationalem Steuerrecht, einnehmen. Nachfolgend wird eine Abwägung zwischen den zwei Auslegungsmethoden, der abkommensautonomen Auslegung und der Auslegung nach innerstaatlichen Recht, vorgenommen. Hierbei wird speziell ein Augenmerk auf die Bedeutung der verschiedenen Auslegungsmittel gelegt: Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge, Gebot der Entscheidungsharmonie, Verhandlungsgrundlage, OECD-Musterabkommen und -Musterkommentar, sowie innerstaatliches Recht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Problem der Doppelbesteuerung

II. Das Verhältnis von DBA und innerstaatlichem Recht

1. DBA als Verteilungsnormen

2. Umsetzung in innerstaatliches Recht

B. Auslegung von DBA

I. Abkommensautonome Auslegung

1. Der klassische Methodenkanon nach dem WÜRV

a) Grammatikalische Auslegung: Gewöhnliche Bedeutung

b) Systematische Auslegung: Im Zusammenhang

c) Teleologische Auslegung: Ziel und Zweck

aa) Wille der Vertragspartei

bb) Ziel und Zweck

d) Ergänzende Auslegungsmittel nach Art. 32 WÜRV

e) Art. 33 WÜRV

f) Zusammenfassung

2. Das Gebot der Entscheidungsharmonie

3. Verhandlungsgrundlage

4. OECD-MA und MK

a) Dogmatische Begründung

b) Dynamische oder statische Heranziehung

aa) Inhalt des Abkommens

bb) Natur der Änderung

cc) Ergebnis

5. Andere Werke der OECD

II. Auslegung in Anlehnung an das innerstaatliche Recht

1. Völkerrechtliche Theorie

2. Landesrechtliche Theorie

3. Stellungnahme

C. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der abkommensautonomen Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) und der Auslegung in Anlehnung an das innerstaatliche Recht, um zu klären, welcher methodische Ansatz bei unbestimmten Begriffen Vorrang genießen sollte.

  • Methodenkanon der Auslegung nach dem Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge (WÜRV)
  • Rolle der OECD-Musterabkommen und der Entscheidungsharmonie
  • Vergleich zwischen der völkerrechtlichen und der landesrechtlichen Auslegungstheorie
  • Bedeutung der Verhandlungsgrundlage und ergänzender Auslegungsmittel
  • Analyse zur Vermeidung von Doppelbesteuerung bei Auslegungskonflikten

Auszug aus dem Buch

I. Problem der Doppelbesteuerung

Das allgemeine Völkerrecht verbietet grundsätzlich keine Doppelbesteuerung, solange die Grenzen der Territorialhoheit und der Personalhoheit eingehalten werden. DBA schließen diese Lücke, indem sie Regelungen zur Verteilung der Besteuerungsrechte festlegen. DBA sind völkerrechtliche Verträge, jedoch sind ihre Bestimmungen nicht, wie bei anderen völkerrechtlichen Verträgen, unabhängig und eigenständig von nationalen Gesetzen.

DBA regeln die Besteuerung für einzelne Kategorien von Einkünften und Vermögen, die im Abkommen unmittelbar definiert sind. Dabei zielen DBA auf ein intensives Zusammenarbeiten zwischen den Vertragsparteien ab, um die jeweiligen innerstaatlichen Besteuerungstatbestände bei grenzüberschreitender Tätigkeit einzuschränken oder in Form einer sachlichen Steuerbefreiungsnorm auszuschließen, sodass eine Doppelbesteuerung vermieden wird. Dieses soll grenzüberschreitende Tätigkeiten fördern und Steuergerechtigkeit schaffen. Hieraus folgt eine enge Verknüpfung der DBA mit den innerstaatlichen Besteuerungsnormen. Diese Besonderheit muss gerade bei der Auslegung der DBA Beachtung finden: Einerseits muss die Auslegung eigenständig, d.h. für beide Vertragsparteien nach gleichen völkerrechtlichen Auslegungsregeln, geschehen; andererseits muss dem Umstand Rechnung getragen werden, dass DBA an innerstaatliche Besteuerungstatbestände anknüpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die hybride Natur von DBA und die Forschungsfrage zur bevorzugten Auslegungsmethode.

I. Problem der Doppelbesteuerung: Erläuterung der Funktion von DBA als Instrumente zur Verteilung von Besteuerungsrechten und Vermeidung von Doppelbesteuerung.

II. Das Verhältnis von DBA und innerstaatlichem Recht: Analyse der DBA als Verteilungsnormen und der komplexen Umsetzung in das nationale Rechtssystem.

B. Auslegung von DBA: Detaillierte Betrachtung des abkommensautonomen Auslegungsprozesses unter Anwendung internationaler Methoden.

I. Abkommensautonome Auslegung: Eingehende Untersuchung des WÜRV-Methodenkanons sowie ergänzender Kriterien wie OECD-Musterkommentare und Entscheidungsharmonie.

II. Auslegung in Anlehnung an das innerstaatliche Recht: Gegenüberstellung der völkerrechtlichen und landesrechtlichen Theorien im Hinblick auf ihre Eignung zur Begriffsauslegung.

C. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die abkommensautonome Auslegung vorrangig anzuwenden ist, um eine Systemaufweichung durch innerstaatliche Anlehnung zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Doppelbesteuerungsabkommen, DBA, Auslegung, Völkerrecht, WÜRV, Methodenkanon, OECD-Musterabkommen, Verteilungsnormen, Entscheidungsharmonie, Abkommensautonomie, innerstaatliches Recht, Besteuerungsrecht, Doppelbesteuerung, Teleologische Auslegung, Vertragsauslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die methodischen Grundlagen der Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) und prüft, ob diese eigenständig (abkommensautonom) oder unter Rückgriff auf nationales Recht auszulegen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen den völkerrechtlichen Methodenkanon nach dem WÜRV, die Bedeutung der OECD-Musterkommentare sowie das Verhältnis zwischen völkerrechtlichen Verträgen und nationalem Steuerrecht.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, eine methodische Leitlinie zu erarbeiten, wie bei nicht im Abkommen definierten Begriffen zu verfahren ist, um eine konsistente Auslegung zwischen den Vertragsparteien zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine rechtsdogmatische Analyse durchgeführt, die internationale völkerrechtliche Vertragsauslegungsregeln mit nationalen steuerrechtlichen Anknüpfungspunkten vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die abkommensautonome Auslegung (unter Berücksichtigung von WÜRV, OECD und Entscheidungsharmonie) sowie die alternative Auslegung in Anlehnung an innerstaatliches Recht mittels völker- und landesrechtlicher Theorien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Abkommensautonomie, WÜRV, Doppelbesteuerungsabkommen, Auslegungsmethodik und Verteilungsnormen geprägt.

Warum wird der Begriff "abkommensautonome Auslegung" so stark gewichtet?

Der Autor gewichtet diesen Begriff hoch, da nur eine von nationalen Partikularinteressen unabhängige Auslegung das Ziel der Vermeidung von Doppelbesteuerung für beide Vertragsparteien rechtssicher erreichen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Rückgriffs auf nationales Recht?

Der Rückgriff auf nationales Recht sollte lediglich als nachrangige Lösung betrachtet werden, wenn eine Auslegung aus dem Abkommen heraus zu keinem eindeutigen Ergebnis führt oder die Vertragsparteien einen expliziten Willen zur Anlehnung bekundet haben.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innerstaatliches Recht. Abkommensautonome Auslegung oder Auslegung der DBA?
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
7,5 (befriedigend)
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
34
Katalognummer
V1151574
ISBN (eBook)
9783346550958
ISBN (Buch)
9783346550965
Sprache
Deutsch
Schlagworte
innerstaatliches recht abkommensautonome auslegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Innerstaatliches Recht. Abkommensautonome Auslegung oder Auslegung der DBA?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151574
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Leseprobe aus  34  Seiten
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