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Ökonomische Beurteilung der Novelle des EEG

Title: Ökonomische Beurteilung der Novelle des EEG

Diploma Thesis , 2008 , 81 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maryna Krämer (Author)

Business economics - Economic Policy
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In Artikel 20a des Grundgesetzes heißt es: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen …“ .
Nachhaltige Energieversorgung ist eines der wichtigen Ziele der Politik. Auch zukünftige Energieversorgung sollte unter Berücksichtigung ökologischer Ziele und gleichzeitigen wirtschaftlichen Wachstums realisiert werden. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 1. April 2000 hat die Bundesregierung ein wirksames Instrument für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) und damit sowohl für nachhaltige Energieversorgung als auch für mehr Klimaschutz geschaffen. Dies steht im Einklang mit dem Richtziel der Europäischen Union (EU) und dem Kyoto-Protokoll .
Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten EU-Energieverbrauch soll sich bis 2010 auf 12 % verdoppeln, der EE-Anteil an der Stromproduktion der gesamten EU soll von knapp 14 % im Jahr 1997 auf rund 22 % im Jahr 2010 steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind in der Richtlinie 2001/77/EG für alle EU-Mitgliedsstaaten individuelle Richtziele festgelegt, je nach Stand der technischen Entwicklung und den damals aktuellen Anteilen der erneuerbaren Energie. Das Richtziel für Deutschland lag bei einer Steigerung von rund 6,25 % im Jahr 2000 auf 12,5 % bis 2010.
Die Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes am 01.04.2000 hat zu einem deutlichen Aufschwung der stromerzeugenden Technologien zur Nutzung der regenerativen Energiequellen in Deutschland geführt. Der Anteil der EE am gesamten Stromverbrauch in Deutschland ist von 6,3 % im Jahr 2000 auf rund 11,6 % im Jahr 2007 gestiegen. Die EEG-Ausbauziele sind schon im Jahr 2007 überschritten worden. Der EE-Anteil am Bruttostromverbrauch wurde für 2007 mit 13 % Grenze prognostiziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

2.1 Ziele, Grundsätze und Anwendungsbereiche

2.2 Klimaprogramm und Versorgungssicherheit

2.3 Die EEG-Regelungen im Einzelnen

2.3.1 Abnahme- und Übertragungspflicht

2.3.2 Vergütungen und Vergütungsdauer

2.3.3 Degression der Vergütungssätze

2.3.4 Zusätzliche Vergütungen (Boni)

2.3.5 Ausgleichsmechanismus

2.3.6 Ergänzende Regelungen

2.4 Kosten des EEG

2.5 Der Subventionsbegriff des EEG

3 Novelle des EEG

3.1 Erneuerbare Energien und deren Vergütungssätze 2004-2009

3.1.1 Allgemeine Vergütungsbestimmungen

3.1.2 Vergütung für Strom aus Deponiegas, Klärgas und Grubengas

3.1.3 Vergütung für Strom aus Wasserkraft

3.1.4 Vergütung für Strom aus Biomasse (ohne Deponie- und Klärgas)

3.1.5 Vergütung für Strom aus Geothermie (Erdwärme)

3.1.6 Vergütung für Strom aus Windenergie

3.1.7 Windenergie Repowering

3.1.8 Offshore-Windkraft

3.1.9 Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie

3.2 Erzeugungsmanagement – Einspeisemanagement

3.3 Eigenvermarktung vs. Direktvermarktung

3.3.1 Vorgesehene gesetzliche Regelung nach EEG und ihre Begründung

3.3.2 Alternative Vorschläge und Stellungnahme der Industrie

4 Wälzungsmechanismus des EEG

4.1 Gültiger Mechanismus

4.1.1 Grundlagen und die Notwendigkeit des Mechanismus

4.1.2 Darstellung des Wälzungsmechanismus

4.1.3 Bestimmung der Umlage nach EEG

4.1.4 Besondere Ausgleichsregelung

4.2 Alternativer Wälzungsmechanismus

4.2.1 Ausgangssituation

4.2.2 Alternativer EEG-Wälzungsmechanismus nach Vorschlag des Verbandes Kommunaler Unternehmen

4.2.2.1 Ziel und Vorgehensweise des alternativen Wälzungsmechanismus

4.2.2.2 Vorteile dieses veränderten Wälzungsmechanismus

5 Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000 bis 2006

5.1 Was ist besser – Förderung durch das EEG oder andere Fördermodelle?

5.1.1 Bewertung der Förderung erneuerbarer Energien durch das EEG

5.1.2 Alternative Fördermodelle regenerativer Stromerzeugung

5.2 Ökonomische Wirkungen

5.2.1 Umsatzentwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland

5.2.2 Erneuerbare Energien als Beschäftigungsmotor

5.2.3 Erneuerbare Energien als Exportschlager

5.2.4 Differenzkosten des EEG (2000-2006) und die Auswirkungen auf die Endverbraucher

5.3 Ökologische Wirkungen. Der Beitrag der EEG zum Klima- und Naturschutz

6 Zukünftige Auswirkungen des EEG

6.1 Entwicklungen der EEG-Vergütungszahlungen ab 2009

6.2 Differenzkostenentwicklung nach dem EEG ab 2009

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Förderung der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland auf Basis des EEG 2000 sowie der Novellen von 2004 und 2009 detailliert darzustellen, den bestehenden Ausgleichsmechanismus zu analysieren und dessen ökonomische sowie ökologische Auswirkungen zu bewerten.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Vergütungsstrukturen für erneuerbare Energien.
  • Untersuchung des EEG-Wälzungsmechanismus sowie Diskussion alternativer Konzepte (z.B. des VKU).
  • Bewertung der ökonomischen Effekte wie Umsatzentwicklung, Beschäftigungseffekte und Exportpotenziale.
  • Darstellung der ökologischen Wirkungen, insbesondere hinsichtlich der CO2-Einsparungen und des Klimaschutzes.
  • Prognose der zukünftigen Differenzkostenentwicklung unter Berücksichtigung der Novellierung ab 2009.

Auszug aus dem Buch

3.1.7 Windenergie Repowering

§ 30 des EEG 2009 regelt das Repowering und verbessert gegenüber den bisherigen Regelungen des § 10 Abs. 2 EEG 2004 die Bedingungen für Erneuerung und Ersetzung der Windenergieanlagen. Hier sind noch größere Potenziale vorhanden, um den weiteren Ausbau der Windkraft an Land zu forcieren. Zum Beispiel werden durch eine neue Regelung –die Übertragbarkeit des Anfangsvergütungssatzes - einige wirtschaftliche Anreize gesetzt, auch da die Anlagen zu ersetzen, wo der Anspruch auf Anfangsvergütung noch nicht abgelaufen ist.

Repowering-Anlagen sind Anlagen, die im selben oder in einem angrenzenden Landkreis eine oder mehrere bestehende (alte) Windenergieanlagen endgültig ersetzen. Die ersetzten Altanlagen sollen mindestens 10 Betriebsjahre erreicht haben. Die Altanlagen werden abgebaut, müssen aber nicht verschrottet werden. Sie können jedoch auch außerhalb des angrenzenden Landkreises aufgebaut werden. Wenn allerdings die Altanlage zum weiteren Einsatz kommt, ist eine weitere EEG-Vergütung für diese Anlage ausgeschlossen.

Die neuen Anlagen verfügen dank zwischenzeitlichen technologischen Fortschritts über eine höhere Leistung. Durch steigenden Energieertrag neuer Anlagen und deren effiziente Windenergienutzung könnte die gesamte Anlagenzahl sinken, was nicht unwichtig wäre für mehrere andere Wirtschaftszweige wie Bauleitungs- und Regionalplanung, Verkehr, Bau, Stadtentwicklung usw.

Die Energieerträge der alten und der neuen Anlage sollen sich in einem angemessenen Verhältnis befinden. Die Leistung der neuen Anlage muss mindestens das Zweifache und maximal das Fünffache der ersetzten Anlage betragen. Ein zweifacher Wert ist notwendig, um eine spürbare Leistungssteigerung zu erreichen. Eine Höchstgrenze liegt beim fünffachen Wert, um Mitnahmeeffekte auszuschließen. Wenn dieser Korridor der Leistungssteigerung nicht durch Ersatz einer Anlage erreicht wird, sollen weitere Altanlagen ausgetauscht bzw. abgebaut werden. Die Vergütungsberechnung für die neue Anlage ist nicht einfach und setzt sich aus der Rest-Vergütung der Altanlage oder mehrerer Anlagen und aus der einer Neuanlage zustehenden Vergütung nach § 29 EEG 2009 zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzliche Grundlage des EEG und dessen Rolle für den Ausbau erneuerbarer Energien und den Klimaschutz in Deutschland.

2 Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Regelungen des EEG, einschließlich des Vergütungssystems, der Degression und der Kostenstruktur.

3 Novelle des EEG: Hier werden die spezifischen Änderungen durch die EEG-Novellierung ab 2009, die Vergütungssätze für verschiedene Energieträger sowie Konzepte zur Vermarktung thematisiert.

4 Wälzungsmechanismus des EEG: Das Kapitel analysiert das vierstufige Ausgleichsmodell sowie die Problematiken der Prognose und schlägt einen alternativen Wälzungsmechanismus vor.

5 Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000 bis 2006: Die ökonomischen und ökologischen Effekte, wie Beschäftigungswachstum und CO2-Einsparung, werden hier bewertet und mit anderen Fördermodellen verglichen.

6 Zukünftige Auswirkungen des EEG: Der Fokus liegt auf den Prognosen zur Entwicklung der Vergütungszahlungen und Differenzkosten ab 2009 bis 2030.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des EEG als zentrales Instrument der Energiepolitik zusammen und reflektiert über notwendige Anpassungsprozesse.

Schlüsselwörter

Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Einspeisevergütung, Energiewende, Klimaschutz, CO2-Einsparung, Wälzungsmechanismus, Differenzkosten, Windenergie, Photovoltaik, Biomasse, Repowering, Direktvermarktung, Fördermodelle, Versorgungssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Beurteilung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), seiner Novellierung 2009 sowie den Auswirkungen auf den deutschen Strommarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Vergütungsstruktur, der Wälzungsmechanismus zur Kostenverteilung, die ökonomischen Wirkungen auf Beschäftigung und Umsatz sowie die ökologischen Effekte durch CO2-Emissionsminderung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Darstellung der Förderung regenerativer Stromerzeugung, eine kritische Analyse des bestehenden Ausgleichsmechanismus und die Bewertung künftiger Kostenentwicklungen infolge der EEG-Novellierung.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse auf Basis offizieller Daten des BMU, des VDN und einschlägiger Studien zu Beschäftigungseffekten und Differenzkosten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der EEG-Regelungen, den Vergleich der Vergütungssätze 2004/2009, eine Analyse des Wälzungsmechanismus inklusive Alternativvorschlägen sowie eine ökonomische und ökologische Wirkungsbewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EEG, Einspeisevergütung, Differenzkosten, Wälzungsmechanismus, Klimaschutz, CO2-Bilanz sowie ökonomische Förderinstrumente.

Was unterscheidet das Repowering-Konzept im EEG 2009 von früheren Regelungen?

Das EEG 2009 verbessert die Bedingungen für die Erneuerung alter Windanlagen durch eine neue Regelung zur Übertragbarkeit des Anfangsvergütungssatzes und setzt so stärkere wirtschaftliche Anreize für das Repowering.

Warum wird im Dokument ein alternativer Wälzungsmechanismus vorgeschlagen?

Der aktuelle Mechanismus ist laut Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) intransparent und für Lieferanten mit hohen Risiken aus Prognoseabweichungen verbunden, weshalb ein transparentes Modell zur Entlastung vorgeschlagen wird.

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Details

Title
Ökonomische Beurteilung der Novelle des EEG
College
University of Hannover
Course
Diplom
Grade
2,0
Author
Maryna Krämer (Author)
Publication Year
2008
Pages
81
Catalog Number
V115177
ISBN (eBook)
9783640159222
ISBN (Book)
9783656527367
Language
German
Tags
Beurteilung Novelle Diplom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maryna Krämer (Author), 2008, Ökonomische Beurteilung der Novelle des EEG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115177
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